|
|
Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Loomis » Montag 13. Januar 2014, 12:38
Peter Kubaschk hat geschrieben:Dass in manchen Kommentaren in diversen Foren (vor allem im RH-Forum selbst) so getan wird, als ob die "wirtschaftlichen Gründe" nur vorgeschoben wären, ist komplett an der Realität vorbei.
Das habe ich mir auch gedacht. Teilweise wurde dem RH ja sogar vorgeworfen, das alles wäre, um "jetzt noch mehr Geld rauszuholen". Ich kenne Stratmann zwar nicht persönlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er soeben seinen dritten Porsche bestellt hat. Manche Leute sollten sich an den Rat von Nuhr halten und einfach mal die F..... halten wenn sie keine Ahnung haben...
-

Loomis
- Luftgitarrespieler
-
- Beiträge: 2719
- Registriert: Dienstag 12. April 2011, 15:26
-
von Rüdiger Stehle » Montag 13. Januar 2014, 13:27
Was Peter da schreibt, das ist - jetzt sogar losgelöst von der konkreten Situation beim Rock Hard - wohl des Pudels Kern, und das führt ein Stück weit dazu, bei aller Sympathie für die Gegangenen und aus Solidarität Mitgehenden, auch die hypothetische andere Seite sehen zu müssen. Egal, wie sauber oder unsauber die Trennung von Albrecht, Kühnemund & Himmelstein gelaufen sein mag, dass hier wirtschaftliche Zwänge zumindest auch eine gewichtige Rolle gespielt haben, liegt schon ziemlich nahe.
Wie Peter sagt, ist im fast gesamten Printsektor der finanzielle Notstand ausgebrochen, und selbst wenn die entlassenen Mitarbeiter beim Rock Hard jetzt bestimmt keine Großverdiener waren, ist es ohne Frage nicht leicht, mit einer 25.000er Auflage, zusätzlich zu x freien Mitarbeitern, Mieten, Druckkosten usw... auch noch mehrere reguläre Mitarbeiter zu beschäftigen. 30.000,- Euro brutto inkl. Lohnnebenkosten, das legst du sehr schnell mal hin, ohne dass davon der Arbeitnehmer allzu viel mit nach Hause nimmt, und das muss halt auch eingespielt werden.
Vermutlich ist es - ganz gleich wie das nun bei den Leuten, Lesern, Szenegängern ankommt - die Zeit gekommen, dass die Szene zur Kenntnis nimmt, dass hauptberuflicher Musikjournalismus ein Auslaufmodell ist und sich professionelle Musikmagazine nicht mehr in einem Maße lohnen, dass sie davon hauptberufliche Mitarbeiter das ganze Jahr über ernähren können. Im Zweifel ist der gesamte Musikjournalismus auf dem Weg zurück in die Non-Profit- und Fanzine-Kultur, oder voran in die Online-Kultur (aber auch dort ohne nennenswerte Profite).
Damit sind wir beim nächsten Punkt, den ich nicht begrüße, sondern bedaure, den man aber kaum übergehen kann. Wenn die weit überwiegende Anzahl derer, über die geschrieben und berichtet wird (Musiker, Bands), es nicht schaffen, ohne Day-Jobs ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, warum sollte es dann der Musikjournalist können?
Das ist tragisch, klar, vor allem für die Betroffenen, die seit 20-30 Jahren nichts anderes getan haben, als über Musik zu schreiben, und davon über die Runden kamen. Und wenn ich mir die Welt malen könnte, dann hätte jeder sein Auskommen, der bei einem Metalmagazin schreibt, aber leider funktioniert das halt nicht (mehr).
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35320
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Christian Schwarzer » Montag 13. Januar 2014, 13:42
Ich glaube aber trotzdem, dass da eher die berühmten "persönlichen Differenzen" überwiegen, weil von den festen Redakteuren ja eigentlich gerade die gehen oder gegangen wurden, die Sympathieträger waren. Das halte ich aus wirtschaftlicher Sicht eher für einen Schnitt zu tief ins eigene Fleisch.
-

