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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. Juni 2014, 14:23
Auch nicht toll, aber Lichtjahre besser als die von Laut.de, die quasi nichts aussagt. Allein der Satz ist ja schon absurd:
"Musikalisch zeichnet sich der Black Metal durch den kreischenden Gesang und hohe Geschwindigkeit aus, wobei das Tempo nicht unbedingt zu den Trademarks zu zählen ist."
Ebenso wie der hier:
"Trotz musikalischer Parallelen zum Death-Metal unterscheiden sich die beiden Stile vor allem durch den häufigen und atmosphärischen Einsatz des Keyboards, welches im Death Metal lange Zeit verschmäht wurde. Im Black Metal spielt es eine tragende Rolle.""
Kurz gesagt, die Anus-Definition ist etwas schwurbelig und unkonkret. Die Laut-Definition einfach Bullshit.
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von Oliver Passgang » Sonntag 15. Juni 2014, 14:29
Genau das ist ja das Problem. Was man sonst so findet, ist oft veraltet und bezieht sich dann halt auf VENOM, was etwas schlecht ist, wenn ich im folgenden mit Blastbeat-Kapellen um die Ecke komme, die, musikalisch betrachtet, mit Cronos nicht viel mehr gemeinsam haben als mit JUDAS PRIEST, MOTÖRHEAD oder IRON MAIDEN.
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von Eike » Sonntag 15. Juni 2014, 14:33
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kurz gesagt, die Anus-Definition ist etwas schwurbelig und unkonkret.
Noch kürzer gesagt: Die "Anus-Definition" ist das Gegenteil einer Definition. Wischiwaschi wie "more emotive and comprehensible poetic communication" mag als Empfindungsbekundung in einen Grundschulaufsatz vielleicht noch Sinn ergeben, aber einfach unkonkretisiert hingerotzt ist es sachlich wertlos.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. Juni 2014, 14:41
Eike, ich weiß, dass das keine brauchbare musikalisch-stilistische Definition ist, mit der sich wissenschaftlich arbeiten lässt. Aber sie wird dem Phänomen BM trotzdem eher gerecht, als das, was sich bei Laut.de findet. Das hier habe ich noch gefunden: Disctopia.de hat geschrieben:Stilistische Merkmale des Black Metal
Musik
Die Musik ist stark von E-Gitarren und den Drums dominiert. Selten werden auch Musiksamples eingespielt zur kreativen Anreicherung der musikalischen Atmosphäre. Aber auch das Keyboard gehört zur Standardausrüstung der meisten Bands. Die gezielt platzierten Dissonanzen (= als unharmonisch empfundene Intervalle) in der Musik sind ein Markenzeichen des Black Metals.
Gesang
Über den Gesang versucht der Black Metal sich noch weiter vom restlichen Metal zu distanzieren. So werden die typischen männlichen Metalgrowls weiter vorangetrieben und münden häufig in einem stark undeutlichen Kreisch- oder auch Krächzgesang. Die Gesangsform ist häufig sehr monoton und teils auch träge. Gelegentlich wird auch auf weiblichen Gastgesang in Klarform zurückgegriffen.
Tempo
Das Tempo ist schnell bis gar sehr schnell. Lediglich die Subgenres des Black Metal setzen auf ein milderes Tempo oder gar ein schleichendes wie beim Depressive Suicidal Black Metal.
Ideologie & Lyrik
Die Lyrik ist abhängig von der Ideologie der jeweiligen Band. Bands, die zur Provokation neigen, schreiben besonders ausgiebig über dunkle Rituale, tabuisierte Themen oder auch Weltuntergangsszenarien. Andere Bands beschäftigen sich hingegen eher mit Fantasiethemen oder auch der Natur. Von allen Vertretern werden jedoch dunkle und misanthropische Thematiken aufgegriffen und verarbeitet.
Produktion
Da eine Differenzierung nach außen hin gewünscht und auch aktiv gefördert wird, sind die Produktionen sehr oft von sehr schlechter und primitiver Qualität. Damit wird im vornherein eine zu hohe Aufmerksamkeit von außen verhindert. Lediglich einige Vertreter aus den Subgenres setzen auf hochwertigere Produktionen um die Atmosphäre der Alben nicht zu gefährden. Unter den eisernen Black Metal Anhängern gelten schlechte Produktionen als authentisch, während Außenstehende diese als minderwertig abtun.
http://disctopia.de/metalstile/black-me ... tAod7wMAbA
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. Juni 2014, 14:57
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von Oliver Passgang » Sonntag 15. Juni 2014, 15:53
Super, Rüdiger. Ich wusste doch, dass du dafür ein Auge hast.  Diese Quellen kann ich nun zitieren und mir dann das zusammensuchen, was ich brauche. Vielen, vielen Dank!
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von the seeker » Sonntag 15. Juni 2014, 17:10
wieso darf man wikipedia nicht zitieren, wenn der Artikel die Definition am besten zusammenfasst? des is auch nicht schlechter als diverse andere links im internet, zumal unter dem Artikel dort die Einzelnachweise gelistet sind vielleicht kannst du da nochmal ein wenig eintauchen
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. Juni 2014, 17:27
Als ich Hausarbeiten schrieb kannte noch kein Mensch Wikipedia, aber vom Grundsatz her ist relativ klar, warum Wikipedia nicht zitierfähig ist, und das ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass die zitierte Aussage nicht eindeutig einem bestimmten Verfasser zugeordnet werden kann sondern nur einem unbestimmbaren Verfasserkreis und daher dessen fachliche Qualifikation und die Zuverlässigkeit der Angaben nicht beurteilt werden kann. Die Belegstellen bei Wikipedia kann man indes natürlich immer zur weiteren Recherche heran ziehen, oder daraus zitierfähige Belegstellen extrahieren. http://www.wissenschaftliches-arbeiten. ... pedia.html
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von Oliver Passgang » Sonntag 15. Juni 2014, 17:31
Das Problem habe ich aber bei 2-3 anderen Quellen aus dem Internet auch, die ich trotzdem mit hinein nehmen werde (auch da mir das Benutzen des Internets aufgrund der recht schwachen Literaturlage zum Metal ausdrücklich nahegelegt wurde). Wikipedia gilt aber gemeinhin als "No-Go" - ob sinnvoll oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt...
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. Juni 2014, 17:43
Bei den von mir verlinkten Seiten kann ich die beiden Autoren namentlich benennen:
Chronicles Of Chaos: Autor = Quentin Kalis Metal Crypt: Autor = Paul Batteiger
Es ist halt ein Problem in der Metalszene, dass zum einen viele Seiten nicht mit vollen Klarnamen arbeiten oder gar nicht mit namentlich gekennzeichneten Beiträgen, sowie dass - für Subkulturen typisch - die wirklich inhaltlich fundierte Auseinandersetzung weniger in wissenschaftlichen Kreisen als vielmehr in der Subkultur selbst vonstatten geht. Da fehlt dann zwar die "musikwissenschaftliche Kompetenz", wohingegen bisher den Musikwissenschaftlern die Szenekompetenz fehlt. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, weil immer mehr "Metalheads" eben auch wissenschaftlich mit ihrem Hobby arbeiten, seien es Soziologen, Musikhistoriker oder auch Musikwissenschaftler.
Ich habe ja auch ein Buch zum Thema Black Metal von Dayal Patterson. Ich schaue mal, ob sich da auch etwas findet, das als Definition taugen könnte. Aber ich meine, dass das mehr historisch und nicht musikwissenschaftlich orientiert ist.
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