Teichfrosch hat geschrieben:Hmm, wundert mich eigentlich schon etwas. Bisher kannte ich MAYBESHEWILL eigentlich als relativ energetischen Post-Rock. Dass dir das nicht gefällt ist eigentlich klar, aber grade als Fahrstuhlmusik würde ich das garnicht beschreiben, da passiert schon eine ganze Menge. GOD IS AN ASTRONAUT oder EXPLOSIONS IN THE SKY lasse ich von einem Nicht-Kenner als Fahrstuhlmusik gelten, aber MAYBESHEWILL? Hmm...
Nicht gefallen, ist der falsche Ausdruck dafür. Die Atmosphäre und die Stimmung per se sind nicht verkehrt. Das klingt schon schön. Aber schön klingt Ernst Mosch eben auch. Bei MAYBESHEWILL bin ich jetzt beim vierten Durchlauf des Scheibchens und das ist für mich einfach akustisches Flutschi. Daher hab ich es auch Fahrstuhlmusik genannt. Das ist schon dynamisch, vielleicht sogar energetisch, aber es kantenfrei poliert und auf Hochglanz gebürstet, es saust sauber geölt und reibungsfrei durch die Gehörgänge. Ja, man meint, dass man mitgetragen wird, bis man merkt, dass es so mitreißend ist, dass man den Kopf kurz vor dem Einschlag auf der Tastatur noch abfangen konnte. Bei mir fehlt es am Verständnis für das schwelgerische Gedudel. Ich warte immer drauf, dass etwas passiert, und es passiert halt nichts. Es flutscht weiter und weiter und weiter und weiter... man schläft ein, man wacht auf... es flutscht immer noch, bis die CD sich ausgeflutscht hat. Es gibt keine Akzente, keine Hooks, keine Ecken und Kanten, keine Faust, nichts, was dich anschreit und wachrüttelt... es gibt nur den Weltraum, unendliche Weiten und kein Raumschiff Enterprise, das durch die Weiten schneidet, keinen Captain Kirk, der den Bauch einzieht und keinen Scotty der Energie gibt. Das ist Musik wie "Odyssee ins Weltall" - das finde ich ästhetisch interessant, aber es spricht nicht zu mir.
Ich bin raus?
Dabei dachte ich dass wir zumindest beim BM teilweise auch erhebliche Schnittmengen haben. Und DARKTHRONE feiern wir beide über alle Epochen gleichermaßen ab, oder? So schlimm isses schon nicht

Nein. Du bist nicht raus. Vergib mir. Die Schnittmengen mit Sally sind aber größer, weil sie halt auch weit in den 80er-Metal hinein reichen, obwohl der ihm auch bisweilen größeres Stirnrunzeln bereitet. Aber eben nur bisweilen.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38