Helloween

Re: Helloween

Beitragvon Chavo89 » Donnerstag 22. November 2012, 01:22

Ich mag "Chameleon" überhaupt nicht. Und ich habe da auch nie einfach Metal erwartet, ich habe die ja erst seit ein paar Monaten. Da treffen schlechte Songs auf gelangweilten Gesang. Was soll ich also damit. Ganz schlimm finde ich "I Don't Wanna Cry No More", viel schlechter kann man eine Ballade nicht machen. Dementsprechend bin ich auch froh, dass der Kiske seine Sachen gepackt hat und es mit Deris wieder bergauf ging.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 01:26

Auch eine veritable Position. Die kam mir damals im Helloween-Forum auch oft unter. Da gab es ja erwartungsgemäß - zumindest eine Zeit lang - ausgiebige Grabenkämpfe zwischen den Kiske-Fanboys und den Deris-Fanboys. Langfristig hat die Deris-Fraktion die Oberhand gewonnen, was ja auch logisch ist, da es ja das offizielle Forum einer aktiven Band war, und diese Band war und ist eben die mit Deris. Die coolen Leute fanden natürlich alle drei großen Phasen toll, aber vermitteln war manchmal sehr aufreibend... :-D

Irgendwie fehlt mir das Forum. Nicht das Forum in seinem ausgestorbenen Zustand am Ende, aber das Forum wie es vor fünf oder sechs Jahren war. Das war eine echt coole Zeit damals.
:(
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Re: Helloween

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 22. November 2012, 01:28

So ist das mit Foren, wenn die User weg bleiben. Sie sterben aus.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 01:36

Ja. Trotzdem ist das traurig. Ich mag Foren unheimlich gerne, weil mir die Art und Weise der Kommunikation einfach viel mehr gibt als in Chats oder in Social Networks. Es ist weniger schnelllebig, man kann auch mal ganz alte Threads bequem und in Ruhe wiederbeleben, und die Diskussionskultur ist eine andere, weil eben nur die Leute da sind, die sich ganz speziell für das Thema interessieren. Aber von den ganzen Foren, in denen ich früher sehr aktiv war, sind im Endeffekt nur dieses hier und das SMB noch in nennenswertem Umfang frequentiert.

Vor allem sind die meisten reinen Bandforen gnadenlos eingegangen. Davon gab es früher viele tolle, aber in den meisten posten nur noch fünf Leute ab und zu mal etwas und bekommen keine Antwort. Das ist blöd. Ich war ja bei Helloween Co-Admin und/oder Mod, aber ich hatte da am Ende auch nicht mehr die Energie mich hinein zu knien, weil einfach das Feedback auf die Versuche, wieder etwas Leben hinein zu bringen, viel zu dünn war. Da war's am Ende dann konsequent vom Betreiber, das Ganze einzustellen. Besser kein Forum als eine Geisterstadt.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 01:39

Das selbe gilt im Übrigen für Band-Homepages. Die wenigsten Bands haben noch eine anständig gepflegte eigene Homepage, weil jede meint, dass jeder alles über die ganzen anderen Kanäle mitkriegt, die das Netz so verpesten. Dabei geht nichts über eine schön gepflegte Homepage mit autarker URL. Der Einheitslook der ganzen Bandcamp, MySpace, Facebook usw... Bandseiten ist doch völlig fürn Eimer...
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Re: Helloween

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 22. November 2012, 02:02

Dass ich da in allen Punkten mit Dir übereinstimme, muss ich nicht extra schreiben, oder? Auch wenn ich den schnelllebigen Chat beim Gesichtsbuch viel nutze, kann ein Forum sehr kurzweilig und informativ sein. Außer dem SMB bin ich aber in keinem aktiv. Reicht auch. Eigentlich würde sogar eines reichen, aber dazu müsste man die Bagage hier rüber bekommen.
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Re: Helloween

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 22. November 2012, 02:09

SacerdPowerMetalBoard

Schmissig, oder?
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. November 2012, 02:11

Holger Andrae hat geschrieben:Dass ich da in allen Punkten mit Dir übereinstimme, muss ich nicht extra schreiben, oder?

Nein, musst du nicht. Davon bin ich ausgegangen.

Auch wenn ich den schnelllebigen Chat beim Gesichtsbuch viel nutze, kann ein Forum sehr kurzweilig und informativ sein. Außer dem SMB bin ich aber in keinem aktiv. Reicht auch. Eigentlich würde sogar eines reichen, aber dazu müsste man die Bagage hier rüber bekommen.

