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von 123_7 » Samstag 19. Juni 2010, 14:29
Julian Rohrer hat geschrieben:TOLLES ARTWORK!
Danke dir  Wenn du mir den Sampler beizeiten mal digital zV stellen würdest, wäre ich dir sehr verbunden 
Das mache ich gerne, lasse aber erst mal die anderen Besprechungen Vorrang haben. Erinner mich bei Gelegenheit aber nochmal dran. Und du weißt, dass da einiger Doom dabei ist? 
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123_7
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von Julian Rohrer » Samstag 19. Juni 2010, 15:25
Ja, genau das ist der Grund  Mir ging es dabei auch eher um mich zum reinhören - aber klar, ich kann mich gedulden 
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Julian Rohrer
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von Jhonny » Samstag 19. Juni 2010, 21:22
mist, zu früh aufgelöst - die 5 hätte ich noch richtig als Blackholicus erraten 
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von Peter Kubaschk » Montag 21. Juni 2010, 07:11
123_7 hat geschrieben:Letztendlich ist die Überraschung ausgeblieben. Hätte gedacht, dass mit dem zweiten Song die Zweifel aufkommen, ob das ich sein könnte. Aber der viele Doom hat mich vermutlich verraten, hehe. Ein bisschen raten sollen die Leute auch noch, deswegen löse ich die Songs auf, von denen ich denke, dass sie niemand erkennt und gebe ein paar Hinweise.
Beim zweiten Song sind in der Tat Zweifel aufgekommen, aber mit der Epic-Doom-Anhäufung und dem Singer/Songwriter-Songs am Schluss ging das Pendel eindeutig in deine Richtung. 123_7 hat geschrieben:01. Ein sphärisches Intro. Denke ich zunächst. Instrumentenvielfalt baut Atmosphäre auf und irgendwann setzt auch ein zartes Flüstern ein. Als Einleitung sehr gelungen, wenn auch mit knapp vier Minuten für diesen Zweck wieder etwas lang.
Ob das wirklich auch auf dem entsprechenden Album als Intro angesehen werden kann, bezweifle ich. Die Musik von NÆRVÆR ist in erster Linie erstmal unkonventionell und auf den ersten Blick sehr heterogen auf Albumdistanz. Das hier ist 'To Plan (Part I)' und an diesem Song liebe ich einfach alles. Die elegischen Chöre, das emotionale Schifferklavier, die bedächtige Atmosphäre, die in mir immer das Bild von prozessierenden Mönchen in tiefen Nebelschwaden hervorruft. Als Intro-Funktion auf diesem Sampler in der Tat etwas lang, aber bei mir ist halt alles etwas länger (höhö).
Das ist Schifferklavier fand ich auch sehr gut eingesetzt. Vor allem nachdem ich gerade EQUILIBRIUM gehört habe und weiß, wie man es nicht tun sollte. Auf jeden Fall ein interessanter Song. 123_7 hat geschrieben:02. Der Übergang ist fließend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die selbe Band ist. Sehr viel räudiger, der Gesang irgendwo zwischen Death und Thrash. Erstaunlich, dass der Song knapp 11 Minuten lang ist. Passt irgendwie nicht zur Stilrichtung, die gerade im Gitarrenbereich auch ziemlich traditionell ist.
Die Band kennen hier ein paar. Den Song vielleicht weniger. Coolster Sonnenbrillen-Progressive-Thrash aus Amiland. Haben ein Album veröffentlicht, auf dessen Cover ein Regenbogen aus dem Kopf kommt. Na?
Mich freut ja, dass sich Jesus schon anhand der Beschreibung gedacht hat, dass das CHILDREN sind. Der Song hat mich ein bisschen irritiert, wird aber sicher noch seine Runden bei mir drehen. 123_7 hat geschrieben:03. Oh, schön. Epischer Doom mit leidendem Sänger. Das macht Spaß im Sommer. Gefällt mir sehr gut.
