Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

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Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 18. Juni 2010, 21:57

Meinen Sampler habe ich heute auf dem Weg zur/von Arbeit gehört und meine Gedanken live mitgetippt. Hier das Ergebnis:

01.
Ein sphärisches Intro. Denke ich zunächst. Instrumentenvielfalt baut Atmosphäre auf und irgendwann setzt auch ein zartes Flüstern ein. Als Einleitung sehr gelungen, wenn auch mit knapp vier Minuten für diesen Zweck wieder etwas lang.

02.
Der Übergang ist fließend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die selbe Band ist. Sehr viel räudiger, der Gesang irgendwo zwischen Death und Thrash. Erstaunlich, dass der Song knapp 11 Minuten lang ist. Passt irgendwie nicht zur Stilrichtung, die gerade im Gitarrenbereich auch ziemlich traditionell ist.

03.
Oh, schön. Epischer Doom mit leidendem Sänger. Das macht Spaß im Sommer. Gefällt mir sehr gut.

04.
Das hier hält viel Wahnwitz bereit. Orchestral und wirr, mit teils klarem Gesang und gar Operngeträller. Das sollten dann doch SIGH sein. Nur der meist klare Männergesang lässt mich daran ein bisschen zweifeln. Aber stilistisch ist es das eindeutig. Doch, ich lege mich fest: SIGH. Aber nicht vom letzten Album.

05.
Nun wird es wieder doomig. Schwere Gitarren, schön langsam machen, bevor ein traditionelles Riff durchbricht. Der Gesang ist sehr kauzig. 'ne schräge Frau? Oder ein komischer Kerl? Nein, eine schräge Frau. Interessant, auch wenn mich die komische Frauenstimme nicht wirklich überzeugen kann. Aber ich verstehe, warum man darauf steht. Das ist schon sehr eigen. Ich bin im Übrigen an einen Sampler geraten, bei dem ich wohl recht wenig erkennen werde. Offensichtlich. Ich kann mich noch nicht festlegen, welcher der beiden möglichen Herren das hier ist. Aber einen eigenen Geschmack hat der Wichtel schon mal. Den Song finde ich mit zunehmender Dauer auf jeden Fall ganz cool. Wenn man sich an die Dame gewöhnt hat, gefällt es gleich besser.

06.
Die Stimmung wird etwas bedrohlicher, endet aber in einem doomigen Riff. Wichtel hat eine Vorliebe für epischen Doom. Erneut ist der Gesang sehr eigenständig, aber toll. Das ist holg-Doom. Der würde das ganz ganz toll finden. Bei mir fällt ein ganz weg, aber ganz toll ist das. Der Sänger ist super. Majestätisch, dennoch kräftig und klar. Toll. Ganz.

07.
Auch hier strömt zuerst ein träges Riff durch die Earphones. Der Sänger ist klassischer als zuvor. Weniger Majestät, eher normaler Bürger. Hat aber auch Stil. Verliert aber im Vergleich zu den beiden Songs zuvor in punkto Eigenständigkeit etwas. Dennoch ist der Song auch wirklich gut. Tolle Gesangslinien, die herrliche Schwere. Gefällt mir gut, auch wenn die letzten zwei Minuten etwas spannungsarm sind.

08.
Nachdem ich träge gedoomt wurde, kommt ein Schrei. Aber die anfängliche Heftigkeit schlägt recht schnell um in Midtempo, das durch die treibenden Drums Heavyness erfährt. Und dann kommt auch noch todesmetallisches Gekrächze, das mir erzählt, dies sei ein 'Call To War'. Besser gefallen mir aber natürlich die Passagen mit klarem Gesang. Wirkt ein bisschen wie SIGH ohne orchestrale Parts. Abwechslungsreich, irrsinnig, aber nicht zwingend meins.

09.
Das ist etwas traditioneller. Man könnte es beinahe Heavy Metal nennen, wozu auch der Gesang passt. Es hat schon eine gewisse Schwerfälligkeit, ist aber vom Doom der Songs zuvor weit entfernt. Ganz cool.

10.
Oh das ist interessant. Beginnt Singer/Songwriter-mäßig und macht jetzt auch definitiv klar, wer hier wichtelt. Toller Sänger, der nur mit Akustikgitarre ein Maximum an Gefühl erreicht. Sehr, sehr schön. Heißt wahrscheinlich 'Straight Summer Song'. Die Mundharmonika passt da auch definitiv ins Bild. Bisher der beste Song des Samplers.

