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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juli 2013, 22:16
Jo, auch wenn das jetzt danach klingt als würde ich das Fähnlein in den Wind hängen, sehe ich es schon auch so, dass ein Fade-out jetzt nicht per se eine Katastrophe ist. Wie schon oben gesagt, hat es mir noch nie einen Song kaputt gemacht. Aber bei manchen Songs denke ich schon, dass da noch etwas hätte kommen sollen/dürfen/können, das den Song noch aufgewertet hätte. Im Endeffekt kommt es auf den Song an. So die klassische Rockhymne darf schon mal in einer Chorus-Repeat-Schleife ausfaden, so quasi als Sinnbild, dass man dem Fan den Refrain mit auf die Reise gibt, dass er auf dem Heimweg noch weiter singen kann "we're not gonna take it... anymore!" bis die Zeit endet. Ein Fade-out in einem Solo kann auch hin und wieder ganz cool sein, weil das mitunter so eine gen Himmel strebende Wirkung hat.
Aber bei Candlemass' 'A Sorcerer's Pledge' wäre es halt zu schön, ein auskomponiertes Ende zu haben, das vielleicht aus dem Zehn-Punkte-Song den Drölf-Punkte-Song machen würde.
Bei selbst komponierten Stücken haben wir bisher immer ein Ende gehabt und nie ein Fade-out... sind aber auch erst sechs Stück.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Dr. Best » Freitag 19. Juli 2013, 10:39
Christian Schwarzer hat geschrieben:Nils hat geschrieben:Der Großteil der Bevölkerung liest auch die BILD ...
Nein, der Großteil liest Stern, Spiegel, Focus, Regionalzeitungen etc. Die Bild hat "nur" 17% Marktanteil im Drucksektor, online geschätzt 5%. Nils windet sich ja mit dem Modalwert korrekt heraus. Christian Schwarzer hat geschrieben:Denn mal ehrlich: einfach aufhören ist auch nur auf den Punkt gespieltes Ausfaden, nicht?
Wenn du das so sagst, dann setzt du "Ausfaden" einfach gleich mit "Ende", womit die Diskussion obsolet wird, da nunmal jeder Song ein Ende hat. Das ist aber keine besonders schlagende Antwort im Bezug auf das, was hier eigentlich mit Ausfaden gemeint war. Dann können wir jetzt eben anfangen, darüber zu reden, ob "auf den Punkt" unabdingbar ist, oder nicht. Ich für meinen Teil ziehe "auf den Punkt" vor.
Nein, darum ging es nicht. Es ging um das "moderne Maiden-ieren": ca 20 Mal den Refrain (oder beliebige Teile) wiederholen und irgendwann willkürlich aufhören. Dabei ist es egal, ob das nun 3 oder 15 Mal ist: das ist einfach kein Ende. Ob man aufhört, weil man irgendwann aufhören muss, oder ausfadet, weil man irgendwann aufhören muss, es ändert die Tatsache nicht, dass der Song kein Ende hat, ich schub nicht umsonst weiter: Christian Schwarzer hat geschrieben:Bestialius hat geschrieben:Jedenfalls würde ich behaupten, dass große Teile der Musik die wir hören kein echtes, komponiertes Ende haben, gerade bis in die 90er hat man halt irgendwann aufgehört, wenn alles gesagt war, was die Songs oft aber auch gestrafft hat
Du stellst das so dar, als ob es ein Regelfall gewesen ist, war aber wohl immer die Ausnahme. Ich gehe mal davon aus "alles gesagt" soll auf eine schlüssige Songstruktur ohne gewollt wirkende Haken oder gekünstelte Extraparts verweisen. Das ist nun aber wirklich nicht das Problem einer gekonnt gesetzten Schlusskadenz von einigen Sekunden. Und wenn man einen Song ohne Ziel ausfaden lässt, weis ich nicht wirklich, ob der Komponist sicher war, dass er alles gesagt hat. Dann hätte er nämlich auch nen Punkt setzen können. 
