A Place ... Where Death Is Most Alive

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A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon frankjaeger » Freitag 18. Juni 2010, 22:11

Ich habe meinen Wichtel-Sampler bekommen und meine Frau und ich haben uns gleich freudig draufgestürzt. Um es vorwegzunehmen: Die Freude hielt nicht lang an. Nach dem großartugen Opener kam nur noch Death und Black. Dass da meine Begeisterung mit deutlich gebremstem Schaum daherkommt, dürfte hier für wenig Überraschung sorgen. Aber der Reihe nach:

1. Klimperintro, orientalisch angehaucht, mit Bassgrollen im Hintergrund, kenne ich nicht.

2. Aber das kenne ich. Dann galoppiert es los, großartige Gitarren, cooler Gesang, ein ganz großer Song und einer der besten Tracks des . . . neuen HEATHEN Albums! ‘Dying Season‘ herrscht große Zeit, mein lieber Wichtel. Tolle Wahl. Ich bin mal eben bangen….

3. Ui, der Sound ist dünn. Ich glaube, der Song ist kaputt. Da ist so ein komisches Geräusch über der Musik. Ich glaube, das wird mit dem Hals gemacht. Musikalisch allerdings ziemlich fett, aber der Extremgesang ist nichts für mich. Hinten DEATH, vorne – ja was eigentlich. Jedenfalls fetter DM, der von der Musik her sehr technisch und cool ist, aber für mich dann doch zu wenig Melodie hat. Er singt was von ‘Zombie‘ und ‘raw meat‘.

4. Auch schon älter. Psychedelische Sounds hinter Midtempo-Metal, dominante Keyboards, und dann geht es los. Klingt ein bisschen wie ATHEIST, total technisch, vertrackt und verspielt. Sehr gut, nur der Gesang hat überhaupt keinen Fluss, keine Melodie und keinen Wiedererkennungswert. Trotzdem recht erträglich, weil die Musik einfach großartig ist. Zwischendrin darf das Keyboard mal wieder. ALARUM? Nee. Sehr abwechslungsreich und spannend, trotz des Sängers, brauchen auch 7:15. Da bin ich gespannt auf die Auflösung, auch wenn ich den Sänger auf der Stelle feuern würde und es damit nur mittelmäßig bleibt für mich.

5. Röhr-Black Metal. Gar nicht mal so interessant. Ich habe gehört, es soll Leute geben, die dabei sogar Unterschiede ausmachen können. Aber die Musik ist wieder total abwechslungsreich, dann hat uns der Sänger wieder was zu sagen und er sagt "oooo-choo-huuurrrr-rrhöööö-bööö-däääh". Ach so. Aber dann ein "normalmetallisches" Zwischenspiel. Schräg, progressiv, wenn da nur der Sänger nicht wäre. Aber er keift dann gar nicht mehr, sondern grunzt. Ist das Death Metal oder Black Metal? Egal, ich werde jedenfalls nicht wirklich warm damit. Nach einigen Minuten stört es sogar. Außer wenn er nicht singt, als Instrumental wäre es okay. Huch, ausblenden? Pfui!

6. Black Metal. Na toll. Und wieder musikalisch ganz ordentlich, aber ein röhrender Hirsch am Mikro. Ich glaube bald, irgendjemand versucht mich zum Black und Death zu bekehren, indem er die ganz progressiven, technischen Sachen auf eine CD gemacht hat. Meine Frau mault, und mich beginnt es zu nerven. Immerhin kurz...

7. Death Metal. Das Positive: relativ guter Sound. Doofer Sänger. Musik okay, in diesem Fall aber straight. Tut mir leid, das kann ich nicht vergleichen oder beschreiben. Auf jeden Fall eine CD, die auf meine Anti-Kaufliste käme. Trotz netten Gitarrenharmonien so um die 2 Minuten herum. Singt der "Raise the Dead"?

8. Death Metal. Mittlerweile bin ich gediegen gelangweilt. Klingt für mich wie die Band davor. Das hat zeitweise was von BOLT THROWER, nur weniger akzentuiert und dann wieder verspielter. Geht. Aber so langsam bräuchte ich mal wieder Musik. Gute. Zum Hören. Hier bin ich mit Beschreibungen und Vergleichen eh überfordert, und das wird in meinen Alter auch nix mehr. Ach ja, Chaos-Solo mit Rappeldrums. Puuh. Dann wieder die BOLT THROWER Passage.

9. Zwar wieder mit Röhrsänger – langsam glaube ich, mich will jemand ärgern – aber musikalisch interessanter. Da ist Melodie drin, die Gitarren schieben coole Sounds vor sich her wie eine Wand. Ich kenne hier zu wenig, um wirklich zu vergleichen, daher lasse ich es lieber. Nett, wenn da der Sänger nicht wäre. Obwohl er zu den besseren gehört bislang. Aber die Musik ist wieder nicht gut genug, um ihn vergessen zu machen. Klingt irgendwie wie ANATHEMA oder AMORPHIS, aber beide ganz alt. Ja, lacht ruhig, mehr kenne ich in der Richtung nicht. Will ich auch gar nicht. Nach 6 Minuten ist es vorbei.

