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von Rüdiger Stehle » Montag 12. Juli 2010, 22:57
So, dann ein Stückchen weiter im Text:
8. - 4:40 Fängt mit dezentem Stakkato an, dann kommen Wabersynths, ein funky Break, Slap-Bass und ein schräges Gitarrenlead. Komplett instrumental und daher geht die Chance für mich gegen Null, das zu erkennen. Ausgeprägte Arbeit mit der Laut-Leise-Dynamik. Könnte von Long Distance Calling sein, aber theoretisch sogar von Hawkwind höchstselbst, denn sogar bei denen würde ich ein Instrumental vermutlich nicht erkennen. Sicher nicht schlecht, aber völlig ohne Sänger gelingt es Musik nur in den seltensten Fällen, mich zu fesseln. A Cosmic Trail sind hier eine Ausnahme.
9. - 4:37 - DEAD SOUL TRIBE 'Angels In Vertigo' Das ist wieder mehr Metal und mehr Song. Heftig bratendes, bärenstarkes Einstiegsriff. Gemahnt an Tool und, ja, mit Einsetzen des Gesangs wird es klar: Der Gesang ist entrückt, in den ruhigen Passagen fast etwas emo-mäßig, wobei dieses Prädikat natürlich die Götter des Stahls erzürnen lässt, handelt es sich hier doch um keinen Geringeren als Mr. Buddy Lackey alias Devon Graves. DEAD SOUL TRIBE mit 'Angels In Vertigo'.
10. 7:37 Und wieder entrückter Gesang, dahinter bizarr-fragiles Gitarrenklimpern. Alternative Note. Man denkt sofort an Alice In Chains. Wobei es später immer intensiver und heavier wird. Sogar Growls tauchen auf und das Ganze verschiebt sich gen Avantgarde-Black-Metal. Alice in Chains sind somit raus und mir schwant Fürchterliches. Sind das gar Norweger? Verdammt, ich kenne das, aber ich komm ums Verrecken nicht drauf. Wird bestimmt peinlich. Der Sänger nölt unheimlich, so dass der Text fast nicht zu verstehen ist. Irgendwas von "years of pain" oder so...
11. 11:22 Ein Longtrack. Erstmal zwei Minuten weißes Rauschen als Intro, dann ein surrender Gitarrenbienenschwarm mit Synths versetzt. Klingt modern und spacig, diffus und im Einstieg konturlos. Dann setzt das Schlagzeug ein und es wird martialisch, allerdings immer noch aufgelockert durch die verdrogten Synth-Teppiche. Dass nach vier Minuten noch immer niemand singt, ist natürlich ein wenig schade. Doch, da singt jemand... aber so weit im Hintergrund, dass man es kaum wahrnehmen kann. Dann ein ruhiges Break. Nur noch Synth, wie eine Spieluhr unter Wasser. Dann ein etwas folkig gesungener Part und wieder massives Inferno. Gar nicht so weit weg von Strapping Young Lad, aber die hatten wir ja schon. Oha, doomige Riffs gibt es auch... keine Ahnung, wer das sein könnte.
12 - 4:23 - PAIN OF SALVATION 'What If We Lose Control?' Progressiv und vertrackt. Bizarre Rhythmik. Schräger Leadgesang und im Hintergrund äußerst bizarre Chöre. Aufwändige vielstimmige Arrangements. Könnte dem Soundtrack eines Adams-Family-Films entstammen. Mannomann, Regina, da hast du mir ein paar harte Brocken aufgetischt. Halt! Der Refrain verrät die Band. Pain Of Salvation mit "What if we lose control?" - Richtig? Gesanglich auf jeden Fall das was ich als originell bezeichnen würde, und daher vorgemerkt dafür, mal intensiver angetestet zu werden als dies bisher der Fall war. Zumal mir ja meine Chartsbande auch immer davon vorschwärmt. =)
13 - 9:02 - MANILLA ROAD 'Tomb of the Serpent King / Butchers Of The Sea' Und wieder ein ultra-spaciges Intro als Einstieg. Regina, bist du im Star-Trek-Forum oder im Captain-Future-Fanclub angemeldet? Ach ja, Band erkannt - Fettnapf gebannt! Meine Götter MANILLA ROAD mit 'Tomb of the Serpent King / Butchers Of The Sea' von ihrem sträflichst unterbewerteten aktuellen Album "Voyager".
14 - 4:42 - MERCYFUL FATE 'The Mad Arab' Das kenne ich auch irgendwo her. Orientalisches Karavanen-Intro... dann singt der König höchstselbst, keine Frage: MERCYFUL FATE mit 'The Mad Arab'. Toll!
