Running Wild

Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 18. April 2012, 23:32

Jhonny hat geschrieben:a) durch die typischen Trademarks der Bands gibt mir eine solche Scheibe trotzdem das Gefühl, dass das einfach "passt", was ich höre - auch wenn es vielleicht schon stärkere Alben in der Diskographie gab.


Das kann ich nachvollziehen. Geht mir auch manchmal so.


Jhonny hat geschrieben:b) die meisten größeren Metal-Bands wenig Rohrkrepierer veröffentlichen... gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde. Sicher ist manchmal nur gehobenes Mittelmaß dabei, aber nur ganz selten wirklicher Schrott.


Das ist natürlich verkehrte Kausalität. Das würde ja auch bedeuten, dass Modern Talking nur wundervolle Musik gemacht hätten.

Jhonny hat geschrieben:Und daher ist bei mir ein Neukauf einer Lieblings-Band-Scheibe meist eine sichere Geldanlage in ein vielgehörtes Album.
Klar ist es manchmal schade, den ein oder anderen Underground-Tip nicht abzugreifen.
Aber, die neue RAM z.B. (die mir gut gefällt!) habe ich sicher nicht so oft gehört wie eine recht durchschnittliche AC/DC-Scheibe a la "Ballbreaker".


Das liegt aber wohl auch am Erscheinungszeitpunkt. Kaum ein aktuelles Album werde ich jemals so oft hören wie alte Accept, Tank, Priest oder Maiden-Scheiben. Warum nicht? 1. Meine Auswahl war damals viel kleiner. 2. Die Scheiben habe ich seit 30 Jahren.
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. April 2012, 23:35

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:b) die meisten größeren Metal-Bands wenig Rohrkrepierer veröffentlichen... gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde. Sicher ist manchmal nur gehobenes Mittelmaß dabei, aber nur ganz selten wirklicher Schrott.


Das ist natürlich verkehrte Kausalität. Das würde ja auch bedeuten, dass Modern Talking nur wundervolle Musik gemacht hätten.

Du musst dir das wie folgt denken: "gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde (unter halbwegs geschmackssicheren Menschen)"

... ergänzende Auslegung sagen wir dazu...
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 18. April 2012, 23:41

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:b) die meisten größeren Metal-Bands wenig Rohrkrepierer veröffentlichen... gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde. Sicher ist manchmal nur gehobenes Mittelmaß dabei, aber nur ganz selten wirklicher Schrott.


Das ist natürlich verkehrte Kausalität. Das würde ja auch bedeuten, dass Modern Talking nur wundervolle Musik gemacht hätten.


sehr richtig. Ich habe bisher nur keine große Metal-Band entdeckt, die kaum eine ordentliche Scheibe veröffentlicht haben.
Seit ich mich für WARLOCK, DEATH, SEPULTURA, TESTAMENT oder DARKTHRONE begeistern kann, zeigt sich mir, dass das wohl in vielen Metal-Genres zutreffend ist - die Klassiker-Truppen sind das auch zurecht. Klar denkt man sich bei manchen Underground-Scheiben "man, warum sind die nicht so groß rausgekommen wie Band xxy?" - aber in der Regel haben die "großen Bands" des Metal doch auch viele große Alben veröffentlicht.


Holger Andrae hat geschrieben:Das liegt aber wohl auch am Erscheinungszeitpunkt. Kaum ein aktuelles Album werde ich jemals so oft hören wie alte Accept, Tank, Priest oder Maiden-Scheiben. Warum nicht? 1. Meine Auswahl war damals viel kleiner. 2. Die Scheiben habe ich seit 30 Jahren.


Völlig klar - geht mir genauso. Die ersten Metal-Scheiben liefen selbstredend auch deshalb rauf und runter, weil es wenig Konkurrenz im Regal gab - aufgrund der finanziellen Mittel wurde dazu auch viel weniger im Jahr neu gekauft, das heißt, die Konkurrenz war kleiner und ist langsamer gewachsen.
Aber auch heute lege ich prozentual oft fast genauso viele Scheiben auf, die ich schon 2, 3 Jahre in der Sammlung habe wie Scheiben, die erst im letzten Jahr dazu kamen. Ich versuche recht intensiv, meine Klassiker nicht verstauben zu lassen. Und das hat ja auch seine Gründe - die frühen Metal-Alben haben mich sehr mitgeprägt und sind daher für mich auch sehr gut. Irgendwie muss meine Vorliebe für "The Glorious Burden", die frühen AVANTASIA-Alben oder "Brave New World" ja erklärbar sein :D
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. April 2012, 23:50

Jhonny hat geschrieben:sehr richtig. Ich habe bisher nur keine große Metal-Band entdeckt, die kaum eine ordentliche Scheibe veröffentlicht haben.
Seit ich mich für WARLOCK, DEATH, SEPULTURA, TESTAMENT oder DARKTHRONE begeistern kann, zeigt sich mir, dass das wohl in vielen Metal-Genres zutreffend ist - die Klassiker-Truppen sind das auch zurecht. Klar denkt man sich bei manchen Underground-Scheiben "man, warum sind die nicht so groß rausgekommen wie Band xxy?" - aber in der Regel haben die "großen Bands" des Metal doch auch viele große Alben veröffentlicht.

