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von Siebi » Mittwoch 18. September 2013, 15:37
Absoluter Musiknerd-Thread! Geil! Klasse und lesenswert, weil mit so viel Detailliebe geschrieben und begründet wird.
Schauen wir mal in die Powermetal-Skala. 1.0 - 3.0 Ein ganz übles Album. 3.5 - 5.5 Ein mehr oder weniger langweiliges Album. 6.0 - 6.5 Ein in vielen Bereichen ordentliches Album, das nicht mitreißt. 7.0 - 7.5 Ein gutes Album, dem der letzte Kick fehlt, um es dauerhaft auflegen zu wollen. 8.0 Ein Album, das man häufiger auflegen wird. 8.5 Ein Album, das man häufiger auflegen wird und auf jeden Fall Hits hat. 9.0 Ein Album, das dafür sorgt, dass man mitsingt/tanzt/zuckt. 9.5 Ein Album für die Dauerrotation. Kratzt am Klassikerstatus. 10.0 Ein Album, das in jeder Beziehung perfekt ist.
Fazit. Ab 8,5 PM.de-Skala nach meinem Gusto kann es ein Kaufkandidat werden. Immer noch "Kann", denn es gibt soviel Starkes in der Sammlung, das immer und immer wieder gehört werden will. Bös gesagt, wenn es keine neuen Tonträger mehr gäbe, es wäre trotzdem wundervoll.
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Siebi
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von ishina » Mittwoch 18. September 2013, 16:04
salisbury hat geschrieben:Die "okayen und guten" Scheiben alle zwischen 6,0und 8,5 zu quetschen, ist sehr beengend. Wenn man die okayen in den 4-6er-Bereich schiebt, wird auf einmal viel Platz frei. Ich hatte mal einen SC, in dem ich 11-12 Scheiben auf sieben oder siebenfünf geschoben habe. Die hab ich alle meinen Lebtag nimmer gehört, an die ERINNER ich mich ned mal, ausser dass ie "ganz gut so" waren  . Die sind ab jetzt alle zwischen 4 und 6. Auch große Namen.
Diesen Ansatz kann ich nicht verstehen. Du stauchst eine grundsätzliche lineare Skala willkürlich, um für einen präzise umrissenen Qualitätsbereich mehr Abstufungen zu erhalten. Mit derselben Logik könntest du auch die Stauchung weglassen und beispielsweise ab 7.0 in kleineren Schritten skalieren. Ein konkretes Zitat noch einmal aufgegriffen: salisbury hat geschrieben:Ich hatte mal einen SC, in dem ich 11-12 Scheiben auf sieben oder siebenfünf geschoben habe.
Ich verstehe das Problem nicht. Vielleicht waren alle diese Alben genau in diesem Qualitätsfenster. Was ist dann daran verwerflich, sie dort einzuordnen, wo sie hingehören. Als Soundcheck-Redakteur würde ich höchstwahrscheinlich auch mit Abstand am Häufigsten die Note "7" zücken (unter der Annahme, dass ich für mich nur eine zehnstufige Skala verwende, wie im Eingangsbeitrag erklärt), weil sie das Gros der Alben beschreibt: Gut gemacht, nett, gibt mir, abgesehen von eventuellen raren Höhepunkten, aber nichts, was mich dazu motiviert, sie aus freien Stücken häufig aufzulegen. Ist das nicht gerade die Natur der Musik, von der ich den Eindruck habe, dass sie immer professioneller wird, aber die Zahl der wirklichen Perlen nicht größer wird? Ich habe gerade kein Werkzeug zur Hand um einen Graph der Verteilung der Noten, die ich geben würde, zu zeichnen. Es wäre eine schiefe Verteilung mit einer Spitze bei knapp über 70% der Maximalpunktezahl. Bei einer zehnstufigen Skala bin ich vom Gefühl her durchschnittlich meist bei 7, bei einer fünfzehnstufigen Skala bei 10. Noch einmal: Ich habe kein Problem damit, Platz dafür zu schaffen, feiner zu unterscheiden, wie gut ein Album ist. Es geht mir nur darum, eine Skala nicht zu stauchen. Der erste und intuitive Zugang zu einer Skala ist meinem Empfinden nach, dass 50% der Maximalpunktezahl bedeutet, dass, um die Schulanalogie zu verwenden, die Katastrophe gerade noch hat abgewendet werden können, das Ergebnis leidlich durchschnittlich ist und noch viel Luft nach oben existiert.
