Hier nun auch von mir ein paar Worte zu den Alben, die mich und meine musikalischen Präferenzen bisher so geprägt haben.
Eigentlich hatte ich lange Zeit kein besonderes Interesse an Musik, habe nur Radio und vielleicht Bravo-Hits gehört. Ein guter Freund von mir kaufte sich dann auf der Wien-Woche der Schule
Zurück zum Glück, das damals neue Album der Toten Hosen. Das Album lief daraufhin als Hintergrundbeschallung der restlichen Wien-Woche. Das Gehörte hat mir ziemlich gut gefallen, also habe ich mir das Album vom Freund brennen lassen und mir kurz darauf
Reich und Sexy II selbst gekauft. So wurde ich zum großen Fan der Toten Hosen. Diese eine Band hat mir dann erstmal gereicht und mein musikalisches Spektrum wurde nur langsam durch weitere Bands erweitert, die meist aus der Punkrock-Ecke kamen. Die vergleichsweise langsame Erweiterung der musikalischen Bandbreite habe ich mir bis heute beibehalten, einfach weil mir wenige Alben auch für längere Zeit reichen können und mich neue Musik nur selten beim ersten Drüberhören gleich mitreißt.
Im Sommer 2006 betrat ich Neuland, als ich zufällig über die Übertragung eines Metallica-Konzerts auf MTV gestolpert bin. Es lief gerade "Nothing Else Matters" und hat mich ziemlich überrascht. Metal hatte ich bisher gemieden, weil ich die Musik aufgrund von Vorurteilen als primitiv abgestempelt habe - als Hosen-Fan

- und irgendwie "Angst" davor hatte. "Nothing Else Matters" hat mir diese Berührungsängste genommen und so fragte ich einen Klassenkameraden, der bekennender und erkennbarer Metaller war und ist, ob er mir ein paar Metallica-Alben borgen könnte. Ich bekam fast die gesamte Diskographie und riskierte dort und da ein Ohr. Kurz darauf kaufte ich meine ersten beiden Alben von Metallica. Wirklich endgültig geprägt hat mich dann aber erst mein drittes Album der Band, die
Master Of Puppets. Nach den ersten kompletten Durchläufen wusste ich irgendwie, dass diese Musik etwas ganz Besonderes ist und mich mehr begeistert als alles zuvor. Ab da sah ich mich selbst als Metal-Fan.
Als Metal-Fan ist es natürlich etwas blöd, wenn man nur eine Metal-Band kennt, also begann ich irgendwann die Suche nach neuen Bands. Schnell stieß ich auf Iron Maiden und den Ruf, den sich diese Band erspielt hatte. Folgerichtig war mein erstes Metal-Album neben Metallica die
Live At Donington von Maiden. Die unterschied sich zwar deutlich von Metallica, war aber trotzdem ziemlich geil. Von da an kamen nach und nach in beschaulichem Tempo neue Metal-Alben und -Bands zu meiner Sammlung hinzu. Metallische Meilensteine in meiner Entwicklung waren dann z.B. noch
Seasons In The Abyss und
Nightfall In Middle-Earth. Das eine Album lotete meine Härtegrenzen und den erträglichen Schreipegel neu aus, das andere war bombastischer Tolkien-Metal mit starken Melodien und blockierte wochenlang den CD-Schacht.
Abseits des Metals begann auch die Musiksammlung meines Vaters zunehmend interessant zu werden. Zuerst entdeckte ich darin
Live At Folsom Prison und
At San Quentin von Johnny Cash. Irgendwann dann noch die
Essentials von Bruce Springsteen. Diese beiden Künstler begleiten und begeistern mich bis heute. Der Boss hat zudem meine Vorstellung von einem guten Live-Konzert entscheident mitgeprägt.
Nun sind es mehr als ein paar Worte geworden.