Die These teile ich. Das heißt nicht, dass große Bands automatisch besser wären als kleine, aber ich sehe es definitiv auch so, dass fast ausnahmslos alle großen und langfristig erfolgreichen Metalbands auch qualitativ so viel zu bieten haben, dass sie zu Recht dort oben stehen. Das gilt auch für Bands, die ich persönlich nicht übermäßig verehre, wie zum Beispiel GUNS'N'ROSES, KISS oder METALLICA, aber die haben schon auch alle ihre großen Meriten gesammelt.



Jhonny hat geschrieben:Völlig klar - geht mir genauso. Die ersten Metal-Scheiben liefen selbstredend auch deshalb rauf und runter, weil es wenig Konkurrenz im Regal gab - aufgrund der finanziellen Mittel wurde dazu auch viel weniger im Jahr neu gekauft, das heißt, die Konkurrenz war kleiner und ist langsamer gewachsen.

Klaro. Einer der Gründe, warum ich bis heute so ziemlich jede Note der ersten acht MANOWAR-Alben und die komplette "Pile Of Skulls" mitsingen kann, während ich sonst eher nicht so arg textsicher bin. Selbst bei meiner Lieblingsband CIRITH UNGOL komme ich öfters ins Stocken, weil ich die erst 1992 kennengelernt habe, als es eben schon sehr viel andere Songs und Bands im Kopf gab.

Aber auch heute lege ich prozentual oft fast genauso viele Scheiben auf, die ich schon 2, 3 Jahre in der Sammlung habe wie Scheiben, die erst im letzten Jahr dazu kamen. Ich versuche recht intensiv, meine Klassiker nicht verstauben zu lassen. Und das hat ja auch seine Gründe - die frühen Metal-Alben haben mich sehr mitgeprägt und sind daher für mich auch sehr gut. Irgendwie muss meine Vorliebe für "The Glorious Burden", die frühen AVANTASIA-Alben oder "Brave New World" ja erklärbar sein :D

Würde ich echt auch gerne machen... allein fehlt mir die Zeit. Aber mit dem Soundchecken aufhören möchte ich an sich auch nicht, und damit ist klar, dass es bis auf weiteres nicht passieren wird. Vielleicht, wenn ich mal in Rente bin und meine Lieblingsbands im Zweifel nicht mehr regelmäßig neue Scheiben veröffentlichen...
:grins:
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 19. April 2012, 00:26

Jhonny hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:b) die meisten größeren Metal-Bands wenig Rohrkrepierer veröffentlichen... gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde. Sicher ist manchmal nur gehobenes Mittelmaß dabei, aber nur ganz selten wirklicher Schrott.


Das ist natürlich verkehrte Kausalität. Das würde ja auch bedeuten, dass Modern Talking nur wundervolle Musik gemacht hätten.


sehr richtig. Ich habe bisher nur keine große Metal-Band entdeckt, die kaum eine ordentliche Scheibe veröffentlicht haben.
Seit ich mich für WARLOCK, DEATH, SEPULTURA, TESTAMENT oder DARKTHRONE begeistern kann, zeigt sich mir, dass das wohl in vielen Metal-Genres zutreffend ist - die Klassiker-Truppen sind das auch zurecht. Klar denkt man sich bei manchen Underground-Scheiben "man, warum sind die nicht so groß rausgekommen wie Band xxy?" - aber in der Regel haben die "großen Bands" des Metal doch auch viele große Alben veröffentlicht.



Worauf sich Dein "völlig rchtig" bezieht erschließt sich mir nicht.

Natürlich haben viele der großen Bands auch viele gute bis sehr gute Scheiben veröffentlicht, aber ich bin leider der Meinung, wenn so eine Band erst einmal einen gewissen Status erlangt hat, kann sie sich leider auch einige Gurken erlauben. Beispiele, die mir jetzt ohne langes Nachdenken einfallen: Metallica, Maiden, AC/DC.
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon scumi » Donnerstag 19. April 2012, 00:55

Die andere Geschichte zwischen Peter und scumi: Ich finde es dann nur schade, wenn man lieber ganz bewusst eine mittelmäßige Scheibe einer einstmaligem Faveband kauft als dann lieber mal in einen herzblütigen Newcomer zu investieren.


