Treppchen 2012

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Treppchen 2012

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 11. Juli 2012, 21:52

Hier gehts ja ab, aber vielleicht ein ganz klein wenig am Thema vorbei? Andererseits führt früher oder später mittlerweile ja eh fast jeder Thread irgendwann einmal in diese Richtung also gehörts ja vielleicht so...

Von wegen Szene, klar bin ich Teil der Szene und klar bekenn ich mich dazu, warum denn nicht? Erst letzte Woche am Extremefest wurde mir das wieder einmal deutlich bewusst, aber um mich als Teil dieser wunderbaren Szene zu fühlen muss ich weder SABATON oder DEATHSPELL OMEGA hassen/lieben und über deren Metalness diskutieren. Das kann man und muss man vielleicht, wenn jemand mit SABATON in den DO-Thread kommen würde um den Blackies den wahren Metal näherzubringen bzw umgekehrt aber ansonsten, naja, nicht zu viel aufregen is immer ein guter Rat. Der Sally hat das auch schön gesagt, kitschig, aber schön!

Ahja, zum Thema (ich weiß, verrückt...)
Mittlerweile hab ich die neue AHAB auch einmal gehört und falls das mit den folgenden Umdrehungen nicht noch besser wird muss ich vielleicht die nächste Band für die Zukunft abschreiben... :-S
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon the seeker » Mittwoch 11. Juli 2012, 22:37

Von wegen Szene, klar bin ich Teil der Szene und klar bekenn ich mich dazu, warum denn nicht?

vielleicht wegen eben solchen "Aushängeschildern" wie die bereits zu oft Genannten? :grins:
manchem ists egal, andere stören sich einfach an solchen Sachen, wie ich finde oft zurecht
klar zieht das oft zitierte "Faustfaktor"-Argument immer, von wegen das ist Metal, das muss so! - dann sag ich aber auch gerne Nein,Danke
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 12. Juli 2012, 09:44

salisbury hat geschrieben:

Leute, ich will hier noch was unbedingt loswerden, und das ist


1.) Ich LIEBE Heavy Metal!

2.) Ich übrelasse jedem die Definition, was "Heavy Metal" für ihn ist, selber.

3.) Ich bin der Meinung, dass wir jeden Fan, sein seine Musik mit "Heavy Metal" in Verbindung bringt, als Redaktion und als Forenmitglied und als Heavy Metal Fan mit offenen Armen empfangen sollten, egal oder er SABATON oder METAL CHURCH oder DEATHSPELL OMEGA als den "echteren" HEAVY METAL einordnet . Wir haben alle etwas gemeinsam (!!!!!), wir mögen kraftvolle Musik, wir lieben CDs und Booklets, wir gehen auf Konzerte und wir leben unsere Musik. Wir gehören zusammen und wir tolerieren uns und wir versuchen uns einander zu verstehen, anstatt uns zu bekämfen. DAS ist, was METAL für mich bedeutet und nicht diese endlose bescheuerte Diskussion, was nun der "echtere" Metal ist. Who fucking cares??? HEAVY METAL ist eine Ethik, eine mentale Einstellung, die Liebe zur und Hochachtung vor der Musik sowie den Bands die sie produzieren, und Heavy Metalist eine Religion, die die Fans, die sie hören in den Mittelpunkt stellt. Ein Heavy Metaller respektiert den anderen und nimmt ihn ohne Vorurteile sofort als Freund und geistiges Mitglied wahr, und einem Heavy Metaller ist es dabei bumsegal, ob auf dem T-Shirt des Gegenübers jetzt SABATON oder ANGEL WITCH steht. Er ist ein Freund, ein Gleichgesinnter und die die Diskussion, warum man ANGEL WITCH oder SABATON nun als musikalisch hochwertiger einordnet, führt man mir einem Bier in der Hand und einem Augenzwinkern und wenn sie vorbei ist, sagt mal herzlich "Prost". DAS ist Heavy Metal. Für mich. Als Redaktuer dieses Magazins werde ich mich genau dafür einsetzten und dafür kämpfen und jeden Anflug von "Szenewächtertum" scharf krititisieren.


Heiliger Bimmbamm! Jetzt ist mir warm ums Herz.

Dass ich da inhaltlich nicht komplett mitgehe, dürfte dich nicht erstaunen. Da Sabaton _für mich_eben keinen Heavy Metal machen, können sie auch gar nicht zu einer imaginären Szene gehören.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 12. Juli 2012, 12:14

Holger Andrae hat geschrieben:Dass ich da inhaltlich nicht komplett mitgehe, dürfte dich nicht erstaunen. Da Sabaton _für mich_eben keinen Heavy Metal machen, können sie auch gar nicht zu einer imaginären Szene gehören.


