20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 3. März 2014, 01:34

6.
SATAN'S HOST "Virgin Sails"
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Die letzte US-Metal-Scheibe und die erste Black-Metal-Scheibe meiner Liste in Personalunion. Für mich ist diese Band nach wie vor ein absolutes Unikat, das einen phantastischen Stilmix abliefert, den die Welt so von niemandem sonst geliefert bekommt. Die vermutlich beste lebende Metal-Sirene in der Form ihres Lebens (Harry Conklin singt übrigens nicht nur die klaren Parts, sondern ist auch für Keifen und Growls zuständig) macht gemeinsame Sache mit einem compositeur et guitariste extraordinaire an seiner Seite, die einen völlig unfassbar tollen Mix aus US Metal und extremen, dabei aber kein Stück weit generischen Black/Death-Elementen zocken, und dabei auf einem Album allein Hooklines am Fließband vom Stapel lassen, für die andere Bands töten würden oder eine dreißigjährige Karriere hinlegen müssen. Ein weiteres Mal reihen sich hier Volltreffer an Volltreffer; "Cor Maleficus", "Island Of The Giant Ants", "Infinite Impossibilities", "Vaporous Of The Blood", "Virgin Sails"... Einfach ein Überhammer der alle Register zieht, der mir eine Gänsehaut nach der anderen beschert. Wäre der Norwegen-Fetisch 2013 nicht so sehr ausgeprägt gewesen, hätte das Album auch noch weiter vorne landen können.

Völlig zu Recht Album des Monats bei uns im Soundcheck!

http://www.youtube.com/watch?v=mpoO_g9K-8w - Der mächtige Opener!
http://www.youtube.com/watch?v=xS-eKzGgEm8 - Mein Favorit "Vaporous..."
http://www.youtube.com/watch?v=m7qHhAsYeLc - Wie geil kann ein Riff sein?
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Jhonny » Montag 3. März 2014, 10:31

Anders als bei z.B. Argus oder Helloween habe ich bei Satan's Host mittlerweile doch das Gefühl, dass meine durch einen starken Vorgänger sehr hohen Erwartungen erfüllt wurden. Ein tolles Album, das nicht nur durch den Über-Gesang ein Oberhammer ist.
Ich brauche irgendwann auch noch die älteren Sachen.
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Raphael Paebst » Dienstag 4. März 2014, 11:38

Ich bin nach wie vor nicht überzeugt. Da ist mir zuviel unzusammenhängendes im Songwriting, die Lieder einfach oft zu lang und wenig packend. Der Opener und auch 'Vaporous Of The Blood' zeigen, dass es auch deutlich besser geht, da der Rest aber nicht unbedingt so gut ist, ziehe ich den Vorgänger nach wie vor, ähem, vor. :grins:
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon iwill zaehnchen » Freitag 7. März 2014, 12:40

Raphael Paebst hat geschrieben:Ich bin nach wie vor nicht überzeugt. Da ist mir zuviel unzusammenhängendes im Songwriting, die Lieder einfach oft zu lang und wenig packend. Der Opener und auch 'Vaporous Of The Blood' zeigen, dass es auch deutlich besser geht, da der Rest aber nicht unbedingt so gut ist, ziehe ich den Vorgänger nach wie vor, ähem, vor. :grins:

Jhonny hat geschrieben:Anders als bei z.B. Argus oder Helloween habe ich bei Satan's Host mittlerweile doch das Gefühl, dass meine durch einen starken Vorgänger sehr hohen Erwartungen erfüllt wurden.


Hat bei mir etliche Durchläufe gebraucht, aber Virgin Sails kommt dem Vorgänger sehr nah. Einen potenziellen Hit gibt es zwar nicht, aber das Songmaterial ist durchweg sehr stark. :grins:

Die letzte Helloween ist unantastbar :boes:

Jhonny hat geschrieben:Ein tolles Album, das nicht nur durch den Über-Gesang ein Oberhammer ist.
Ich brauche irgendwann auch noch die älteren Sachen.


