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von Drumtier » Dienstag 16. Oktober 2012, 07:44
Ahja, hab ich vorgehabt. Sorry. Eine kurze YT-Recherche bringt mir erschreckend wenige LA-Songs generell und keine von Mond. Aber ich hab letztens wieder einmal Lust auf die Band bekommen und auf YT zwei Songs des neues Albums gehört. Und obwohl ich grad voll und ganz auf Death Metal fokussiert bin und nicht damit gerechnet oder vorgehabt hätte hier deutschen Black Metal zu finden hatte das Schicksal andere Pläne mit mir. Und zwar war ich in Trois-Rivières, einer kleinen Stadt in Québec beim alljährlichen Metalfest und einem großen Traum von mir. Und am Merchstand hatten die 5 Alben von Lunar Aurora oder so, wobei ich mich gewehrt habe, die zu kaufen, aber nachdem ich nachgerechnet habe, dass ich das Album so billig wahrscheinlich nicht mehr bekomme und vor allem ziemlich sicher erst wenn ich wieder zurück in Österreich bin hab ichs am zweiten Tag dann doch gekauft. (Und war wahrscheinlich der einzige Besucher der die Band kannte, aber das mit "der Einzige" war ich da wohl oft...^^) Heute gehört und meine Güte, warum hat das Album denn keiner stärker empfohlen, das is ja der Hammer! Also gefällt mir sehr gut, sehr atmosphärisch, immer leicht traurig und nachdenklich, aber schön und (nicht zuletzt durch den Dialekt) sehr persönlich! Gefällt mir richtig gut, was sagt denn der Rest dazu? Sonderlich ausführlich wird die Band ja nicht besprochen... 
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von Teichfrosch » Dienstag 16. Oktober 2012, 10:12
Mir gefällts nicht besonders. Die Band hat ein gutes Händchen dafür, tolle Ideen durch irgendwelches Gewurste kaputt zu machen. Manch anderer mag die entsprechenden Stellen dann als charakteristisch oder so empfinden, ich finds eher doof. Dennoch eine der besten deutschsprachig krächzenden BM Truppen, wobei das aus meinem Mund keine Auszeichnung ist. Dass die Band nicht sonderlich ausführlich besprochen wird liegt dann auch einfach daran, dass sie hier kein so großes Publikum hat wie andere 
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von Dekalog der Elemente » Dienstag 16. Oktober 2012, 19:09
Ich hab nur zwei LA Alben, nämlich Andacht und eben Hoagascht. Die Andacht hab ich akut grad nimmer im Ohr, die Hoagascht hab ich aber erst letztens wieder gehört und ich mag sie einfach.
Sie is griabig und urig, vermittelt den Charme einer rustikalen, alten leicht verranzten Bergdorf-Boatzn und als Bayer ist der Dialekt für mich eh ne feine Sache. Grad jetzt im Herbst wird die bei mir sicher noch öfter laufen, grad auf Grund der Stimmung die des Album vermittelt.
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von Drumtier » Mittwoch 17. Oktober 2012, 04:20
Teichfrosch hat geschrieben:Dass die Band nicht sonderlich ausführlich besprochen wird liegt dann auch einfach daran, dass sie hier kein so großes Publikum hat wie andere 
Genau das stimmt aber so eigentlich nicht. Vor meinem Beitrag gestern haben auf der ersten Seite schon 5 Leute angegeben das Album zu haben und teilweise in kurzer Form, dass sie es auch mögen. Und was ich damit gemeint hab war eben, dass mir klar war, dass jetzt hier nicht 15 Leute eine große Diskussion führen werden, ich aber auch im kleineren Maßstab mehr erwartet hätte. Aber auch ich selber werd jetzt noch nicht so viel dazu beitragen können, die Hoagascht braucht offensichtlich Zeit und genau die hab ich jetzt nicht unbedingt im Übermaß. Aber es steht ein kalter Herbst bevor, von daher ist das eh ideal! Dekalog der Elemente hat geschrieben:Ich hab nur zwei LA Alben, nämlich Andacht und eben Hoagascht. Die Andacht hab ich akut grad nimmer im Ohr, die Hoagascht hab ich aber erst letztens wieder gehört und ich mag sie einfach.
Sie is griabig und urig, vermittelt den Charme einer rustikalen, alten leicht verranzten Bergdorf-Boatzn und als Bayer ist der Dialekt für mich eh ne feine Sache. Grad jetzt im Herbst wird die bei mir sicher noch öfter laufen, grad auf Grund der Stimmung die des Album vermittelt.
Hab auch nur die Beiden, könnt sie aber (jetzt?) unmöglich vergleichen. Deinen Eindruck kann ich absolut nachvollziehen, ein alter, grimmiger Bayer der mit seinem Bier im Eck sitzt und seine Eindrücke über Eulen, Wälder, etc erzählt. Dabei aber nicht böse oder unangenehm, sondern freundlich aber düster und vielleicht ein wenig schräg. Der erste Halbsatz hat mich übrigens kurz ein wenig verwirrt, aber nachdem ich nachgeschaut hab, benützt ihr das Wort "griabig" anscheinend für gemütlich, etc. Bei uns bedeutets süß, herzig oder so... 