Jo. Facebook hat schon seine Vorteile. Ich habe mich dort auch nicht aus ideologischen Gründen abgemeldet, sondern einfach weil ich nicht die Zeit dafür habe, es so zu nutzen, dass es mir einen persönlichen Vorteil gibt. Bei mir war es mehr ein Gefühl verpflichtet zu sein, auch dort noch zu schauen, ob mir jemand was mitteilen will. Irgendwann habe ich dann halt gedacht, dass die Leute, die wichtig sind, mich auch in Real Life, per E-Mail, per Telefon oder in einem meiner Stammforen erwischen können, so dass ich mir das Networking dann eben komplett gekniffen habe.

Was mich an Facebook stört ist im Prinzip vorwiegend die Tatsache, dass es für viel Bands oder sonstige Internetaktive so wichtig zu sein scheint, dass sie darüber vergessen, eben ihre eigene Homepage zu pflegen, oder überhaupt eine zu erstellen, oder ihre Kumpels noch anzurufen oder ihnen eine Mail zu schreiben, weil einfach erwartet wird, dass jeder es mitbekommt, wenn es bei Facebook steht. Das ist für mich schon ein Einschnitt in die Kommunikationskultur, den ich unangenehm finde.

Was die alten Bandforen angeht, sind da halt sehr viele richtig eingeschworene Fangruppen entstanden, und das war einfach toll. Man hat Karikaturen der ganzen Crew gemalt, hat sich T-Shirts drucken lassen, sich bei Gigs der Band getroffen usw... dieses jugendlich-naive Freuen darüber, dass man gemeinsam eine Band feierte und in ihrem Forum zu Hause war, ist einer abgeklärten Informationskultur gewichen, und das ist schade. Liegt aber nicht nur an Facebook, sondern wohl auch daran, dass viele der damaligen Aktivisten eben sehr beschäftigt, ziemlich verheiratet, mit Kindern gesegnet oder sonst ohne Zeitreserven sind.

Man kann die Uhr nicht zurückdrehen...

Genug der Nostalgie.

Up the Pumpkins!!!
:grins:
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Re: Helloween

Beitragvon scumi » Donnerstag 22. November 2012, 14:04

Das schöne an Foren ist halt, dass es noch richtigen Meinungsaustausch gibt. In gut gepflegten Foren gibt es eine Diskussionskultur, die es bei Facebook und Co. nicht mal im Ansatz gibt. Und als Band würde ich allein schon deshalb neben Facebook, Twitter und Co. auch auf eine gut gepflegte Homepage setzen, weil das andere alles fremde Infrastruktur ist, bei der man nicht weiß, ob es die in ein oder zwei Jahren noch in der Form für einen gibt. Es sind ja nun auch schon ein paar einstmals blühende Social Networks vor die Hunde gegangen.

Was Chameleon angeht, so war ich schon immer gespalten, was das Album angeht. Rein musikalisch muss man dort neidlos anerkennen, dass die Musiker auch abseits von Hardrock und Metal einiges an Kompetenz haben aber ein rundes Album ist das trotzdem nicht. Es ist zu zerfahren, zu ziellos - selbst einige der Songs in sich selbst und obwohl die Platte scheinbar ohne Scheuklappen und mit viel Experimentierfreude gemacht wurde, vermisst man die Leichtigkeit, die Spielfreude. Immerhin war das Album aber nicht für die Katz. Viele Elemente sind auch später in den Helloween-Sound mit eingeflossen, nur eben Song- und Album-dienlicher als auf Chameleon selbst.
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Re: Helloween

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 22. November 2012, 14:18

Ich höre chronologisch, jetzt geht es um "Master Of The Rings". Willkommen im neuen Zeitalter, das bis heute andauert. Retrospektiv kann man glaube ich froh sein, dass sich die Wege von HELLOWEEN und Kiske getrennt haben. An die Keeper-Scheiben kam in diesem Genre wenn überhaupt noch die erste Metal Opera heran, die Kürbisköpfe und GAMMA RAY haben sich stilistisch etwas umorientiert. Gut für uns, denn "Master Of The Rings" ist ein richtig tolles Album, dessen Härte mir nach wie vor super reinläuft. 'Still We Go' oder 'Where The Rain Grows' sind demzufolge meine Lieblinge, da ich die "Walls Of Jericho" vergöttere und diese Songs wieder etwas von der rohen Energie der frühen Kürbisse haben. Was lässt sich sonst noch sagen? Der Band hat die unfreiwillige Frischzellenkur auf verschiedenen Ebenen sehr gut getan. Weitermachen :dafuer:
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