Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Donnerstag 16. August 2012, 20:31

Autsch. Tiefschlag. :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 16. August 2012, 21:56

Teichfrosch hat geschrieben:@Drumtier:

Ich weiß ja jetzt nicht, ob du ORIGIN und NILE ausgewählt hast weil ich die selber sehr gerne höre, aber selbst bei diesen Bands empfinde ich weniger Emotionen und tiefe innere Berührtheit. Das ist ganz großartiger Faust/Kopfschüttel Metal der den Hörer einfach mitreißt, aber so richtig tief ergriffen habe ich mich da nie gefühlt. Vielleicht habe ich mich nie in die Growls der Stücke so reingehört, aber auch das schwarzmetallische Gekreische erscheint mir differenzierter, ausdrucksstärker, während Growls eigentlich immer gleich klingen. Ist natürlich auch nicht bei jedem Blackmetal so, aber grade bei den von mir vergötterten Bands haben die Kreischer gerne feine, aber sehr ergreifende Variationen in der Stimme.

ORIGIN hab ich dann eh nicht ausgewählt, aber auch NILE und MARTYR hab ich nicht deswegen gewählt weil ich gewusst hätte, dass du die selber hörst, sondern nur aus den ausführlich beschriebenen Punkten. Dass gut gemachter Black Metal auch mich oft mehr berührt als DM hab ich ja eh auch schon bestätigt, das war auch nicht der Grund meiner Antwort ;-)

Teichfrosch hat geschrieben:Eigentlich sollte es hier aber auch garnicht darum gehen warum ich lieber BM als DM höre, sondern warum ausgerechnet Peter lieber DM als BM hört. Ich jedenfalls finds nach wie vor verwunderlich.

Es ging mir weder um das eine oder andere, ich freu mich zwar, dass Kubi DM mag, auch wenn er bei den extremeren Spielarten verständlicherweise den BM vorzieht, aber ich wollt ausschließlich darauf eingehen, dass auch der so oft verschrieene "Hasenfick-DM" nicht nur Gerumpel ist. Dass es auch reine Rumpel-Bands gibt, die auf so gut wie jede Art von Melodie verzichten und dann auch emotional ganz anders zu Werke gehen is eine No-Na-Erkenntnis, ich wollt nur kurz für die keineswegs seltenen "Ausnahmen" eine Lanze brechen.

Teichfrosch hat geschrieben:MDM hab ich übrigens bewusst mal ausgeklammert, das ist ja eigentlich garkein Deathmetal mehr... MDM ist irgendwie nett und massentauglich, richtig fieser, brachialer GORGUTS-Deathmetal dagegen an Garstigkeit kaum mehr zu überbieten. Dass es dabei im BM auch tonnenweise Schund gibt bezweifel ich keine Sekunde, nur finde ich das Genre als ganzes schon irgendwie deutlich melodischer als DM.

Jep, deswegen hab ich auch bewusst keine Beispiele aus dem MDM gebracht, auch wenn ich mit alten At The Gates da gleich einige Fliegen auf eine Klappe geschlagen hätte, da das noch unbestritten Death Metal ist, aber melodisch und für mein Empfinden höchst emotional. Bei WFIKTBD hab ich durchgehend einen Kloß im Hals^^ Aber bei der Band ist ja auch nicht nur der Gesang durchaus BM-lastig von daher wärs vielleicht eh kein ideales Beispiel gewesen.
Und auch wenns nicht deine Intention war über deine Ansichten von DM zu diskutieren, diese Möglichkeiten bieten sich einfach nicht so oft von daher muss ich noch einen sehr seltsamen Satz aufgreifen: " richtig fieser, brachialer GORGUTS-Deathmetal dagegen an Garstigkeit kaum mehr zu überbieten" --> :?
GORGUTS wollt ich auch noch als Paradebeispiel einer emotionalen Achterbahnfahrt nehmen, das verstehe ich grad gar nicht. Daran ist doch nichts fies, brachial oder gar garstig im Sinne von ORIGIN oder anderen Knüppelbands? Die älteren Alben okay, das kann für manche ein wenig brachial klingen, bei den letzten beiden ist aber nur mehr die gnadenlose Zerstörung alles Seelenheils brachial. Bin vielleicht zur Zeit in der Hinsicht alles andere als objektiv, aber bevor ich aufs Brutal Assault zu und wegen ihnen gefahren bin, hab ich noch einmal ihre Diskographie durchgehört. Und bei Obscura und From Wisdom To Hate bin ich zwar nüchtern betrachtet von der Musik in höchste Jubelstimmung versetzt, aber die allgemeine Grundstimmung ist ja da nur mehr emotional zerstörerisch. Nach 60 Minuten Obscura bin ich ein Wrack, da brauch ich ein paar Minuten um wieder zurück in die Welt zu finden. Eines der besten Beispiele für tiefe innere Berührtheit, da kommt bei mir keine reine BM Band heran.

