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von Oliver Passgang » Dienstag 6. Mai 2014, 18:04
Liebe Forengemeinde! Heute komme ich mal mit einem Thread um die Ecke, der mir durchaus ernst ist, da es um meine Examensarbeit geht. Das Thema könnt ihr dem Titel entnehmen: Es geht um die Verbindung des höchsten Streichinstrumentes und unseres geliebten Krachs. Grundsätzlich habe ich mir zu diesem Thema natürlich schon viele Gedanken gemacht, so dass ein Grundgerüst steht. Mir kommen jedoch Fragen, bei denen ich mir dachte, dass ihr mir sicher helfen möchtet, sofern ihr Ahnung davon habt. Hier gleich mal zwei davon: 1. Welche Bands haben die Violine als erstes in den Metal integriert? (Das muss ca. um 1990 herum gewesen sein, oder? Hängt euch jedenfalls nicht an der Definition von "Metal" auf, sondern schreibt mal, was euch einfällt!) 2. Was glaubt ihr, aus welchem Grund ein dem Grundsound des Genres so weit entferntes Instrument überhaupt verstärkt (bzw. über das Exotentum hinaus) Einzug in den Metal gefunden hat? (Stellt ruhig wilde, wenn auch bitte ernst gemeinte Thesen auf!) Weitere Fragen kommen im Laufe der Zeit garantiert, diese sind jetzt gerade spontan die wichtigsten.  Besten Dank im Voraus, Olli
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von Klaus » Dienstag 6. Mai 2014, 18:13
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von Jhonny » Dienstag 6. Mai 2014, 18:14
Bei 1) muss sicher Skyclad genannt werden. Die hast du ja sicher auf dem Schirm.
zu 2) finde ich tatsächlich nicht das "klassische", sondern eher das "volkstümliche" Element im Metal prägender, wenn man von Bombast der Marke Nightwish / Rhapsody ab, wo die Violine ja nicht als Solo-Instrument, sondern als Teil eines großen Orchesters eingesetzt wird. Die neue Battleroar ist leider noch nicht angekommen, aber ich nehme an, dass die Violine dort auch eher im Sinne von Skyclad eingesetzt wird.
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von Jesus » Dienstag 6. Mai 2014, 18:14
Wenn man sie zum Metal zählen möchte, haben Led Zeppelin schon in den 70ern die Violine verwendet. In 'Kashmir' z.B.
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von Oliver Passgang » Dienstag 6. Mai 2014, 18:19
Danke für eure Antworten, Leute!  Ist das wirklich eine Violine? Klingt für mich eher nach einem Keyboard. Hast du die CD vielleicht Original, so dass du mal im Booklet nachschauen kannst?  Jhonny hat geschrieben:Bei 1) muss sicher Skyclad genannt werden. Die hast du ja sicher auf dem Schirm.
Auf dem Schirm: ja. Ahnung von der Band: bisher nein. Das wird sicher aber zeitnah ändern. Jhonny hat geschrieben:zu 2) finde ich tatsächlich nicht das "klassische", sondern eher das "volkstümliche" Element im Metal prägender, wenn man von Bombast der Marke Nightwish / Rhapsody ab, wo die Violine ja nicht als Solo-Instrument, sondern als Teil eines großen Orchesters eingesetzt wird. Die neue Battleroar ist leider noch nicht angekommen, aber ich nehme an, dass die Violine dort auch eher im Sinne von Skyclad eingesetzt wird.
Japp, diese unterschiedlichen Arten der Verwendung werden wohl der Hauptteil sein, den ich meines Erachtens aber auch schon relativ differenziert aufgeschlüsselt habe. Danke trotzdem für den Hinweis!  Jesus hat geschrieben:Wenn man sie zum Metal zählen möchte, haben Led Zeppelin schon in den 70ern die Violine verwendet. In 'Kashmir' z.B.
Uhm... Ich glaube, LED ZEPPELIN ist mir dann tatsächlich zu weitläufig. Ich muss mal gucken, wie ich "Metal" am Ende definiere, vielleicht fällt's dann doch noch hinein. 
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von Klaus » Dienstag 6. Mai 2014, 18:45
Oliver Passgang hat geschrieben:Danke für eure Antworten, Leute!  Ist das wirklich eine Violine? Klingt für mich eher nach einem Keyboard. Hast du die CD vielleicht Original, so dass du mal im Booklet nachschauen kannst? 
Im Booklet steht nichts, aber soweit ich weiß, ist das tatsächlich eine Violine. Der Text lautet ja passenderweise "I start to spin the violin."
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von Oliver Passgang » Dienstag 6. Mai 2014, 18:50
Okay, danke dafür! In meinen Ohren klingt das immer noch wenig nach einer "natürlichen Violine", aber vielleicht ist das auch nur etwas eigen produziert.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 6. Mai 2014, 20:19
Als "führendes" Instrument war es neben SKYCLAD (Debüt 1991) auch noch MY DYING BRIDE (Debüt 1992), wo die Violine eingeführt wurde. Recht kurz danach kam dann schon SUBWAY TO SALLY (Debüt 1994). Das war zwar auf dem Debüt noch Folk Rock, hatte aber schon auf dem Nachfolger "MCMXCV" (1995) schon deutlich Metal-Schlagseite. Wenn du auch auf die Wurzeln im Hardrock schaust, musst du vor allem KANSAS im Auge behalten.
Ich denke, der Grund war in erster Linie, dass man mit der Violine Stimmungen erzeugen kann, die man mit dem Grundgerüst eben nicht so gut hinbekommt. Das folkig-beschwingte, das bei Skyclad und STS zum Tragen kommt, die tiefe Traurigkeit bei My Dying Bride oder später auch bei Anathema ("Alternative 4"), sind Stimmungen, die man in der Form halt so noch nicht so gehört hat.
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von Oliver Passgang » Dienstag 6. Mai 2014, 20:29
Peter Kubaschk hat geschrieben:Als "führendes" Instrument war es neben SKYCLAD (Debüt 1991) auch noch MY DYING BRIDE (Debüt 1992), wo die Violine eingeführt wurde. Recht kurz danach kam dann schon SUBWAY TO SALLY (Debüt 1994). Das war zwar auf dem Debüt noch Folk Rock, hatte aber schon auf dem Nachfolger "MCMXCV" (1995) schon deutlich Metal-Schlagseite. Wenn du auch auf die Wurzeln im Hardrock schaust, musst du vor allem KANSAS im Auge behalten.
Vielen Dank! Das hilft mir einen großen Schritt weiter, soll aber andere bitte nicht davon abhalten, ebenfalls Bands (egal ob früher oder wenig später) zu posten.  Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich denke, der Grund war in erster Linie, dass man mit der Violine Stimmungen erzeugen kann, die man mit dem Grundgerüst eben nicht so gut hinbekommt. Das folkig-beschwingte, das bei Skyclad und STS zum Tragen kommt, die tiefe Traurigkeit bei My Dying Bride oder später auch bei Anathema ("Alternative 4"), sind Stimmungen, die man in der Form halt so noch nicht so gehört hat.
Das deckt sich mit einem Großteil meiner bisherigen Überlegungen. 
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von Christian Schwarzer » Dienstag 6. Mai 2014, 20:40
Spontane Ergänzung zu Rhapsody: ...und insofern sie als Soloinstrument eingesetzt wird, geschieht das auch hier eher auf folkige Weise ('Triumph For My Magic Steel).
Ich denk mal weiter über das Thema nach.
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