Sabaton

Re: Sabaton

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 26. Mai 2010, 10:54

Ja, ich denke auch, dass man die Noten nicht zuuuu ernst nehmen sollte. Es ist ein Spiegel dessen, wie wir in der SC-Redaktion das finden. Dass da im Mittel kitschiger Süßstoff-Metal a la AXXIS, SABATON & RHAPSODY tendenziell eher durchfällt, ist da halt so, auch wenn es Leute gibt, die das zumindest okay bis gut finden. Learning für dich ist doch in dem Fall, dass du solche Bands ungehört kaufen kannst, wenn es bei uns abschmiert. Sorgen musst du dir erst machen, wenn SABATON auf einmal SC-Sieger werden.
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Re: Sabaton

Beitragvon Frozen » Mittwoch 26. Mai 2010, 11:38

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, ich denke auch, dass man die Noten nicht zuuuu ernst nehmen sollte. Es ist ein Spiegel dessen, wie wir in der SC-Redaktion das finden. Dass da im Mittel kitschiger Süßstoff-Metal a la AXXIS, SABATON & RHAPSODY tendenziell eher durchfällt, ist da halt so, auch wenn es Leute gibt, die das zumindest okay bis gut finden. Learning für dich ist doch in dem Fall, dass du solche Bands ungehört kaufen kannst, wenn es bei uns abschmiert. Sorgen musst du dir erst machen, wenn SABATON auf einmal SC-Sieger werden.


Ihr habt auch schon oft genug Recht behalten (Overkill, U.D.O. die ich immer noch suche), also es ist keinesfalls so, dass das, was im SC gewinnt, automatisch nichts für mich ist oder umgekehrt. Tatsächlich bin ich mir recht sicher dass ich in den kommenden Monaten (Juli-September) euren Checks ziemlich werde zustimmen können.

Zudem muss ich zu Sabaton noch eins sagen: Sie sind einfach eine absolute Liveband. Ich hatte The Art of War schon vor dem Konzert damals und war höchstens zufrieden damit, abgesehen von ein, zwei Songs. Am Konzert schlugen die selben Songs aber gewaltig ein, erzeugten Stimmung wie ich sie im Z7 bis dahin noch nicht erlebt habe. Meist zwar auch weil zu wenig Leute die Bands wirklich kennen xD Also mein definitives Urteil werde ich nach dem Gig im Oktober fällen.
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Re: Sabaton

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 26. Mai 2010, 14:18

Frozen hat geschrieben:Das Album ist mehr als gut geworden, bringt gewaltig Energie und Stimmung mit sich und alles unter einer 8 als Note kann ich nach mehrfachem durchhören schlicht nicht mehr ernst nehmen - denn diese Noten können nicht von der Musik kommen, sondern sind nur Geschmacksorientiert.

Was ja genau das ist, was wir mit unseren Noten per definitionem wollen: Die Übereinstimmung der Musik mit unserem Geschmack darstellen. Von daher weiß ich jetzt nicht, warum man eine Note unter Acht nicht ernst nehmen kann. Sie sagt zum Beispiel bei Kubi aus, dass er das Album ganz schrecklich findet, dauernd skippen muss und es am liebsten niemals mehr hören möchte. Das ist völlig ernst gemeint und kann doch daher auch ernst genommen werden. Für mich ist es hingegen ein gutes Album, dem der letzte Kick fehlt, um es dauerhaft auflegen zu wollen, und für Enrico ein Album, das ein zukünftiger Klassiker ist. Das sind doch alles ernstzunehmende Meinungen, wobei ich, obwohl ich von der Note her weit näher an Enrico als an Peter liege, schon eher verstehen kann, dass man (wie Peter) die neue Sabaton völlig unerträglich findet, als dass ich ihr (wie Enrico) attestieren würde, dass es sich auch nur ansatzweise um etwas handelt, das ein Klassiker sein oder werden könnte.

Ginge es um objektive Werte wie handwerkliche Fähigkeiten usw..., dann müsste doch fast jede Band 10 Punkte bekommen, weil man handwerkliches Können bei den meisten Leuten voraussetzen sollte, die bei uns im Soundcheck landen.
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Re: Sabaton

Beitragvon enemy-of-reality » Mittwoch 26. Mai 2010, 20:13

Frozen hat geschrieben:Jop, Screaming Eagles von der RH ist einer der wirklich guten Songs. Glaub der kraftvollste von der CD, auch der wird Live sicher einschlagen wie eine Bombe.

Also mich hat der Song bisher bei jedem Durchgang dazu gezwungen, nach spätestens 20 Sekunden die Skip-Taste zu betätigen.....
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Re: Sabaton

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 27. Mai 2010, 19:01

Frozen hat geschrieben:Ihr habt auch schon oft genug Recht behalten (Overkill, U.D.O. die ich immer noch suche), also es ist keinesfalls so, dass das, was im SC gewinnt, automatisch nichts für mich ist oder umgekehrt. Tatsächlich bin ich mir recht sicher dass ich in den kommenden Monaten (Juli-September) euren Checks ziemlich werde zustimmen können.