Die habe ich 2009 wie heiße Semmeln mit Mohn angepriesen. Die Engländer haben das beste Doomalbum des vergangenen Jahres veröffentlicht und auf meiner Liste Platz 2 erreicht (die Lisa ist natürlich nach wie vor unangefochten). Wunderbarster Epic Doom, ohne sich zu gewollt epic zu geben. Einfach nur wunderschön.
Kommt auf den Einkaufszettel. 123_7 hat geschrieben:04. Das hier hält viel Wahnwitz bereit. Orchestral und wirr, mit teils klarem Gesang und gar Operngeträller. Das sollten dann doch SIGH sein. Nur der meist klare Männergesang lässt mich daran ein bisschen zweifeln. Aber stilistisch ist es das eindeutig. Doch, ich lege mich fest: SIGH. Aber nicht vom letzten Album.
Die Band stimmt schonmal. Das ist in der Tat auch nicht vom letzten Album, auch nicht vom vorletzten, sondern von "Gallows Gallery", das ich als ich ihr bestes einschätze. Der Song heißt 'The Enlightment Day'. Sonderlich orchestral finde ich ihn indes nicht, eher orgelig. Den Opernsong suche ich zwar immernoch mit der Lupe, aber die Sitar-Action in dem Song ist einfach nicht von dieser Welt.
Na, das Operngeträller von der Dame ist jetzt auch nicht sonderlich dominant, war aber der letzte Teil, der das Wort SIGH in meinen Kopf festmachte. Die Jungs sind schon cool, auch wenn ich das nicht immer hören kann. 123_7 hat geschrieben:05. Nun wird es wieder doomig. Schwere Gitarren, schön langsam machen, bevor ein traditionelles Riff durchbricht. Der Gesang ist sehr kauzig. 'ne schräge Frau? Oder ein komischer Kerl? Nein, eine schräge Frau. Interessant, auch wenn mich die komische Frauenstimme nicht wirklich überzeugen kann. Aber ich verstehe, warum man darauf steht. Das ist schon sehr eigen. Ich bin im Übrigen an einen Sampler geraten, bei dem ich wohl recht wenig erkennen werde. Offensichtlich. Ich kann mich noch nicht festlegen, welcher der beiden möglichen Herren das hier ist. Aber einen eigenen Geschmack hat der Wichtel schon mal. Den Song finde ich mit zunehmender Dauer auf jeden Fall ganz cool. Wenn man sich an die Dame gewöhnt hat, gefällt es gleich besser.
Jetzt musste ich länger überlegen, wer das jetzt war. Aber jetzt hab ich's. Die Band hab ich hier auch schon angepreist und stießen auf erstaunlich viel Gegenliebe. Ihr Sound, irgendwo beeinflusst von Punk, Slough Feg und NWOBHM überzeugt durch die gnadenlose Rohheit und Spielfreude. Auf deren Cover fliegt mitunter schonmal eine Eule mit einer Dynamitstange in den Krallen durch die Landschaft.
Landet wohl auch auf dem Einkaufszettel. Ich mag es, wenn ich beim ersten Hören unentschlossen und fasziniert zugleich bin. Und an den Gesang gewöhne ich mich. 123_7 hat geschrieben:06. Die Stimmung wird etwas bedrohlicher, endet aber in einem doomigen Riff. Wichtel hat eine Vorliebe für epischen Doom. Erneut ist der Gesang sehr eigenständig, aber toll. Das ist holg-Doom. Der würde das ganz ganz toll finden. Bei mir fällt ein ganz weg, aber ganz toll ist das. Der Sänger ist super. Majestätisch, dennoch kräftig und klar. Toll. Ganz.
Der Sänger ist nicht super. Der Sänger ist Gott. ICS VORTEX!! Hier mit seinem Doom-Projekt LAMENTED SOULS und dem Song 'Essence Of Wounds'. Leider existiert bis jetzt nur eine Demo-Compilation, aber die Band hat sich nach dem Abgang von ICS aus Dimmu Borgir wieder reformiert und arbeitet an einem neuen Album. Das wird super, daran habe ich keinen Zweifel. Und so lange ist die Compilation ein mehr als geeignete Dosis Doom.
