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von Jhonny » Mittwoch 13. November 2013, 14:37
Rereleases, die nur einen angeblich "besseren" Sound haben, empfinde ich schon als Abzocke. Klar ist es wichtig, dass die Alben verfügbar bleiben, aber warum manche Bands ständig "Remasters" rausbringen müssen, ist für mich nur aus finanziellen Gründen nachvollziehbar.
Dass es aber auch sehr sinnvolle Rerelases gibt (und auch solche, bei denen es tatsächlich einen Mehrwert gegenüber früheren Versionen gibt), steht dabei außer Frage.
Limited Editions von Alben, die später rauskommen und zusätzliche Bonus Tracks haben gehen aus meiner Sicht gar nicht. Dass es eine teurere Version mit zwei oder drei Bonus Tracks gibt ist aus meiner Sicht irgendwo noch nachvollziehbar - aber nur dann, wenn sie am gleichen Tag veröffentlicht wird (oder ihr Veröffentlichungstermin zum Veröffentlichungstermin der "Basisversion" schon bekannt ist).
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von Siebi » Mittwoch 13. November 2013, 14:46
Rüdiger, Du rennst offene Türen im Hause Siebi ein. "Come in and spit out!" Der Mediumsvielfalt geschuldet gibt es LP, CD, CD-Digi, evtl. MC und DL etcpp.. In meiner Welt nerven: 1. Tour- oder sonstige Spezialeditionen nach einem Jahr oder weniger mit Zusatzmaterial, Roadrunner, NB und Century Media waren/sind da führend! -> Der Erstkäufer hat das Nachsehen, Folge: der "schlaue" Fan wartet, aber: welcher Fan wartet schon gerne auf aktuelle Musik seiner Lieblinge? Das wissen die Labels... und freuen sich. 2. Tracklist-Delta zwischen den Formaten zur gleichen VÖ-Zeit, z.B. LP oder CD mit zusätzlichen Stücken. -> Warum nicht bei jedem Format dieselben Stücke? 3. Re-Releases werden durch Remastering, Remixen oder gar Neueinspielungen verhunzt. Wenn die Rechte auf die Masterbänder nicht da sind, lass es, lieber Künstler! -> Beides geben, Original von damals plus das Neue, wenn es denn neu sein muss! Bestes Bsp.: die ersten beiden Brainstorm-Scheiben 4. Wenn sich zwei oder mehr Labels für unterschiedliche Märkte aufstellen. -> Manilla Road haben in Amerika Shadow Kingdom, die die alten Klassiker kürzlich neu auf CD aufgelegten. In Europa sind ZYX die Herrscher über die Verteilung. In Zeiten der Globalisierung unterschiedlich zu veröffentlichen lässt mich nach der Sinnhaftigkeit fragen. 5. Savatage und deren Re-Releaseorgie aller möglichen Labels in den letzten Jahren. -> einfach nur unfassbar! 6. EMI bzw. Universal Group mit ihren Deluxe-Editions. Queen, Rainbow, Dio, Black Sabbath und und und. Da wird der liebe Fan arm, weil die sich für den, der die Originale hat, rentieren. -> Midprice-Aktionen wären gut, werden durch Amazon aktuell angeboten, Nervfaktor gebannt. 7. Farbenoverkill bei Vinyl. -> vernachlässigbar für mich, da mich nur schwarzes Gold interessiert, falls ich zur LP greife. ... Mehr zur Detaillierung und Diskussion später.
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von Jhonny » Mittwoch 13. November 2013, 15:30
Siebi, Rüdiger - wir sind hier definitiv auf der gleichen Wellenlänge.