15 - 4:23 - TAROT 'Messenger Of Gods' Kirchenorgeln mit majestätischem Pomp, dann ein herrlich bratendes Old-School-Riff. Der Sänger klingt im Vers wie ein verzerrter Dave Mustaine und im Refrain offenbart er sein wahres Gesicht. Das ist kein Geringerer als der gute Marco Hietala mit seiner guten Band TAROT und "Messenger Of Gods". Gefällt mir. Muss mir die "Crows Fly Back" wohl auch irgendwann mal zulegen.
16 - 3:49 - FLOTSAM & JETSAM 'Iron Tears' Aha. Screams par excellence, old school as fuck: Speed Metal der ganz alten Schule ist hier geboten und das kenne ich natürlich auch. Ziemlich starker Motörhead-Drive... Mann... ach ja, es zündet: "It is the game of temptation, it is the play of the heart, Cry out in desperation, Iron Tears take you apart." - FLOTSAM & JETSAM mit 'Iron Tears' = Toll hoch Fünf!
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Rüdiger Stehle
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von Rüdiger Stehle » Montag 12. Juli 2010, 23:54
17 - 6:38 - FAITH NO MORE 'Jizzlobber' Wieder mal etwas spaciger im Einstieg. Tolles Riff allerdings. Relativ tiefe Stimme, mit rockiger Note und einigen Verzerrer-Effekten. Slayer meets Rob Zombie? Oder doch Faith No More. Muss aber zugeben, dass ich hier spicken musste. Habe mich nie besonders mit der Band befasst. Das ist aber schon gut und auf jeden Fall originell. Könnte gut passieren, dass ich mir doch mal noch ein Album von FNM hole.
18 - 5:29 - Ja, Raserei. Melodische Raserei. Black Metal mit leichtem Hang zum Thrash. Schwedische Schule? Das taugt mir gleich mal sehr gut. Zzzzt... Nein! Kein Black Metal, wie der einsetzende Gesang klarstellt. Besser gesagt: Wir haben es mit einem Bastard aus Black/Thrash, Melodeath, ein bisschen Goth und traditionellem Metal zu tun. Blasts und gedrosselte Passagen, Klargesang und Keifen. Also wohl doch eine nordeuropäische oder deutsche Band! Zumindest taucht dieser Stilmix hier recht oft auf. Dark At Down gingen mal in die Richtung, aber die sind es nicht. Ich kenne die Band nicht, aber ich finde es ganz gut.
19. - 02:15 - Zwei Minuten? Ein Intro? Ja. Und zwar eines mit Keyboard, Piano und Synth. Verhallter, entrückter Gesang. Ist das Gesang? Ja. Leitet dann langsam in den folgenden Song über, von dem ich einfach mal vermute, dass er dazu gehört, auch wenn es im Übergang auf meiner CD leicht hakt... keine Ahnung.
20. - 4:34 - BIOMECHANICAL - 'Do You Know Me?' Das ist dann zunächst einmal ein ziemlich grooviger Thrash-Anstrich, den man sofort in den US of A verorten würde. Der Refrain geht dann allerdings ein wenig in Richtung modernen Power Metals. Im Prinzip ist das die NEVERMORE/COMMUNIC-Schule, und da klingelt es dann und mir schießen die guten alten BIOMECHANICAL durch den Kopf, die ich leider nie ausgiebig genug beäugt habe. Und dann liefern sie gleich noch den Titeltrack dieses Wichtelsamplers... Ist das ganze Album so stark? Wenn ja, dann wird das mal gekauft werden müssen.
21. - 6:37 - BENEDICTUM 'Beast In The Field' Wieder ein längeres Stück, das dieses Mal mit Klavier in bestem Savatage-Stil anfängt. Auch die einleitenden Riffs gehen noch in diese Richtung. Dann wird es jedoch mechanischer und Groove-orientierter. Dennoch gesanglich ganz klar klassischer Heavy Metal, wobei der Gesang weiblicher Herkunft ist. Dankenswerterweise jedoch eine klassische Metalröhre und kein dünnes Säuselstimmchen. Crystal Viper sind es nicht, Holy Hell auch nicht, einer der großen Klassiker auch nicht, also bleibt Benedictum, die ich irgendwann mal live gesehen und für gut befunden habe. Ist die ganze Scheibe auf dem Level, oder sticht der Song heraus?
