Der DEATH METAL Thread

Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 12. Juli 2013, 13:40

Ganz im Gegenteil...
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Havoc » Freitag 12. Juli 2013, 13:43

Ja. Mir wird da immer ein wenig zu schnell und zu oft Kommerz unterstellt. Kaum verkauft sich mal ein Album etwas besser...gleich wird unterestellt, dass die Musik auf Kommerz ausgerichtet worden wäre. Musik kann auch einfach mal nur gut sein und sich deswegen auch häufiger verkaufen.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Jesus » Freitag 12. Juli 2013, 14:31

Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass der radikale Schritt vom dreckigen Gemetzel der "Symphonies of Sickness" und "Necroticism" zum glatt produzierten, hoch melodischen und leicht verdaulichen "Heartwork" gänzlich ohne kommerzielles Kalkül geschah? Die frühen 90er waren die Zeit des kommerziell erfolgreichen härteren Metal, als sich sogar Death Metal zu Hunderttausenden verkaufte ("Covenant", "Tomb of the Mutilated"). Da sahen Jeff und Earache ihre Chance. Und allein die Tatsache, dass sogar Frank (!) der Scheibe etwas abzugewinnen vermag, sagt doch schon alles über ihr kommerzielles Potential ;)

Der darauf folgende Wandel auf der "Swansong" war doch bloß das Resultat der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Verkaufszahlen von "Heartwork" mit etwas Einfluss von "Wolverine Blues". Aber wie gesagt: Auch ein kommerzielles Album kann gut sein und "Heartwork" ist immer noch Carcass' drittbestes Album; trotz des etwas bitteren Beigeschmacks. Naja, bei gerade mal 5 Alben ist es auch nicht so schwer, den dritten Platz zu erreichen.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 12. Juli 2013, 17:08

Das stimmt alles und es hat auch kein Mensch behauptet, dass "Heartwork" keinerlei kommerzielle Intentionen gehabt habe, aber so wie du es geschrieben hast, klang es nach "auf einen bei den Kids angesagten MeloDeath-Zug aufspringen", und das kann man rein zeitlich nun wirklich nicht behaupten. Eher als Versuch, sich selbst neu zu erfinden oder dem extremeren Mainstream-Metal jener Jahre (z.B. Seasons In The Abyss, Painkiller...) näher zu rücken.

Im Übrigen unterstelle ich Bands selten kommerzielles Kalkül, sondern gehe meist in dubio reo davon aus, dass sie das machen, worauf sie Lust haben. Dass natürlich Träume vom großen Geld und Groupies schon auch mal die Lust fördern können, ist unbestritten. ;-)
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Drumtier » Freitag 12. Juli 2013, 18:02

Ich wollte eh schon länger die Symphonies Of Sickness wieder einmal auflegen, da Carcass in meinem Portfolio noch immer unerwartet schlecht vertreten ist, aber die Heartwork bleibt ein rotes Tuch für mich. Hab die ja schon seit meinen frühen Melo-Death Tagen um die Pioniere kennenzulernen (ja, Rüdiger, sie werden schon dafür gerühmt) aber die fand ich weder damals gut, noch heute da ich nimmer ganz zo Melodisch unterwegs bin. Klingt für mich wie eine aufblasbare Death Metal Puppe der man die Luft herausgelassen hat und das verbliebene Vakuum mit Melodie aufzufüllen hat nicht funktioniert weil man keine gute Melodien schreiben hätte können wenn es um ihr Leben gegangen wäre. Furchtbares Album. Hab heute und gestern um guten Willen zu zeigen sogar wieder in zwei Songs reingehört und mich jedes Mal zwingen müssen nicht sofort schreiend davon zu rennen^^

Deswegen war auch das Erwähnen der kommenden Scheibe nur reine Höflichkeit und Respekt vor dem großen Namen, das damit einhergehende Erwähnen des Fehlens von Amott war Ausdruck der Hoffnung sie könnten sich wieder dem dreckigen Gemetzel zuwenden. Meine Hoffnung ist offensichtlich eher gering.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Havoc » Freitag 12. Juli 2013, 18:07

Ich kenne die "Heartwork" auch. Fand die nie so besonders, weswegen ich mich auch nie weiter mit der Band beschäftigt habe.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Hang Mai Le » Dienstag 16. Juli 2013, 11:25

Sie bekommt von mir auch nur den Stempel "Ok"
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Siebi » Dienstag 16. Juli 2013, 12:05

Ich mag alles von Carcass, liebste ist die "Necroticism".
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon firestarter » Dienstag 16. Juli 2013, 18:45

Die "Wake Up and Smell the... Carcass"-Compi ist übrigens auch ziemlich geil.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Michael Sommer » Dienstag 20. August 2013, 22:32

Hi,

Ich bin neu hier und möcht mich nicht als Nörgler offenbaren, aber eigentlich fand ich den Wandel von Carcass bereits in der "Necroticism" angelegt. Mal ehrlich, wo liegt den eigentlich der große Unterschied zwischen den beiden Scheiben. Walkers Gesang wird auf der Heartwork dominanter und die Produktion ist um Längen besser. Dazu kommt noch der melodiöse Amott-Einschlag. Das Riffing ist meines erachtens nicht so weit von der Heartwork entfernt. Hätte Amott noch einen entscheidenden Einfluss auf das Songwriting der "Necroticism" nehmen können (nach meinen Infos waren die Songs doch bei seinem Eintritt schon fertig geschrieben), lägen beide Alben noch näher zusammen. Wenn man schon von einem musikalischen Einschnitt und einer Öffnung in Richtung "Kommerz" (falls es überhaupt sinnvoll ist, in solchen schwarz-weis Kategorien zu denken) ausgehen mag, dann sollte man den bei Carcass schon 1991 vorraussetzen, denn hier wurden doch die entscheidenden Impulse gelegt.

Trotzdem bin ich mal auf die neue Scheibe gespannt. Die Streams machen ja bekanntlich Lust auf mehr. Live haben sie mich zumindest diese Festivalsaison (...und ich bin eigentlich ein riesen Carcass-Jünger) leider nicht richtig flashen können.
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