
Auf dem Sampler befinden sich 10 Songs mit einer Lauflänge von 52 Minuten. Ich vermute mal, dass mein Wichtel mir hier ein abgeschlossenes und rundes Ergebnis präsentieren wollte und nicht auf Teufel komm raus die CD-R propevoll packen wollte. Daumen hoch dafür. Hier ist er:
Ich bespreche so Sampler gerne häppchenweise. Ich hoffe, das ist für dich okay. So kann schonmal ein bisschen geraten werden

1) ??? '???' (3:23)
Sanfte Gitarrenzupfer und ein tiefösterreicher / -bayrischer Sänger (aus dem Sumpf da halt) schmettert eine Ode an einen Urlaubsort in Griechenland. Allerbester Lokalschlager der schmachtet und fetzt(et), wie man es von ihm erwartet. Heimatflucht, gegen den Kapitalismus, jedes Thema wird mal kurz angerissen, um das zukünftige Refugium zu rechtfertigen. "Und irgendwann bleib ich dann dort, lass alles liegen und stehen, geh von daheim für immer fort. Darauf geb ich dir mein Wort, wieviel Jahre noch auch vergehen, irgendwann bleib ich dann dort." Den Dialekt müsst ihr euch dazudenken.

Interessanter Einstieg in den Sampler. Ich bin ja Folklore nicht abgeneigt, aber musikalisch ist das halt diese aalglatte Art und Weise, wie man sie auch vom Schlager in Deutschland kennt. Aber ich glaub ihr Ösis habt dazu auch eine andere Verbindung als wir

2) ??? '???' (5:28)
Merklich düsterer Unterton. Ebenfalls düstere Gitarrenzupfer mit bluesigen Gitarrenlicks. Ein rauer Sänger, den man sich ohne Weiteres auch in einer Metalband vorstellen könne. "And the soul cries out, for a handful of rain". Mit dieser Zeile schwenkt der Song in einen geradlinigen Rhythmus. Die bluesigen Licks bleiben. Der Sänger wird merklich rauher, auch wenn die Rhythmussektion weiter unverzerrt bleibt. Der Sänger erinnert mich hierbei etwas an eine Mischung von Max Samosvat von alten MECHANICAL POET und Dio. Nach einer Bridge wird nochmal das Anfangsthema aufgegriffen.
Ich tippe darauf, dass der Song 'Handful of Rain' heißt, da diese Textzeile recht häufig auftaucht. Schöner Song. Mich würde interessieren, wie die Band sonst so klingt. Möglicherweise die balladeseke Ader einer sonst härteren Band?
3) ??? '???' (4:32)
Jep, sanfte Gitarrenzupfer, diesmal unterlegt mit einer wehmütigen Mundharmonika. In bester Americana-Manier knödelt dann der Sänger über die Tupfer der Stahlsaiten ; das Stimmtimbre erinnert mich etwas an den Boss. Textzeilen auszumachen fällt mir aber sehr schwer. Die Instrumentierung beschränkt sich über den gesamten Song auf Gitarre, Gesang und Mundharmonika. Auch die Akkordfolge bleibt über den gesamten Song weg identisch.
Ich mag so einen Sound ja. Kann ich mir wunderbar als Rauswerfer für ein Album vorstellen. Er versprüht eine einsame, aber warmherzige Atmosphäre. Schön.
Weiteres dann demnächst.



