10 Alben, die mich geprägt haben

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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Eike » Mittwoch 24. April 2013, 01:02

Jhonny hat geschrieben:Den HipHop so deutlich nach dem Metal in der Form zu entdecken, das ist auch mal was interessantes.
Naja, dazwischen lagen locker fünf Jahre.
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon iwill zaehnchen » Sonntag 26. Mai 2013, 17:27

- Scorpions - Love At First Sting ( mein erstes je gehörtes Heavy Metal Album und ich war sofort verliebt)
- At The Gates - With Fear I Kiss The Burning Darkness (meine erste Metal CD und ganz große Klasse)
- Exodus - Bonded By Blood ( haute mich mit zarten neun Lenzen um und beeindruckt noch heute)
- Iron Maiden - Somewhere In Time ( ist und bleibt die beste Maiden )
- Fates Warning - Awaken The Guardian ( Ergreifend, emotional, Gott!!! Und zudem wie "Love..." und "Somewhere..." eines der ersten gehörten Metalalben)
- Judas Priest - Painkiller
- Queensryche - Empire
- Mystik - The Plot Sickens
- Mithotyn - King Of The Distant Forest
- Savatage - Gutter Ballet
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Jhonny » Sonntag 26. Mai 2013, 19:53

Tolle Auswahl!
Mitothyn sagt mir aber nix...
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 26. Mai 2013, 20:33

Jhonny hat geschrieben:Mitothyn sagt mir aber nix...

Und hat zwei FALCONER-Alben im Regal stehen... ;-) war die vormalige Band vom Gitarristen und Drummer. Das Debüt war recht wichtig für die Frühtage der Pagan-Szene, wenn ich mich nicht irre.
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon iwill zaehnchen » Sonntag 26. Mai 2013, 21:07

Mitothyn sagt mir aber nix...[/quote]

http://www.youtube.com/watch?v=oTqeRKN3 ... 7D183C0149
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Timon Krause » Donnerstag 25. Juli 2013, 00:01

Hehe, ich liebe diese selbstreflektiven Topics. ^^ Allerdings dürfte meine Auswahl dermaßen unmetallisch ausfallen, dass ich höchstwahrscheinlich anschließend von meinem Chef fristlos gekündigt werde. :grins: Na sei's drum. Ich wähle den chronologischen Ansatz, das erscheint mir am sinnvollsten, wenn es um "prägende Alben" geht, also quasi musikalisch-biographische Impulse im Laufe meines Lebens. Ich greife sehr weit zurück und nehme wirklich Alben, die in irgend einer Form einen Wendepunkt darstellen, und NICHT zwangsläufig in meine Best Of gehören!

- CAT STEVENS - The View From The Top (und eine andere LP die in dieser Zusammenstellung nirgends mehr auffindbar ist): Ja, wer prägt ein Kind in den ersten Jahren musikalisch? Richtig. Die Platten meiner Mutter, 60er-Zeug wie PETER PAUL & MARY liefen immer wieder im Wohnzimmer, und vor allem auch CAT STEVENS. Großartige Stimme, wunderbare Gitarrenmusik, und hier und da auch ein Hauch von Rock. Bei CAT STEVENS, den ich im Alter zwischen fünf und neun Jahren bewusst hörte, liegen wohl meine musikalischen Wurzeln. Songs wie 'Peace Train', 'Sitting', und vor allem 'Where Do The Children Play' kann ich auch heute noch grenzenlos genießen.

- W.A. MOZART - Haffner Symphonie: Neben besagter 60er und 70er Musik lief daheim eben oft auch Klassik. Mozarts 35. schien es mir besonders angetan zu haben, eine unserer ersten CDs, ständig drückte ich die Replay-Taste. Kann es sein dass die beschwingten Melodien, der Pomp, der Bombast von Mozarts Kompositionen irgend etwas damit zu tun haben, dass später STRATOVARIUS zur Band meiner Jugend wurden? ;-) Die 35. liebe ich auch heute noch heiß und innig.