Aha, soso, *notier*, das ist ganz toll. 123_7 hat geschrieben:07. Auch hier strömt zuerst ein träges Riff durch die Earphones. Der Sänger ist klassischer als zuvor. Weniger Majestät, eher normaler Bürger. Hat aber auch Stil. Verliert aber im Vergleich zu den beiden Songs zuvor in punkto Eigenständigkeit etwas. Dennoch ist der Song auch wirklich gut. Tolle Gesangslinien, die herrliche Schwere. Gefällt mir gut, auch wenn die letzten zwei Minuten etwas spannungsarm sind.
Verliert an Eigenständigkeit?! Peter... also... da bleibt einem die Spucke weg. Das sind die Uber-Kauz-Doomer GARDEN OF WORM mit dem Einheizer 'Spirits Of The Dead'. Garstiger Zitzen-Doom mit frecher Rumpelattitüde. Fehlende Eigenständigkeit... tz..
Na ja, nach LAMENTED SOULS, BLACKHOLICUS und SIGH zuvor, war das jetzt nicht mehr sooo außergewöhnlich. Kauzig fand ich daran zumindest nix. Aber gut ist es ja dennoch. 123_7 hat geschrieben:08. Nachdem ich träge gedoomt wurde, kommt ein Schrei. Aber die anfängliche Heftigkeit schlägt recht schnell um in Midtempo, das durch die treibenden Drums Heavyness erfährt. Und dann kommt auch noch todesmetallisches Gekrächze, das mir erzählt, dies sei ein 'Call To War'. Besser gefallen mir aber natürlich die Passagen mit klarem Gesang. Wirkt ein bisschen wie SIGH ohne orchestrale Parts. Abwechslungsreich, irrsinnig, aber nicht zwingend meins.
Der Rausschmeißer aus dem besten BM-Album des letzten Jahres. Das Album war ganz schön grotesk (husthust) und die Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön kryptisch (husthusthust). Besser kann man modernen BM einfach nicht spielen und sie tun gut, den Klaranteil im Gesang so hoch anzusetzen. Fantastisches Album.
Ah, in <CODE> wollte ich schon immer reinhören. Guter Song, auch wenn er mich nicht zum Kauf antreibt. Für wenig Geld würde ich die aber mitnehmen. 123_7 hat geschrieben:09. Das ist etwas traditioneller. Man könnte es beinahe Heavy Metal nennen, wozu auch der Gesang passt. Es hat schon eine gewisse Schwerfälligkeit, ist aber vom Doom der Songs zuvor weit entfernt. Ganz cool.
Hm, die Beschreibung irritiert mich etwas. Traditionell würde ich das nicht nennen. Die Rhythmusgruppe bollert ganz mächtig im Hintergrund. Kein Wunder, es ist ja auch der berüchtigte Hellhammer. Spielen tut hier WINDS, die mit ihrem kammermusik-mäßigem Metal mich schon immer überzeugen konnten. Dass in dem Song 'When The Dream Of Paradise Died' vom letzten Album auch noch Lazare von Solefald einstimmt (Fanboy-Alarm) ist es eh immer um mich geschehen.
WINDS stehen auch schon länger auf meinem Zettel. Der letzte Song, den ich gehört habe, war besser. "Traditionell" ist auch nur im Vergleich zum Rest zuvor richtig und die bollernden Drums wollte ich erwähnen, warum habe ich das nicht?! Auf jeden Fall sehr interessant. 123_7 hat geschrieben:10. Oh das ist interessant. Beginnt Singer/Songwriter-mäßig und macht jetzt auch definitiv klar, wer hier wichtelt. Toller Sänger, der nur mit Akustikgitarre ein Maximum an Gefühl erreicht. Sehr, sehr schön. Heißt wahrscheinlich 'Straight Summer Song'. Die Mundharmonika passt da auch definitiv ins Bild. Bisher der beste Song des Samplers.