Wenn ich die Logik dahinter mal extrapoliere, dann heißt das wohl: Wer eine Musikrichtung bis scharf an die Brechreizgrenze kommerzialisiert und trivialisiert, gehört nicht mehr zu diesem Genre. Folglich macht Rihanna keinen R&B, Norah Jones keinen Jazz, UB40 keinen Reggae und Andre Rieu keinen Wiener Walzer... Ist das so zutreffend? ;-)
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Jesus » Donnerstag 12. Juli 2012, 12:52

Das wäre die Konsequenz, wenn man die dahinter stehende Logik ins Groteske verzerrt. Zwar kann ich nicht für Holger sprechen, aber für meine Ohren gibt es reichlich Metal, der bei mir bestenfalls ein Schulterzucken und schlimmstenfalls Brechreiz auslöst - und doch eindeutig Metal ist. Doch so etwas wie EDGUY (um mal auf einer anderen Band als unseren schwedischen Lieblingen herumzuhacken) kann ich einfach nicht als Metal akzeptieren, weil die Musik keinerlei Elemente enthält, die für mich Metal ausmachen. Aber das ist, wie Sally es bereits pazifistisch formulierte, eben nur meine Sicht der Dinge.
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 12. Juli 2012, 13:05

Jesus hat geschrieben:Doch so etwas wie EDGUY (um mal auf einer anderen Band als unseren schwedischen Lieblingen herumzuhacken) kann ich einfach nicht als Metal akzeptieren, weil die Musik keinerlei Elemente enthält, die für mich Metal ausmachen.


Das Prinzip kann ich verstehen. Was du bei Jodel-, Schunkel- und Würfelmusik empfindest, kommt mir bei manchen anderen "Künstlern" in den Sinn, die die Klänge von hysterischen Rasenmähern, diabolischen Haartrocknern, wild gewordenen Hornissenschwärmen und einer handelsüblichen Kreissäge miteinander vermischen... Baustellengeräusche = KEIN Metal. :grins:
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Jesus » Donnerstag 12. Juli 2012, 13:11

Baustellengeräusche nennt man Industrial. Wie man Musik mit Metalriffs und Metalheaviness wiederum nicht als Metal ansehen kann, bleibt mir schleierhaft. Metal muss heavy sein. Was Du als Hornissenschwärme und Kreissägen bezeichnest, ist heavy. Was ich als Schunkelschlager bezeichne, ist nicht heavy, sondern tuntig. Tuntig ist das Gegenteil von heavy und somit per definitionem nicht Metal. Laut meinem kleinen verdrehten Wiederkäuerhirn ist das absolut logisch und in sich stimmig. :jaja:
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 12. Juli 2012, 13:42

Jesus hat geschrieben:Was Du als Hornissenschwärme und Kreissägen bezeichnest, ist heavy.


Nach dieser stimmigen Logik wären ein Betonmischer und ein startender Airbus so was von Heavy Metal... oO

Jesus hat geschrieben:Tuntig ist das Gegenteil von heavy.

:hmmm:
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Jesus » Donnerstag 12. Juli 2012, 13:45

Martin van der Laan hat geschrieben:Nach dieser stimmigen Logik wären ein Betonmischer und ein startender Airbus so was von Heavy Metal... oO


Nein, denn der Airbus macht keine rockbasierte Gitarrenmusik mit Metalriffs.


Martin van der Laan hat geschrieben:
Jesus hat geschrieben:Tuntig ist das Gegenteil von heavy.

:hmmm:


:?
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Re: Treppchen 2012

Beitragvon Siebi » Donnerstag 12. Juli 2012, 13:52

Mein Fazit zuerst: im Grunde ist es mir vollkommen egal, wie man es nennt, bei Musik kenne ich nur zwei Kategorien: gefällt oder misfällt.

Nachgekartet zu Sallys Beitrag, genauer zu Punkt 3, wobei ich immer noch unschlüssig bin, ob das Ernst oder Spaß sein soll.
Musik wird in Genres gesplittet, so weit, so gut. Das Genre Heavy Metal aus dem Bereich der Rockmusik wird kategorisiert in Thrash, Death, US, Power, Black, Progressive etcpp. und daraus verzweigen sich weitere Kategorien. Nun mag es sein, dass Manowar, Sabaton, Edguy und zig andere in der Kategorie Heavy Metal laufen, auch okay. Dann soll es so sein. Meine Sicht ist eine andere, da einige Genannte mehr unter Slapstick und Parodie in meinem Weltbild auftreten. Seit den seligen 80ern gilt für mich als Beispiel: "I was, am and never will be a Manowarrior!" Image und Auftreten waren mir schon immer fremd, nach außen machen sie das aus, was der meist Unkundige als die Defintion von Heavy Metal versteht. Das bewusste Prolo-Image sieht man nahezu in jedem medialen Bericht der Nicht-vom-Fachpresse, die das Thema "Heavy Metal" darstellen will. Dazu ein paar röhrende Besoffkis vor der Kamera und fertig ist das Bild vom Heavy Metal. Nun gut, müßig darüber zu streiten.

Woran ich mich dezent stoße, ist die Formulierung "Ein Heavy Metaller respektiert den anderen und nimmt ihn ohne Vorurteile sofort als Freund und geistiges Mitglied wahr". Meiner Meinung nach hat diese Aussage mit HM gar nix zu tun, das mache ich mit jedem Gegenüber, bis er die Kauleisten öffnet und sich mir die Persönlichkeit offenbart. Und das benötigt Zeit. Wenn ich Sallys Faden spinne, dann hieße das, weil ich gerne aufs KIT gehe, sind alle KIT-Gänger meine Brüder im Geiste? Nein, sind sie alle nicht und so bin ich nach Punkt 3 im Umkehrschluß kein Heavy Metaller, aber ist man als Nicht-Manowarrior auch nicht. Doppelt hält besser, darum ois easy! :D
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