- 2 UNLIMITED - The Real Thing: Was soll man sagen, das war noch nicht mal 'ne Jugendsünde. Ich glaub ich war neun als ich der Eurodance-Seuche erlag. Meine erste Kassette dürfte eine der Ur-Bravohits gewesen sein, auf der sich 'No Limits' befand, später war die 'Let The Beat Control Your Body'-Single von 2 UNLIMITED meine erste CD. Richtig interessant wurden die Holländer aber mit dem Album (und der Single) "The Real Thing". Da war ich dem Plastikgedudel zwar schon fast überdrüssig, aber wer sich "The Real Thing" anhört, muss wie ich zu dem Schluss kommen, dass die "Band" zum Ende ihrer ersten Karriere noch eine Menge aus einem extrem eingeschränkten musikalischen Genre rausgeholt und teilweise richtig gute, fast ernsthafte Melodien und Grooves zustande gebracht hat.

- F.O.C. - ???: Ungefähr im selben Zeitraum (also Anfang der 90er) durfte ich als kleiner Knirps zum ersten Mal auf ein "Rock-Konzert". In der Kirche unserer Gemeinde trat eine Truppe namens F.O.C. (Followers Of Christ) auf, und dieser Abend dürfte wahrlich prägend für mich gewesen sein: Eine aufwendige Bühne, Nebelmaschinen, Scheinwerfer - und dann Schlagzeug, verzerrte Gitarren, so laut dass ich mir die Ohren zuhalten musste. Das Album der Band (die mit Sicherheit nicht mehr existiert) habe ich mir auf Kassette zugelegt, und so oft vor und zurück gespult (da mir der Titeltrack so gut gefiel), bis das Band hinüber war.

-> Der Bombast von Mozart, die ruhige Gitarrenmusik von Cat Stevens, das hektische Gezappel von 2 Unlimited sowie meine erste Erfahrung mit lautem Rock mit F.O.C. dürften für mich die musikalische Grundsteine gelegt haben.

- H-BLOCKX - Time To Move: Yeah yeah, die H-BLOCKX! Meine Rettung! Da ich zunächst nicht mit klassischem Metal in Berührung kam, war der Crossover der Münsteraner mein Einstieg in die etwas härtere Musik. Und so schlicht einem die Mucke heute auch vorkommen mag, eigentlich rockt sie immer noch wie Sau! "Time To Move", aber vor allem Album Nr.3, "Fly Eyes", zählen IMO zu den wichtigsten rockigen Veröffentlichungen im Deutschland der 90er. Zumindest für jemanden der mit Metal noch nichts am Hut hatte. ;) Crossover und Punk ersetzten quasi augenblicklich alle anderen musikalischen Sparten für mich; die Alben von DOG EAT DOG, THE OFFSPRING u.a. erwähne ich hier nicht gesondert.

- STRATOVARIUS - Visions: Diesem Album würde ich auch heute noch eine 10/10 verleihen! Mein Cousin, der mich musikalisch wahrscheinlich im gleichen Maße prägte wie meine Eltern, hatte bei sich zuhause die "4th Dimension" rumliegen - mein erster Kontakt mit Heavy Metal! Das Zeug ging mir nicht mehr aus dem Kopf, und beim Besuch im Plattenladen fand ich unter STRATOVARIUS nur die "Visions". Aber was heißt "nur"! Wunderbarer, geradezu perfekter melodischer Metal in Symbiose mit klassisch-barocken Klängen, epischen Hintergrundchören, eingängig, rockig bis zum Umfallen, perfekt komponiert. Ein Kunstwerk! Die nordeuropäische Allianz wurde zur Band meiner Jugend und mein Einstieg in die Welt des Heavy und Power Metal!

- DEFTONES - White Pony: Um die Jahrtausendwende rum kam ich in Kontakt mit Alternative Metal (auf dem Matrix-Soundtrack, den ich meinem Bruder als Geburtstagsgeschenk kaufte, fand sich 'My Own Summer'...), und die DEFTONES mit ihrem Jahrtausendalbum "White Pony" lenkten meinen Musikgeschmack in eine neue Richtung. Faszinierend, diese sterilen, harten Klänge, dieser fließende Kontrast aus weinerlichem Gestammel und orgiastischem Geschrei, berauschend, diese Gitarrenwände, und dieses so abwechslungsreiche, aus dem klassischen Metal-Schema ausbrechende Schlagzeugspiel. Die DEFTONES dürften auf Jahre hinaus auch meine eigenen Kompositionen zumindest unterbewusst stark beeinflusst haben.

