Da mein Laptop-Laufwerk rumnervt, muss ich mit dem Blu-Ray-Player vorlieb nehmen. Aber das sollte den Sound auch nicht allzu sehr beeinflussen.#1 - 4:19
Gleich beim ersten Song wird ordentlich gehämmert. Der Sänger flüstert zunächst, die schrillen Gitarren spielen ziemlich frostig und schleppend, während der Drummer voll drauf holzt. Dann growlt der Frontmann und es spielen merkwürdige Instrumente, deren Klang ich nicht wirklich zuordnen kann. Doch der Gesang ist nicht einfach nur böse, plötzlich gibt es relativ hohe und fast knödelige "Ohoho"s. Dann bricht der Song ganz zusammen. Mehrstimmig wird mir "When the night (...) bring to you" ins Ohr gejault. Über eine Minute lang gibt es dann merkwürdige Stimmen, die sich manchmal zu einem Chor vereinen. Ziemlich strange und unschön.
Was zur Hölle ist denn das? Dann gibt es einen Elektro-Beat und vorbei ist's.#2 - 6:41
Black Metal. Vermute ich aus dem sehr wilden Beginn. Doch dann growlt da so ein Mann. Klingt trotzdem irgendwie frostbitten. Damit leite ich Jesus jetzt bestimmt wieder auf eine Falsche Fährte.
Der Sänger erinnert mich ein bisschen an den von Unleashed, aber dieser hier ist noch etwas fieser. Die Band lässt sich viel Zeit für umher flirrende Gitarren und schleppende Rhythmen, geballert werden darf aber auch immer wieder mal. Mehr fällt mir dazu jetzt nicht groß ein und verstehen tue ich auch nichts. Ist ein für das Genre sehr abwechslungsreicher Song mit vielen Tempowechseln, das macht ihn irgendwie spannend! Ach und die letzten 15 Sekunden bestehen aus Gitarrengefiepe.#3 - 7:07
Der Anfang des Songs klingt schon mal viel freundlicher. Beim Einsetzen der Drums erwarten mich vertrackte Rhythmen. Und der Sänger singt und grunzt nicht. Würde ich mal in die progressive Ecke stellen. Der Bass ist auch schön laut. Trotz aller Vetracktheit verliert der Sänger nie die Melodie aus dem Mund, vor allem der Refrain ist sehr gelungen. Ich habe keine Ahnung, wer dahinter steckt, aber es gefällt! Ich würde gerne noch eine Textzeile schreiben, verstehe allerdings nur ein paar Fetzen...
#4 - 10:41
Wenn die Songs in gleichen Schritten immer länger werden, habe ich schon Angst vor Nummer 6. Hier gibt es wieder ein Grunzeschwein als Sänger. Und eine Orgel! Orgeln sind immer gut. Ein großer Pluspunkt für jeden Song. Nach zwei Minuten singt der Growler plötzlich klar und schön. Wenn der doch singen kann, wieso macht er es dann nicht die ganze Zeit? In Minute drei erklingen nur noch Schlagzeug und Bass und ein paar Keyboard-Sounds. Der Song ist vom Aufbau wieder sehr progressiv und spannend und variabel. Darauf scheint der liebe Herr Wichtel abzufahren. Nach ungefähr sechs Minuten habe ich leider keine Lust mehr auf dieses Lied, zumal es keine Spannung aufbaut oder irgendwie zusammenhängend wirkt. In der letzten Minuten gibt es noch mal einen Aggressions-Ausbruch, der ganz gut gelungen ist. Ansonsten dümpelt das aber etwas an mir vorbei, leider.
#5 - 11:09
Am Anfang weht es. So fängt ein guter Song halt an! Dann baut sich allmählich eine Gitarre auf, bis der erlösende erste Akkord erklingt. Langsam, ganz langsam ensteht ein Song. Ein erstes Riff. Erstes Geflüster. Wobei, eigentlich erzählt der Mann eher. Dann Marschier-Drums. Finde ich auch immer gut. Nach drei Minuten ist endlich alles vorhanden und es darf gerockt werden. Aber nicht zu schnell! Diese Passage klingt etwas nach modernem Doom, doch verschiedene Übergange lassen mich doch wieder eher ein die Prog-Ecke schielen. Der Sänger singt ziemlich hoch und sehr verzerrt. Vom Feeling ist das schon fast Stoner, also moderner Stoner, Black Space Riders-Stoner. "Tonight you realise..." kann ich im Refrain heraushören. War das ein Refrain? Hat dieser Song überhaupt einen Refrain? Kein Plan... Dieses Lied ist schön im Fluss und die elf Minuten gehen schnell vorbei. Kaufen würde ich es mir aber eher nicht.
#6 - 6:54
Aufgeregtes Atmen. Dann kommt ein Schlagzeug. Und ab geht der Groove. Wir bewegen uns erneut in Prog-Gefilden. Der Gesang ist klar, aber ziemlich im Hintergrund und wieder etwas verzerrt und mit Echo versehen. Doch dann kommt der Refrain, der Gesang ist jetzt laut und deutlich und schön. Ein ziemlich wildes Lied. "Today I stand alone in Fire!" ist eine schöne Stelle. Danach: Raserei. Die gesamte Band überschlägt sich mehrere Male, nur der jetzt brüllende Sänger bleibt klar im Takt. Die letzte Minute besteht aus schönem Klavier-Geplänkel.
Ja, wem habe ich dieses durchaus interessante Spektakel nun zu verdanken? Bitte sagt es mir. Denn ich weiß es nicht. Aber vielleicht verhilft mir die B-Seite noch zu etwas Aufschluss. Die kommt nämlich entweder heute Abend oder morgen dran.

Klar! "Turn back to ecstasy"! Ja, Mann! Geilo! RISK! Habe ich noch nicht allzu lange und auch durch das Wichteln kennen gelernt, wenn ich mich nicht irre. In das Album musste ich mich erst einmal rein finden, das wollte am Anfang nicht wirklich. Mittlerweile erkenne ich die Qualität aber. Ist echt super.
Erkennt man natürlich schon beim ersten Erklingen der Iommi-Gitarre. Das ist natürlich der Titelsong. Vom Debüt und von der Band. Sehr toll, immer wieder!