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von Nils Macher » Donnerstag 22. November 2012, 00:20
Nene, ich wollte Rock'n'Rolf nicht mit den mighty SABBATH auf eine Stufe stellen, was den Status angeht. Aber für große Teile der Metal-Szene ist RUNNING WILD ein Heiliger Gral und ich glaube, so offensiv muss man sich nicht auf andere Acts berufen. Ich wollte das mit dem Beispiel nur zuspitzen.
Mein Beispiel hinkt eh in der Hinsicht, dass ich nur Bands genannt habe, die von SABBATH beeinflusst wurden während hier ja ein Potpourri angeführt wurde.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 00:20
frankjaeger hat geschrieben:Aber eigentlich wollte ich nicht lästern. Ich wollte lieb sein. Ehrlich. Ja, ein, zwei Einflüsse kann man kombinieren, das passt schon. Aber diese 5 sind einfach zu merkwürdig. Vor allem Billy Talent und Van Halen sind echt zwei verschiedene Seiten des Kanals. Und Rolf steht wahrscheinlich auf der dritten. Aber warten wir es mal ab.
Ich glaube einfach, dass er wirklich Bock drauf hat, ein Album wie einen Sampler zu machen. Ein Song in die Richtung, der nächste in eine ganz andere. Frei Schnauze. Vielleicht hofft er ja auch tatsächlich darauf, einen Hit zu landen... Jetzt habe ich gelästert, und ich fühlem ich tatsächlich besser 
Genau das wollte ich ja haben!
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von frankjaeger » Donnerstag 22. November 2012, 10:47
Na, wenn er das wirklich machen sollte mit dem "Sampler" wäre ich ja sogar positiv eingenommen. Meine Abneigung rührt ja nicht nur von den Alben, die mir nicht viel geben, sondern vor allem von der Live-Performance auf dem BYH, wo er die beiden Running Wild Lieder immer wieder gespielt hat.
Gemessen an seinen bisherigen Songwriter-Qualitäten, besonders auch am letzten Album, ist es aber fragwürdig, ob er auch nur einen Song hinkriegt, der auch nur einer der genannten Bands auch nur entfernt das Wasser reichen kann. Mit einer solchen Ankündigung macht er es sich doch noch viel schwerer.
Billy Talent sind übrigens poppiger, punkiger, coriger Alternative. Anti-Rüdiger-Musik, obwohl du sicher die Melodien zu schätzen wissen wirst, aber im Grunde glaube ich, dass du schnell lieber Rolf auflegen würdest. Das ist von RW so weit entfernt wie Rap oder der Can Can.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 23:21
frankjaeger hat geschrieben:vor allem von der Live-Performance auf dem BYH, wo er die beiden Running Wild Lieder immer wieder gespielt hat.
Ach komm, das ist doch auch ein Klischee, das bei RW auch nicht mehr oder weniger berechtigt ist als bei all den anderen Bands, denen das vorgeworfen wird (WASP, AC/DC, MOTÖRHEAD, GAMMA RAY...). Wenn man die Bands liebt und sich intensiv mit dem Zeug befasst, dann merkt man, dass es doch viel vielseitiger ist, als alle behaupten, und wenn man sie nicht mag, und nur mal kurz drüber hört, dann klingt alles gleich. Gemessen an seinen bisherigen Songwriter-Qualitäten, besonders auch am letzten Album, ist es aber fragwürdig, ob er auch nur einen Song hinkriegt, der auch nur einer der genannten Bands auch nur entfernt das Wasser reichen kann. Mit einer solchen Ankündigung macht er es sich doch noch viel schwerer.
Auch hier wieder der Spott des Kritikers und eine Frage der Perspektive. Für mich läge die Messlatte jedenfalls weitaus höher, wenn er einfach ankündigen würde, ein RW-Album aufzunehmen, das den Werken von 1984-1994 das Wasser reichen kann. Denn jeder mir bekannte Running-Wild-Song aus dieser Zeit ist für mich definitiv spannender als jeder mir bisher bekannte Queen-, Kiss-, Van Halen- oder Billy Talent-Song. Außerdem hat er ja mit keinem Wort behauptet, dass er diesen Bands in den Ohren der Fans derselben das Wasser reichen will, sondern nur, dass er von denen beeinflusst war. Billy Talent sind übrigens poppiger, punkiger, coriger Alternative. Anti-Rüdiger-Musik, obwohl du sicher die Melodien zu schätzen wissen wirst, aber im Grunde glaube ich, dass du schnell lieber Rolf auflegen würdest. Das ist von RW so weit entfernt wie Rap oder der Can Can.
Definitiv werde ich immer lieber Rolf auflegen als Billy Talent. Und auch lieber als Queen, Kiss, Van Halen oder Thin Lizzy.  Und das geht nicht gegen die genannten Bands, sondern ist allein der Klasse des Rolfigen geschuldet.