Fast. "Stray Summer Song" von BIRCH BOOK ist einer der wunderbarsten Oden an die Schönheit des Lebens, an die nasekitzelnden Sonnenstrahlen, an den betörenden Blütenduft und das sanft plätschernde Wasser. Ein durch und durch authentischer Mann, der gute Bobbin Eirth, der mich durch sein Handeln nachhaltig beeindruckt hat.
Wenn alles so gut ist, muss ich wohl was von dem Mann haben. Empfehlung? 123_7 hat geschrieben:11. Komisches Instrument zu Beginn. Hat was Asiatisches. Hmm, der Song ist mit 8:30 auch ziemlich lang. Mal sehen, wann er wirklich beginnt. Ah, nach 90 Sekunden. Auch wieder eher folkloristischer Singer/Songwriter mit ganz toller Stimme. Wichtel steht auf tolle Stimmen. Habe ich aber schon erwähnt. Und doch bin ich gespannt, woraus der Song auf die Dauer seine Spannung ziehen soll. Klar, 'You'll get used to it' wird hier gesungen, aber dennoch darf auch etwas passieren. Nicht, dass der Song langweilig wäre, keine spur. Dafür ist der Gesang zu schön. Aber ich bin auch erst bei der Hälfte angelangt. So langsam passiert, was ich befürchtet habe. Mittlerweile sind wir bei akustischem Geplänkel angekommen. Da wäre mir doch lieber gewesen, wenn der Song nach 4-5 Minuten ein Ende gefunden hätte. Dann würde es mir noch besser gefallen.
Es fällt sicher auf, dass ich in letzter Zeit häufig von einem gewissen JASON MOLINA rede, der unter anderem auch in Bands wie Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. tätig ist / war. Dieser Song ist von seinem Solo-Album "The Pyramid Electric Co", das seine Stimme auschließlich mit Gitarre oder Klavier festhält. Das hier ist der Titeltrack. Interessant finde ich, dass das Geplänkel, wie du es nennst, mein Lieblingsteil des Stücks ist, weil es so etwas zerbrechliches und entrücktes hat. Aber bei der Stimme gehen wir konform.  Dann empfehle ich dir von Songs: Ohia gleich mal "The Lioness" oder "Magnolia Electric Co.", weil da die wunderschöne Stimme ebenfalls sehr viel Raum hat, aber in nicht ganz so reduzierten Arrangements plaziert ist.
Aha, Songs: Ohia, das erwähnst du ja häufiger. Ja, die Stimme ist toll, die genannten Alben werden also mal auf dem Einkaufszettel vermerkt. 123_7 hat geschrieben:12. Zum Abschluss noch mal ein knapp 12-minütiger Song. Viel Text für euch, da ich ja live Bericht erstatte. Auch hier geht es verhalten mit einer Akustikgitarre los und lässt sich Zeit, um in Fahrt zu kommen. Nach knapp zwei Minuten folgt flüsternder Gesang, der mir erzählt, dass er so viel wissen möchte, wie irgendwie möglich. Ich stelle mir eine gewaltige Steigerung in punkto Intensität vor und bin sehr gespannt, ob diese kommt. Nach vier Minuten kommt die erste sanfte Steigerung. Das Schlagzeug steigt ganz dezent ein und unterstützt die Akustikgitarre. Fahrt nimmt die Nummer dadurch aber noch nicht auf. Das ist mir bisher dann doch zu langatmig. So eine Art Singer/Songwriter-Post-Rock. Sprich, man baut die Spannung so langsam auf, dass sie unterwegs verloren geht. Schade eigentlich. Doch kaum sind diese Worte geschrieben, erklimmt der Song die nächste Stufe. Es wird intensiver, die Gitarre drängt etwas in den Vordergrund, die Rhythmussektion bekommt langsam etwas zu tun, aber schon kurze Zeit später wird wieder zurückgefahren. Und dennoch, wenn ein gewaltiges Finale kommt, finde ich das schon gut. Etwas lang vielleicht, aber dennoch gut. Um dahin zu kommen, hat der Song jetzt noch knappe drei Minuten Zeit. Jetzt noch 90 Sekunden, von einer Explosion keine Spur. Dabei hat der Song alle Voraussetzungen, um richtig toll zu werden. Dann würde es gar ein bisschen an die fantastischen THE GOD MACHINE erinnern. So aber ist das bloss traurig, aber nicht so richtig verzweifelt. Und vor allem viel zu lang. Hätte man sicher auch auf 5-6 Minuten straffen können, ohne den Song zu entstellen. Und dann ist Schluß. Leise, beinahe unauffällig. Da hätte mehr kommen dürfen.
