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von Holger Andrae » Sonntag 18. August 2013, 22:27
Drumtier hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Loenz hat geschrieben: Gerade im Heavy/Power Metal kommt doch kaum was wirklich unverbrauchtes und neues heraus, auch im Thrash spielen einige Bands doch sehr an den Originalen und wirken auch nicht sonderlich originell.
Wie wahr, Herr Loenz, wie wahr...
Anfängerfehler, ihr könnt doch nicht einfach in einem Thread zum Thema Black Metal sagen, dass und warum euch ebendiese Musikrichtung besser gefällt, als andere hier völlig irrelevante weil nicht besprochene und nicht im Zusammenhang stehende Subgenres! Meine Güte, Burschen, ein bisschen Rücksicht und Demut! 
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von salisbury » Sonntag 18. August 2013, 22:28
Drumtier hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Loenz hat geschrieben: Gerade im Heavy/Power Metal kommt doch kaum was wirklich unverbrauchtes und neues heraus, auch im Thrash spielen einige Bands doch sehr an den Originalen und wirken auch nicht sonderlich originell.
Wie wahr, Herr Loenz, wie wahr...
Anfängerfehler, ihr könnt doch nicht einfach in einem Thread zum Thema Black Metal sagen, dass und warum euch ebendiese Musikrichtung besser gefällt, als andere hier völlig irrelevante weil nicht besprochene und nicht im Zusammenhang stehende Subgenres! Meine Güte, Burschen, ein bisschen Rücksicht und Demut!
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von enemy-of-reality » Sonntag 18. August 2013, 22:37
Worum zum Geier geht's hier eigentlich? 
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von Loenz » Sonntag 18. August 2013, 22:46
So um auf das eigentliche Thema wieder zurück zu kommen.
Also ein dickes Danke schön schon mal für alle die hier etwas gepostet haben, genau so habe ich mir das vorgestellt.
Ich poste mal ein paar kurze Eindrücke zu den ersten gehörten Bands. Ich hab da ziemlich wahllos durchgeklickt.
Fangen wir mal mit Wolves in the Throne Room an. Das ist wirklich richtig gut gemacht, ziemlich coole Mucke, auf einen technisch richtig hohen Niveau, sehr sinnvolle Songaufbauten, nehmen an den richtigen Stellen das Tempo raus. Das gefällt richtig gut.
Danach habe ich A Forest of Stars angehört. Das klingt alles irgendwie ein wenig nach Geisterbahn und frühen Jahrmarkt Zeiten und dazu dann die typischen Black Metal Zutaten. Auch das wusste zu gefallen, war allerdings nicht ganz so stark wie Wittr.
Danach dann 2 Sachen von Christian angehört mit Austere und Woods of Desolation. Auch das hat durchaus zu gefallen wissen, auch hier wieder genau das was ich ansich gesucht habe, diese Mischung aus kalten und bösen Klang aufgelockert durch cleane und saubere Parts, ein wenig das An und Abschwellen plus Spannungsaufbau.
Dazu dann von Jesus noch Deafheaven, die ich im Gegensatz zu ihm richtig cool finde gehört, er hat ja dazu gesagt das es weder Fisch noch Fleisch ist. Er das ganze ein wenig unausgegoren findet und es für beide Richtungen nicht reicht, ich selber finde das durchaus gut gemacht und die Mischung kickt mich auch hier. Aber gut so ist das manchmal.
Deathspell Omega kenne ich zwar schon diverse mittlerweile von, habe mir den Song von der Ep dennoch mal reingefahren. Gewohnt starke Kost.
Den Rest werde ich mir nach und nach mal reinfahren. Ist ja doch eine ganze Menge zusammen gekommen.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 18. August 2013, 23:08
the seeker hat geschrieben:@Rüdiger hast du auch den Text gelesen oder nach "Black-Metal-Heroen" aufgehört? falls ja, dann fehlt dir wohl der Humor für diese Kolumne das Review zu Celestial Lineage find ich sehr lustig geschrieben, das sollte man wirklich nicht zu ernst nehmen, das machen die doch selbst auch nicht werd ich gleich mal einlegen und mich mit dem prayer for transformation in den Schlaf wiegen
Ich habe das schon gelesen, und auch ist mir der Humor nicht entgangen. Es geht mir um das Symptom an sich: Hier finden Bands in einem Mainstream-Medium statt (was ich den Bands gönne) und werden als wichtiger Teil der BM-Szene präsentiert, obwohl sich die Seite im Normalfall mit der Essenz des Black Metals nicht befasst. Aber wir brauchen das nicht zu sehr vertiefen, ich glaube, dass ich klar gemacht habe, dass ich Bands wie WITTR sehr schätze und dass ich auch niemandem was Böses will, der das Zeug lieber mag als ISVIND und TAAKE. Mir ging es in erster Linie um das Phänomen, dass teilweise Leute und Publikationen diese kaskadischen Post-Blackies zu Ikonen des Black Metals erheben, die Black Metal im klassischen Sinne entweder gar nicht kennen oder nicht mögen. Dass das natürlich nicht nur solche Leute tun, sondern auch Leute mit schwarzmetallischem Hintergrund, das weiß ich. 
