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von Rüdiger Stehle » Montag 3. Februar 2014, 01:00
Holg, ich habe mich von deinem Thread inspiriert gefühlt und würde auch gerne mal meine 2013er-Highlights etwas intensiver Revue passieren lassen. Danke für die Anregung und sorry fürs Abkupfern... Platz 20: AUTOPSY "The Headless Ritual" Wenn ich Death Metal in meiner Jahresbestenliste habe, dann ist das in der Regel entweder ein Album von Unleashed oder von Grave, und quasi immer eines aus Schweden. Im Soundcheck habe ich der Scheibe 9-Punkte gegeben, und zu denen stehe ich. Dieses Jahr sind meine beiden Death-Metal-Favoriten überraschenderweise aus den USA, dabei aber wenig überraschend alle beide Vertreter der alten Schule. Was macht Autopsy so toll? Nun, die Tatsache, dass die Band bei aller Brutalität nicht vergisst, auch mal vom Gaspedal zu gehen und in sehr doomigen Passagen herrliche Leadgitarren erklingen zu lassen, die auch renommierten Schwedendoomern gut zu Gesicht stünden. Man höre dazu nur mal den Opener 'Slaughter At Beast House', dessen schleppende Parts wirklich herrlich marternd geraten sind. Aber auch wenn es im stampfenden Midtempo anzieht, wie beim eingängigen, walzenden 'Mangled Far Below', dann trifft die Truppe voll ins Schwarze. Natürlich finden sich auch hier massige Tempobremsen. Außerdem gilt hier wie bei mir immer, dass ein charismatischer und verständlicher Sänger die Begeisterung gleich verdreifacht, und da ist eben Chris Reifert ein Original wie es sie in der gesamten Extrem-Metal-Szene eben nicht allzu oft gibt. Da geht es mir übrigens bei Black Metal und Death Metal ziemlich gleich: Ich werde es nie verstehen können, wie sich eine Band mit generischem Gesang (Growls / Keifen) ohne individuelle Note zufrieden geben kann. Was man mit einer tollen Stimme alles machen kann, das zeigt Reifert auf 'She Is A Funeral', einen Song wie er hinterhältiger und gruseliger kaum sein könnte. Doch, diese Band hat den Bogen raus und kriegt damit meine DM-Krone des Jahres. Vor der neuen Deicide, die es nicht in die Top-20 geschafft hat. Was gibt's noch zu sagen? Ach ja, tolles Petagno-Artwork mal wieder.
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von Holger Andrae » Montag 3. Februar 2014, 01:15
Rüdiger, absolut kein Problem. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich auf Deine Vorstellungen und mit diesem Platz 20 hast Du nicht meine absolute Aufmerksamkeit, sondern auch meine absolute Zustimmung. Tolles Album.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 3. Februar 2014, 01:20
Coole Sache, freut mich, dass du die auch so gerne magst. Bei dem Soundcheck (06/2013) warst du ja leider nicht dabei, sonst wäre die bestimmt noch deutlich besser gewesen als auf Platz 11 mit 7,37.
Bei mir läuft sie gerade, und ich finde den Gesang so hammergut, dass mir echt dauernd die oben gestellte Frage im Kopf herum spukt, warum es so viele MeloDeath-, DM- und BM-Bands dabei belassen, die für ihr Genre typischen generischen Vocals auszupacken, die keinerlei Individualität aufweisen und dann oft noch massiv effektbeladen sind, um möglichst unmenschlich zu klingen? Für mich ist das, was Reifert hier macht, die echte DM-Gesangskunst. Da gibt es zwar wirklich etliche sehr geniale Sänger, aber prozentual machen die doch nur einen kleineren Prozentsatz aus. Ich würde echt sagen, dass im Extremmetalbereich (auch in meinem geliebten BM) leider maximal jede fünfte, vielleicht auch nur jede zehnte Band einen Sänger aufweisen kann, der einen echten Wiedererkennungswert hat. Das ist sehr schade.
