Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 15. Mai 2013, 22:52

Das hast du aber schön gesagt, lieber Rüdiger :P
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Mai 2013, 22:57

Ist aber trotz der ironischen Formulierung total ernst gemeint. Wie im Einkäufe-Thread zu sehen, habe ich gerade mal wieder eine meine zahlreichen "Ich komplettiere billig alte Faves, die ich seit Jahren vernachlässigt habe"-Runden gedreht, dann heute spontan auf der Fahrt zur und von der Arbeit die "No Sacrifice..." von HAMMERFALL angehört, und das macht einfach Laune. Eine Zeit lang hat mich das genervt und ich wollte nach der "Renegade" eigentlich so gut wie nie mehr Hammerfall hören. Hab dann doch hin und wieder für drei Euro mal eine mitgenommen, aber es hat nicht mehr gefunkt oder gar gezündet. Jetzt ist's doch wieder passiert. Hab gerade sogar Lust, ein Hammerfall-Special zu machen... Ich hoffe das legt sich wieder. Gibt ja auch so genug Arbeit in der Redaktion. ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 15. Mai 2013, 23:01

Und setzt noch einen drauf!

Ich fand das mit dem BM-brainwashing so witzig. Ich finde Hammerfall auch nicht schlimm, nur halt oft belanglos. Special? Eher nicht. Da finden wir sicher bessere Opfer.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Mai 2013, 23:13

Da hast du schon Recht. Schlimm fand ich Hammerfall auch nie. Das war immer nett. Und die gelegentliche Belanglosigkeit und Harmlosigkeit hat mich wohl auch vom 09.10.2000 bis zum 14.05.2013 ziemlich genervt, so dass ich echt keine Lust auf Hammerfall-Hören hatte. Jetzt ist halt irgendwie etwas komisches passiert. Geriatrische Infantilität, oder irgend so etwas in der Art. Dieses kindlich naive mit der Rassel um den Christbaum rennen, leuchtende Augen haben und mit einer melonokraftmetallischen Selbstverständlichkeit Kinderliedrefrains mitsingen... Das sind Flashbacks, mit denen man sich so wunderbar bekloppt zum Affen machen kann, dass es einfach eine wahre Freude ist.

Was das Brainwashing angeht, muss ich zugeben, dass ich ja schon immer sehr davon überzeugt war, selbst für dieses "die sind kommerziell, die hat man nicht zu mögen", "die sind Plüschheinis mit Kinderliedrefrains" und "wie lächerlich, die haben acht Bassdrums in der Ritterburg und einen Spargeltarzan in der Konservendose" nicht anfällig zu sein. Aber irgendwie habe ich mich, ohne dass es mir wirklich bewusst wurde, doch von vielen der kommerziellen und erfolgreichen Mainstream-Metal-Acts innerlich etwas distanziert. Nicht so, dass ich sie wirklich doof gefunden hätte, aber doch so, dass ich sie nicht mehr oft gehört und auch nicht mehr als echte Faves begriffen habe. Irgendwie finde ich das gerade ziemlich doof, weil ich - Hand aufs Herz - doch irgendwie der Meinung bin, dass so ziemlich jeder dieser "großen Namen" so speziell und einzigartig und auf seine eigene Weise auch so "gut" ist, dass es sich schon erklärt, warum die Bands auf breiter Basis Erfolg haben.

Na ja, wie auch immer... ich stehe gerade am Anfang einer wunderbaren "back to the mainstream"-Phase. Und das so kurz nach dem "Keep It True"... Witzig, was?
:grins:


P.S.:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Mai 2013, 23:52

Ob eine Band kommerziell erfolgreich ist, ist mir meist relativ egal. Hammerfall habe ich 1997 rauf und runter gehört. Das war toll. Aber schon auf der Popkomm im gleichen Jahr, habe ich mir TANK und RAVEN und fand Hammerfall beinahe lächerlich. Trotz der guten Songs. Optisch kaum zu ertragen Und von da an war es dann auch aus für mich. Wobei ich das letzte (?) Album, welches wir im SC hatten, recht gut fand.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. Mai 2013, 00:48

Holger Andrae hat geschrieben:Ob eine Band kommerziell erfolgreich ist, ist mir meist relativ egal.

Ja. Mir auch. Hab oben nur laut darüber nachgedacht, ob das ganze Geläster, das man in den Kreisen, in denen wir uns herum treiben, immer über solche Bands hört, doch unbewusst einen größeren Einfluss hat, als ich bisher wahrhaben wollte. Nicht dahin gehend, dass ich jetzt plötzlich etwas doof finde, nur weil andere lästern, sondern dahin, dass es schwerer wird, eine einmal eingetretene Abnutzungserscheinung wieder aktiv überwinden zu wollen. Keine Ahnung. Reine Spekulation. Schoss mir halt heute so durch den Kopf.

Holger Andrae hat geschrieben:Hammerfall habe ich 1997 rauf und runter gehört. Das war toll. Aber schon auf der Popkomm im gleichen Jahr, habe ich mir TANK und RAVEN und fand Hammerfall beinahe lächerlich. Trotz der guten Songs. Optisch kaum zu ertragen Und von da an war es dann auch aus für mich.