10. Hart. Schnell. Kaninchen-vermehrt-euch-drums. Grunzer. Nervig.

11. Schlechter Sound. Aber das ist natürlich wieder einer, der kotzt, statt zu singen. Schneller Death Metal. Ich habe langsam die Nase echt voll davon. Mittlerweile weiß ich, was an der WATAIN gut ist. Wenn man sie mit so einem Geholze vergleicht, sogar einiges. Da ist die 6 gerechtfertigt. Das hier liegt drunter. Weit.

12. Ratet was das ist? Richtig, Death Metal. Superschnelle Double Bass. Aber so etwas von uninteressant. Immerhin kurz.

13. Hey, coole Keyboards! Das klingt gar nicht nach Death oder Black. Oh, sorry. Mein Fehler. Natürlich ein Grunzer, speediger Death. Wenn dieser Song eingebettet wäre in etwas anderes würde ich ihn wahrscheinlich gerne mal hören, denn das klingt wie SOILWORK oder so, jedenfalls der Göteborg-Sound. Ehrlich gesagt, das gefällt mir sogar. Trotzdem bin ich mittlerweile nicht mehr in der Stimmung dafür. Kann das jemand verstehen? Ach gucke da, ich hab es verstanden, "Where Death Is Most Alive" – das sind DARK TRANQUILLITY. Die Scheibe habe ich aber nicht. Eigentlich ein guter Song.

14. Ich brauche nix sagen, oder? Ich bin genervt.

15. Okay, stilistisch wisst ihr bescheid. Es beginnt mit einem Oppenheimer-Zitat "Now I have become death, the destroyer of worlds" aus dem Hinduismus, das durch diese Verwendung berühmt geworden ist. Ansonsten ganz und gar nicht mein Ding.

Zum Glück ist das Scheibchen jetzt zu Ende. Hier präsentierte sich jemand mit einem recht eindimensionalen Musikgeschmack, der meinem völlig konträr ist mit Ausnahme von HEATHEN. Okay, und DARK TRANQUILLITY, aber die halte ich nur gelegentlich aus. Einzig der Song #4 hat bei mir etwas Interesse geweckt, von dem Rest möchte ich nur wissen, wer das ist, um der Band auszuweichen, ich glaube nicht, dass ich davon irgendwas kenne. Ich denke, ich muss in der Tat meine Benotungen im SC auf den Prüfstand stellen. Ich bin zu Extremscheiben deutlich zu gnädig. Eine ganze CD davon ist echt nicht auszuhalten. Mal einen Song, okay, aber so nicht.

Ich meine, ich bin ja durchaus ein offener Musikhörer, allerdings ist meine Abneigung gegen die Grunz-Musik mittlerweile bekannt. Eine ganze CD davon ist so, als ob ich Julian eine ganze CD mit Emo und Alternative zusammenbaue, oder Jesus 15 Songs europäischen Melodic Metal mit Frauengesang baue. Da bin ich durchaus enttäuscht, denn das weiß ich einfach nicht zu schätzen. Das liegt sicher an mir, aber die musikalische Simplizität der Mischung, oder eben nicht-Mischung, liegt nicht an mir.

Wer das gewesen sein könnte? Keine Ahnung. Jesus könnte vom Musikgeschmack generell sein, aber der hört mehr Querbeet und hätte mir sicher ein paar erholsame Tracks zwischengemischt. Außerdem DARK TRANQUILLITY? Glaube ich nicht. Ansonsten habe ich aber keine Idee, will jetzt auch gar nicht raten, um niemandem zu nahe zu treten und zu unterstellen, er hätte mich ärgern wollen.

Schade, aber die CD höre ich sicher nie wieder. Wenn jemand meint, er könnte damit mehr anfangen, so löst hier nicht auf und ich schicke die Scheibe weiter.
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Germon » Freitag 18. Juni 2010, 22:19

Schade, daß Dir das nicht zusagt, klingt wirklich nicht nach Deinem Beuteschema. Vielleicht war der Sampler schon vor der Zulosung fertig ?
Ich seh zwar aus wie Herbert Grönemeyer, doch ich bin ein ganzer Mann!

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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Revan » Freitag 18. Juni 2010, 22:39

Ok ich bekenne mich schuldig der Urheber dieses Krachwerks zu sein.Bild

Da ich beim letzten Mal einen Sampler mit 2 CDs erstellt habe wo auf der einen Progressive Metal und Rock und auf der anderen mehr Death und Black Metal war so wollte ich dieses Mal einen "Voll auf die Fresse" Sampler erstellen. Die Idee hatte ich schon bevor ich wusste wer mein Wichtel wird und daher war der Sampler auch vor der Auslosung fertig.

Als ich erfahren habe dass du mein Wichtel wirst habe ich mir schon gedacht dass du mit den meisten Sachen wenig bis gar nix anfangen kannst.

Mir hat mein letzer Sampler ja auch bis auf wenige Ausnahmen nicht gefallen, so kann es passieren.