22. - 5:43 - AVANTASIA 'Another Angel Down' Vom Einstieg her zu urteilen ist das melodischer Speed Metal. Ja, das Einsetzen des Gesangs bestätigt die Vermutung. Ich kenne das. Edguy meets Dio... Alles klar: AVANTASIA mit 'Another Angel Down' - cooler Song.
23 - 6:28 - OPETH Dunkler als die letzten Songs. Orientalische Melodie und Rhythmik. Wieder einmal entrückter, verhallter Gesang der durch die Sphären schneidet. Progressiver Songaufbau. Ich muss kurz wieder an Deadsoul Tribe denken, wobei der Growl-Part diese Assoziation radikal zunichte macht. Okay... Prog, cleaner Gesang, orientalisch-psychedelische Vibes, entrückt, spacige, dann massive mit Growls... ich tippe jetzt einfach mal auf OPETH, habe aber keine Ahnung, wie der Song heißt und von welchem Album er stammt.
24 - 8:47 - SÓLSTAFIR 'Ghosts Of Light' Das Intro baut eine ähnliche Stimmung auf, wie jenes zu Manowars Bridge Of Death, obwohl die Band stilistisch ganz anders verortet ist. Tiefer gestimmte Gitarren, massive Klangmauer. Ein dezentes Post-Rock-Feeling im Riffing und trotzdem episch und metallisch. Dann wird alles heftiger und shreddernder. Der Sänger lässt sich ewig Zeit... bei 2:15 fängt er an zu singen, klagen, bellen. Neurosis grüßen ein Stückchen weit, wobei dieses Stück hier nicht so massiv und vernichtend klingt. Heiliger Herr im Himmel! Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Die Band habe ich vor nicht allzu langer Zeit in München ohne Ende abgefeiert... SÓLSTAFIR mit 'Ghosts Of Light'.
25 - 4:37 - NEVERMORE 'Noumenon' Wieder leicht orientalische Melodieführung. Der psychotische Anfang beim Gesang klingt wie Warrel Dane. Die Leadmelodie klingt wie Jeff Loomis. Nun, das ist ebenfalls Nevermore und zwar mit 'Noumenon' vom von vielen ungeliebten Album "Enemies Of Reality".
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 13. Juli 2010, 00:03
Dann fassen wir zusammen:
01. NEVERMORE 'Engines Of Hate' 02. STRAPPING YOUNG LAD ... 03. WARBRINGER 'Scorched Earth' 04. 05. 06. MERCENARY 'Soul Decision' 07. PANTERA 08. 09. DEAD SOUL TRIBE 'Angels In Vertigo' 10. 11. 12. PAIN OF SALVATION 'What If We Lose Control?' 13. MANILLA ROAD 'Tomb of the Serpent King / Butchers Of The Sea' 14. MERCYFUL FATE 'The Mad Arab' 15. TAROT 'Messenger Of Gods' 16. FLOTSAM & JETSAM 'Iron Tears' 17. FAITH NO MORE 'Jizzlobber' 18 19. 20. BIOMECHANICAL - 'Do You Know Me?' 21. BENEDICTUM 'Beast In The Field' 22. AVANTASIA 'Another Angel Down' 23. OPETH 24. SÓLSTAFIR 'Ghosts Of Light' 25. NEVERMORE 'Noumenon'
Also, ich denke, dass ich einiges richtig erkannt habe, und das freut mich schon mal ungemein. Bei den noch offenen Sachen bin ich auf die Auflösung gespannt. Etwas, das mir überhaupt nicht gefallen hätte, war nicht dabei. Die Sachen, die ich schon erkannt habe, waren zum Teil großartig, wobei ich natürlich einen großen Teil davon schon habe, so dass wirkliche Neuentdeckungen nur wenige dabei sind. Aber der Sampler hat mich dazu inspiriert, bei Gelegenheit mal ein bisschen nach der einen oder anderen günstigen Scheibe von Pantera, SYL oder FNM Ausschau zu halten, die ich bisher immer bewusst links liegen gelassen habe. Der Geschmack wird halt doch offener und vielseitiger mit dem Alter. Die Tarot und die Biomechanical sind auch auf den Einkaufszettel gerutscht und bei Benedictum und Mercenary wird das vielleicht auch noch was. Mal kucken.
An dieser Stelle jedenfalls nochmal "Dankeschön!" an Regina... hat Spaß gemacht, auch wenn ich sehr lange gebraucht habe.