Das mit der Optik ist mir jetzt wieder egal. Über Ritterburgen, acht Bassdrums und Chromrüstungen kann ich ebenso schmunzelnd den Kopf schütteln wie über Bassisten, die gerne mal die Saiten vom Bass rupfen und sich ungezielt eine Büchse Bier über die Rübe schütten.

Holger Andrae hat geschrieben:Wobei ich das letzte (?) Album, welches wir im SC hatten, recht gut fand.

Jau. "Infected" ist bis dato das letzte Album, und das hatten wir im Soundcheck. Das ist ja genau das, was ich meine. Wenn man das dann mal wirklich ernsthaft anhört, dann finde ich es VIEL besser, als es mir bewusst ist. 2014 kommt eine neue Scheibe, wie seit Kurzem bekannt ist.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 16. Mai 2013, 10:09

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Geht mir gerade so ähnlich. Die späteren HAMMERFALL-Werke sind eigentlich viel besser, als ich sie immer in Erinnerung hatte.


:dafuer:
sehr fein!
Die "No Sacrifice" ist für mich trotzdem der Schwachpunkt, aber gerade "Threshold" und "Infected" können einiges, und auch "Chapter V" hat (trotz echt miesem Sound) viele tolle Songs.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Dr. Best » Donnerstag 16. Mai 2013, 10:40

Holger Andrae hat geschrieben:
Dr. Best hat geschrieben:Kid Rock hat ja mal richtig gute Musik gemacht, die in den guten Stellen direkt an das erste Beastie Boys Album anknüpfen kann oO Schon ziemlich locker, das Ganze 8-)


Alles gut bei Dir, mein lieber Simon?

Ajo, danke der Nachfrage :subber: Ich sortiere grad mal endlich alten Kram aus und bin drüber gestolpert. Mir geht es grad ein wenig wie dem Rüdiger, nur heftiger: Musikalischer Befreiungsschlag galore. Nachdem ich die letzten 4 Jahre mehr und mehr in den Underground gerutscht bin, hab ich zuletzt auch eine Verscheuklappisierung und Stirnverengung festgestellt. Hab mich da im letzten halben Jahr etwas frei gekämpft - gibt viel zu viel gute Musik, für sowas. Und ich mochte es schon immer, andere Musik zu entdecken, zu verstehen und damit auseinander zu setzen, auch wenn sie ganz anders ist. Wichtig sind nur 3 Dinge bei Musik:

1. Es muss mitreißen (O-Ton Rüdiger: Faustfaktor!)
2. Der Wille, Musik als Kunst zu sehen und sich entsprechend darauf einlassen - nicht umgekehrt!
3. Wurzeln. Vergiss nie, wo du herkommst, sonst verlierst du dich!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 16. Mai 2013, 10:43

Dr. Best hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:
Dr. Best hat geschrieben:Kid Rock hat ja mal richtig gute Musik gemacht, die in den guten Stellen direkt an das erste Beastie Boys Album anknüpfen kann oO Schon ziemlich locker, das Ganze 8-)


Alles gut bei Dir, mein lieber Simon?

Ajo, danke der Nachfrage :subber: Ich sortiere grad mal endlich alten Kram aus und bin drüber gestolpert. Mir geht es grad ein wenig wie dem Rüdiger, nur heftiger: Musikalischer Befreiungsschlag galore. Nachdem ich die letzten 4 Jahre mehr und mehr in den Underground gerutscht bin, hab ich zuletzt auch eine Verscheuklappisierung und Stirnverengung festgestellt. Hab mich da im letzten halben Jahr etwas frei gekämpft - gibt viel zu viel gute Musik, für sowas. Und ich mochte es schon immer, andere Musik zu entdecken, zu verstehen und damit auseinander zu setzen, auch wenn sie ganz anders ist. Wichtig sind nur 3 Dinge bei Musik:

1. Es muss mitreißen (O-Ton Rüdiger: Faustfaktor!)
2. Der Wille, Musik als Kunst zu sehen und sich entsprechend darauf einlassen - nicht umgekehrt!
3. Wurzeln. Vergiss nie, wo du herkommst, sonst verlierst du dich!


Ganz genau! Eine starke Verscheuklappisierung muss man einfach attestieren wenn MEDIEVAL STEEL total abgefeiert werden und eher mäßig performen, während über HAMMERFALL gelacht wird, die - auch wenn MS zu deren Wurzeln zählen - die Jungs in Grund und Boden spielen würden.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon firestarter » Donnerstag 16. Mai 2013, 11:18

Nils Macher hat geschrieben:Ganz genau! Eine starke Verscheuklappisierung muss man einfach attestieren wenn MEDIEVAL STEEL total abgefeiert werden und eher mäßig performen, während über HAMMERFALL gelacht wird, die - auch wenn MS zu deren Wurzeln zählen - die Jungs in Grund und Boden spielen würden.


Auch wenn das Beispiel nur teilweise gut gewählt ist (Medieval Steel) und teilweise weniger gut (Hammerfall) ( :P ), sehe ich das im Prinzip genauso. Die kritiklose Veherrlichung von allem Undergroundigen und Verteufelung von allem auch nur ansatzweise Mainstreamigen auf der anderen Seite, ist für mich einfach albern. Ich mag bestimmte Musik nicht, weil sie das eine oder das andere repräsentiert, sondern weil mir die Musik halt Spaß macht.
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