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von Holger Andrae » Montag 3. Februar 2014, 01:29
Ja, das Album hätte von mir wohl irgendwas im 8er Bereich bekommen. Autopsy höre ich in den letzten Monaten verhältnismäßig oft und musste im Winter feststellen, wie geilofantig das Debüt doch ist. Das hatte ich damals im Death-Rausch blind erworben (mit dem bösen cover!) und nicht verstanden (!ha!). Ewigkeiten nicht aufgelegt und im November 2013 irgendwann in einer Samstagnacht Session mal ausgebuddelt. Sensationell. Reifert ist ein superber Drum-Sänger, der in Sachen Kultosaurus Genialikus einem Dan Beehler kaum nach steht. Bombe!
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von Rüdiger Stehle » Montag 3. Februar 2014, 01:33
Mit welchem Artwork hast du die "Severed Survival" damals gekauft? Ich finde ja irgendwie die "zensierte Version" fast noch gruseliger als das Original-Artwork. Wie meinst du "nicht verstanden"?
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von Holger Andrae » Montag 3. Februar 2014, 01:43
 Nicht verstanden im Sinne von: Für dieses recht rüde und dumpf produzierte Gerumpel war ich damals wohl noch nicht bereit. Wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung an den zweiten Mann aus dem Duo, welches "Scream Bloody Gore" eingezimmert hatte auch einfach eine völlig falsche.
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von Rüdiger Stehle » Montag 3. Februar 2014, 01:47
Ach so, die Musik nicht verstanden. Ich dachte jetzt an das Artwork.
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von Rüdiger Stehle » Montag 3. Februar 2014, 01:49
Ach ja, was das Debüt angeht, ist diese CD-Auflage hier durchaus hübsch, denn sie hat auf dem Digipack das zweite Artwork, auf dem Booklet das Original-Artwork und im Innencover noch das Artwork der "Critical Madness"-Demo-EP: http://www.musik-sammler.de/media/333135Vielleicht kaufe ich mir noch diese Compilation hier. Vier neue Songs und alles 6 EPs komplett mit Artwork usw... Bestimmt auch keine schlechte Anschaffung: http://www.musik-sammler.de/media/723478
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von Holger Andrae » Montag 3. Februar 2014, 01:50
Nee, das Cover hat sich mir schon damals recht klar erschlossen. 
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 5. Februar 2014, 18:21
Platz 19: BLITZKRIEG "Back From Hell" Mein Review: http://powermetal.de/review/review-Blit ... 23219.htmlDie Wahl dieser Scheibe in die Top-20 wird sicher den einen oder anderen überraschen, manche werden sie nicht verstehen, aber doch, ich stehe dazu. Im Endeffekt auch zu den neun Punkten im Review. Denn auch wenn ich die eine oder andere kleine Schwäche ausmachen kann, dann gefällt mir das Album insgesamt doch nur unwesentlich weniger gut als die Satan-Scheibe. Wo hier und da das letzte Quäntchen Genialität in der Melodieführung fehlt, die eben Tippins & Co. an den Äxten haben, da ist Brians Stimme mindestens genauso toll wie bei seiner anderen Baustelle, und der Abwechslungsreichtum in Sachen Songwriting ist sogar ein bisschen größer. Klar, die vorhandenen Experimente wie 'Complicated Issue' muss man nicht unbedingt mögen, aber die Scheibe ist trotz des vorhandenen Selbst- und Fremdcovers durchaus spannend gestaltet. Mit dem rifflastigen Titelstück, dem düster-epischen 'V', das thrashige 'We Have Assumed Control' und 'Return To The Village' sind auch echte Granaten am Start, und ja, warum lang um den heißen Brei herum reden? Brian Ross ist für mich einfach einer dieser göttlichen Übersänger, die vermutlich auch Wiegenlieder singen und mich damit begeistern könnten. Ich mag's unheimlich gerne, was er macht und the 'Krieg kann mich einfach mit jedem Album packen, so eben auch mit #8.
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