Ich denke nicht das Du da - bis auf`s Debüt - so viel Freude mit dem Gesang haben wirst ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=-0GWJnRANdE
http://www.youtube.com/watch?v=HRUWo1pKIyA
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 7. März 2014, 18:25

Och, Jhonny hat ja nun im Normalfall kein Problem mit Growls und Keifen, und der Eli Elixir war ja nun nicht der Schlechteste, in dem Fach. Ich mag die Scheiben ohne Harry auch sehr gerne.
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Jhonny » Samstag 8. März 2014, 00:15

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Och, Jhonny hat ja nun im Normalfall kein Problem mit Growls und Keifen, und der Eli Elixir war ja nun nicht der Schlechteste, in dem Fach. Ich mag die Scheiben ohne Harry auch sehr gerne.


Da habe ich auch keine Furcht, dass das bei mir nicht klappen könnte.
Aber der Tyrant ist natürlich schon ne Wucht, deren Fehlen auffallen müsste.
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 8. März 2014, 02:26

Klar, wobei ich mir den Tyrant bei Satan's Host ja erst einmal schon jahrelang abgewöhnt hatte, als er dann plötzlich zurück kam. Mit Harry Conklin ist Satan's Host halt eine völlig einzigartige Chimäre aus Black/Death Metal und US-Metal, während es ohne Harry Conklin halt einfach eine sehr gute, technisch starke Black/Death-Band mit sehr charakteristischem Gitarrenspiel war. Aber auch die Scheiben ohne Harry sind richtig, richtig gut.

Einer der stärksten Songs der Eli-Elixir-Ära:
http://www.youtube.com/watch?v=xsh-elFplhY
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 8. März 2014, 02:42

Ach ja, und die Band hatte etliche echt sensationelle Petagno-Artworks, auch vor Harrys Rückkehr.

Demnächst geht's dann weiter mit den Top-5
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 9. März 2014, 01:44

Satan’s Host:
Die Band war mir immer ein Begriff, gerade auch durch den Sänger. Ich höre aber diese Band erst jetzt zum ersten Mal richtig an. Davor hab ich so kaum einen Ton gehört.
Aber das ist total gut. Ich find das Songwriting überhaupt nicht zusammenhangslos. Ich finde das klingt sehr schlüssig und an manchen Stellen vielleicht sogar abgedreht. Aber das ist es genau was mir überraschend gut gefällt. Die Growls, das Gekeife, der super Gesang. Alles von einem Sänger? Großes Tennis… :dafuer: oO
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Re: 20 schwarze Federn aus des verblichnen Jahres Kleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 11. März 2014, 01:24

5.
DARKTHRONE "The Underground Resistance"
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Obwohl ich das Album nach wie vor ein Stück weit zwiespältig aufnehme, ist es trotzdem eines meiner Jahreshighlights. Was macht es zwiespältig? Nun, es ist nicht die letztlich unerhebliche Frage, ob das denn nun noch Black Metal ist, oder vielleicht doch eher 80er-Retro-Stahl; es ist auch nicht die Frage, ob wir es hier mit authentischer Underground-Anbetung zu tun haben, oder mit - was ich für abwegig halte - einem Versuch, den Retro-Boom zu melken. Nein, im Endeffekt ist der Grund für meine Irritation, dass "The Underground Resistance" ein Stück weit, zumindest am Anfang, wirkt, als wäre es kein DARKTHRONE-Band-Album, sondern ein Split-Album der beiden Protagonisten Nocturno Culto und Fenriz. Wo Nocturno Culto auf den drei von ihm geschriebenen und gesungenen Stücken dem für Darkthrone durchaus etablierten Proto-BM-Sound um Hellhammer und Celtic Frost huldigt, da hoppelt Fenriz auf seinen drei Songs durch die 80er-Epic-bis-Speed-Botanik von Manilla Road bis Agent Steel. Der Clou dabei ist indes, dass durch die schiere Präsenz und das Charisma der beiden Charakterköpfe letztlich doch ein stimmiges Gesamtbild ergibt, das sich nach einigen Durchläufen am Ende als schlüssiges und authentisches Darkthrone-Kauzstahl-Werk präsentiert, wie ich es mir anders oder gar besser nicht wünschen könnte. Selbstbewusst, schroff, freaky und voller Hingabe an die eigene Sache!

The Culte: http://www.youtube.com/watch?v=Ps89qo-prYI
The Wolfe: http://www.youtube.com/watch?v=18v_sHOMnFY
The Throne: http://www.youtube.com/watch?v=rRlORTQyegA
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