Wie kommt AUGUST BURNS RED zu diesem Titel? Nun, sie haben einfach eine schier nie enden wollenden Fülle an rythmischen versierten sowie melodischen Riffs, sind dabei trotzdem in fast aller Momenten verdammt heavy daherkommen. Darüber hinaus ist die Melodieführung aus meiner Sicht fast einzigartig. Hier hat man es nicht, wie sonst leider so häufig, mit einem Patchwork-Songwriting zu tun. Nein, stattdessen sind das trotz aller Härte und Komplexität immer nachvollziehbare Songs, bei denen die bereits angesprochenen Leads meist einen wahnsinnigen Spannungsbogen von Anfang bis Ende zaubern. Im folgenden möchte ich kurz auf die Alben eingehen.

Zum ersten Album kann ich leider nicht viel sagen, da ich es abgesehen von ein paar Songs selbst nicht kenne. Daher starten wir direkt mit "Messengers". Eine brettharte Platte (auch vom Sound her), die vor allem rhythmisch überzeugen kann. Meine persönlichen Highlights hier sind 'The Truth Of Liar', wo man bereits nach 10 Sekunden die Marschroute einzuschätzen weiß, der Hit 'Composure' sowie 'An American Dream'. Ganz, ganz stark!

Ein absolutes Meisterwerk. Die oben beschriebenen Stärken werden hier perfektioniert. Besser geht Metalcore nicht. Hört dazu einfach mal in 'Meddler', 'Marianas Trench' und 'Indonesia' rein. Selbst das Artwork ist ganz fein und fängt die Stimmung von "Constellations" wunderbar ein.

So toll das Artwork des letzten Albums ist, so dämlich ist dieses von "Leveler". Nun gut, let the music do the talking. Und die stimmt natürlich. Zwar wird die Klasse von "Constellations" nicht erreicht (wie auch?), das (noch) aktuelle Album hat dennoch einiges zu bieten. Zum Beispiel das durch lateinamerikanische Gitarren aufgelockerte und somit zum Tanz einladende 'Internal Cannon', den ABR-typischen Opener 'Empire' (inkl. Mitsingpassage) oder das sehr weitläufige, beinahe balladeske 'Carpe Diem'. Abwechslungsreichtum ist somit auf jeden Fall geboten.
Und nun dürft ihr euch austoben!