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von Jesus » Montag 19. August 2013, 08:03
enemy-of-reality hat geschrieben:Worum zum Geier geht's hier eigentlich? 
Auch wenn der Thread durch Rüdigers Einwurf in eine äußerst unerwartete und unvorhersehbare Richtung abdriftete, musst Du doch gestehen, dass diese Diskussion sehr amüsant geworden ist. Besser als 10 Seiten über die vermeintlich aufgeblasenen Egos von Prog-Musikern und unverdiente DT-Euphorie zu diskutieren, was dann eh nur von Kubi zur "sinnlosesten Diskussion aller Zeiten" gekrönt wird  Rüdiger hat geschrieben:Mein Aha-Erlebnis bezog sich aber auf ein Forum, in dem es bis vor nicht allzu langer Zeit fast noch verpönt war, überhaupt von Black Metal zu reden, in dem es dann vor gut drei Jahren endlich einen BM-Thread gab (mit der Androhung eröffnet, dass er wieder geschlossen würde, wenn man über die falschen Bands rede), und in dem heute immer mal wieder zu lesen ist, dass so Sachen wie WITTR, DEAFHEAVEN oder RUINS OF BEVERAST die besten Blackies überhaupt seien. Das finde ich halt irgendwie... seltsam...?
Obwohl wir beide offenbar eine gewisse Hipster-Allergie zu teilen scheinen, würde ich zumindest "Two Hunters" und das gesamte Schaffen von THE RUINS OF BEVERAST im Black Metal ebenfalls recht weit oben ansiedeln. Ist vielleicht nicht so seltsam, wie Dir scheinen mag. Loenz hat geschrieben:Aber ist doch toll, wenn sich eine Szene ständig weiter entwickelt und da ist der Black Metal anderen Szenen in einigen vorraus. Gerade im Heavy/Power Metal kommt doch kaum was wirklich unverbrauchtes und neues heraus, auch im Thrash spielen einige Bands doch sehr an den Originalen und wirken auch nicht sonderlich originell. Im Black Metal Bereich hat man da scheinbar einen sehr viel größeren Innovations Mut.
Sieht man davon ab, dass Dir ein paar bornierte Altmetaller gleich aufs Dach springen (wenn ihre gebrechlichen Knochen das erlauben), so kommt hier ein ganz entscheidender Faktor hinzu: Würde man Heavy, Power oder Thrash Metal mit derartig experimentellen Elementen vermengen, wäre es einfach kein Heavy, Power oder Thrash Metal mehr. Wenn ich den Sound von SLAYER so weit verdünne, bis sie sich vom ursprünglichen Thrash so weit entfernen wie DEAFHAVEN und ALCEST von MAYHEM und BATHORY, würde niemand das Resultat Thrash Metal nennen. Man kann aus Power Metal keine anvatgardistischen Alben basteln, ohne dass dabei das verschwindet, was Power Metal ausmacht. Aus Black Metal kann man hingegen alles Mögliche machen und die Leute nennen es immer noch Black Metal. Mal von ideologischen Standpunkten abgesehen. Als Rüdiger von purem Black Metal sprach, zog ich ihn damit auf, SATYRICONs "Rebel Extravaganza" oder MAYHEMs "Grand Declaration of War" seien nach dieser Definition kein Black Metal. Natürlich sehen die meisten Menschen diese als Black Metal (plus Avant-Garde) und ebenso werden DEAFHAVEN und AMESEOURS als Black Metal (plus Shoegaze bzw. Post-Rock) bezeichnet. Irgendwie braucht es nur wenige ästhetische Elemente und eine selbst gewählte Szenezugehörigkeit, um als Black Metal zu gelten. Verdünne den Sound von JAG PANZER mit Post-Rock und Shoegaze und niemand wird es als Power Metal erkennen. Und niemand möchte experimentellen Thrash Metal! Am wenigstens ich! Klar, mit Black Metal funktioniert das, doch verschont meinen Thrash mit avantgardistischen Spielereien! Ich will meinen Thrash wie anno 1986! Das ging auch ein bisschen an Sally und Kautz, die sich in die Diskussion einklinkten, als plötzlich nichtschwarze Genre-Namen fielen. Wie Jhonny schon andeutete, ist Konservatismus ein definierendes Merkmal dieser Genres. Sally, der von Dir empfundene Innovationsmangel kommt eben dadurch zustande. Holg, Du musst die Genres gar nicht verteidigen, weil man die gesteckten Genregrenzen von Power und Black nicht vergleichen kann. Wäre Musik ein von Biologen betrachteter phylogenetischer Stammbaum, könnte man Metal im Allgemeinen als Therapsiden bezeichnen und Black Metal als höhere Säugetiere. Oder Metal als Archosaurier und Black Metal speziell als Vögel. Oder Metal als Wirbeltiere und Black Metal als Landwirbeltiere. Klar, das eine ist aus dem anderen hervorgegangen und Teil von diesem, aber die expansive Radiation des Black Metal erhebt gewissermaßen eine kleine Ordnung, einen kleinen Teil eines größeren Stammbaumes, zu einem eigenen Stammbaum, der einfach nur auf Definition beruht. Wirbeltiere ohne Landwirbeltiere sind allesamt ziemlich gleichförmig. Riemenfisch, Plattfisch und Anglerfisch sind nicht identisch, aber sehr ähnlich. Salamander, Elefant, Dimetrodon, Strauß, Chalicotherium und Fledermaus dagegen sind doch recht unterschiedlich, sind aber auch allesamt Tetrapoden und somit nur ein Teil der Wirbeltiere. Okay, diese Analogie war vielleicht weeeeiiiit hergeholt und ich wollte jetzt kein Genre mit einem ausgestorbenen Taxon gleichsetzen. Fortfahren im Text, bevor die studierten Evolutionsbiologen mich kreuzigen. Loenz hat geschrieben:zu Jesus deinen Deafheaven Post fand ich übrigens ziemlich cool. Kannst mich also nun öffentlich mit Verachtung strafen und so 
Das überrascht mich nicht. Wer sich jetzt nicht so sehr in Black Metal und/oder Shoegaze auskennt, wird dank der starken medialen Präsenz des Albums darauf schnell aufmerksam und findet vielleicht auch Gefallen daran. Wer hingegen mit beiden Patengenres vertraut ist, möchte all jenen Magazinen, die diese Band hypen, so richtig in den Hintern treten.