11.
Komisches Instrument zu Beginn. Hat was Asiatisches. Hmm, der Song ist mit 8:30 auch ziemlich lang. Mal sehen, wann er wirklich beginnt. Ah, nach 90 Sekunden. Auch wieder eher folkloristischer Singer/Songwriter mit ganz toller Stimme. Wichtel steht auf tolle Stimmen. Habe ich aber schon erwähnt. Und doch bin ich gespannt, woraus der Song auf die Dauer seine Spannung ziehen soll. Klar, 'You'll get used to it' wird hier gesungen, aber dennoch darf auch etwas passieren. Nicht, dass der Song langweilig wäre, keine spur. Dafür ist der Gesang zu schön. Aber ich bin auch erst bei der Hälfte angelangt. So langsam passiert, was ich befürchtet habe. Mittlerweile sind wir bei akustischem Geplänkel angekommen. Da wäre mir doch lieber gewesen, wenn der Song nach 4-5 Minuten ein Ende gefunden hätte. Dann würde es mir noch besser gefallen.

12.
Zum Abschluss noch mal ein knapp 12-minütiger Song. Viel Text für euch, da ich ja live Bericht erstatte. Auch hier geht es verhalten mit einer Akustikgitarre los und lässt sich Zeit, um in Fahrt zu kommen. Nach knapp zwei Minuten folgt flüsternder Gesang, der mir erzählt, dass er so viel wissen möchte, wie irgendwie möglich. Ich stelle mir eine gewaltige Steigerung in punkto Intensität vor und bin sehr gespannt, ob diese kommt. Nach
vier Minuten kommt die erste sanfte Steigerung. Das Schlagzeug steigt ganz dezent ein und unterstützt die Akustikgitarre. Fahrt nimmt die Nummer dadurch aber noch nicht auf. Das ist mir bisher dann doch zu langatmig. So eine Art Singer/Songwriter-Post-Rock. Sprich, man baut die Spannung so langsam auf, dass sie unterwegs verloren geht. Schade eigentlich.
Doch kaum sind diese Worte geschrieben, erklimmt der Song die nächste Stufe. Es wird intensiver, die Gitarre drängt etwas in den Vordergrund, die Rhythmussektion bekommt langsam etwas zu tun, aber schon kurze Zeit später wird wieder zurückgefahren. Und dennoch, wenn ein gewaltiges Finale kommt, finde ich das schon gut. Etwas lang vielleicht, aber dennoch gut. Um dahin zu kommen, hat der Song jetzt noch knappe drei Minuten Zeit.
Jetzt noch 90 Sekunden, von einer Explosion keine Spur. Dabei hat der Song alle Voraussetzungen, um richtig toll zu werden. Dann würde es gar ein bisschen an die fantastischen THE GOD MACHINE erinnern. So aber ist das bloss traurig, aber nicht so richtig verzweifelt. Und vor allem viel zu lang. Hätte man sicher auch auf 5-6 Minuten straffen können, ohne den Song zu entstellen. Und dann ist Schluß. Leise, beinahe unauffällig. Da hätte mehr kommen dürfen.

Unterm Strich ist der Wichtelsampler, den mir 123 hier gebaut hat, aber wirklich sehr, sehr gelungen. vor allem die Doom-Songs und #10 sind toll. Da bin ich auf die Auflösung sehr gespannt. Ich denke auch, dass der Sampler durchaus auf mich zugeschnitten war und muss sagen, dass Fabian meinen Geschmack zu ganz großen Teilen getroffen hat. Und das ganz ohne Prog. Da wird sicher der ein oder andere Einkauf folgen. Vielen Dank dafür.
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Eike » Freitag 18. Juni 2010, 23:58

Liest sich ganz wunderbar. Und beim Lesen wurde deutlich: Das ist von 123, nicht Jesus.
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon 123_7 » Samstag 19. Juni 2010, 11:23

Letztendlich ist die Überraschung ausgeblieben. Hätte gedacht, dass mit dem zweiten Song die Zweifel aufkommen, ob das ich sein könnte. Aber der viele Doom hat mich vermutlich verraten, hehe. Ein bisschen raten sollen die Leute auch noch, deswegen löse ich die Songs auf, von denen ich denke, dass sie niemand erkennt und gebe ein paar Hinweise.