Es ght hier doch nicht um "Recht haben", sondern um subjektive Geschmacksäußerungen. Und genau das geht auch aus den Deskriptionen neben der Notenskala klar hervor. Da gibt es doch kein falsch und richtig. Und wir maßen uns auch nicht an, diese Noten anhand der vermeintlichen Fähigkeiten der Musiker auszumachen. Es geht schlicht und ergreifend darum, was einem gefällt und was eben nicht.
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Re: Sabaton

Beitragvon Frozen » Freitag 18. Juni 2010, 23:02

Holger Andrae hat geschrieben:
Frozen hat geschrieben:Ihr habt auch schon oft genug Recht behalten (Overkill, U.D.O. die ich immer noch suche), also es ist keinesfalls so, dass das, was im SC gewinnt, automatisch nichts für mich ist oder umgekehrt. Tatsächlich bin ich mir recht sicher dass ich in den kommenden Monaten (Juli-September) euren Checks ziemlich werde zustimmen können.



Es ght hier doch nicht um "Recht haben", sondern um subjektive Geschmacksäußerungen. Und genau das geht auch aus den Deskriptionen neben der Notenskala klar hervor. Da gibt es doch kein falsch und richtig. Und wir maßen uns auch nicht an, diese Noten anhand der vermeintlichen Fähigkeiten der Musiker auszumachen. Es geht schlicht und ergreifend darum, was einem gefällt und was eben nicht.


Etwas spät die Antwort (hab gar nicht realisiert dass hier geantwortet wurde).

Ich bin der letzte der eine subjektive Meinung als "falsch" betitelt. Ich werde jedes Sabaton Review mit 5/10 Punkten unterschreiben, dessen Fazit einfach lautet: "Gefällt mir persönlich nicht".

Das ist aber nicht der Fall. Die Kommentare sind "Zu viel Keyboard", "Keine Gitarren", "Kein Metal". In dieser Hinsicht ist es durchaus ein "Recht haben", wie ich finde. Ich habe mir das Album inzwischen sehr oft angehört, muss sagen dass es von mal zu mal mehr wächst und vor allem das Riffing in "Aces in Exile" oder "White Death" die oben genannten kommentare ad absurdum führen. Und ganz ehrlich glaube ich, dass eines der ersten Reviews diese Argumente brachte und viele andere einfach nachreden.

Wie jemand im CD Einkauf Thread sagte, wer die Gitarren nicht hört, will sie nicht hören. Wer die konstanten Keyboards, die lediglich in Screaming Eagles und Coat of Arms wirklich dominant sind, und die Nazi-Themen toleriert oder, wie ich, sogar sehr interessant findet, muss das Album eigentlich lieben.

Gerade bei Aces of Exile empfehle ich das mehrfache anhören, der Song war anfangs eher Mittelmass, ist inzwischen aber auf einer Höhe mit meinem Favoriten "White Death". Sabaton hat ein sehr starkes Album rausgebracht und ich freue mich mehr und mehr auf die Kombo mit Alestorm im Herbst, wenn noch ein guter Opener verpflichtet wird, bin ich überzeugt, dass es zumindest ein Kandidat für mein bislang geilstes Konzert werden wird, denn zwei top live Bands mit starkem Songmaterial stehen schonmal.

Wie gesagt, wenn es dir nicht gefällt bin ich der erste der das akzeptiert und gar gut heisst. Aber wenn man Argumente wie die oben genannten bringt, und so ein Album dahinter steht, dann ist es doch eine Frage des "Recht habens".
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Re: Sabaton

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 18. Juni 2010, 23:37

Okay, du siehst bzw. hörst es mit anderen Ohren als ich es tue. Ich höre da in der Tat sehr viele Keyboards. Und im Verhältnis zur Gitarre, ist das für mich dann auch zu viel Keyboard. Und die Kommentare, die beim SOundcheck zu lesen sind, sind definitiv von nirgendwoher abgescahut oder übernommen. Wir acht SCler können die Kommentare von den anderen nämlich auch erst sehen, wenn die ganze Chose online steht.

Du kannst es natürlich polemisch finden, wenn jemand schreibt, dass das gar kein Heavy Metal ist. Das mag derjenige auch so gemeint haben, aber wenn es seiner Definition von Metal nicht entspricht, ist auch diese Aussage nicht falsch. Oder gibt es irgendwo eine "richtige" Definition von diesem Terminus? Ich habe noch keinen gelesen.