Sicher, viel passiert ist nicht in den zwölf Minuten. Aber dieses bedrohliche Aufschaukeln, dass sich meines Erachtens durchaus bei Minute 6 rum entlädt, und dann wie die Gezeiten auf- und abebbt, finde ich jedesmal atemberaubend. Es hat etwas verlorenes, wie das Tasten durch einen Wald im Dunkeln ohne Taschenlampe. Weiter und weiter weg, bis der Protagonist vollends im Sumpf der Dunkelheit verschwunden ist. Das ist übrigens SAVOY GRAND, die mir Eike ans Herz gelegt hat und ich über diesen Tipp nach wie vor sehr glücklich bin. Der Song heißt 'It Fell Apart'. Es sind übrigens nicht alle Songs in dem Muster, der hier ist eher die Ausnahme. Sie haben auch straffe und fokussierte Songs. Sollte dir also zumindest die Zutaten munden, kann ich ein Reinhören in die Band nur anraten 
Der Song hat mich fast ein bisschen geärgert, weil da so viel mehr drin gewesen wäre. Aber ein straffer, fokussierter Song würde mich schon interessieren. Und du hörst dir mal 'The Blind Man' von THE GOD MACHINE an. So steigert man einen solchen Song.
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Peter Kubaschk
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von Peter Kubaschk » Montag 21. Juni 2010, 07:19
123_7 hat geschrieben:Peter Kubaschk hat geschrieben:Unterm Strich ist der Wichtelsampler, den mir 123 hier gebaut hat, aber wirklich sehr, sehr gelungen. vor allem die Doom-Songs und #10 sind toll. Da bin ich auf die Auflösung sehr gespannt. Ich denke auch, dass der Sampler durchaus auf mich zugeschnitten war und muss sagen, dass Fabian meinen Geschmack zu ganz großen Teilen getroffen hat. Und das ganz ohne Prog. Da wird sicher der ein oder andere Einkauf folgen. Vielen Dank dafür.
Dazu wollte ich ja auch noch etwas schreiben. Zu erst einmal, freut es mich natürlich, dir die ein oder andere Band näher zu bringen. Natürlich habe ich versucht, hier vorrangig einen Metal-Sampler zu erstellen, aber ganz darauf verzichten wollte ich nicht, auch meine andere musikalische Seite zu zeigen. Dass für dich auch noch darin der stärkste Song (Birch Book) zu finden ist, bestätigt mich in diesem Verfahren. Zugeschnitten war er nicht direkt auf dich. Ich hatte mir vorher ein Fundus zurechtgelegt, aus dem ich dann je nach Person schöpfen will. Bei Germon und Jhonny wären dann mitunter eher traditionellere Sachen draufgekommen, bei Holg, dir und Rüdiger hätte bzw. habe ich eher auf die doomigeren Songs gesetzt. Das ist mir auch viel einfacher gefallen, da es natürlich auch am ehesten meiner Ausrichtung im Metal entspricht. Zudem habe ich auch drauf geachtet, auf Bands zu verzichten, die ihr gerade eh bemustert oder häufig in den Weekly Playlists auftauchen (so ist z.B. Jex Thoth weggefallen). Ich denke ich bin so ganz gut gefahren. Sicher ist meine etwas... hm... ambiente und emotional geprägte Sichtweise auf Musik recht schwer verdaulich, so dass ich sehr gut nachvollziehen kann, dass ein Jason Molina Song über 9 Minuten eher ermüdend ist. Aber letztendlich geht es hier ja darum beim Wichteln. Den Musikgeschmack der anderen kennenzulernen, den eigenen Tellerrand zu erforschen, neue Bands zu entdecken und viel Spaß zu haben 
Holg würden den Sampler noch mehr lieben als ich, da bin ich sicher. Aber auch ich bin sehr, sehr glücklich damit geworden. Zumal ich erstmalig auch auf eine wirkliche Entdeckungsreise beim Wichteln gehen konnte, nachdem ich bei den vorherigen Runden immer recht viel von den Samplern kannte. Sehr toll. Dass ich das Artwork und die "Songlist" nicht lobend erwähnt habe, liegt im Übrigen daran, dass mir als erstes beim Öffnen der beiliegende Zettel mit der CD-Text-Warnung entgegen gefallen ist und ich daraufhin meine Frau gebeten habe, die CD ohne Titel in MP3s umzuwandeln, damit ich völlig unvoreingenommen unterwegs den Sampler hören konnte.