01.
Ein sphärisches Intro. Denke ich zunächst. Instrumentenvielfalt baut Atmosphäre auf und irgendwann setzt auch ein zartes Flüstern ein. Als Einleitung sehr gelungen, wenn auch mit knapp vier Minuten für diesen Zweck wieder etwas lang.

Ob das wirklich auch auf dem entsprechenden Album als Intro angesehen werden kann, bezweifle ich. Die Musik von NÆRVÆR ist in erster Linie erstmal unkonventionell und auf den ersten Blick sehr heterogen auf Albumdistanz. Das hier ist 'To Plan (Part I)' und an diesem Song liebe ich einfach alles. Die elegischen Chöre, das emotionale Schifferklavier, die bedächtige Atmosphäre, die in mir immer das Bild von prozessierenden Mönchen in tiefen Nebelschwaden hervorruft. Als Intro-Funktion auf diesem Sampler in der Tat etwas lang, aber bei mir ist halt alles etwas länger (höhö).

02.
Der Übergang ist fließend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die selbe Band ist. Sehr viel räudiger, der Gesang irgendwo zwischen Death und Thrash. Erstaunlich, dass der Song knapp 11 Minuten lang ist. Passt irgendwie nicht zur Stilrichtung, die gerade im Gitarrenbereich auch ziemlich traditionell ist.

Die Band kennen hier ein paar. Den Song vielleicht weniger. Coolster Sonnenbrillen-Progressive-Thrash aus Amiland. Haben ein Album veröffentlicht, auf dessen Cover ein Regenbogen aus dem Kopf kommt. Na?

03.
Oh, schön. Epischer Doom mit leidendem Sänger. Das macht Spaß im Sommer. Gefällt mir sehr gut.

Die habe ich 2009 wie heiße Semmeln mit Mohn angepriesen. Die Engländer haben das beste Doomalbum des vergangenen Jahres veröffentlicht und auf meiner Liste Platz 2 erreicht (die Lisa ist natürlich nach wie vor unangefochten). Wunderbarster Epic Doom, ohne sich zu gewollt epic zu geben. Einfach nur wunderschön.

04.
Das hier hält viel Wahnwitz bereit. Orchestral und wirr, mit teils klarem Gesang und gar Operngeträller. Das sollten dann doch SIGH sein. Nur der meist klare Männergesang lässt mich daran ein bisschen zweifeln. Aber stilistisch ist es das eindeutig. Doch, ich lege mich fest: SIGH. Aber nicht vom letzten Album.

Die Band stimmt schonmal. Das ist in der Tat auch nicht vom letzten Album, auch nicht vom vorletzten, sondern von "Gallows Gallery", das ich als ich ihr bestes einschätze. Der Song heißt 'The Enlightment Day'. Sonderlich orchestral finde ich ihn indes nicht, eher orgelig. Den Opernsong suche ich zwar immernoch mit der Lupe, aber die Sitar-Action in dem Song ist einfach nicht von dieser Welt.

05.
Nun wird es wieder doomig. Schwere Gitarren, schön langsam machen, bevor ein traditionelles Riff durchbricht. Der Gesang ist sehr kauzig. 'ne schräge Frau? Oder ein komischer Kerl? Nein, eine schräge Frau. Interessant, auch wenn mich die komische Frauenstimme nicht wirklich überzeugen kann. Aber ich verstehe, warum man darauf steht. Das ist schon sehr eigen. Ich bin im Übrigen an einen Sampler geraten, bei dem ich wohl recht wenig erkennen werde. Offensichtlich. Ich kann mich noch nicht festlegen, welcher der beiden möglichen Herren das hier ist. Aber einen eigenen Geschmack hat der Wichtel schon mal. Den Song finde ich mit zunehmender Dauer auf jeden Fall ganz cool. Wenn man sich an die Dame gewöhnt hat, gefällt es gleich besser.

Jetzt musste ich länger überlegen, wer das jetzt war. Aber jetzt hab ich's. Die Band hab ich hier auch schon angepreist und stießen auf erstaunlich viel Gegenliebe. Ihr Sound, irgendwo beeinflusst von Punk, Slough Feg und NWOBHM überzeugt durch die gnadenlose Rohheit und Spielfreude. Auf deren Cover fliegt mitunter schonmal eine Eule mit einer Dynamitstange in den Krallen durch die Landschaft.