Du definierst sicherlich auch den Begriff "Power Metal" für mch falsch ;)
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Re: Sabaton

Beitragvon Germon » Samstag 19. Juni 2010, 09:12

Naja, mit SABATON ist das so ne Sache. Ich mag die ja recht gerne und live schaue ich die mit großer Begeisterung. Es läßt sich aber nicht abstreiten, daß das schon mit Keyboard zugekleistert ist und manchmal schon recht kitschig tönt. Im Zusammenhang mit EQUILIBRIUM habe ich kürzlich den Begriff Kirmes benutzt. Das würde auch zu SABATON passen. Nur machen SABATON halt Kirmesmusik, die mir gefällt. Muß aber zugeben, daß ich an den aktuelleren Scheiben wenig Interesse habe, die ersten beiden Alben find ich super und im Prinzip reichen mir die auch.
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Re: Sabaton

Beitragvon Frozen » Samstag 19. Juni 2010, 09:59

Holger Andrae hat geschrieben:Okay, du siehst bzw. hörst es mit anderen Ohren als ich es tue. Ich höre da in der Tat sehr viele Keyboards. Und im Verhältnis zur Gitarre, ist das für mich dann auch zu viel Keyboard. Und die Kommentare, die beim SOundcheck zu lesen sind, sind definitiv von nirgendwoher abgescahut oder übernommen. Wir acht SCler können die Kommentare von den anderen nämlich auch erst sehen, wenn die ganze Chose online steht.

Du kannst es natürlich polemisch finden, wenn jemand schreibt, dass das gar kein Heavy Metal ist. Das mag derjenige auch so gemeint haben, aber wenn es seiner Definition von Metal nicht entspricht, ist auch diese Aussage nicht falsch. Oder gibt es irgendwo eine "richtige" Definition von diesem Terminus? Ich habe noch keinen gelesen.

Du definierst sicherlich auch den Begriff "Power Metal" für mch falsch ;)


Gut, dass die Keyboards sehr stark gewichtet sind, dem kann niemand widersprechen. Aber sie sind nicht dominanter als auf den bisherigen Sabaton Alben, haben in meinen Ohren gegenüber Art of War sogar eher abgenommen, die erwähnten Ausnahmen mal ausser Acht gelassen, wo das Verhältnis wieder stimmt.

Gleichzeitig ist das Riffing aber deutlich stärker an Primo Victoria angelehnt, welches unzweifelhaft fantastische Riffs zu bieten hatte. Die Soli sind Power Metal Typisch schnelles Halbtongewichse, was aber für mich alles andere als ein Kritikpunkt ist, denn ein schnelles, abwechslungsreiches und gut dargebotenes Solo ist für mich sowieso Schlüsselelement in jedem Metalsong.

Wie man die Genres definiert ist sowieso jedem selbst überlassen, die Grenzen sind derart fliessend dass für ein Album fünf Stilrichtungen gut und gerne behaupten könnten, das Album zähle einzig zu ihrer Richtung. Gerade Skandinavische Heavy/Power/Prog Gemische, in welchem Verhältnis auch immer, zähle ich deshalb gern einfach zum Melodic Metal, was sicher nicht falsch ist. Aber mir scheint als hätten viele Kritiker, und damit meine ich beileibe nicht nur die SCler, den "fehlenden Metal" direkt mit den fehlenden Gitarren verbunden. Du sagst sie seien gegenüber den Keys zu schwach, aber auch du hörst sie trotzdem. In vielen Songs finde ich sie immer noch stärker gewichtet als die Keys, und anhand dessen was die gitarren darbieten ist Sabaton nichts anderes als Metal. Das einzige Riff an welches sie selbst nicht rangekommen sind ist Into the Fire, aber das ist auch einfach ein geiler Gitarrensong.

Ich finde es ist wirklich eine reine Geschmackssache, es gibt auch vieles das du gerne hörst, was ich mir nicht antun würde (denke ich ^^). Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Nevermore: Ich kann mich einfach nicht mit ihnen anfreunden, aber die SC Bewertung unterschreibe ich sofort, einfach weil die Songs verdammt gut geschrieben, dargebracht und produziert wurden. An der Qualität kann ich nichts aussetzen, deswegen gefällt es mir trotzdem nicht wirklich, das sind zwei grundverschiedene Ansichtsarten die sich (nichtmal unbedingt hier, aber in vielen Reviews allgemein) vermischt haben bei Sabaton.

Und über die Definition für Power Metal müssen wir wie erwähnt nicht reden ^^ Ich zähle zu Power Metal was Power drin hat, und damit werde ich meist richtig liegen, ich ziehen die Linie nicht an einem bestimmten Ort.
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Re: Sabaton

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 19. Juni 2010, 10:04

Frozen hat geschrieben:Und über die Definition für Power Metal müssen wir wie erwähnt nicht reden ^^ Ich zähle zu Power Metal was Power drin hat, und damit werde ich meist richtig liegen, ich ziehen die Linie nicht an einem bestimmten Ort.


Bei SABATON liegst du damit schon mal falsch. :grins:
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