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Peter Kubaschk
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von 123_7 » Montag 21. Juni 2010, 10:51
Peter Kubaschk hat geschrieben:01 Das ist Schifferklavier fand ich auch sehr gut eingesetzt. Vor allem nachdem ich gerade EQUILIBRIUM gehört habe und weiß, wie man es nicht tun sollte. Auf jeden Fall ein interessanter Song.
Was sicher daran liegt, dass dieses Schifferklavier hier auch richtig eingespielt und nicht aus der Konserve zusammengeschustert wurde. Das Problem bei Naervaer ist einfach, dass es keine repräsentativen Songs gibt. Aber dafür gibt es alle Songs von ihnen, zum legalen und freien Download. Ich empfehle vor allem 'En Som...', der fast schon prog-rockig ohne wirklichen Rock daherkommt. 02. Mich freut ja, dass sich Jesus schon anhand der Beschreibung gedacht hat, dass das CHILDREN sind. Der Song hat mich ein bisschen irritiert, wird aber sicher noch seine Runden bei mir drehen.
Wenn ich mal eine Thrash-Band mag, muss eine Band unheimlich viel richtig machen... oder falsch, vielleicht liegts ja auch an mir. Bei Children stimmt einfach alles. Abgedreht, spritzig, spielfreudig und diese latente Veräppelung aller Metal-Klischees. Das Album "Hard Times Hanging At The End Of The World" ist etwas... hm... zugänglicher, verliert aber zu keiner Sekunde seinen Irrwitz. Man höre (und sehe) das total bekloppte, aber geile 'Power Spirit'. 03. Kommt auf den Einkaufszettel.
Das freut mich wirklich sehr, weil ich es nach wie vor Schade finde, wie wenig beachtet dieser ungeschliffene Rohdiamant ist. Es war vielleicht sehr unglücklich, dass die Band mit der akuten Medienpräsenz von WHW sehr unterging, aber Unsilence finde ich einfach authentischer, ehrlicher... und ja, besser. 04. Na, das Operngeträller von der Dame ist jetzt auch nicht sonderlich dominant, war aber der letzte Teil, der das Wort SIGH in meinen Kopf festmachte. Die Jungs sind schon cool, auch wenn ich das nicht immer hören kann.
Sigh geht bei mir immer, haha. Dafür haben sie ja auch ne sehr breite Diskographie, wo man ausreichend Abwechslung schöpfen kann. Aber "Gallows Gallery" ist für mich schon ihr Magnus Opus. Da stimmt einfach alles. Selbst die Songs, die am Anfang gar nicht zündeten, konnten mich vollends überzeugen, insbesondere 'Gavotte Grim'. Das Album kratzt wirklich nahe am "Perfekt"-Status für mich. 05.
Landet wohl auch auf dem Einkaufszettel. Ich mag es, wenn ich beim ersten Hören unentschlossen und fasziniert zugleich bin. Und an den Gesang gewöhne ich mich.