06.
Die Stimmung wird etwas bedrohlicher, endet aber in einem doomigen Riff. Wichtel hat eine Vorliebe für epischen Doom. Erneut ist der Gesang sehr eigenständig, aber toll. Das ist holg-Doom. Der würde das ganz ganz toll finden. Bei mir fällt ein ganz weg, aber ganz toll ist das. Der Sänger ist super. Majestätisch, dennoch kräftig und klar. Toll. Ganz.

Der Sänger ist nicht super. Der Sänger ist Gott. ICS VORTEX!! Hier mit seinem Doom-Projekt LAMENTED SOULS und dem Song 'Essence Of Wounds'. Leider existiert bis jetzt nur eine Demo-Compilation, aber die Band hat sich nach dem Abgang von ICS aus Dimmu Borgir wieder reformiert und arbeitet an einem neuen Album. Das wird super, daran habe ich keinen Zweifel. Und so lange ist die Compilation ein mehr als geeignete Dosis Doom.

07.
Auch hier strömt zuerst ein träges Riff durch die Earphones. Der Sänger ist klassischer als zuvor. Weniger Majestät, eher normaler Bürger. Hat aber auch Stil. Verliert aber im Vergleich zu den beiden Songs zuvor in punkto Eigenständigkeit etwas. Dennoch ist der Song auch wirklich gut. Tolle Gesangslinien, die herrliche Schwere. Gefällt mir gut, auch wenn die letzten zwei Minuten etwas spannungsarm sind.

Verliert an Eigenständigkeit?! Peter... also... da bleibt einem die Spucke weg. Das sind die Uber-Kauz-Doomer GARDEN OF WORM mit dem Einheizer 'Spirits Of The Dead'. Garstiger Zitzen-Doom mit frecher Rumpelattitüde. Fehlende Eigenständigkeit... tz.

08.
Nachdem ich träge gedoomt wurde, kommt ein Schrei. Aber die anfängliche Heftigkeit schlägt recht schnell um in Midtempo, das durch die treibenden Drums Heavyness erfährt. Und dann kommt auch noch todesmetallisches Gekrächze, das mir erzählt, dies sei ein 'Call To War'. Besser gefallen mir aber natürlich die Passagen mit klarem Gesang. Wirkt ein bisschen wie SIGH ohne orchestrale Parts. Abwechslungsreich, irrsinnig, aber nicht zwingend meins.

Der Rausschmeißer aus dem besten BM-Album des letzten Jahres. Das Album war ganz schön grotesk (husthust) und die Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön kryptisch (husthusthust). Besser kann man modernen BM einfach nicht spielen und sie tun gut, den Klaranteil im Gesang so hoch anzusetzen. Fantastisches Album.

09.
Das ist etwas traditioneller. Man könnte es beinahe Heavy Metal nennen, wozu auch der Gesang passt. Es hat schon eine gewisse Schwerfälligkeit, ist aber vom Doom der Songs zuvor weit entfernt. Ganz cool.

Hm, die Beschreibung irritiert mich etwas. Traditionell würde ich das nicht nennen. Die Rhythmusgruppe bollert ganz mächtig im Hintergrund. Kein Wunder, es ist ja auch der berüchtigte Hellhammer. Spielen tut hier WINDS, die mit ihrem kammermusik-mäßigem Metal mich schon immer überzeugen konnten. Dass in dem Song 'When The Dream Of Paradise Died' vom letzten Album auch noch Lazare von Solefald einstimmt (Fanboy-Alarm) ist es eh immer um mich geschehen.

10.
Oh das ist interessant. Beginnt Singer/Songwriter-mäßig und macht jetzt auch definitiv klar, wer hier wichtelt. Toller Sänger, der nur mit Akustikgitarre ein Maximum an Gefühl erreicht. Sehr, sehr schön. Heißt wahrscheinlich 'Straight Summer Song'. Die Mundharmonika passt da auch definitiv ins Bild. Bisher der beste Song des Samplers.

Fast. "Stray Summer Song" von BIRCH BOOK ist einer der wunderbarsten Oden an die Schönheit des Lebens, an die nasekitzelnden Sonnenstrahlen, an den betörenden Blütenduft und das sanft plätschernde Wasser. Ein durch und durch authentischer Mann, der gute Bobbin Eirth, der mich durch sein Handeln nachhaltig beeindruckt hat.