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von enemy-of-reality » Mittwoch 18. September 2013, 17:19
Das folgende bitte als konstruktive Kritik und nicht als Bashing sehen: Evtl. ist die PM-Skala im unteren Bereich etwas zu wenig differenziert. Ein Album mit einem Punkt ist "ganz übel", eins mit drei Punkten aber auch. Vielleicht, nur vielleicht wäre eine neue Definition eurer Skala eine gute Idee. Könnten wir, wenn das für die Redaktion OK ist, durchaus alle gemeinsam hier im Forum ausarbeiten. Ich persönlich hab ja bekanntlich ein kleines Problem mit eurem 10er. Meiner Meinung nach ist tatsächlich fast kein Album jemals perfekt. (Es gibt ein einziges Album, an dem ich tatsächlich nichts ändern würde wollen und dem ich nach eurer Definition guten Gewissens die Höchstnote geben könnte. EIN EINZIGES!). Und mit der Meinung steh ich, wie man in diesem Thread sehen kann, ja auch nicht ganz alleine da. Ausserdem stellt sich mir halt auch die Frage, worauf sich das "perfekt" bzw. die Bewrtung ganz allgemein bezieht. Nur auf die Musik? Oder auch auf alles andere, wie z.B. Cover, Lyrics, Sound, etc.? Meiner Meinung nach kann es sich nur auf's Gesamtpaket beziehen und da wird's bzgl. Perfektion halt noch schwieriger. Eine Alternative wäre natürlich, jedes ALbum in mehreren Aspekten zu bewerten. Also eine Note für die Musik, eine für den Sound, eine für Lyrics & Artwork z.B. Aber ich glaube, das ist sogar für normale Musiknerds zu nerdig  und im SC auch kaum umsetzbar. Eine andere Möglichkeit wäre ein deutlich schlichteres 5er System, z.B. in Form von Daumen. Daumen runter: Mies Daumen schräg nach unten: Naja Daumen auf 3 Uhr: Durchschnitt Daumen schräg nach oben: gut bis sehr gut Daumen nach oben: Top-Scheibe
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enemy-of-reality
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von Peter Kubaschk » Mittwoch 18. September 2013, 17:49
enemy-of-reality hat geschrieben:Das folgende bitte als konstruktive Kritik und nicht als Bashing sehen:
Evtl. ist die PM-Skala im unteren Bereich etwas zu wenig differenziert. Ein Album mit einem Punkt ist "ganz übel", eins mit drei Punkten aber auch. Vielleicht, nur vielleicht wäre eine neue Definition eurer Skala eine gute Idee.
Nein, das ist schon ganz bewusst so gemacht. Denn im Grunde ist es so, wie Ishina sagt: eine Skala sollte linear sein und da ist die 5.5 als Mittelpunkt als immer noch "langweilig, aber ertragbar" sogar noch eher negativ ausgelegt, so wie 51% in einer Schularbeit meist ein "ausreichend minus" ist. Und wie holg richtig sagt, ist eine Differenzierung, wie schlecht man etwas findet, nicht besonders interessant. Schlecht ist schlecht ist nicht empfehlenswert. Wir hätten sogar von 1-5.5 einen Bereich machen können. Aber das haben wir intern verworfen. Eine neue Definition ist daher nicht nur nicht notwendig, sondern auch nicht gewünscht. enemy-of-reality hat geschrieben:Ich persönlich hab ja bekanntlich ein kleines Problem mit eurem 10er. Meiner Meinung nach ist tatsächlich fast kein Album jemals perfekt. (Es gibt ein einziges Album, an dem ich tatsächlich nichts ändern würde wollen und dem ich nach eurer Definition guten Gewissens die Höchstnote geben könnte. EIN EINZIGES!). Und mit der Meinung steh ich, wie man in diesem Thread sehen kann, ja auch nicht ganz alleine da. Ausserdem stellt sich mir halt auch die Frage, worauf sich das "perfekt" bzw. die Bewrtung ganz allgemein bezieht. Nur auf die Musik? Oder auch auf alles andere, wie z.B. Cover, Lyrics, Sound, etc.? Meiner Meinung nach kann es sich nur auf's Gesamtpaket beziehen und da wird's bzgl. Perfektion halt noch schwieriger.