Ja, daran kann man sich gewöhnen, ist jetzt nicht so, dass der mich auch beim ersten Hören sofort in Extase versetzt hat. Dafür liebe ich ihn mittlerweile umso mehr, da es der Musik einen sehr urwüchsigen, rauhen und ja... punkigen Anstrich gibt. Slough Feg goes Anarchy, oder so. Und faszinierend ist die Musik ohne Frage. Aha, soso, *notier*, das ist ganz toll.
Ganz, ganz toll  Leider kann nicht mal mehr so einfach aufzutreiben, die gute Scheibe. Perverted Taste verscherbelt sie aber noch für 8€ das Stück. Leider auch eine furchtbar unbeachtete Band. Und der beste Song der Band wartet dann sogar noch auf dich  07. Na ja, nach LAMENTED SOULS, BLACKHOLICUS und SIGH zuvor, war das jetzt nicht mehr sooo außergewöhnlich. Kauzig fand ich daran zumindest nix. Aber gut ist es ja dennoch.
Da muss ich immernoch den Kopf schütteln. Garden Of Worm sind für mich die Freischwimmer des Doom Metal-Genres. Die spielen so unbekümmert ihre seltsamen Riffs, der Sänger singt mit seiner seltsamen Stimme und der Schlagzeuger hat vermutlich seine seltsamen Rhythmen in einem Lehrbuch von hinten nach vorne gelesen. Aber ich liebe diese Band genau deswegen. Und wegen der unverschämt guten Musik. 08. Ah, in <CODE> wollte ich schon immer reinhören. Guter Song, auch wenn er mich nicht zum Kauf antreibt. Für wenig Geld würde ich die aber mitnehmen.
Code dürften für nicht BM-affine Menschen sicherlich die spannenste Band in dem Bereich sein. Viel Klargesang und sehr wenig Raserei, dafür komplexe Rhythmen und spannende Arrangements. 'The Rattling Of Black Teeth' ist sicher auch nicht ohne Grund bei mir und Eike ganz weit vorne bei der Song-Jahreswertung gelandet. Vielleicht hätte ich auch eher den draufpacken sollen *grübel* 09. WINDS stehen auch schon länger auf meinem Zettel. Der letzte Song, den ich gehört habe, war besser. "Traditionell" ist auch nur im Vergleich zum Rest zuvor richtig und die bollernden Drums wollte ich erwähnen, warum habe ich das nicht?! Auf jeden Fall sehr interessant.
Ja, es gibt bessere Winds-Songs. Aber dafür war ich zu sehr Lazare-Fanboy um diesen nicht zu nehmen. Die "The Imaginary Direction Of Time" sollte dir, denke ich, sehr gut gefallen. Oder die letzte "Prominence And Demise", da gibt's dann auch Gastauftritte von Dan Swanö und Agnete Kirkevaag. 10. Wenn alles so gut ist, muss ich wohl was von dem Mann haben. Empfehlung?
Die letzte, also "Vol III: A Hand Full Of Days". Nicht, dass "Vol II: Fortune & Folly" schlecht sei, aber für den Unbedarften in dem Bereich ist das vermutlich zu unspektakulär. Das neue Album gibt sich etwas vielseitiger, insgesamt recht melancholisch, aber immer wunderschön und mitreissend. Mag ich sehr. Eike kann dir vielleicht auch was zum Debüt erzählen. Das fehlt mir leider noch. Aha, Songs: Ohia, das erwähnst du ja häufiger. Ja, die Stimme ist toll, die genannten Alben werden also mal auf dem Einkaufszettel vermerkt.
Achja, das Instrument ist übrigens eine ganz herkömmliche Gitarre. Vermutlich wirst du mit der "The Lioness" erstmal besser fahren, da "Magnolia Electric Co" recht Country-lastig ist. Ich find das klasse, aber manch einer mag sich daran stören. Hör doch einfach mal hier rein und entscheide dann: The Black Crow, Tigress und von dem anderen Album Farewell Transmission und Hold On Magnolia (sooo schön... hach). Der Song hat mich fast ein bisschen geärgert, weil da so viel mehr drin gewesen wäre. Aber ein straffer, fokussierter Song würde mich schon interessieren. Und du hörst dir mal 'The Blind Man' von THE GOD MACHINE an. So steigert man einen solchen Song.