11.
Komisches Instrument zu Beginn. Hat was Asiatisches. Hmm, der Song ist mit 8:30 auch ziemlich lang. Mal sehen, wann er wirklich beginnt. Ah, nach 90 Sekunden. Auch wieder eher folkloristischer Singer/Songwriter mit ganz toller Stimme. Wichtel steht auf tolle Stimmen. Habe ich aber schon erwähnt. Und doch bin ich gespannt, woraus der Song auf die Dauer seine Spannung ziehen soll. Klar, 'You'll get used to it' wird hier gesungen, aber dennoch darf auch etwas passieren. Nicht, dass der Song langweilig wäre, keine spur. Dafür ist der Gesang zu schön. Aber ich bin auch erst bei der Hälfte angelangt. So langsam passiert, was ich befürchtet habe. Mittlerweile sind wir bei akustischem Geplänkel angekommen. Da wäre mir doch lieber gewesen, wenn der Song nach 4-5 Minuten ein Ende gefunden hätte. Dann würde es mir noch besser gefallen.

Es fällt sicher auf, dass ich in letzter Zeit häufig von einem gewissen JASON MOLINA rede, der unter anderem auch in Bands wie Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. tätig ist / war. Dieser Song ist von seinem Solo-Album "The Pyramid Electric Co", das seine Stimme auschließlich mit Gitarre oder Klavier festhält. Das hier ist der Titeltrack. Interessant finde ich, dass das Geplänkel, wie du es nennst, mein Lieblingsteil des Stücks ist, weil es so etwas zerbrechliches und entrücktes hat. Aber bei der Stimme gehen wir konform. :-) Dann empfehle ich dir von Songs: Ohia gleich mal "The Lioness" oder "Magnolia Electric Co.", weil da die wunderschöne Stimme ebenfalls sehr viel Raum hat, aber in nicht ganz so reduzierten Arrangements plaziert ist.

12.
Zum Abschluss noch mal ein knapp 12-minütiger Song. Viel Text für euch, da ich ja live Bericht erstatte. Auch hier geht es verhalten mit einer Akustikgitarre los und lässt sich Zeit, um in Fahrt zu kommen. Nach knapp zwei Minuten folgt flüsternder Gesang, der mir erzählt, dass er so viel wissen möchte, wie irgendwie möglich. Ich stelle mir eine gewaltige Steigerung in punkto Intensität vor und bin sehr gespannt, ob diese kommt. Nach
vier Minuten kommt die erste sanfte Steigerung. Das Schlagzeug steigt ganz dezent ein und unterstützt die Akustikgitarre. Fahrt nimmt die Nummer dadurch aber noch nicht auf. Das ist mir bisher dann doch zu langatmig. So eine Art Singer/Songwriter-Post-Rock. Sprich, man baut die Spannung so langsam auf, dass sie unterwegs verloren geht. Schade eigentlich.
Doch kaum sind diese Worte geschrieben, erklimmt der Song die nächste Stufe. Es wird intensiver, die Gitarre drängt etwas in den Vordergrund, die Rhythmussektion bekommt langsam etwas zu tun, aber schon kurze Zeit später wird wieder zurückgefahren. Und dennoch, wenn ein gewaltiges Finale kommt, finde ich das schon gut. Etwas lang vielleicht, aber dennoch gut. Um dahin zu kommen, hat der Song jetzt noch knappe drei Minuten Zeit.
Jetzt noch 90 Sekunden, von einer Explosion keine Spur. Dabei hat der Song alle Voraussetzungen, um richtig toll zu werden. Dann würde es gar ein bisschen an die fantastischen THE GOD MACHINE erinnern. So aber ist das bloss traurig, aber nicht so richtig verzweifelt. Und vor allem viel zu lang. Hätte man sicher auch auf 5-6 Minuten straffen können, ohne den Song zu entstellen. Und dann ist Schluß. Leise, beinahe unauffällig. Da hätte mehr kommen dürfen.

Sicher, viel passiert ist nicht in den zwölf Minuten. Aber dieses bedrohliche Aufschaukeln, dass sich meines Erachtens durchaus bei Minute 6 rum entlädt, und dann wie die Gezeiten auf- und abebbt, finde ich jedesmal atemberaubend. Es hat etwas verlorenes, wie das Tasten durch einen Wald im Dunkeln ohne Taschenlampe. Weiter und weiter weg, bis der Protagonist vollends im Sumpf der Dunkelheit verschwunden ist. Das ist übrigens SAVOY GRAND, die mir Eike ans Herz gelegt hat und ich über diesen Tipp nach wie vor sehr glücklich bin. Der Song heißt 'It Fell Apart'. Es sind übrigens nicht alle Songs in dem Muster, der hier ist eher die Ausnahme. Sie haben auch straffe und fokussierte Songs. Sollte dir also zumindest die Zutaten munden, kann ich ein Reinhören in die Band nur anraten :-)

