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von firestarter » Mittwoch 15. August 2012, 15:27
Rüdiger Stehle hat geschrieben:also die orchestralen und epischen Elemente dürften eher als "die Power abschwächend" empfunden worden sein, denn als "die Power ausmachend".
Genau so ist es. Diese Elemente haben das, was ursprünglich mit Power Metal gemeint war, verwässert.
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von firestarter » Mittwoch 15. August 2012, 15:32
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von salisbury » Mittwoch 15. August 2012, 15:55
salisbury hat geschrieben:Ich meine "Power" bedeutet ja Energie und Energie entsteht aus einer Differenz aus zwei verschiedenen Zuständen. Wir haben beim Song "Gutter Ballet" eben diese große Differenz zwischen den ruhigen Strophen und der bombastischen Entladung bei den Refrains, da entsteht "Power" und die Entladung beruht auf Elementen, die der Metal gerne benutzt, nämlich lauten Stromgitarren und somit haben wir" Powermetal"! Blautierpowermetal 
Wer hat und wann wurde diese Musik al "Powermetal" definiert? Alle drei Beispiele sind doch in erster Linie klassischer, traditioneller Heavy Metal. RACER X mehr Hardrock, HELSTAR ist riffiger und ich würde da sagen "Speed" Metal, wobei die Drums nicht allzu schnell sind, WILD DOGS ist irgendwas zwischen den beiden. Keiner der Songs hat eine Dynamik, die "Power" im Sinne wie ich sie oben beschrieben habe, entstehen lässt, alle drei Songs metaln halt schön 4-5 Minuten vor sich hin. Wenn das musikhistorisch "Powermetal" ist, fein, ich werde den Teufel tun, zu widersprechen aber gefühlt ist das für mich kein "Power" Metal.
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von firestarter » Mittwoch 15. August 2012, 16:00
Sally, wer das definiert hat, weiß ich nicht. Ich kann dir nur (als Zeitzeuge) berichten, dass diese Art von Musik Mitte der 80er als PM bezeichnet wurde. Es geht mir also nicht um meine subjektive Interpretation des Begriffs (die zufällig mit dem damaligen Sprachgebrauch übereinstimmt).
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von salisbury » Mittwoch 15. August 2012, 16:18
firestarter hat geschrieben:Sally, wer das definiert hat, weiß ich nicht. Ich kann dir nur (als Zeitzeuge) berichten, dass diese Art von Musik Mitte der 80er als PM bezeichnet wurde. Es geht mir also nicht um meine subjektive Interpretation des Begriffs (die zufällig mit dem damaligen Sprachgebrauch übereinstimmt).
Wenn DU das sagst, reicht mir das eigentlich schon  . Weisst Du, ich tu mich unheimlich schwer mit den Stilbezeichnungen gerade im Heavy Metal und seitdem ich regelmäßig die das Magazin schreibe und sogar SC-Mitglied bin interessiere ich mich verstärkt für das Thema dieser Genrebegriffe und Stilbezeichnungen. Gerade als Metaller macht es Riesenunterschiede aus, ob man drei/vier Jahre früher oder später zu der Musik gestoßen ist. Genrebegriffe verschieben sich, Tausende von Subgenres werden geboren (ja iach weiß, das kommt auch viel von Plattenfirmen/Promotoren etc...). Ich muß nochmal wiederholen, sowas was das ECLIPSED zum Thema Prog gemacht hat, ist Gold wert. Die haben die Begriffe aufgedröselt, Bandbeispiele gebracht, Merkmale des jeweiligen Subgenres beschrieben, so kann man wirklich hergehen und nachschauen, wenn man etwas wissen will. Sowas wäre für Metal auch cool. Was haben wir schon diskutiert, was "Doom" und was "Power"-Metal ist. Und immer wieder kommen wir zum Schluss, daß jeder es anders versteht und verstehen will. Ich für meinen Teil würde mich sofort daran halten, wenn ein durch die breite Szene anerkanntes Magazin wie das Rock Hard oder der Metalhammer sich einmal die Mühe machen würde, sowas für Metal zu machen, wie das ECLIPSED für Prog.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. August 2012, 16:23
Das ist eben das Dilemma mit dem Begriff. Obwohl ich ein paar Jährchen jünger bin, habe ich noch die selbe Definition mitbekommen, weil meine Metal-Sozialisation eben vor allem über Leute (Bekannte und Schreiber) lief, die ein paar Jahre älter waren, und diese Mittachtziger-Definition von "Power Metal" mitbrachten. Das erste Mal musste ich insoweit stutzen, als es Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger auf MTViva plötzlich hieß, dass Pantera & Co. "Power Metal" seien. Den Stil, den man heute gerne als "(Euro) Power Metal" bezeichnet (Helloween, Gamma Ray, Stratovarius, Rhapsody, Rage usw...), den habe ich Ende der 80er als "Melodic Speed Metal" kennen gelernt. Dass man den Stil irgendwann auch irgendwann plötzlich als "Power Metal" bezeichnete, ist mir erst in der Post-Hammerfall-Ära Ende der Neunziger aufgefallen. Es scheint sich allerdings gemeinhin diese Definition durchgesetzt haben, was man unter anderem an solchen Zitaten ablesen kann, die den Altstahlmenschen schaudern lassen: Wikipedia (Englisch) hat geschrieben:Kai Hansen of Gamma Ray during a show in Barcelona, Spain. Hansen is widely regarded as the "godfather of power metal."