Wenn ich Rüdiger statt dich frage, sieht die Sache schon sehr anders aus. Das ist halt total subjektiv. Ich bin da tendenziell auch bei Rüdiger, denn auch Makel können ein Album erst perfekt machen. So wie Cindy Crawford dank ihres Muttermals berühmt geworden ist und nicht trotz dessen. Perfektionismus liegt nun einmal im Auge (bzw. Ohr) des Betrachters und ist nichts, was man objektiv messen kann. Und zum "häufigen Gebrauch" noch einmal: Es gab in 2013 24x die 10 in Reviews bei ~1.350 Reviews, davon sechs oder sieben für Alben, die bereits mehrere Jahre auf dem Buckel haben. Damit bleiben 16 bei 1.350 Rezis und das ist knapp mehr als 1%. Wenn das zu oft ist, bin ich irritiert, immerhin ist das die Ausbeute von ca. 30 Autoren.
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Peter Kubaschk
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von Martin Schneider » Mittwoch 18. September 2013, 18:03
Finds lustig dass das jetzt hier aufkommt, nachdem ich das vor einer Weile intern angesprochen hatte. Aber ich hab mich von den Kollegen überzeugen lassen, dass wir sicher keine 10er Flut in der redaktion haben. Kubis Statistik ist da schon sehr aussagekräftig.
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von the seeker » Mittwoch 18. September 2013, 19:08
da hat mich wohl mein subjektiver Eindruck getäuscht kann man die Reviews eigentlich durchsuchen nach Wertungen?
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the seeker
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von enemy-of-reality » Mittwoch 18. September 2013, 19:24
Peter Kubaschk hat geschrieben:enemy-of-reality hat geschrieben:Das folgende bitte als konstruktive Kritik und nicht als Bashing sehen:
Evtl. ist die PM-Skala im unteren Bereich etwas zu wenig differenziert. Ein Album mit einem Punkt ist "ganz übel", eins mit drei Punkten aber auch. Vielleicht, nur vielleicht wäre eine neue Definition eurer Skala eine gute Idee.
Nein, das ist schon ganz bewusst so gemacht. Denn im Grunde ist es so, wie Ishina sagt: eine Skala sollte linear sein und da ist die 5.5 als Mittelpunkt als immer noch "langweilig, aber ertragbar" sogar noch eher negativ ausgelegt, so wie 51% in einer Schularbeit meist ein "ausreichend minus" ist. Und wie holg richtig sagt, ist eine Differenzierung, wie schlecht man etwas findet, nicht besonders interessant. Schlecht ist schlecht ist nicht empfehlenswert. Wir hätten sogar von 1-5.5 einen Bereich machen können. Aber das haben wir intern verworfen. Eine neue Definition ist daher nicht nur nicht notwendig, sondern auch nicht gewünscht.
Aber genau diese Verschiebung des Durchschnitts in die 7 Punkte-Region (gefühlt), engt die Skala noch mehr ein und entwertet den Bereich darunter noch zusätzlich. Man hat halt den Eindruck, dass für halbwegs interessante Alben nur noch der Bereich von 7.5-10 übrig bleibt. Aber ok, das mag natürlich auch subjektives Empfinden sein. Wenn die Skala so gewollt ist und auch keine Änderungen angedacht sind, ist das ok. Wie schon mehrmals gesagt wurde ist das Review selbst sowieo viel wichtiger (und aussagekräftiger) als die Note, die druntersteht. Martin Schneider hat geschrieben:Finds lustig dass das jetzt hier aufkommt, nachdem ich das vor einer Weile intern angesprochen hatte. Aber ich hab mich von den Kollegen überzeugen lassen, dass wir sicher keine 10er Flut in der redaktion haben. Kubis Statistik ist da schon sehr aussagekräftig.
the seeker hat geschrieben:da hat mich wohl mein subjektiver Eindruck getäuscht kann man die Reviews eigentlich durchsuchen nach Wertungen?
Wie heißt es doch so schön? Glaub niemals einer Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast  Ne, ist natürlich nur ein Scherz, Leute. Wobei ich aber auch den Eindruck hatte, dass es mehr 10er sind/waren. Aber das täuscht wohl tatsächlich.
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von Nils Macher » Mittwoch 18. September 2013, 19:29
Es mag daran liegen, dass per Bemusterung sehr viel Durchschnittsware eintrifft. Gerade bei den Nicht-Soundcheck-Alben, und 5-7er Alben ziehen einfach nicht so viel Aufmerksamkeit wie die 10, vor allem wenn das auch noch große Namen sind.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. September 2013, 19:30
Peter, wie viele von den 16 Zehnern (Klassikerreviews außen vor) waren denn von mir?
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Nils Macher » Mittwoch 18. September 2013, 19:33
Ich würde mal behaupten, dass der Großteil von dir, Rüdiger, Thommy, Holg und mir kommt dieses Jahr. Zumindest nach meinen Erinnerungen.
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