Christian Schwarzer
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 2373
- Registriert: Mittwoch 14. November 2012, 18:00
von Peter Kubaschk » Montag 13. Januar 2014, 13:51
Das kann durchaus sein. Aber wenn es in der Redaktion "persönliche Differenzen" gibt, dann würde ich als Verantwortlicher doch auch versuchen wieder ein "gesundes" Arbeitsklima herzustellen. Es hätte wahrscheinlich genauso gut Rensen/Kaiser - und wer sonst noch immer auf "ihrer Seite" ist - treffen können, aber wahrscheinich war Stratmann von deren Weg überzeugter oder hatte halt selbst seine Differenzen mit dem Trio. Aber das ist totale Spekulation, wie so ziemlich alles in dieser Diskussion. Ich denke, der einzige Fakt ist, dass es dem RH wirtschaftlich ganz sicher nicht sonderlich gut geht. Alles andere werden wir vielleicht irgendwann mal erfahren, vielleicht auch nicht. Im Grunde aber geht es uns ja auch gar nix an.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
von Klaus » Montag 13. Januar 2014, 13:59
Peter Kubaschk hat geschrieben:Im Grunde aber geht es uns ja auch gar nix an.
So sieht's aus! Metal in Papierversion wird es zukünftig nur noch in Form von idealistisch betriebenen Fanzines von irgendwelchen retrograden Liebhabern geben (wenn überhaupt).
-

Klaus
- Kurzhaarmetaller
-
- Beiträge: 1904
- Registriert: Donnerstag 12. Dezember 2013, 20:16
von Holger Andrae » Montag 13. Januar 2014, 15:07
[quote="Peter Kubaschk" Im Grunde aber geht es uns ja auch gar nix an.[/quote]
Im Grunde nicht, das ist schon richtig. Aber demnach ginge es uns auch nichts an, wenn es bei Bands eine personelle Umbesetzung gibt. Trotzdem redet man darüber, fragt in Interviews danach und spekuliert manchmal auch. Mehr machen wir doch gar nicht.
Ich finde man sieht an dem sehr regen Interesse lediglich, dass es eine hohe Verbundenheit mit dem Magazin und den einzelnen Personen gibt.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
-

Holger Andrae
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 26388
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44
von Peter Kubaschk » Montag 13. Januar 2014, 15:21
Ja, wir hier. Aber wenn ich sehe, dass von manchen Leuten irgendwelche Stellungnahmen gefordert werden, geht das halt mE nach eine ganze Spur zu weit. Ich spekuliere ja fröhlich mit, aber ich kann doch nicht erwarten und lauthals fordern, dass man mir Redaktionsinterna in aller Breite darlegt, nur weil ich ein paar mal das Heft gekauft und mit Götz nebeneinander zu ARMORED SAINT abgegangen bin.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
von Klaus » Montag 13. Januar 2014, 15:22
Holger Andrae hat geschrieben:Ich finde man sieht an dem sehr regen Interesse lediglich, dass es eine hohe Verbundenheit mit dem Magazin und den einzelnen Personen gibt.
Die empfinde ich halt eben für mich nicht, von daher habe ich auch nicht wirklich einen großen Redebedarf zu dem Thema.
-

Klaus
- Kurzhaarmetaller
-
- Beiträge: 1904
- Registriert: Donnerstag 12. Dezember 2013, 20:16
von Holger Andrae » Montag 13. Januar 2014, 16:40
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, wir hier. Aber wenn ich sehe, dass von manchen Leuten irgendwelche Stellungnahmen gefordert werden, geht das halt mE nach eine ganze Spur zu weit. Ich spekuliere ja fröhlich mit, aber ich kann doch nicht erwarten und lauthals fordern, dass man mir Redaktionsinterna in aller Breite darlegt, nur weil ich ein paar mal das Heft gekauft und mit Götz nebeneinander zu ARMORED SAINT abgegangen bin.
Okay. Das st natürlich eine andere Sache. Es geht ja dann über Betriebsinterna, da kann und wird es sicherlich auch rechtliche Probleme geben. Da muss man natürlich etwas weitsichtig agieren. Diese Forderung habe ich so auch bisher nicht häufig gesehen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
-

Holger Andrae
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 26388
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44
von Peter Kubaschk » Montag 13. Januar 2014, 16:41
Ich habe mal die diversen Threads im RH-Forum gelesen und da denkt man manchmal echt, dass RH eine AG ist und jeder Abonnent ein Mitspracherecht hat. Unfassbar.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21959
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
Zurück zu Die Rockbar
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.102s | 11 Queries | GZIP : Off
|
|