SW2013 (?) - Digging up Dirt

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SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 24. Juli 2013, 15:46

Vor einigen Wochen erreichte mich ein Sampler mit der alten Adresse des Grafen. Dabei hatte ich den mir bestimmten Wichtelsampler doch schon besprochen! Unter einiger Verwunderung lauschte ich den mir größtenteils unbekannten Songs. Dann kam das RockHarz-Festival und ich vergaß diese Doppel-CD einfach. Dank Fabians Erinnerung kommt hier jetzt eine Beschreibung der Songs. So gut es geht. Beide CDs sind beladen mit sechs Liedern. Die A-Seite ist böse, die B-Seite nicht so. ;-) Da mein Laptop-Laufwerk rumnervt, muss ich mit dem Blu-Ray-Player vorlieb nehmen. Aber das sollte den Sound auch nicht allzu sehr beeinflussen.

#1 - 4:19
Gleich beim ersten Song wird ordentlich gehämmert. Der Sänger flüstert zunächst, die schrillen Gitarren spielen ziemlich frostig und schleppend, während der Drummer voll drauf holzt. Dann growlt der Frontmann und es spielen merkwürdige Instrumente, deren Klang ich nicht wirklich zuordnen kann. Doch der Gesang ist nicht einfach nur böse, plötzlich gibt es relativ hohe und fast knödelige "Ohoho"s. Dann bricht der Song ganz zusammen. Mehrstimmig wird mir "When the night (...) bring to you" ins Ohr gejault. Über eine Minute lang gibt es dann merkwürdige Stimmen, die sich manchmal zu einem Chor vereinen. Ziemlich strange und unschön. :grins: Was zur Hölle ist denn das? Dann gibt es einen Elektro-Beat und vorbei ist's.

#2 - 6:41
Black Metal. Vermute ich aus dem sehr wilden Beginn. Doch dann growlt da so ein Mann. Klingt trotzdem irgendwie frostbitten. Damit leite ich Jesus jetzt bestimmt wieder auf eine Falsche Fährte. 8-) Der Sänger erinnert mich ein bisschen an den von Unleashed, aber dieser hier ist noch etwas fieser. Die Band lässt sich viel Zeit für umher flirrende Gitarren und schleppende Rhythmen, geballert werden darf aber auch immer wieder mal. Mehr fällt mir dazu jetzt nicht groß ein und verstehen tue ich auch nichts. Ist ein für das Genre sehr abwechslungsreicher Song mit vielen Tempowechseln, das macht ihn irgendwie spannend! Ach und die letzten 15 Sekunden bestehen aus Gitarrengefiepe.

#3 - 7:07
Der Anfang des Songs klingt schon mal viel freundlicher. Beim Einsetzen der Drums erwarten mich vertrackte Rhythmen. Und der Sänger singt und grunzt nicht. Würde ich mal in die progressive Ecke stellen. Der Bass ist auch schön laut. Trotz aller Vetracktheit verliert der Sänger nie die Melodie aus dem Mund, vor allem der Refrain ist sehr gelungen. Ich habe keine Ahnung, wer dahinter steckt, aber es gefällt! Ich würde gerne noch eine Textzeile schreiben, verstehe allerdings nur ein paar Fetzen...

#4 - 10:41
Wenn die Songs in gleichen Schritten immer länger werden, habe ich schon Angst vor Nummer 6. Hier gibt es wieder ein Grunzeschwein als Sänger. Und eine Orgel! Orgeln sind immer gut. Ein großer Pluspunkt für jeden Song. Nach zwei Minuten singt der Growler plötzlich klar und schön. Wenn der doch singen kann, wieso macht er es dann nicht die ganze Zeit? In Minute drei erklingen nur noch Schlagzeug und Bass und ein paar Keyboard-Sounds. Der Song ist vom Aufbau wieder sehr progressiv und spannend und variabel. Darauf scheint der liebe Herr Wichtel abzufahren. Nach ungefähr sechs Minuten habe ich leider keine Lust mehr auf dieses Lied, zumal es keine Spannung aufbaut oder irgendwie zusammenhängend wirkt. In der letzten Minuten gibt es noch mal einen Aggressions-Ausbruch, der ganz gut gelungen ist. Ansonsten dümpelt das aber etwas an mir vorbei, leider.