Ich kann die Verärgerung gut verstehen. Sicherlich ist der Song von der Spannungskurve her sehr unkonventionell, aber das schätze ich auch daran. Mit Konventionen brechen hat bei mir schon immer für aufmerksame Ohren gesorgt. Aber vielleicht hörst du erstmal lieber in Change Is An Engine rein. In THE GOD MACHINE werde ich bei Gelegenheit mal reinhören. Holg würden den Sampler noch mehr lieben als ich, da bin ich sicher. Aber auch ich bin sehr, sehr glücklich damit geworden. Zumal ich erstmalig auch auf eine wirkliche Entdeckungsreise beim Wichteln gehen konnte, nachdem ich bei den vorherigen Runden immer recht viel von den Samplern kannte. Sehr toll.
Das freut mich natürlich ungemein. Ich weiß, dass mein Musikgeschmack jetzt nicht sonderlich konsenstauglich ist und deswegen freut es mich zu sehen, wie andere Leute das trotzdem gut finden können. Und ich glaube auch, dass Holg seinen Spaß daran gehabt hätte. Dass ich das Artwork und die "Songlist" nicht lobend erwähnt habe, liegt im Übrigen daran, dass mir als erstes beim Öffnen der beiliegende Zettel mit der CD-Text-Warnung entgegen gefallen ist und ich daraufhin meine Frau gebeten habe, die CD ohne Titel in MP3s umzuwandeln, damit ich völlig unvoreingenommen unterwegs den Sampler hören konnte.
Das ist schon okay. Das mit dem CD-Text ärgert mich selber, aber irgendwie steh ich mit CDrs-Brennen auf Kriegsfuß, haha. Für das Cover hab ich mir tatsächlich sogar etwas Mühe gemacht, aber diese Farbinterpretation war eh schon etwas, was ich mal länger ausprobieren wollte. Hoffe, es hat gefallen. Die gefakte Songliste auf dem CD-Rücken kam sehr spontan. Und sollte etwas zum Schmunzeln bieten. Oder dachtest du 'Full Throttle' wäre bei Savoy Grand wörtlich zu nehmen? 
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von Eike » Montag 21. Juni 2010, 16:05
Peter Kubaschk hat geschrieben:123_7 hat geschrieben:10. Oh das ist interessant. Beginnt Singer/Songwriter-mäßig und macht jetzt auch definitiv klar, wer hier wichtelt. Toller Sänger, der nur mit Akustikgitarre ein Maximum an Gefühl erreicht. Sehr, sehr schön. Heißt wahrscheinlich 'Straight Summer Song'. Die Mundharmonika passt da auch definitiv ins Bild. Bisher der beste Song des Samplers.
Fast. "Stray Summer Song" von BIRCH BOOK ist einer der wunderbarsten Oden an die Schönheit des Lebens, an die nasekitzelnden Sonnenstrahlen, an den betörenden Blütenduft und das sanft plätschernde Wasser. Ein durch und durch authentischer Mann, der gute Bobbin Eirth, der mich durch sein Handeln nachhaltig beeindruckt hat.
Wenn alles so gut ist, muss ich wohl was von dem Mann haben. Empfehlung?
Falls Du Dir rechtzeitig "Vol I" holst, kannst Du das noch in die Best of 2005 reinvoten.  Darauf gibt es u. a. Songs mit den Namen 'Coffee Morning' & 'Warm Wind And Rain', und was diese Titel an Assoziationen noch vor dem Hören hervorbringen, das steckt ganz gut ab, was das Album dann letztlich auch musikalisch bietet: Sonntagsmusik. Sehr schön, ein bißchen schluffig, dabei aber doch erhaben; und gemütlich!
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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