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von Jhonny » Dienstag 13. Juli 2010, 08:42
Außer Strapping Young Lad und Faith No More wäre der Sampler wohl auch ziemlich mein Ding gewesen 
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von Eike » Dienstag 13. Juli 2010, 12:40
Coole Beschreibungen, Rüdiger! Der OPETH-Song könnte von der "Ghost Reveries" stammen. Songtitel? Schwer zu sagen, ich höre die wenn meist am Stück...
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von Jhonny » Dienstag 13. Juli 2010, 12:41
Eike hat geschrieben:Coole Beschreibungen, Rüdiger! Der OPETH-Song könnte von der "Ghost Reveries" stammen. Songtitel? Schwer zu sagen, ich höre die wenn meist am Stück...
dafür gibts ja auch Alben - zum am Stück hören Ich höre fast nie Musik anders - in der Regel, Alben am Stück. Hab ich die Ghost Reveries? Glaube schon... Songtitel kenn ich aber ehrlich nicht, hab die auch immer am Stück gehört... 
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von Regina Löwenstein » Dienstag 13. Juli 2010, 15:01
Freut mich sehr, wenn dir der Sampler Spaß gemacht hat, Rüdiger, und wenn du dadurch sogar animiert wirst, dich mit einigen Bands näher zu befassen, ist das natürlich auch toll. Die grandiose Erratensquote überrascht mich nicht sonderlich: Dass du das Allermeiste kennen wirst, davon bin ich ausgegangen. Daher vernachlässigte ich größtenteils den Ehrgeiz, etwas Unbekanntes auszusuchen, und habe einfach mal das draufgepackt, was mir persönlich gefällt. Zu den wenigen noch nicht aufgelösten Sachen: Rüdiger Stehle hat geschrieben:4. Fetter Sound und klassisches Göteborg-Riffing. Das Melodic/Death-Genre und dessen Grenzbereiche zum Metalcore ist ja nicht ganz so mein Metier. Finde ich gut, aber ich bin nicht wirklich fit mit den Bands. Im Gitarrenbereich ist das klar mehr Melodeath als Metalcore. Hier könnten wir es mit Dark Tranquillity zu tun haben, aber auch mit einer Band, die bewusst in die selbe Richtung geht. Fragments Of Unbecoming zum Beispiel.
Uriger schwedischer Melodic Death, der Song stammt vom letzten Album der Band. Die Abenddämmerung belastet mit Sünde. Rüdiger Stehle hat geschrieben:5. Ähnliches Genre, ähnliche Gitarrenharmonien, ähnlicher Gesang; etwas weniger roh produziert. Etwas radiokompatibler. Auch mit cleanem Gesang. Also recht klar die moderne Melodeath/Metalcore-Schiene. Wie gesagt, nicht mein Metier, aber ich würde auf eine Band im Stile neuerer In Flames, Soilwork oder Mnemic tippen, weil die clean Vocals weniger emomäßig nervig sind als bei den meisten Ami-Kapellen aus der Ecke. Es wird keine der genannten sein, weil ich die ziemlich sicher erkannt hätte, aber wir sind hier sicher eher in Europa als in den USA. Guter Song, wenn auch nicht mein bevorzugter Stil.
Europa und Soilwork ist gar nicht schlecht - wie heißen die Soilwork Italiens? Den Songtitel findet man aus dem Refrain ganz leicht raus. Rüdiger Stehle hat geschrieben:8. - 4:40 Fängt mit dezentem Stakkato an, dann kommen Wabersynths, ein funky Break, Slap-Bass und ein schräges Gitarrenlead. Komplett instrumental und daher geht die Chance für mich gegen Null, das zu erkennen. Ausgeprägte Arbeit mit der Laut-Leise-Dynamik. Könnte von Long Distance Calling sein, aber theoretisch sogar von Hawkwind höchstselbst, denn sogar bei denen würde ich ein Instrumental vermutlich nicht erkennen. Sicher nicht schlecht, aber völlig ohne Sänger gelingt es Musik nur in den seltensten Fällen, mich zu fesseln. A Cosmic Trail sind hier eine Ausnahme.
Dieses Stück stammt von einer Instrumentalband, die für ihre spacig/verkopfte Note bekannt ist - kein Wunder, denn es besteht eine Verbindung zu Cynic. Rüdiger Stehle hat geschrieben:10. 7:37 Und wieder entrückter Gesang, dahinter bizarr-fragiles Gitarrenklimpern. Alternative Note. Man denkt sofort an Alice In Chains. Wobei es später immer intensiver und heavier wird. Sogar Growls tauchen auf und das Ganze verschiebt sich gen Avantgarde-Black-Metal. Alice in Chains sind somit raus und mir schwant Fürchterliches. Sind das gar Norweger? Verdammt, ich kenne das, aber ich komm ums Verrecken nicht drauf. Wird bestimmt peinlich. Der Sänger nölt unheimlich, so dass der Text fast nicht zu verstehen ist. Irgendwas von "years of pain" oder so...