Ein Vorschlag zur Güte: Ich erstelle extra für dich noch einen Sampler mit sehr melodischen Sachen. Das ist zwar ein wenig extra Arbeit, würde ich aber sehr gerne machen, wenn du das möchstest :)

Und wenn jemand Interesse an dem Sampler hat so melde er sich bitte bis Montag Abend. Sonst löse ich Dienstag auf.
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Revan » Freitag 18. Juni 2010, 22:49

Kurze Anmwerkung noch:
Mit melodisch meine ich Songs ohne Gegrunze, Geröhre, Geschreie oder sonstige Arten nichtverständlicher Kommunikation. Da wären dann also Power/Progressive/Melodic-Metal Sachen drauf.
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Eike » Freitag 18. Juni 2010, 23:29

Das nennt man dann wohl Sieg durch Knockout in der ersten Runde. Naja, kann passieren. Sowas ist mit ein Grund, warum es bei mir meistens auf eine Doppel-CD rausläuft, ganz einfach, um breiter streuen zu können und trotzdem mal ein paar Songs gleicher Stimmung oder Machart hintereinanderpacken zu können. Wobei ich andrerseits auch gut verstehen kann, dass gerade eine Doppel-CD mit ungewohntem Kram ähnlich überfordernd wirken kann wie so ein Monolith. Schade, aber ein bisschen Restrisiko ist halt immer. Ich schätze mal, dass Du mit Power/Progressive/Melodic bei Frank aber gut wirst punkten können, Revan.
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Jesus » Samstag 19. Juni 2010, 09:29

frankjaeger hat geschrieben:15. Okay, stilistisch wisst ihr bescheid. Es beginnt mit einem Oppenheimer-Zitat "Now I have become death, the destroyer of worlds" aus dem Hinduismus, das durch diese Verwendung berühmt geworden ist. Ansonsten ganz und gar nicht mein Ding.


Ähm... mh... *überleg* *mit Fingern schnipp* Das kenne ich! Das ist... äh... verdammt. Gedächtnistotalausfall. :jaja:
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Revan » Samstag 19. Juni 2010, 12:28

Jesus hat geschrieben:
frankjaeger hat geschrieben:15. Okay, stilistisch wisst ihr bescheid. Es beginnt mit einem Oppenheimer-Zitat "Now I have become death, the destroyer of worlds" aus dem Hinduismus, das durch diese Verwendung berühmt geworden ist. Ansonsten ganz und gar nicht mein Ding.


Ähm... mh... *überleg* *mit Fingern schnipp* Das kenne ich! Das ist... äh... verdammt. Gedächtnistotalausfall. :jaja:


Das kann gut sein dass du das kennst, wobei Drumtier das auf jeden Fall kennen müsste da er die Scheibe auch besitzt.
Nur bitte ich noch darum zu warten mit auflösen, da der Sampler ja durchaus an jemand anderes gehen könnte und dann wäre es blöd wenn der schon weiss was da drauf ist.

Sollte sich bis Dienstag niemand finden dürft ihr gerne raten und auflösen wenn ihr könnt. :)
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Jesus » Samstag 19. Juni 2010, 13:05

"Antithesis" von Origin? War jetzt ganz ehrlich gesagt wohl nicht die Band, die mir scheinbar auf der Zunge lag, aber der Song beginnt mit Oppenheimers Spruch. Meiner Meinung nach gibt es noch einen anderen DM-Song, der so beginnt... vielleicht verwechsle ich das auch nur mit "Circle of Ashes" von Minsk. Das ist aber wiederum meilenweit von Death Metal entfernt. Bin verwirrt. ^.-
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon Revan » Samstag 19. Juni 2010, 13:38

So trent hat sich bereit erklärt den Sampler zu übernehmen. Ich löse deswegen noch nicht auf und warte bis trent den gehört hat und was dazu geschrieben hat.

Und an Frank geht dann am Montag noch ein zweiter Sampler raus der ihm mehr zusagen sollte. ;-)
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Re: A Place ... Where Death Is Most Alive

Beitragvon frankjaeger » Samstag 19. Juni 2010, 15:21

Revan, danke, aber du musst dir nicht extra die Mühe machen. Ist halt Pech, dass wir beiden uns so gefunden haben. "Voll auf die Fresse" stimmt ja durchaus, und wenn das Speed und Thrash zwischendurch gewesen wäre, halt so wie am Anfang, und das ganze dann mit Death und Blakc gemischt, dann wäre es sicher auch später für mich nicht so ermüdend gewesen. Aber so nach der Hälfte des Samplers konnte ich echt nicht mehr.

Das ist natürlich immer möglich, deswegen mache ich meist ein großes Kontrastprogramm auf meine Wichtel-CDs, allerdings gebe ich zu, dass ich immer auf die Zulosung warte, weil es dich einen ziemlichen Unterschied macht, ob ich Jesus, Eike oder Kubi bewichteln soll.

Aber mach dir nichts draus, ich mache es auch nicht, es kann halt passieren, dass sich zwei so gar nicht finden.
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