Vorläufige Tracklist:

01. NÆRVÆR 'To Plan (Part 1)' ("Skiftninger")
02. ???
03. ???
04. SIGH 'The Enlightment Day' ("Gallows Gallery")
05. ???
06. LAMENTED SOULS 'Essence Of Wounds' ("The Origins Of Misery")
07. GARDEN OF WORM 'Spirits Of The Dead' ("Garden Of Worm")
08. ???
09. WINDS 'When The Dream Of Paradise Died' ("Prominence And Demise")
10. BIRCH BOOK 'Stray Summer Song' ("Vol III: A Hand Full Of Days")
11. JASON MOLINA 'Pyramid Electric Co' ("Pyramid Electric Co")
12. SAVOY GRAND 'It Fell Apart' ("People And What They Want")
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Jesus » Samstag 19. Juni 2010, 11:41

123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Der Übergang ist fließend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die selbe Band ist. Sehr viel räudiger, der Gesang irgendwo zwischen Death und Thrash. Erstaunlich, dass der Song knapp 11 Minuten lang ist. Passt irgendwie nicht zur Stilrichtung, die gerade im Gitarrenbereich auch ziemlich traditionell ist.

Die Band kennen hier ein paar. Den Song vielleicht weniger. Coolster Sonnenbrillen-Progressive-Thrash aus Amiland. Haben ein Album veröffentlicht, auf dessen Cover ein Regenbogen aus dem Kopf kommt. Na?


Hier ahnte ich schon anhand von Peters Beschreibung, dass es sich eigentlich nur um Children handeln kann.

123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:05.
Nun wird es wieder doomig. Schwere Gitarren, schön langsam machen, bevor ein traditionelles Riff durchbricht. Der Gesang ist sehr kauzig. 'ne schräge Frau? Oder ein komischer Kerl? Nein, eine schräge Frau. Interessant, auch wenn mich die komische Frauenstimme nicht wirklich überzeugen kann. Aber ich verstehe, warum man darauf steht. Das ist schon sehr eigen. Ich bin im Übrigen an einen Sampler geraten, bei dem ich wohl recht wenig erkennen werde. Offensichtlich. Ich kann mich noch nicht festlegen, welcher der beiden möglichen Herren das hier ist. Aber einen eigenen Geschmack hat der Wichtel schon mal. Den Song finde ich mit zunehmender Dauer auf jeden Fall ganz cool. Wenn man sich an die Dame gewöhnt hat, gefällt es gleich besser.

Jetzt musste ich länger überlegen, wer das jetzt war. Aber jetzt hab ich's. Die Band hab ich hier auch schon angepreist und stießen auf erstaunlich viel Gegenliebe. Ihr Sound, irgendwo beeinflusst von Punk, Slough Feg und NWOBHM überzeugt durch die gnadenlose Rohheit und Spielfreude. Auf deren Cover fliegt mitunter schonmal eine Eule mit einer Dynamitstange in den Krallen durch die Landschaft.


Jex Thoth?

123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:08.
Nachdem ich träge gedoomt wurde, kommt ein Schrei. Aber die anfängliche Heftigkeit schlägt recht schnell um in Midtempo, das durch die treibenden Drums Heavyness erfährt. Und dann kommt auch noch todesmetallisches Gekrächze, das mir erzählt, dies sei ein 'Call To War'. Besser gefallen mir aber natürlich die Passagen mit klarem Gesang. Wirkt ein bisschen wie SIGH ohne orchestrale Parts. Abwechslungsreich, irrsinnig, aber nicht zwingend meins.

Der Rausschmeißer aus dem besten BM-Album des letzten Jahres. Das Album war ganz schön grotesk (husthust) und die Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön kryptisch (husthusthust). Besser kann man modernen BM einfach nicht spielen und sie tun gut, den Klaranteil im Gesang so hoch anzusetzen. Fantastisches Album.


