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von Eike » Mittwoch 11. August 2010, 23:04
Holg hat geschrieben:"Louder Than God" ist ein gottverdammtes Heavy Album. Ud Live war die Band um Chris Cornell damals intensiver als 90% aller Rumpelmetaller.
"Louder Than Love" meinst Du, oder? Joah, das war nicht übel, aber "Badmotorfinger", "Superunknown" und (weniger heavy:) "Down From The Upside" gefallen mir besser. Der Motorfinger geht besser ab, das Unbekannte ist vielseitiger, und beim Verdrehten hat die Band dann noch mehr experimentiert.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Holger Andrae » Mittwoch 11. August 2010, 23:12
"...Than Love" latürnich. Mit dem Finger konnte ich dank trotz oder wegen des Gebläses weniger etwas anfangen. Wo ist noch gleich "Black Hole Sun" drauf *grad zu faul mich rum zu drehen* Die ist auch nett. Und auch die "Screaming live" Ep. Und "In The Know".
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von Eike » Mittwoch 11. August 2010, 23:18
Das zweifellos gute aber im Albumkontext eher durchschnittliche 'Black Hole Sun' findet sich auf "Superunknown".
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von Holger Andrae » Mittwoch 11. August 2010, 23:19
Dann wären wir uns da ja einig. 
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von Dekalog der Elemente » Donnerstag 12. August 2010, 19:37
Ich hab bisher nur die Superunknown daheim, aber kenne viele der anderen Sachen. Tolle Band, war mir persönlich schon immer lieber als die Herren von Nirvana.
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von Eike » Freitag 13. August 2010, 14:36
Musikalisch gibt es kaum Überschneidungen zwischen den Bands NIRVANA und SOUNDGARDEN, auch wenn die Mitglieder evtl. gemeinsame Lieblingsbands gehabt haben mögen. In der Frühzeit ließe sich auch bei SOUNDGARDEN vielleicht noch ein gewisser Punkeinschlag ausmachen, aber das wars dann auch schon. Grunge war mindestens so breitgefächert wie Metal. Am ehesten ließe sich SG noch mit ALICE IN CHAINS vergleichen; wenn man außerhalb von Schubladen denkt, einige Songs aber fast genausogut mit welchen von LED ZEPPELIN. Ist aber Quatsch, denn SOUNDGARDEN klingt erstmal nach SOUNDGARDEN und dann aber fast nie genauso wie bei einem anderen SOUNDGARDEN-Song. Man erkennt die Stimme, eventuell auch den Schlagzeuger, der Rest lässt sich am ehesten fassen unter: Großartig!
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von Eike » Mittwoch 26. Juni 2013, 18:12
Da kam ja vor gut einem Jahr schon ein neues Album nach der Reunion, "King Animal".
Wie soll ich sagen? Es ist sicherlich gut, aber so ganz reingekommen bin ich da noch nicht, was vermutlich auch mit an der Produktion liegt, die mir persönlich fast schon etwas zu dicht und knallig tönt. Ich schrob oben ja noch, ein Soundgarden-Song klänge so gut wie nie wie ein anderer, aber hier gibt es schon diese "typischen SOUNDGARDEN-Momente", wo man sich irgendwo an ein früheres Werk von ihnen erinnert fühlt. Dennoch ist das natürlich weit vom Einheitsbrei entfernt (wenn schon dann Einheizbrei, um mal schlechte Wortspielerei zu betreiben). Also gut, wo fange ich an? Vielleicht bei den Hochpunkten von meiner Warte aus (vorläufig) geurteilt:
Da wäre zunächst malDays 'A Thousand Before' (Thayil), ein Song, in dem ich mich sofort zuhause fühle. Gut federndes Hoppelschlagzeug, Chris Cornells typisch melodisch-rufender Gesangsstil, anschwellende Momente mit Gitarre und Bass schön im Vordergrund, rhythmisch verspielt dank schön knusprig bratender Gitarrenlicks und dem variablen Schlagzeug, soweit alles wie gehabt, inklusive natürlich der feinen Dynamik, die aus simplen Rockelementen und leicht verspielten Schnörkeln etwas fast schon psychedelisch anmutendes kreiert, das vor allem aber gut nach vorne rockt und trotz des reichhaltigen Sounds auf eine eigenartige Weise auch eingängig klingt. Es schraubt sich geradezu ins Hirn, dunkelbunt schillernd, erhaben nach oben führend wie eine Wendeltreppe. Da fühlt man sich doch sofort wilkommen, auch wenn man noch längst nicht weiß, wohin genau sie einen führt.