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von enemy-of-reality » Mittwoch 13. November 2013, 19:47
Was mich nervt / nicht nervt:
LIMITED EDITIONS: Nerven mich! Waum? Weil es heutzutage mehr Lt. Editions als normale Auflagen zu geben scheint. jedes Kack-Album erscheint grundsätzlich mal in einer "Ltd. Edition" (oder eben "Special Edition"), meist im Digi mit ein oder zwei Bonustracks. Will ich nicht, meist gibt es aber die normale Version im Jewel Case gar nicht zu kaufen, weil eben nicht vorrätig. Deshalb: nervt! Und das bringt mich gleich zum nächsten Punkt:
BONUS TRACKS: Nerven auch. Ich bin Alben-Hörer, kein Single Track-Hörer. Ich will ein Album so haben, wie es von der Band konzipiert wurde. Bonustracks stören da meist nur, weil sie eben nicht zum Album gehören und oftmals auch qualitativ eher durchwachsen sind (Ausnahmen bestätigen die Regel). Fast noch weniger als "normale" Bonustracks mag ich Live-Mitschnitte, Instrumentalversionen, Demos oder Remixes. Das stört einfach alles gewaltig und muss beim hören des Albums immer wegprogrammiert werden. Wenn's denn unbedingt sein muss, dann bitte auf einer Extra-Disc, aber nicht auf der Hauptscheibe. Das gilt übrigens auch für Re-Releases. Ich will NUR das eigentliche Album, aber viele Label sind halt der Meinung, dass man bei jeder Neuauflagen irgendwelchen Kram dazupacken muss, und sei er noch so obskur. NEIN! Wenn ich schon eine Neuauflage von "Sticky Fingers" kaufe, dann will ich garantiert keinen 40sekündigen Schnipsel hören, der aufgenommen wurde, als Keith im Delirium über seine bereits eingestöpselte Gitarre gestolpert ist.
Ihr seht schon, vieles reizt mich an dem ganzen Zeugs, das andere als Kaufgrund oder gar Kaufzwang werten, nicht wirklich. Im Moment fallen mir eigentlich nur zwei Dinge ein, die für mich einen Mehrwert darstellen würden, nämlich entweder eine Bonusdisc mit einer (guten) Liveaufnahme (CD oder noch besser DVD) oder schlicht und einfach besserer Sound. Und damit meine ich aber auch wirklich besseren Sound und nicht diese 08/15-Remaster, die einfach nur die Dynamik runter- und die Lautstärke hochdrehen.
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von Chavo89 » Mittwoch 13. November 2013, 20:15
Mein lieber Realitätsfeind, du sprichst mir aus der Seele. Genau so sehe ich das auch.
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von Domaniac » Mittwoch 13. November 2013, 20:37
Schließe mich der eher gemäßigten Fraktion hier an: Seit ich aktiv Musik/Metal höre und kaufe, war das schon imemr so, von daher bin ichdas gewohnt, auch wenn ich nicht viel davon halte. Je nach dem, wie sehr ich die ensprechende Band mag, mach ichs entweder wie der Seeker udn besorge mir den entsprechenden Bonustrack auf digitalem Wege (They screw the industry, pay no royalty, burn me on cd, all illegally...) oder tendiere in enemy-of-realityys Richtung und scheiß einfach auf die Bonustracks. Ersteres geht insofern noch mit meiner Sammlerleidenschaft d'accord (neben dem Civil Disobedience-Boykott-Charakter), weil ich momentan ohnehin nicht in der Lage bin, alle Musik, die ich höre, im Original zu besitzen. Und dann kann ich auch noch warten, bis in nen par Jahren die B-Seiten- und Bonus Track-Compilation kommt.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 13. November 2013, 20:48
Jo, ich wünschte, dass ich das auch so sehen könnte, aber leider Gottes fallen mir spontan Dutzende Bonustracks ein, die ich grandios finde, und die ich sicherlich nur sehr ungerne missen möchte. Das beste Beispiel dafür ist "Flaming Metal System" auf dem CD-Rerelease von MANILLA ROADs "Crystal Logic", der nicht nur einer der besten Songs der Band überhaupt ist, sondern auch perfekt mit dem Rest des Albums harmoniert. Und bei sehr vielen Alben ist es halt leider heute so, dass aus der selben Session stammende, sehr gute Songs, speziell für die Ltd. Ed. aufgespart werden. Da ist dann die Frage eher, ob das Album "so wie es von der Band ersonnen war", denn nun wirklich die Schrumpfversion ist, oder ob es die komplette Version ist.