#5 - 11:09
Am Anfang weht es. So fängt ein guter Song halt an! Dann baut sich allmählich eine Gitarre auf, bis der erlösende erste Akkord erklingt. Langsam, ganz langsam ensteht ein Song. Ein erstes Riff. Erstes Geflüster. Wobei, eigentlich erzählt der Mann eher. Dann Marschier-Drums. Finde ich auch immer gut. Nach drei Minuten ist endlich alles vorhanden und es darf gerockt werden. Aber nicht zu schnell! Diese Passage klingt etwas nach modernem Doom, doch verschiedene Übergange lassen mich doch wieder eher ein die Prog-Ecke schielen. Der Sänger singt ziemlich hoch und sehr verzerrt. Vom Feeling ist das schon fast Stoner, also moderner Stoner, Black Space Riders-Stoner. "Tonight you realise..." kann ich im Refrain heraushören. War das ein Refrain? Hat dieser Song überhaupt einen Refrain? Kein Plan... Dieses Lied ist schön im Fluss und die elf Minuten gehen schnell vorbei. Kaufen würde ich es mir aber eher nicht.

#6 - 6:54
Aufgeregtes Atmen. Dann kommt ein Schlagzeug. Und ab geht der Groove. Wir bewegen uns erneut in Prog-Gefilden. Der Gesang ist klar, aber ziemlich im Hintergrund und wieder etwas verzerrt und mit Echo versehen. Doch dann kommt der Refrain, der Gesang ist jetzt laut und deutlich und schön. Ein ziemlich wildes Lied. "Today I stand alone in Fire!" ist eine schöne Stelle. Danach: Raserei. Die gesamte Band überschlägt sich mehrere Male, nur der jetzt brüllende Sänger bleibt klar im Takt. Die letzte Minute besteht aus schönem Klavier-Geplänkel.

Ja, wem habe ich dieses durchaus interessante Spektakel nun zu verdanken? Bitte sagt es mir. Denn ich weiß es nicht. Aber vielleicht verhilft mir die B-Seite noch zu etwas Aufschluss. Die kommt nämlich entweder heute Abend oder morgen dran.
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 24. Juli 2013, 15:48

Nummer 6 ist 'Alone I Stand' von DISILLUSION.
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Eike » Mittwoch 24. Juli 2013, 17:31

Der Thunderlaan mal wieder...
Gib's zu, Du bist der Typ, der bei YouTube unter wechselnden Nicks überall "FIRST!" druntertippselt. ;-)
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Jesus » Mittwoch 24. Juli 2013, 18:18

Black Metal, ein cooler Disillusion-Song, Prog mit Growls, Death Doom mit Orgel... klingt wieder einmal nach mir.
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 24. Juli 2013, 18:49

Nummer 4: OPETH - The Baying Of The Hounds
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Jesus » Mittwoch 24. Juli 2013, 18:53

Ach, verdammt, das hätte ich wissen müssen. Ich dachte aber, der Sampler sei wirklich von Fabi und er hasst ja die "Ghost Reveries" wie die Pest.
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Chavo89 » Freitag 26. Juli 2013, 16:58

Martin van der Laan hat geschrieben:Nummer 4: OPETH - The Baying Of The Hounds


Okay, das erklärt natürlich einiges und ich fühle mich in meiner Abneigung gestärkt.

Aber hier kommt nun die B-Seite. Und wenn ich wegen der Hitze nicht zwischendurch in Ohnmacht falle, dann sogar die ganze B-Seite.

#B1 - 6:47
Ein Aufheulen einer E-Gitarre leitet den Song ein. Dazu wird mir Bass und Schlagzeug serviert. Ein Mann sagt: "Thank you, brother Smith" oder so. Der redet noch weiter und regt sich ziemlich auf. Danach gibt es ein ziemlich modernes Riff und cleanen Gesang. Auch modern. Und vermutlich auch wieder progressiv. Irgendwie ist das vor allem wegen des Riffs ziemlich unterkühlt. So Dream Theater-unterkühlt, wenn ihr wisst, was ich meine. Und der Sänger hat eine ziemlich hohe Stimme. "Take me away from myself" ist dann sowas wie der Refrain. Der Mensch singt dann noch, dass es zu spät sei, für jemand anderen zu weinen. Joa, mag sein. Leider geht mir dieser Song etwas am Podex vorbei. Zu modern und zu uneingängig, ich finde einfach nichts, an dem ich mich festhalten kann.

#B2 - 7:49
Moment mal! Das kenne ich doch! Gleich beim ersten Akkord, der von einer Akustik-Gitarre gespielt wird, bin ich mir dessen ganz sicher. Aber was ist das noch? DOWN? Ich weiß gerade nur, dass dieser Song ganz, ganz toll ist! Und ziemlich dramatisch. Gleichzeitig etwas verträumt. Fantastisch! So, jetzt hab ich's. Das ist "Landing on the Mountains of Meggido" vom zweiten Album von Down. Das dürfte auch gleichzeitig der beste vom Album sein. Sehr schön, lieber Wichtel!!