Dann haben wir da mit 'Bones Of Birds' (Cornell) einen Slow Burner. Und der hat's in sich: Ruhig sonorer Gesang, getragen und leicht melancholisch in der Subnote, so ähnlich wie bei 'Fell On Black Days'; gegen Stagnation aufbegehrender Refrain, leicht doomige Gitarrenläufe, dabei jedoch sehr melodisch und schwelgerisch, wolkenverhangen aber nicht duster, oben ein bedeckter Himmel, doch darunter klare Luft mit Weitblick bis zum Horizont. Immer wieder leicht rauchige, bassgetragene Zwischenmomente, in denen das Tempo herausgenommen wird und man tief durchatmen kann, bevor der struggle of life einen wieder erfasst und man sich angespannt fühlt, "too weak to survive...".
'Taree' (Sheperd) dann, zu Beginn vermeintlich der Ruhepol des Albums. Wobei auch der hier wieder ordentlich rauchig und sehnig daherkommt, seine Muskeln spielen lässt. Sehr abgeklärt tönt die Band hier, das erinnert schon schwer an das Material auf "Superunknown". Ist aber so gut gemacht, dass ich nicht benennen könnte, von welchem Song darauf sie hier abgekupfert haben könnten. SOUNDGARDEN ist auf jeden Fall zurück und nimmt den angestammten Platz als einer der massivsten Acts aus der ehemaligen Seattler Grungeszene wieder ein. Man steigert sich zum Ende hin ordentlich rein.
Abegklärt auch 'Black Saturday' (Cornell) mit Akustikgitarreneinsprengseln. Das hätte so auch auf "Down On The Upside" stehen können, von seiner flexiblen Dynamik her; die Stimme leicht rostig, entspannte Rhythmik, durchgehend surrende Rockgitarren, ein sich wiegender Bass, dazwischen allerlei atmosphärische Spielereien. Dieser schrammelige Song kommt wirklich gut, weil ihm eine zielgerichtete Vision zugrunde liegt, er fährt gewissermaßen wie auf Schienen, ist auch mit Akustikgitarrenuntermalung noch heavy genug, um sich zwischen den mitunter auch offen wirkenden Akkorden nicht zu verlieren.
Mit 'Rowing' (Sheperd/Cornell) hat die Band zum Schluss noch ein unkonventionelleres Stück auf Lager, und spätestens hier erkennt man, dass das vorangegangene mitnichten (Selbst-)Epigonentum war, sondern die Musiker wirklich etwas zu sagen hatten, es ihr ureigenstes Anliegen war, noch einmal gemeinsam Musik zu machen; denn so bluesig, gegrundet, emotional voll reingekniet kommt hier ein Stück daher, das reduziert genug ist, um zweifellos erkennen zu lassen, dass das gehörte Material auch ohne Fingerspielertricks und studiotechnischen Schnickschnack zündet. Keep on rowing, das hier pumpt Blut, und nicht zuletzt Leidenschaft: Was für ein Solo! Großartig.
Wer hat sich noch mit dem Album beschäftigt, und was haltet ihr davon?
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von Schaf » Donnerstag 18. Mai 2017, 12:02
http://www.telegraph.co.uk/music/news/c ... d-aged-52/Rocker Chris Cornell, who gained fame as the lead singer of Soundgarden and later Audioslave, has died at the age of 52, his representative has revealed.
In a statement to The Associated Press, Brian Bumbery says Cornell died Wednesday night in Detroit.
Bumbery called the death "sudden and unexpected" and said his wife and family were shocked by it. The statement said the family would be working closely with the medical examiner to determine the cause and asked for privacy.
Der nächste... 
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von Jhonny » Donnerstag 18. Mai 2017, 15:21
Joa, das ist schon echt schade. Heute gleich mal AUDIOSLAVE gehört.
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von Martin van der Laan » Donnerstag 18. Mai 2017, 23:50
Und wieder "mitten aus dem Leben".... Irgendwie ja schön nicht lange leiden zu müssen, sondern einfach tot umzufallen (wie es in diesem Fall scheint), aber doch nicht mit 52!! I LOVE SOUNDGARDEN!!!!! Vor allem "Badmotorfinger"... 
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