Live-Bonustracks, Remixes, Demoversionen, Remasters, 5.1-Mixes, Coverversionen usw... verleiten mich auch nicht zum Zweitkauf, weil mich das Zeug nicht juckt.
Unveröffentlichte Studioaufnahmen (also "neue" Songs) indes schon. Die sind für mich meist sehr wichtig, die will ich haben, und ich konnte auch noch nie feststellen, dass es eine Tendenz der Art gäbe, dass die schwächer sind, als das Material auf dem normalen Album. Ganz im Gegenteil, s.o., ich kenne sehr viele wirklich großartige Bonustracks der beschriebenen Art.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Domaniac » Mittwoch 13. November 2013, 20:52
Grade in den 80ern kann ich die Sache mit CD-Bonustracks auch noch tatsächlich nachvollziehen, weil auf CD einfach mehr Platz ist als auf ner LP und du umfangreichere Alben schreiben konntest. Da kann das schon sein, dass die CD nicht mehr Songs hat, sondern eigentlich die Platte weniger. Nicht immer und überall, aber doch teilweise.
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von Feamorn » Mittwoch 13. November 2013, 20:58
So, nachdem eben aus unerfindlichen Gründen mein Beitrag weg war, nächster Versuch.
Dinge die ich "mitnehme", ohne sie unbedingt haben zu müssen: "Bonustracks", das war mal anders, ich weiß noch, dass ich damals bei Grave Diggers Rheingold ziemlich stinking war, dass ich die normale Version hatte, weil in keiner Werbung ein Ton von "limited edition" auftauchte und auch der Saturn nichts hatte. Allgemein muss ich heute sagen, dass die in der Tat selten wirklichen Mehrwert bieten, im schlimmsten Fall ein in sich komplettes Album kaputt machen. Einzige Ausnahme sind wohl die Lucassen Sachen, aber der macht die Sachen ja in der Regel auf eine zusätzliche Scheibe, das passt dann. Live-Aufnahmen auf extra Medien, am besten Video, nehme ich lieber mit, aber auch da rechtfertigt es keine hohen Extrakosten, ein paar Euro, das ist bei mir die Grenze. Gleiches gilt für Coverversionen.
Dinge die mich eher nerven: Re-Releases mit Bonus-Stücken auf der gleichen CD. Am besten den gleichen Song in fünf Demo-Versionen, oder "Bonusmaterial", was fast länger ist, als das ursprüngliche Album.
Das ultimative Böse: Interviews auf dem gleichen Medium wie das Album.
Sachen die mich zu einem Zweitkauf führen können: "Wertige" Remasterings/Remixe/Neueinspielungen, die dem alten Werk etwas "Neues" hinzufügen. Passierte bisher eher selten. Mittlerweile bin ich aber sehr neugierig auf Mehrkanal-Mixe, das habe ich Steven Wilson zu verdanken, der da wirklich sehr gekonnte Sachen fabriziert, die die Musik wirklich auf eine andere Ebene hieven. Tatsächlich sind das auch die beiden einzigen Fälle, bei denen ich mir ein Album bewusst ein zweites Mal zugelegt habe.
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von Stephan Voigtländer » Mittwoch 13. November 2013, 21:32
Ich empfinde das auch als Abzocke und kann Rüdigers Ärger darüber durchaus teilen. Bestes Beispiel war die Saturn- und MediaMarkt-Edition der aktuellen Black Sabbath mit dem exklusiven 4. bonustrack - einem der besten Songs des gesamten Albums. Das ist sch...
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