@ Thommy: Sollen wir einen Thread "... ist die Definition für ..." aufmachen? Könnte spannend werden... 
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von salisbury » Mittwoch 15. August 2012, 16:57
Rüdiger Stehle hat geschrieben:@ Thommy: Sollen wir einen Thread "... ist die Definition für ..." aufmachen? Könnte spannend werden... 
Klar, wär sicher cool  . Ein Grund, weshalb ich gerne so ausgiebig über das thema diskutiere ist ja: am Ende bin ich es, der wenn er ein Album anlegt, eine Stilbezeichnung reinschreiben muß. Ich möchte wetten, daß viele Leser bei unbekannten Bands erstmal draufschauen, was es für ein Stil ist und welche Note das Ding bekommen hat. Und als bandfreundlicher Schreiber möchte, daß die möglichst die richtige Zielgruppe auf die Band aufmerksam wird, deshalb muß dieser Treffer "Stilbezeichnung" einfach sitzen. Jetzt sitz ich also da, leg, die neue KATATONIA an und THE CHANT und brauche ungefähr so lang wie für die Rezis um die Richtige Stilbezeichnung zu finden. Ich hab mich für "Melancholic Progressive Metal" und "New Artrock" entschieden. Und bin 100 % sicher, daß bei 8 verschiedenen SC-lern acht verschiedene Stilbezeichnungen rausgekommen wären. Wichtig ist hierbei nicht nur, welche die "richtige" ist, sondern auch, welche bringt der Scheibe am meisten Leser! Jaja, spannendes Thema!
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von firestarter » Mittwoch 15. August 2012, 17:14
In den 80ern war das irgendwie ganz einfach - es gab zwar verschiedene Sub-Genre Bezeichnungen, aber letztlich war irgendwie alles Heavy Metal, selbst melodische, eher hardrockige Sachen wie Dokken, oder Whitesnake durften unter den Metal-Rettungsschirm schlüpfen.
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von Holger Andrae » Sonntag 19. August 2012, 21:05
nachher noch jemand Lust?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Drumtier » Sonntag 19. August 2012, 22:46
Falls es noch net zu spät is, hätt ich Zeit. Ansonsten geh ich wieder einmal kurz meiner absoluten Lieblingsbeschäftigung "mit Death Metal in fremde Diskussionen platzen" nach: salisbury hat geschrieben:Merkmale progressiver Musik als Genrebegiff sind, da bin ich zu 100 % beim ECLIPSED: 1 ausladende Kompositionen; oftmal lange Songs 2 spieltechnische Virtuosität 3 Dynamik: es darf gerne mal auch ruhig und leise werden (vor allem beim (New)-Artrock) 4 Komplexität 5 Intrumentarium (Synthies, Hammonds, oftmals rockfremde Instrumente wie Sitar, Flöte) Es muss nicht immer alles zusammen kommen, aber Musik nicht minestens drei dieser Merkmale enthält, würde ich nicht als Prog bezeichnen. Beispiel MAYHEM - Grand Declaration: Punke 1; no; Punkt2: yes, Punkt3: naja, die kurzen trippigen Passagen zähli ich jetzt nicht mit rein, also no; Punkt4: yes, Punkt 5: no; sind nur 2 von 5, also kein Prog 
NILE? Punkt 3 vielleicht nur bedingt, aber der Rest vollkommen. Warum hab ich trotzdem noch nie Progger NILE als Prog bezeichnen hören? Besonders wenn nur drei der Merkmale erfüllt sein müssen, dann streich ich 3 und 5 und bezeichne in Zukunft jede fünfte Technical Death Metal Band als Prog^^ Dass das am prinzipiell lobenswerten Ansatz der Klarstellung der "Regeln" vorbeigeht ist mir klar, aber es zeigt schon auch, dass solche Regeln oft nicht wirklich anwendbar sind. Aber nichtsdestoweniger eine interessante Diskussion, so wie ich generell Genrediskussionen mag, ich werf hier kurz einmal in den Raum, dass meines Wissens DEATH am Anfang als Hardcore bezeichnet wurden weil man noch kein Genre dafür hatte. Wenn man der Auslegung folgt, dass man die jeweilige damalige Anwendung für heutige Begriffe beachtet, müssten so einige Bands ihr wohlverdientes Hardcore-Label abgeben und wieder andere würden damit zwangsbeglück werden 
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