- 36 Crazyfists - A Snowcapped Romance: Kein Album das ich allzu häufig hörte, und das auch alles andere als perfekt ist. Doch von einigen wenigen starken Nummern ('The Heart And The Shape'!!!) abgesehen, hat dieser Vorgänger des Metalcore-Trends dazu beigetragen, dass ich mich an wirklich hardcoremäßigen Schreigesang gewöhnt habe. Teils musste ich mich regelrecht dazu zwingen - die Songs waren einfach cool und groovig, aber da war dann immer wieder dieses völlig ungeschliffene Geschrei, das mir zunächst eher auf den Keks ging, bis ich auch dieser Gesangsform mehr und mehr abzugewinnen begann.

- AS I LAY DYING - Shadows Are Security: Mit AS I LAY DYING wurde alles noch "schlimmer". Diese Form von Musik übertrieb einfach alles was ich bis dato in Sachen Rock und Metal regelmäßig konsumiert hatte. Es war erneut eine Zumutung, doch der Faszination, die von diesem melodiösen High Speed Death ausging, konnte ich nicht widerstehen.
Abgesehen davon dass ich somit 2005 durch AILD eines meiner Lieblingsgenres entdeckte, gewann ich gerade den Texten der Band (und insbesondere jenen der "Shadows Are Security") im Laufe der Zeit eine ganze Menge ab. Dass Tim Lambesis nun wegen Anstiftung zum Mord vor Gericht steht, war für mich persönlich zwar auch ein herber Schlag, doch ändert dies nichts daran, dass sowohl Musik als auch textliche Inhalte der Kalifornier für mich in den vergangenen Jahren stark prägend waren.

- HATEBREED - The Rise Of Brutality: Nein, beileibe kein Album für die Ewigkeit, doch auch die Knüppelköppe von HATEBREED erfüllten eine wichtige Funktion für mich: Über den Umweg "Hardcore" kam ich nämlich witzigerweise zum Thrash Metal, den ich in meiner Jugend (abgesehen von METALLICA) noch vollständig ausgelassen hatte. Und abgesehen von diesem gar nicht unwichtigen Impuls bleibt "The Rise Of Brutality" eines der besten metallastigen Hardcore-Alben die es gibt.

Meine Hardcore-Phase wurde schließlich von AUGUST BURNS RED und ihrem Über-Album "Constellations" beendet - aber das darf ich hier nicht erwähnen, das wäre nämlich Album Nr.11. ;)
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Eike » Donnerstag 25. Juli 2013, 01:10

:-)
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 25. Juli 2013, 07:27

Du hast ja noch den richtigen Weg eingeschlagen, von daher darfste gerne bleiben. :)
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon firestarter » Donnerstag 25. Juli 2013, 09:26

Timon Krause hat geschrieben:Über den Umweg "Hardcore" kam ich nämlich witzigerweise zum Thrash Metal, den ich in meiner Jugend (abgesehen von METALLICA) noch vollständig ausgelassen hatte.


Ich weiß zwar nicht, wie alt du bist und kann daher auch nicht den Zeitraum deiner Jugend einordnen, aber ansonsten ist dein "Umweg" in diesem Punkt fast identisch mit meinem. Ich habe "damals" (1983-1988) nur wenig Thrash gehört und war da sehr wählerisch - der ganze Teuto Thrash und auch Sachen wie Voivod oder Possessed gingen gar nicht. Selbst Exodus konnte ich mir wegen Paules "Gesang" kaum anhören. Übrig blieben dann Anthrax, Megadeth, Metallica, Overkill, die ich allerdings alle sehr geil fand. Nach langer Metal-Abstinenz bin ich dann erst 2007 wieder so richtig bei harter Mucke gelandet und da waren Metalcore und Sachen wie Hatebreed auch meine ersten Anknüpfungspunkte, die mich im nächsten Schritt zu MeloDeath und dann zum Thrash geführt haben, für den ich ja mittlerweile eine hinlänglich bekannte Leidenschaft entwickelt habe. :)
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Re: 10 Alben, die mich geprägt haben

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 25. Juli 2013, 10:08

Sehr spannend, Timon!

Da erkenne ich gewisse Parallelen, auch wenn ich die Deftones und H-Blockx komplett verpasst habe (und damit auch kein Problem habe :D ).

Auch für mich waren gerade As I Lay Dying (neben Mortification und Demon Hunter) eine der Bands, die mich für härteren Metal sensibilisert haben.
Und von da an wurde es immer traditioneller.
Ich nähere mich geschmacklich jedenfalls deutlich den 70er und 60er Platten meiner Eltern an, viele davon habe ich schon längst auf CD.
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