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von Holger Andrae » Freitag 23. November 2012, 00:09
Wenn ich die Ankündigung auf das rein musikalische beschränke,bin ich dicht beim Frank. Was nicht überraschend sein dürfte. Ich habe ja vor kurzer Zeit die "Gates To Purgatory" nach wohl zwei Dekaden des Nichtanhörens wieder laufen gehabt und für gut -a ber nicht toll - befunden. Das war damals natürlich anders. Gerade, wenn man sich in der Hamburger Szene bewegt hat. Running Wild waren wild, frisch, bodenständig, hatten dieses okkulte Image und kamen von der "Basis". Schnell änderte sich alles. Nicht nur der Umstand, dass schon auf dem zweiten Album musikalisch einiges weniger spritzig klang - über alle Veröffentlichungen danach sage ich in diesem Thread nichts weiter, meine Meinung dazu dürfte bekannt sein - auch der Ausstieg aus Basis ging sehr schnell. Rolf wurde zum Einzelgänger, war - im Gegensatz zu Kai Hansen und den anderen Helloweenern - niemals auf Konzerten und in Clubs zu sehen und schien sich in seiner eigenen Piratenwelt ein zu buddeln.
Von den genannten Bands in der Ankündigung gefallen mir alle außer Billy Talent besser - die meisten viel besser - als Running Wild. Und damit meine ich jetzt die Frühphase von Running WIld.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 23. November 2012, 00:15
Jo, kann ich schon verstehen, was du sagst. Bei mir ist das jetzt auch ein wenig überspitzt ausgedrückt gewesen. Mit Van Halen und alten Queen bin ich zu wenig vertraut, neuere Queen (also die Radiohits) finde ich eher nervig, Kiss haben mir zu viele Lovesongs und Thin Lizzy finde ich zwar toll, aber die sind halt keine Band, die mich in meiner Jugend so umfassend geprägt und begleitet hat wie Running Wild. Wobei ich schon finde, dass Running Wild bis ca. 1994/1995 schon eine Band war, die geschmacksunabhängig auf einem sehr hohen Niveau sehr genreprägend war und für ihre Fans ziemliche Göttergaben abgeliefert hat. Danach ging es allerdings auch aus der Perspektive eines Die-Hard-Fans wie mir deutlich bergab. Nicht so weit, dass ich es nicht mehr gut fände, aber schon sehr spürbar. Es fühlt sich einfach vieles nach "Luft raus!" an.
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von Holger Andrae » Freitag 23. November 2012, 00:35
Klar, wenn man Fan ist, findet man auch suboptimale Veröffentlichungen gut. Kenne ich.
Zu Queen und Kiss: Gerade in der Frühphase ist Queen eine extrem hart rockende und beinahe progressive (im Wortsinne!) Truppe. Gerade im zeitlichen Kontext. Kiss haben natürlich gefühlte 300% Lovesongs geschrieben, die aber nicht alle auch musikalisch in die Schmusesongschublade fallen.
Thin Lizzy habe ich übrigens auch erst Anfagn der 90er so richtig toll gefunden, insofern zählt das Argument nicht wirklich.
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von Jhonny » Freitag 23. November 2012, 10:24
Für mich sind Running Wild bis Mitte der 90er überragend, da stimme ich Rüdiger zu. Und danach deutlich schwächer, auch das ist klar. Trotzdem fand ich sie jetzt nie bockschlecht.
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von Holger Andrae » Freitag 23. November 2012, 21:47
Hm, ich merke es immer wieder, ich bin kein typischer Heavy-Metal-Hörer. Was immer das auch ist. Running Wild, die ja sehr beliebt waren fand ich schon damals immer zu stumpf und prolohaft. Da hat mich die gesamte "Aura" abgestoßen. Das war schnell eine Band, mit der ich nicht in Zusammenhang gebracht werden wollte. Und ich habe damals noch Kutte getragen und war für anderen Heavy-Metal-Krempel anfällig. Seltsam eigentlich, denn "stumpf und prolohaft" stört mich ja bei anderen Bands nicht zwingend. Auch die "neuen Wilden", wie ich sie gern nenne - Razorwyre, White WIzzard oder auch Lamp Of Thoth und Konsorten - bieten jetzt allein von der Optik her, sehr viel "prolohaftes". Trotzdem mag ich diese Bands. Muss man nicht verstehen.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 24. November 2012, 02:32
Typische Heavy-Metal-Hörer gibt's doch eh nicht. Wie du es ja selbst auch schon andeutest. Ich sehe mich jedenfalls auch ganz sicher nicht als typischen Heavy-Metal-Hörer...
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