"Alles gesagt" hat ein Song, wenn er kein konstruktive Weiterführung, kein neues Puzzlestück, nichts, was den Song aufwerten oder weiterstricken würde erhält. Auch eine "Schlusskadenz" ist kein "Ende", es ist oft einfach nur die Joey DeMaio-Kadenz (Strumming, weil man nicht weiß, was man machen soll), die Beatles-Kadenz (3 Mal den Refrain, beim letzten mal den Gesang leise und langsamer, dazu die Hauptakkorde nochmal schnell durch, vgl Let It Be oder Yesterday), die "Das ist kein Fadeout, sondern ein Feedback"-Kadenz (vgl. 'Snow' von den Peppers, passt aber auch zum nächsten) oder die Stadion-Rock Kadenz (so lange den Refrain wiederholen, bis alles zu spät ist und dann einfach aufhören, vgl Sweet Child O' Mine, am Ende will man ja quasi selber wissen wohin wir eigntlich noch gehen, wärend Slash fudelt  ). Das meinte ich mit "Straffung": meinem Gefühl nach waren früher diese Wiederholungen noch deutlich weniger, das ist heute irgendwie repitativer. Aufgefallen ist mir das übrigens wärend meiner Zeit in Coverbands vor 8, 9 Jahren immer, da haben wir bei vielen Liedern zu beginn gekämpft weil eigentlich jemand wusste, wann das blöde Ding nun fertig ist. Man darf mir nun bekannte und berühmte Songs mit ausgewiesen schönen, komponierten Enden vorspielen. Mir würde da ganz berühmt 'Bohemian Rhapsody' einfallen, R.E.M.s 'Losing My Religion' würde ich gelten lassen. Gegenbeispiele finden sich dank der UTube genug, wenn man sich durchklickt: - Born In the USA - I Was Made For Lovin' You - Everybody Hurts - Runaway Train ...
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von Dr. Best » Freitag 19. Juli 2013, 10:47
Oh, beim Hören von 'Dani California' ist mir noch eines der drei Rock-typischsten Enden (neben Strumming, Refraintortur und Feedback) aufgefallen: der Gitarrist schraubt sich zum Abschluss noch ein Solo aus den Fingern und das Lied ist erst dann zu Ende, wenn ER es sagt. Auch ne ganz fiese Masche.
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von Christian Schwarzer » Freitag 19. Juli 2013, 11:40
dr. best hat geschrieben:Nein, darum ging es nicht. Es ging um das "moderne Maiden-ieren": ca 20 Mal den Refrain (oder beliebige Teile) wiederholen und irgendwann willkürlich aufhören. Dabei ist es egal, ob das nun 3 oder 15 Mal ist: das ist einfach kein Ende. Ob man aufhört, weil man irgendwann aufhören muss, oder ausfadet, weil man irgendwann aufhören muss, es ändert die Tatsache nicht, dass der Song kein Ende hat, ich schub nicht umsonst weiter:
Ok, gut, aber das mag ich genauso wenig wie ausfaden. Wobei hier "nicht mögen" nicht gleichzusetzen ist mit "hassen" sondern "hätte man besser lösen können". "Alles gesagt" hat ein Song, wenn er kein konstruktive Weiterführung, kein neues Puzzlestück, nichts, was den Song aufwerten oder weiterstricken würde erhält. Auch eine "Schlusskadenz" ist kein "Ende", es ist oft einfach nur - die Joey DeMaio-Kadenz (Strumming, weil man nicht weiß, was man machen soll), - die Beatles-Kadenz (3 Mal den Refrain, beim letzten mal den Gesang leise und langsamer, dazu die Hauptakkorde nochmal schnell durch, vgl Let It Be oder Yesterday), - die "Das ist kein Fadeout, sondern ein Feedback"-Kadenz (vgl. 'Snow' von den Peppers, passt aber auch zum nächsten) oder - die Stadion-Rock Kadenz (so lange den Refrain wiederholen, bis alles zu spät ist und dann einfach aufhören, vgl Sweet Child O' Mine, am Ende will man ja quasi selber wissen wohin wir eigntlich noch gehen, wärend Slash fudelt  ). Das meinte ich mit "Straffung": meinem Gefühl nach waren früher diese Wiederholungen noch deutlich weniger, das ist heute irgendwie repitativer.
Ja, das mag mehr oder weniger(!) unbefriedigend sein, erschöpft aber auch nicht die Möglichkeiten ein Stück zu beenden. Das ewige Widerholen von Refrains zum Beispiel kommt mir aber gefühlt wesentlich häufiger bei alten Bands unter, als bei neuen. Man darf mir nun bekannte und berühmte Songs mit ausgewiesen schönen, komponierten Enden vorspielen.
