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von Rüdiger Stehle » Montag 16. Juli 2012, 23:32
"Heavy Metal Softie" ist aber auch ein feiner Begriff.
In Sachen MARDUK bin ich eher ähnlich zu verorten wie Jesus. Nach der "Opus Nocturne" mehr oder minder komplett aus dem Sinn, bin ich natürlich über die Schreiberei und Liveauftritte schon immer wieder auf die Jungs gestoßen (worden), und habe recht günstig auch immer mal wieder ein weiteres Exponat der Sammlung hinzugefügt. Aber die "Wormwood" war mir irgendwie etwas arg sperrig, und mit der "Serpent Sermon" habe ich dann die Kurve wieder gekriegt und beschlossen, die Sammlung abzuschließen. Jetzt fehlt mir nur noch die "Rom 5:12".
Meine Lieblingsalben bleiben aber vermutlich die beiden aus der Zeit, als ich die Band erstmals live gesehen habe. 1995 mit Enslaved in einer alten Kegelbahn in einem 500-Seelen-Dorf auf der schwäbischen Alb. Gespielt wurden da vor allem Songs von der damals brandaktuellen "Opus Nocturne" und dem voran gegangenen Klassiker "Those Of The Unlight".
Wobei mich damals Enslaved - wie allgemein alle norwegischen Bands - noch mehr beeindruckt hatten und ich daher Marduk nimmer so verfolgt habe. Außerdem fand ich es sehr schade, dass Jocke nach der "Opus" das Mikro abgeben musste. Alles in allem mag ich MARDUK am liebsten, wenn sie nicht nur rasen, sondern auch atmosphärisch sind, und das war für mich nie besser als 1993/1994.
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von Drumtier » Montag 16. Juli 2012, 23:41
Ich merks schon, hier muss man in letzter Zeit genau aufpassen was für Worte man verwendet Okay, also dann, "...einfach der vorrangig-Heavy-Metal-als-Subgenre-welches-üblicherweise-als-weniger-hart-als-andere-Metalsubgenres-angesehen-wird-aber-trotzdem-urhart-ist-hörende-Typ der..." Die Wormwood fand ich zB überhaupt nicht sperrig, ging mir sehr schnell ins Ohr und auch was den Mix aus Raserei und Atmosphäre angeht find ich die echt gelungen! Kenn aber natürlich von den älteren Sachen so gut wie gar nichts, würd mich zwar auch interessieren, aber dazu fehlt mir einfach das Geld und die Zeit... 
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von Rüdiger Stehle » Montag 16. Juli 2012, 23:43
Drumtier hat geschrieben:Kenn aber natürlich von den älteren Sachen so gut wie gar nichts, würd mich zwar auch interessieren, aber dazu fehlt mir einfach das Geld und die Zeit... 
Falls 4:44 Minuten übrig sind, hier mal genau das, was ich meine: http://www.youtube.com/watch?v=TjMJXwi-dMY 
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von Drumtier » Dienstag 17. Juli 2012, 00:01
Those Of The Unlight klingt eh so wie ich das was ich von den alten gehört hab, in Erinnerung hatte. Sprich, es ist schnell, es ist schwarz, es ist böse, aber es ist nicht MARDUK. Hört sich jetzt scheiße, deswegen lass es mich präzisieren: Ich hab dir Band mit der PDM kennengelernt und zwar auch da schon gewusst, dass das nicht repräsentativ ist, aber auch ansonsten nur neue Sachen gehört, da wurde ich einfach falsch sozialisiert. Es gefällt mir durchaus, nicht falsch verstehen, aber mitreißen wie Bleached Bones oder Whorecrown tuts mich einfach nicht. Live mag ich aber auch die alten Sachen sehr gerne und sie spielen auch immer recht viel von den frühen Alben was ich echt sympathisch finde und grad dein Video von Oslo hat wirklich Charme, also hätt ich sie damals kennengelernt würd ich vielleicht genauso argumentieren wie du 
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 17. Juli 2012, 00:08
Es zeigt sich zur Zeit in fast jedem Thread, dass die Neigung dahin, eine Band in der Phase am besten zu finden, in der man sie für sich entdeckt hat, sehr weit verbreitet ist. Geht mir auch bei den meisten Bands so. Fast immer ist die Scheibe, die mich zum Fan gemacht hat (oder die zugehörige Tour), auch der ewige Favorit. Klar, manche Bands halten "dieses Niveau" lange, manche steigern sich sogar, aber im Großen und Ganzen ist die Initialzündung schon meistens das Non-Plus-Ultra. Ist ja auch irgendwie klar: Wenn dich ein Album zum Fan einer Band macht, dann hat es für dich etwas ganz Besonderes. Daher würde ich da auch nicht von "falscher" Sozialisation reden. Für mich ist zum Beispiel "Fear Of The Dark" ein ewiger Maiden-Fave, obwohl viele ältere Maiden-Fans das Album recht schwach finden.
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von Jhonny » Dienstag 17. Juli 2012, 08:34
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Es zeigt sich zur Zeit in fast jedem Thread, dass die Neigung dahin, eine Band in der Phase am besten zu finden, in der man sie für sich entdeckt hat, sehr weit verbreitet ist. Geht mir auch bei den meisten Bands so. Fast immer ist die Scheibe, die mich zum Fan gemacht hat (oder die zugehörige Tour), auch der ewige Favorit.
Das ist doch auch ganz normal - die Erstkontakte hört man in der Regel ja über die Jahre doch am häufigsten, v.a. wenn sie in einer Zeit erworben wurden, wo die Sammlung noch recht überschaubar war und jede Scheibe allein schon aufgrund kleinerer Auswahl öfter in den Schacht wandern durfte. Wenn Scheiben einer Band neue Fans begeistern, können sie auch nicht so schlecht sein. Drumtier hat geschrieben:für mich bleibst du einfach der Heavy-Metal-Softie der gar keine anderen Stile kennen will  
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von Holger Andrae » Dienstag 17. Juli 2012, 08:39
Drumtier hat geschrieben:Viel zu kompliziert mir das alles zu merken, deswegen hat der Mensch ja schließlich Klischees erfunden, für mich bleibst du einfach der Heavy-Metal-Softie der gar keine anderen Stile kennen will 
Vielleciht veröffentlichst Du ja mal Dein selbst gebautes Klischee-Raster dieser Coomunity ... 
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von Jhonny » Dienstag 17. Juli 2012, 08:48
Holger Andrae hat geschrieben:Drumtier hat geschrieben:Viel zu kompliziert mir das alles zu merken, deswegen hat der Mensch ja schließlich Klischees erfunden, für mich bleibst du einfach der Heavy-Metal-Softie der gar keine anderen Stile kennen will 
Vielleciht veröffentlichst Du ja mal Dein selbst gebautes Klischee-Raster dieser Coomunity ... 
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von Jesus » Dienstag 17. Juli 2012, 08:54
"Das ist das Schwarzwurzelschaf: Von außen wirkt er wie Sauron in voller Kampfmontur; doch unter seiner schwarzen, stachelbewehrten Rüstung besteht er aus rosa Zuckerwatte, bunten Ponys und lecker Gummibärchen (außer den weißen...)."
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