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 17. Oktober 2012, 23:30
Auf Schwäbisch sagt man auch "griábig" oder "riábig", allerdings meistens im Sinne von stddt. "getrost" bzw. "in aller Ruhe":
"Auf á gwiis Veschbr kááschd griábig wardtá!"
"Auf ein sicheres Abendessen kannst du getrost warten!"
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Jesus » Dienstag 20. November 2012, 08:38
Lunar Aurora sind wieder einmal Geschichte. Aus. Finito. Diesmal vielleicht endgültig? Wenn dem so wäre, dann vielen Dank für das Abschiedsgeschenk namens "Hoagascht".
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von the seeker » Dienstag 20. November 2012, 12:55
bitter 
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von Drumtier » Mittwoch 21. November 2012, 01:09
Das ist wirklich sehr bitter, gerade jetzt als die Hoagascht so bei mir einschläft. Sehr schade...
@ Jesus Von dir hab ich auch noch nichts gehört, wie du sie denn findest, würd mich noch interessieren was ein Bandkenner dazu sagt!
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von Jesus » Mittwoch 28. November 2012, 13:30
Drumtier hat geschrieben:@ Jesus Von dir hab ich auch noch nichts gehört, wie du sie denn findest, würd mich noch interessieren was ein Bandkenner dazu sagt!
Stimmt, übermäßige Begeisterung habe ich im Gegensatz zu einigen anderen aktuellen BM-Alben nicht von mir hören lassen. Vielleicht bin ich zu verwöhnt und habe einfach von dieser Band gute oder zumindest solide Arbeit erwartet und diese auch geliefert bekommen. Ich finde sie doch eindeutig besser als die ersten 4 Alben und nicht so gut wie die 4 vorhergehenden, also ziemlich in der Mitte des Neuners. Es mangelt an Abwechslung in Sachen Geschwindigkeit und garstige Riffs sind auch eher selten gesät. Zudem ist es ein bisschen synthielastiger als alle Vorgänger (Geschmackssache....). Der Drumcomputer klingt dafür passend zur knorrigen Stimmung noch organischer als auf der "Andacht". Und auf der musste man schon sehr genau hinhören, um den Angelo Sasso überhaupt zu entlarven. Die urige, heimatverbundene Atmosphäre kommt gut, allerdings habe ich im Gegensatz zu Dir oder Rüdiger keinerlei Bezug zum Oberdeutschen (weder linguistisch noch kulturell) und empfinde Bairisch (wie auch Alemannisch) als sehr unangenehm in den Ohren; weil ich genug verstehe, um es gerade noch als deutsche Sprache zu erkennen, dabei jedoch zu wenig verstehe, um den Inhalt zu erfassen. Wenn ich auf der neuen DORDEDUH genauso viel verstehe wie auf "Hoagascht", macht eine der beiden Bands irgendwas falsch Natürlich passte das poetische Standarddeutsch der vorhergehenden Alben zu deren faustischer Ästhetik. Hingegen der Gedanke, einem naturverbundenem Album wie diesem einen Dialekt zu verpassen, war auch nicht schlecht. Insgesamt wie erhofft ein gutes Album und ein schönes Abschiedsgeschenk. Ob das ausreicht, um am Ende des Jahres in meine Top 20 zu kommen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Das mag jetzt etwas nach Enttäuschung klingen. Liegt halt daran, dass die bandinterne Messlatte doch schon etwas höher liegt als die Höhepunkte auf "Hoagascht". 'Wetterleuchten' oder 'Berglichter' (wie man die jetzt auch immer auf Bairisch schreibt...) können sich nicht ganz messen mit 'Die Nacht' oder 'Der Pakt'.
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von Drumtier » Freitag 30. November 2012, 08:33
Drumtier hat geschrieben:Das ist wirklich sehr bitter, gerade jetzt als die Hoagascht so bei mir einschläft. Sehr schade...
Ich denke ihr habt meinen dummen Kopf eh gleich automatisch ausgebessert. Einschläft? Wirklich?? Tut mir leid... Jedenfalls danke für deine Einschätzung, da gibts eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Du klingt auch recht nüchtern und kaum begeistert, aber in der Mitte des Neuners rückt das Ganze, speziell im Bandkontext, auch gleich in die richtigen Verhältnisse. Auch was Geschwindigkeit und Garstigkeit betrifft stimm ich dir vollkommen zu, mich störts aber auch gar nicht. Ich denke, das könnte das softeste Black Metal Album sein, dass ich kenne und ich liebe genau das. Mein Gott, seit wann bin ich so verweichlicht?? Auch mit dem Drumcomputer hast du wieder recht, bis auf das China-Becken würde man kaum etwas bemerken. Und wenig überraschend hast du als Sommelier auch beim Sprachproblem den Nagel auf den Kopf getroffen, hier hab ich halt zum Glück den Vorteil, dass ich fast genauso spreche und dadurch die urige Atmosphäre nicht einfach nur für den Kopf betont wird sondern auch so vollkommen natürlich klingt. Bei mir wird sie's vermutlich sogar in die Top 10 schaffen, danke jedenfalls für deine wissenden Worte!
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