Aber will hier niemandem auf die Nerven gehen, von daher: Auch ich werde mir bald einmal die De Mysteriis Dom Sathanas kaufen, bei der letzten Bestellung hab ich seltsamerweise aber noch die Live In Leipzig vorgezogen, weil mich die irgendwie fasziniert. Aber es kommen noch mehr alte BM-Klassiker ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. August 2012, 22:34

Der letzte Absatz ist sehr erfreulich. Der Rest natürlich auch, aber der letzte Absatz ganz besonders. "Live In Leipzig" ist aus meiner Sicht auch ein sehr essentielles Album für den Extrem-Metal-Historiker. Zum einen halt das einzige vollständige und reguläre Tondokument eines absoluten Kult-Line-ups, und zum anderen in Anbetracht der Aufnahmesituation, der Umstände und des musikalisch noch überschaubaren Könnens der Musiker eine sehr, sehr gute Liveaufnahme.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon firestarter » Freitag 17. August 2012, 12:13

Obwohl ich bei Thrash Sängern alles andere als pingelig bin, schafft es Ober-Unsympath Billy Milano, mir eine der besten jungen Bands des Genres - Mastery - mit seinem Gebrüll zu vermiesen.

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Drumtier » Freitag 17. August 2012, 20:36

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Der letzte Absatz ist sehr erfreulich. Der Rest natürlich auch, aber der letzte Absatz ganz besonders. "Live In Leipzig" ist aus meiner Sicht auch ein sehr essentielles Album für den Extrem-Metal-Historiker. Zum einen halt das einzige vollständige und reguläre Tondokument eines absoluten Kult-Line-ups, und zum anderen in Anbetracht der Aufnahmesituation, der Umstände und des musikalisch noch überschaubaren Könnens der Musiker eine sehr, sehr gute Liveaufnahme.

Waren auch für mich die ausschlaggebenden Gründe. Ansonsten hör ich ja bekanntlich doch eher selten übel produzierten Rumpel-Black aber die ganze Geschichte dahinter und der sehr vernünftige Preis haben mich dann zuschlagen lassen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Chavo89 » Sonntag 26. August 2012, 04:49

Eine Nacht lang "Elektro-Swing": Schnauze voll! Außerdem die Frage, warum ich mir sowas antue. Muss wohl an den Frauen liegen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Montag 27. August 2012, 00:07

HEATHER NOVA ist so unglaublich SEXY, rrrrrrrrrr

Wunsch: Konzert und erste Reihe. JETZT!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Dienstag 28. August 2012, 07:25

enemy-of-reality hat geschrieben:@Erlöser: Gerade weil die "Far Beyond Driven" schmutziger, lärmiger, doomiger und "härter" ist, dachte ich, dass die dir noch am ehesten gefallen sollte.


Musikalische Erkenntnis der Frühe: Wenn es hart lärmt und schmutzt, muss es mir ja gefallen, weil ich ja sonst auch nur harten Lärm höre.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Dienstag 28. August 2012, 08:53

Jesus hat geschrieben:
enemy-of-reality hat geschrieben:@Erlöser: Gerade weil die "Far Beyond Driven" schmutziger, lärmiger, doomiger und "härter" ist, dachte ich, dass die dir noch am ehesten gefallen sollte.


Musikalische Erkenntnis der Frühe: Wenn es hart lärmt und schmutzt, muss es mir ja gefallen, weil ich ja sonst auch nur harten Lärm höre.


Nun Schäfchen, dann tu mal was gegen Deinen Ruf, Du lärmiger Schmutzfink, und poste was Schönes (!) in den Balladen-Thread :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 6. September 2012, 01:03

Also ich bin ja jetzt in Toronto. RUSH sind aus Toronto. RUSH spielen zwei Shows hier. Ist es sehr verwerflich wenn ich sie mir trotzdem nicht anschaue? Und ist es vielleicht weniger verwerflich wenn ich mir stattdessen ein paar andere Sachen anschaue?

Schwer zu sagen, bin jetzt jedenfalls für ein paar Tage ohne Internet und wenn alles nach Plan läuft anschließend mit einem Überdrüberhypermega-Erlebnis zurück. Wer weiß... ;-)
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