Naja das ist so ne Sache. Da wird es halt mitunter dünn. Das finde ich zumindest. Heutzutage wird man ja regelrecht überflutet mit heißspornigen Newcomerbands und das meiste ist doch nur Mittelmaß oder gesichtsloses Nacheifern von Legenden. Bands wie Stormwarrior, Lonewolf, Enforcer, Steelwing (gut die sind alle nicht direkt Newcomer) erreichen genausowenig das Niveau alter Klassiker wie die Originalbands. Alles freilich nicht schlecht aber jetzt auch nicht besser als diese neue Running Wild ...oder die neue Accept. Ja, ich find tatsächlich Rock'n Rolfs drittbestes Riff noch cooler als das Beste der meisten Anderen. Shadowmaker find ich auch gar nicht mal mittelmäßig. Ich hab ihn erst für verrückt gehalten aber ich näher mich Rüdigers Wertung doch langsam an. So 7-8 kann ich dem Album womöglich schon geben. Es ist besser als das mieße ReV und das relativ bescheidene The Brotherhood Das Beste seit The Rivalry würd ich gar sagen. Weit weg von der Klasse eines Masquerade aber keinesfalls weiter als Maidens Matter of Life and Death von Powerslave. Für mich funktioniert der heute hardrockigere Ansatz von Kaspareks Rolf ziemlich gut. Ich kann aber nachvollziehen, dass die Meinungen da weit auseinandergehen.
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Chavo89 » Donnerstag 19. April 2012, 04:35

Warum kann man nicht einfach Scheiben, die man gut findet, gut finden? Warum muss man immer nach einer solchen Stellungnahme auch immer etwas daraus schlussfolgern? Ich finde zB die letzte Maiden supergeil. Das reicht doch als Statement. Daraus ziehe ich doch keinen Schluss zu anderen großen Metal-Bands. Dann würde nämlich auch ein positives Urteil zur letzten Armored Saint ein positives Urteil zur letzten Skullview bedeuten. Was für ein Schwachsinn...
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. April 2012, 10:54

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:b) die meisten größeren Metal-Bands wenig Rohrkrepierer veröffentlichen... gerade deshalb haben sie so eine große und treue Fangemeinde. Sicher ist manchmal nur gehobenes Mittelmaß dabei, aber nur ganz selten wirklicher Schrott.


Das ist natürlich verkehrte Kausalität. Das würde ja auch bedeuten, dass Modern Talking nur wundervolle Musik gemacht hätten.


sehr richtig. Ich habe bisher nur keine große Metal-Band entdeckt, die kaum eine ordentliche Scheibe veröffentlicht haben.
Seit ich mich für WARLOCK, DEATH, SEPULTURA, TESTAMENT oder DARKTHRONE begeistern kann, zeigt sich mir, dass das wohl in vielen Metal-Genres zutreffend ist - die Klassiker-Truppen sind das auch zurecht. Klar denkt man sich bei manchen Underground-Scheiben "man, warum sind die nicht so groß rausgekommen wie Band xxy?" - aber in der Regel haben die "großen Bands" des Metal doch auch viele große Alben veröffentlicht.



Worauf sich Dein "völlig rchtig" bezieht erschließt sich mir nicht.

Natürlich haben viele der großen Bands auch viele gute bis sehr gute Scheiben veröffentlicht, aber ich bin leider der Meinung, wenn so eine Band erst einmal einen gewissen Status erlangt hat, kann sie sich leider auch einige Gurken erlauben. Beispiele, die mir jetzt ohne langes Nachdenken einfallen: Metallica, Maiden, AC/DC.


Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass "großer Erfolg" nicht zwangsläufig hohe Qualität bedeutet. Das heißt, die Kausalität als solche sehe ich nicht als Prinzip.
In der Regel ist sie für mich aber ein Faktum, das im Erfolg der Metal-Bands erkennbar ist, sich nicht aber in diesem begründet.
Denn: Die meisten dieser "großen" Bands haben eine recht große Zahl wirklich "großer" Alben veröffentlicht. Das gilt natürlich auch für manche Underground-Bands (man denke nur an JAG PANZER), aber eben schon auch sehr deutlich für Truppen wie METALLICA oder SLAYER.

Dass es dabei Rohrkrepierer wie "Lulu" oder "St. Anger" gab ist klar, aber sie sind doch eher die Ausnahme. Auch schwächere PRIEST-, MAIDEN-, HELLOWEEN-, RUSH- oder AC/DC-Alben waren für mich immer sehr hörenswert. Bei diesen Bands kenne ich bisher keine Scheibe, der ich nicht mindestens 6 Punkte geben würde. Das erfolgt wie gesagt nicht aufgrund eines Kausalzusammenhangs, ist aber bisher einfach für mich feststellbar.
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon hellknulf616 » Donnerstag 19. April 2012, 12:17

@ Topic

Grauenhaftes Fremdschämmaterial, das - jenseits seines stümperhaften Eigenlebens - mit RUNNING WILD ("Pile Of Skulls", "Black Hand Inn",...) wenig bis nix zu tun hat. Mein Tipp: Als ausreichend TOXIC TASTE-Outtakes vorhanden waren, hat Rolf selbige aus ökonomischen Gründen einfach als RW-Album rausgebracht, was nicht zuletzt das Cover nahelegt...
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Re: Running Wild kommen zurück

Beitragvon Eike » Donnerstag 19. April 2012, 14:10

Und hier noch die Gruppentherapie dazu:
http://powermetal.de/content/artikel/sh ... ,7604.html
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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