Code mit... ähm... naja, Code halt. Bin zu faul, den Song nachzuschlagen.
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Jesus
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon 123_7 » Samstag 19. Juni 2010, 11:46

Jesus hat geschrieben:
123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Der Übergang ist fließend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die selbe Band ist. Sehr viel räudiger, der Gesang irgendwo zwischen Death und Thrash. Erstaunlich, dass der Song knapp 11 Minuten lang ist. Passt irgendwie nicht zur Stilrichtung, die gerade im Gitarrenbereich auch ziemlich traditionell ist.

Die Band kennen hier ein paar. Den Song vielleicht weniger. Coolster Sonnenbrillen-Progressive-Thrash aus Amiland. Haben ein Album veröffentlicht, auf dessen Cover ein Regenbogen aus dem Kopf kommt. Na?


Hier ahnte ich schon anhand von Peters Beschreibung, dass es sich eigentlich nur um Children handeln kann.

Absolut richtig. CHILDREN mit 'Death Tribe'. Eigentlich weniger mein Beutemuster, aber die spielen ihren Stil so frisch, mit Überzeugung und Spielwitz und mit einer wunderbar erdigen Produktion, dass ich das nur toll finden kann.

Jesüs hat geschrieben:
123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:05.
Nun wird es wieder doomig. Schwere Gitarren, schön langsam machen, bevor ein traditionelles Riff durchbricht. Der Gesang ist sehr kauzig. 'ne schräge Frau? Oder ein komischer Kerl? Nein, eine schräge Frau. Interessant, auch wenn mich die komische Frauenstimme nicht wirklich überzeugen kann. Aber ich verstehe, warum man darauf steht. Das ist schon sehr eigen. Ich bin im Übrigen an einen Sampler geraten, bei dem ich wohl recht wenig erkennen werde. Offensichtlich. Ich kann mich noch nicht festlegen, welcher der beiden möglichen Herren das hier ist. Aber einen eigenen Geschmack hat der Wichtel schon mal. Den Song finde ich mit zunehmender Dauer auf jeden Fall ganz cool. Wenn man sich an die Dame gewöhnt hat, gefällt es gleich besser.

Jetzt musste ich länger überlegen, wer das jetzt war. Aber jetzt hab ich's. Die Band hab ich hier auch schon angepreist und stießen auf erstaunlich viel Gegenliebe. Ihr Sound, irgendwo beeinflusst von Punk, Slough Feg und NWOBHM überzeugt durch die gnadenlose Rohheit und Spielfreude. Auf deren Cover fliegt mitunter schonmal eine Eule mit einer Dynamitstange in den Krallen durch die Landschaft.


Jex Thoth?

Jex Thoth punkig? Von Slough Feg beeinflusst? Neee.


Rette mich, Jebus! hat geschrieben:
123_7 hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:08.
Nachdem ich träge gedoomt wurde, kommt ein Schrei. Aber die anfängliche Heftigkeit schlägt recht schnell um in Midtempo, das durch die treibenden Drums Heavyness erfährt. Und dann kommt auch noch todesmetallisches Gekrächze, das mir erzählt, dies sei ein 'Call To War'. Besser gefallen mir aber natürlich die Passagen mit klarem Gesang. Wirkt ein bisschen wie SIGH ohne orchestrale Parts. Abwechslungsreich, irrsinnig, aber nicht zwingend meins.

Der Rausschmeißer aus dem besten BM-Album des letzten Jahres. Das Album war ganz schön grotesk (husthust) und die Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön kryptisch (husthusthust). Besser kann man modernen BM einfach nicht spielen und sie tun gut, den Klaranteil im Gesang so hoch anzusetzen. Fantastisches Album.


Code mit... ähm... naja, Code halt. Bin zu faul, den Song nachzuschlagen.

Jaja, oller Spielverderber ;-) CODE mit 'The Ascendent Grotesque'.


01. NÆRVÆR 'To Plan (Part 1)' ("Skiftninger")
02. CHILDREN 'Death Tribe' ("Death Tribe" Single)
03. ???
04. SIGH 'The Enlightment Day' ("Gallows Gallery")
05. ???
06. LAMENTED SOULS 'Essence Of Wounds' ("The Origins Of Misery")
07. GARDEN OF WORM 'Spirits Of The Dead' ("Garden Of Worm")
08. CODE 'The Ascendent Grotesque' ("Resplendent Grotesque")
09. WINDS 'When The Dream Of Paradise Died' ("Prominence And Demise")
10. BIRCH BOOK 'Stray Summer Song' ("Vol III: A Hand Full Of Days")
11. JASON MOLINA 'Pyramid Electric Co' ("Pyramid Electric Co")
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon 123_7 » Samstag 19. Juni 2010, 12:13

Peter Kubaschk hat geschrieben:Unterm Strich ist der Wichtelsampler, den mir 123 hier gebaut hat, aber wirklich sehr, sehr gelungen. vor allem die Doom-Songs und #10 sind toll. Da bin ich auf die Auflösung sehr gespannt. Ich denke auch, dass der Sampler durchaus auf mich zugeschnitten war und muss sagen, dass Fabian meinen Geschmack zu ganz großen Teilen getroffen hat. Und das ganz ohne Prog. Da wird sicher der ein oder andere Einkauf folgen. Vielen Dank dafür.