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von 123_7 » Montag 19. August 2013, 09:41
Drölfzig mal habe ich jetzt den Namen Deafheaven gelesen. Muss man das kennen? Verpasse ich hier den neuesten Shizzle? Mal eben bei YT quergehört. Ganz nett. Die Produktion sehr gut, die Songs wenig spannend. Als reines Shoegaze-Album fände ich das toll. Aber der Black Metal mag da drin nicht funktionieren. Aber in einem der Videos hat jemand Rüdiger entkräftet. Weil YT-Komentare spiegeln immer die Wahrheit wider: If they were Scandinavian and the album cover was a black and white picture of a Norwegian forest in winter then they wouldn't get all this hate
Siehst du Rüdiger, Deafheaven ist im Prinzip Norse-BM der alten Schule. Zurück zum Thema. Die meisten interessanten Bands sind ja schon genannt worden. Dennoch empfehle ich diesen YT-Channel näher im Auge zu behalten. Der Junge kramt da zum Teil ziemlich untergrundiges und spannendes Zeugs aus, das häufig das Thema des Threads schneidet.
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von Jesus » Montag 19. August 2013, 10:26
123_7 hat geschrieben:Drölfzig mal habe ich jetzt den Namen Deafheaven gelesen. Muss man das kennen? Verpasse ich hier den neuesten Shizzle?
Wenn Du mit "neuester Shizzle" eigentlich "der neueste Hipster-Hype" meinst, dann ist DEAFHAVENs "Sunbather" der heißeste Shizzle seit LITURGYs "Aesthetica". Ebenso wie dieses ist es bei Metallern verhasst und wird von weniger mit der Materie vertrauten, in Flanellhemden uniformierten, mit Apple-Produkten saturierten und von Tunnelohr- und Nasenringen durchlöcherten Leuten verehrt, die es ja für so viel intelligenter und künstlerisch wertvoller halten als diesen blöden alten Metal mit seinem stupidem Gekreische und einfallslosen Lyrics, die nicht mal von Hesse oder Sartre inspiriert sind. Das ist es, was Rüdiger gestern auf die Palme brachte. Oder auf die Kiefer, Palmen gibt es ja nicht in Skandinavien.
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von Holger Andrae » Montag 19. August 2013, 11:47
Flauschihuftier, Du hast meinen kuerzen Einwurf gänzlich missverstanden. Ich mag es nur nicht, dass man die gute alten Traditionen in den genannten Spielarten als Manko deklariert. Mehr nicht. Für mich ist das kein Manko, sondern ein Bonus. Wenn ich Zwiebelmett esse, beschwere ich mich nach 10 Jahren auch nicht, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, diesen mit Bananengeschmack zu kombinieren.
Ich sehe zwar sowohl im US Metal, wie auch im Thrash Optionen, andere Stilistiken einfließen zu lassen, aber das gehört hier a) nicht hin und entfernt sich b) auch nicht ansatzweise so weit vom Ursprung, wie das, was im Black Metal abläuft. Insofern: Konsenz.
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von Rüdiger Stehle » Montag 19. August 2013, 11:53
Dass sich auch der klassische US-Metal öffnen kann, wenn er will, und trotzdem spannend bleibt, haben ja durchaus auch schon etliche Bands bewiesen. NEVERMORE zum Beispiel, oder, um eine Beispiel zu bringen, das ansatzweise zu diesem Thread passt, SATAN'S HOST mit Harrys Rückkehr. Wobei man da dann wieder sagen könnte, dass sich hier der Black Metal gen Trad-Metal geöffnet habe, und nicht umgekehrt... 
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