#B3 - 4:56
Wieder eine Akustik-Gitarre. Und dann fängt Jack Black an zu singen. Müsste der eigentlich sein. Aber wenn das wirklich Tenacious D sind... ich kenne den Song nicht. Und er ist auch relativ ruhig. Erst nach zwei Minuten geht der Punk ab. Und jetzt glaube ich auch, mich verhört zu haben. Vielleicht hat mich die Stimme auf eine ganz falsche Fährte gebracht... Nach dem Rock-Part gibt es dann einen Part, der indisch anmutet, bevor es so weitergeht wie es begann. Und ich denke wieder an Jack Black. Die erste Zeile ist: "I had an urge to build a cage around the sun." Vielleicht hilft das ja jemandem, meine Ohren spielen nämlich scheinbar verrückt.

#B4 - 4:49
Auch hier denke ich direkt beim ersten Ton, dass ich den Song kenne. Das geile Riff geht in die Power Metal- Richtung. Ach, verdammt! Bei der Hitze kann ich mich nicht konzentrieren! Das habe ich doch in der Sammlung! :-S Klar! "Turn back to ecstasy"! Ja, Mann! Geilo! RISK! Habe ich noch nicht allzu lange und auch durch das Wichteln kennen gelernt, wenn ich mich nicht irre. In das Album musste ich mich erst einmal rein finden, das wollte am Anfang nicht wirklich. Mittlerweile erkenne ich die Qualität aber. Ist echt super. :dafuer:

#B5 - 4:22
Verzerrte Klänge und gequält schreiende Frauen - was kommt nun? Nach einer Minute gibt es dann Musik. Der Sänger ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber das mag ich ja. Die Aufnahme dürfte schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. "To hell with your excuses. What do you know about desperation?" Der Mann erzählt eher, als dass er singt. Aber er erzählt melodisch. Zwischendurch gibt es so völlig irre Ausbrüche, bevor es ins Kriechtempo zurück geht. Der Sänger wird wohl morgen gekreuzigt. Das ist natürlich bitter. Fazit: Verwirrend, aber irgendwie cool...

#B6 - 7:16
Statt gequälten Frauen wird dieser Song von einer Flöte eingeleitet und dann scheint ein langer, langer Zug am Aufnahmestudio vorbeigefahren zu sein. Hui, das ist aber echt noisy. Nach eineinhalb Minuten Soundgewitter, wird es etwas ruhiger. Ein Kerl stöhnt ab und zu irgendwelche Worte ins Mikro. Ansonsten gibt's nur Schlagzeug und Geräusche. Ein paar dieser Geräusche kommen wohl aus einer Gitarre, keine Ahnung. Ganz schön krank, ist das noch Musik? Ja, ist es, gerade so. Mir ist es trotzdem zu anstrengend. Welche Drogen muss ich denn dazu nehmen? Das ganz harte Zeugs oder? Der "Sänger" stöhnt übrigens nicht nur, er kann auch hysterisch kreischen und normal etwas sagen. Aber immer nur ein Wort (?) am Stück. Harter Stoff...

#B7 - 6:17
Was kann jetzt noch kommen?? Erstmal Gewitter und Kirchenglocken. Sowas ist ja immer gut. Doom? Jo. Black Sabbath? Jo. Sehr gut, damit kann ich mich anfreunden. :D Erkennt man natürlich schon beim ersten Erklingen der Iommi-Gitarre. Das ist natürlich der Titelsong. Vom Debüt und von der Band. Sehr toll, immer wieder!

So, und wer war's nun? Wer steckt hinter diesem Überraschungssampler? Wer hört denn Musik von Noise über Black Sabbath bis hin zu Risk?? Und das Zeugs auf der ersten Seite gibt es ja auch noch! Eike vielleicht?? Fabian wurde ja schon ausgeschlossen. Und Jesus hat sich selbst ausgeschlossen.
Aber wer auch dahinter stecken mag, es ist ein sehr verrückter und irre interessanter Sampler! Und erneut zwingt mich jemand, über meinen Tellerrand hinaus zu blicken. Als wäre mein Geschmack nicht eh schon gut genug. :P
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon firestarter » Freitag 26. Juli 2013, 17:06

Ist der Hugin schon vergeben? Zu dem passt Risk sehr gut. Bei der "The Reborn"hab ich mich übrigens mal gewundert, wieviele beim ms die CD in der Sammlung stehen haben.
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Chavo89 » Freitag 26. Juli 2013, 17:33

Also die Nummer 6 kann ich mir beim Rüdiger echt nicht vorstellen. ;-)
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Re: SW2013 (?) - Digging up Dirt

Beitragvon Jesus » Freitag 26. Juli 2013, 17:35

Down, Sabbath, Noise... ist Eike schon vergeben? Also als Wichtel, meine ich? :grins:
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