Dazu wollte ich ja auch noch etwas schreiben.
Zu erst einmal, freut es mich natürlich, dir die ein oder andere Band näher zu bringen. Natürlich habe ich versucht, hier vorrangig einen Metal-Sampler zu erstellen, aber ganz darauf verzichten wollte ich nicht, auch meine andere musikalische Seite zu zeigen. Dass für dich auch noch darin der stärkste Song (Birch Book) zu finden ist, bestätigt mich in diesem Verfahren.

Zugeschnitten war er nicht direkt auf dich. Ich hatte mir vorher ein Fundus zurechtgelegt, aus dem ich dann je nach Person schöpfen will. Bei Germon und Jhonny wären dann mitunter eher traditionellere Sachen draufgekommen, bei Holg, dir und Rüdiger hätte bzw. habe ich eher auf die doomigeren Songs gesetzt. Das ist mir auch viel einfacher gefallen, da es natürlich auch am ehesten meiner Ausrichtung im Metal entspricht. Zudem habe ich auch drauf geachtet, auf Bands zu verzichten, die ihr gerade eh bemustert oder häufig in den Weekly Playlists auftauchen (so ist z.B. Jex Thoth weggefallen). Ich denke ich bin so ganz gut gefahren. Sicher ist meine etwas... hm... ambiente und emotional geprägte Sichtweise auf Musik recht schwer verdaulich, so dass ich sehr gut nachvollziehen kann, dass ein Jason Molina Song über 9 Minuten eher ermüdend ist. Aber letztendlich geht es hier ja darum beim Wichteln. Den Musikgeschmack der anderen kennenzulernen, den eigenen Tellerrand zu erforschen, neue Bands zu entdecken und viel Spaß zu haben :-)
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Jesus » Samstag 19. Juni 2010, 13:39

Ach klar, Track 3 ist bestimmt die Unstille. Die Winde der Erleuchtung wehen und erleuchten da vielleicht?
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon 123_7 » Samstag 19. Juni 2010, 13:51

Richtige Band, falscher Song. Aber ich lös jetzt komplett auf.

Bild

01. NÆRVÆR 'To Plan (Part 1)' ("Skiftninger")
02. CHILDREN 'Death Tribe' ("Death Tribe" Single)
03. UNSILENCE 'Of What May Become' ("Under A Torn Sky")
04. SIGH 'The Enlightment Day' ("Gallows Gallery")
05. BLACKHOLICUS 'La Fin Du Monde' ("Variations In Death Minor")
06. LAMENTED SOULS 'Essence Of Wounds' ("The Origins Of Misery")
07. GARDEN OF WORM 'Spirits Of The Dead' ("Garden Of Worm")
08. CODE 'The Ascendent Grotesque' ("Resplendent Grotesque")
09. WINDS 'When The Dream Of Paradise Died' ("Prominence And Demise")
10. BIRCH BOOK 'Stray Summer Song' ("Vol III: A Hand Full Of Days")
11. JASON MOLINA 'Pyramid Electric Co' ("Pyramid Electric Co")
12. SAVOY GRAND 'It Fell Apart' ("People And What They Want")
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Feamorn » Samstag 19. Juni 2010, 14:00

Arg, hätte ich mir Kubis Beschreibung mal richtig durchgelesen. Auf Blackholicus wär ich sogar noch gekommen. *narf* :)

Der Sampler klingt auf jedenfall nach einem interessanten Scheibchen.
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Re: Sommer 2010 - Wichteln in der S-Bahn

Beitragvon Julian Rohrer » Samstag 19. Juni 2010, 14:24

TOLLES ARTWORK!

Wenn du mir den Sampler beizeiten mal digital zV stellen würdest, wäre ich dir sehr verbunden :)
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Julian Rohrer
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