Oh, ich wette, dass du das kennst! Das Post-Metal-Album, von dem dieses statische Stück stammt, wurde letztes Jahr in der Redaktion mächtig abgefeiert. Rüdiger Stehle hat geschrieben:11. 11:22 Ein Longtrack. Erstmal zwei Minuten weißes Rauschen als Intro, dann ein surrender Gitarrenbienenschwarm mit Synths versetzt. Klingt modern und spacig, diffus und im Einstieg konturlos. Dann setzt das Schlagzeug ein und es wird martialisch, allerdings immer noch aufgelockert durch die verdrogten Synth-Teppiche. Dass nach vier Minuten noch immer niemand singt, ist natürlich ein wenig schade. Doch, da singt jemand... aber so weit im Hintergrund, dass man es kaum wahrnehmen kann. Dann ein ruhiges Break. Nur noch Synth, wie eine Spieluhr unter Wasser. Dann ein etwas folkig gesungener Part und wieder massives Inferno. Gar nicht so weit weg von Strapping Young Lad, aber die hatten wir ja schon. Oha, doomige Riffs gibt es auch... keine Ahnung, wer das sein könnte.
Zugegeben, das ist etwas Exotisches: Avantgarde-Black-Metal von einer ungarischen Band. Nicht zu verwechseln mit einer Gothic-Band aus der Türkei, die einen ähnlichen Bandnamen hat. Rüdiger Stehle hat geschrieben:12 - 4:23 - PAIN OF SALVATION 'What If We Lose Control?' Progressiv und vertrackt. Bizarre Rhythmik. Schräger Leadgesang und im Hintergrund äußerst bizarre Chöre. Aufwändige vielstimmige Arrangements. Könnte dem Soundtrack eines Adams-Family-Films entstammen. Mannomann, Regina, da hast du mir ein paar harte Brocken aufgetischt. Halt! Der Refrain verrät die Band. Pain Of Salvation mit "What if we lose control?" - Richtig? Gesanglich auf jeden Fall das was ich als originell bezeichnen würde, und daher vorgemerkt dafür, mal intensiver angetestet zu werden als dies bisher der Fall war. Zumal mir ja meine Chartsbande auch immer davon vorschwärmt. =)
Pain of Salvation geht immer! Allerdings heißt der Song, anders als der penetrante Refrain impliziert, "The Big Machine". Ach ja, auch der Song von Strapping Young Lad offenbart seinen Titel im Refrain. Der Opeth-Song stammt von der Special Edition ihres letzten Albums.
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von Jesus » Dienstag 13. Juli 2010, 16:01
Regina Löwenstein hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:11. 11:22 Ein Longtrack. Erstmal zwei Minuten weißes Rauschen als Intro, dann ein surrender Gitarrenbienenschwarm mit Synths versetzt. Klingt modern und spacig, diffus und im Einstieg konturlos. Dann setzt das Schlagzeug ein und es wird martialisch, allerdings immer noch aufgelockert durch die verdrogten Synth-Teppiche. Dass nach vier Minuten noch immer niemand singt, ist natürlich ein wenig schade. Doch, da singt jemand... aber so weit im Hintergrund, dass man es kaum wahrnehmen kann. Dann ein ruhiges Break. Nur noch Synth, wie eine Spieluhr unter Wasser. Dann ein etwas folkig gesungener Part und wieder massives Inferno. Gar nicht so weit weg von Strapping Young Lad, aber die hatten wir ja schon. Oha, doomige Riffs gibt es auch... keine Ahnung, wer das sein könnte.
Zugegeben, das ist etwas Exotisches: Avantgarde-Black-Metal von einer ungarischen Band. Nicht zu verwechseln mit einer Gothic-Band aus der Türkei, die einen ähnlichen Bandnamen hat.
THY CATAFALQUE - Szvervetlen Edith: das Stück von Opeth ist "Derelict Herds".
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von Regina Löwenstein » Dienstag 13. Juli 2010, 22:06
Wow, woher weißt du das schon wieder?!  Ist aber richtig.
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von Revan » Dienstag 13. Juli 2010, 22:21
Sind 5 vieleicht Disarmonia Mundi?
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