Vielleicht ist die postulierte eklatante Menge an "ausfadenden bekannten berühmten Songs" der Grund, warum ich selten Musik höre, deren Stücke in die Kategorie fallen. Auch weis ich nicht ganz, was bekannt und berühmt für ein Wertmaßstab ist...  Nunja, vermutlich der objektivste, bei einer Sache, die rein geschmacksbhängig ist. Here we go, mehr oder weniger wahllos & Berühmtheit ist relativ  : Iron Maiden - Hallowed Be Thy Name Iron Maiden - The Number Of The Beast Judas Priest - Hell Patrol Gamma Ray - Last Before The Storm Gamma Ray - Somewhere Out In Space Gamma Ray - Heavy Metal Universe Bind Guardian - Welcome To Dying Blind Guardian - Journey Through The Dark (WAS FÜR EIN ENDE!) Blind Guardian - Into The Storm Megadeth - Hangar 18 Slayer - South Of Heaven ("Feedback-Kadenz" jaja) Slayer - Mandatory Suicide Amon Amarth - Death In Fire Iced Earth - The Hunter HammerFall - The Metal Age Running wild - Riding The Storm Agent Steel - Agents Of Steel (Joey DeMaio, aber nicht wirklich) Grave Digger - Excalibur
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von Dr. Best » Freitag 19. Juli 2013, 15:17
Christian Schwarzer hat geschrieben:Here we go, mehr oder weniger wahllos & Berühmtheit ist relativ  : Iron Maiden - Hallowed Be Thy Name
Ich hab grad eigentlich keine Zeit mehr, weil ich über's Wochenende heimfahren muss und eigentlich meinen Wanderurlaub planen sollte. Hab aber zumindest das erste nochmal Probehören müssen, weil ich mir nicht mehr sicher war. Aber ja, meine Erinnerung trügt nicht, hier wird perfekt Maideniert: 2 Minuten lang weigert man sich standhaft, aufzuhören, hat außer einer Variation des Hauptthemas (böse Zungen sagen: des Maidenhauptthemas, so oft wie das vorkommt) und vielen "Yeeeeiiyeeeeiiiyeeee, hallowed be thy name" eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Spätestens nach dem Solopart hätte nach 5:15 Minuten Schluss sein können und der Song hätte wenig verloren. Ob man nun die perfekt dargebotene Beatleskadenz mit langem Schrei und dem in halbem Tempo gespielten Maidenthema, gefolgt von astreinem JdM-Kadenz als "schön komponiertes Ende" sieht, liegt wohl im Auge des Betrachters. Die Teufelsnummer bemüht sich zumindest darum, einen Abschluss zu finden, das lasse ich deutlich gelten, das Metallische Universum meiner Erinnerung nach ebenso  Beim Rest muss ich mal nachhören, wenn mehr Zeit ist.
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von Jhonny » Freitag 19. Juli 2013, 15:40
Dr. Best hat geschrieben:Christian Schwarzer hat geschrieben:Here we go, mehr oder weniger wahllos & Berühmtheit ist relativ  : Iron Maiden - Hallowed Be Thy Name
Ich hab grad eigentlich keine Zeit mehr, weil ich über's Wochenende heimfahren muss und eigentlich meinen Wanderurlaub planen sollte. Hab aber zumindest das erste nochmal Probehören müssen, weil ich mir nicht mehr sicher war. Aber ja, meine Erinnerung trügt nicht, hier wird perfekt Maideniert: 2 Minuten lang weigert man sich standhaft, aufzuhören, hat außer einer Variation des Hauptthemas (böse Zungen sagen: des Maidenhauptthemas, so oft wie das vorkommt) und vielen "Yeeeeiiyeeeeiiiyeeee, hallowed be thy name" eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Spätestens nach dem Solopart hätte nach 5:15 Minuten Schluss sein können und der Song hätte wenig verloren.
hmm. Für mich gibts keinen besseren Metal-Song, das hat mich noch nie gestört 
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von Christian Schwarzer » Freitag 19. Juli 2013, 15:41
Jhonny hat geschrieben:hmm. Für mich gibts keinen besseren Metal-Song, das hat mich noch nie gestört 
Ungefähr das hab ich mir auch gedacht... 
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von Domaniac » Freitag 19. Juli 2013, 15:45
Zumindest keinen besseren Maiden-Song.
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von Christian Schwarzer » Freitag 19. Juli 2013, 15:46
Haja klar, so weit oben sind Maiden bei mir auch nicht. Trotzdem Gott-Status, das Stück.
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von Jesus » Freitag 19. Juli 2013, 15:47
Lasst das nicht Holg lesen.
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