Julian Rohrer hat geschrieben:Limit-50-Pressungen"...
AUSVERKAUF!!!

|
|
Artikelreihe: Das Vierte Jahrzehnt: 2000 - 2009 - DiskussionRe: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001
AUSVERKAUF!!! ![]()
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001
Ist natürlich wieder mal 'ne Definitionssache, trotzdem würd ich das jetzt so eher nicht unterschreiben. What if there is nothing more
What if there is only emptiness What if there is nothing more Beyond the code of deliverance Meine Sammlung Ranking 2014
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001Dafür gibt es doch das Forum, wo das auf Nachfrage oder bei besonderem Mitteilungsbedürfnis der Redakteure problemlos möglich ist. Nur: Wenn jede/r von uns zu jedem Jahr zu je zehn Alben seinen Senf abgäbe, stünde - bei fortlaufendem Tagesgeschäft - der (Mehr-)Aufwand in keinerlei Relation mehr zur Relevanz für die Leser. Ich glaube zudem, dass es kaum mehr als eine Handvoll gäbe, die sich diese Textmassen komplett reinziehen würden - mal ganz davon abgesehen, dass kontextfreie "ein oder zwei" Textzeilen nicht wirklich viel hergäben; denn grundlegend mehr als ein Teaser zu einer tiefergehenden Rezension könnte das naturgemäß nicht sein. Und zehn Rezensionen extra (bzw. 100 bezogen auf die gesamte Reihe) saugt man sich als Einzelperson nicht einfach so aus den Fingern. Das verstehe ich nicht. Wieso denn? POWERMETAL.de ist, (eventuell anders lautenden verqueren Glaubenssätzen zum Trotz:) genau wie jedes andere Magazin auch, eben keine einen dogmatischen Kanon herausgebende alleinseligmachende Church of Rock, sondern schlicht und einfach ein Orientierungsangebot von musikvernarrten und darüberhinaus auch gerne mal über Musik schreibenden Vielhörern. Der angestrebte Eindruck einer solchen Reihe ist eine bequeme Orientierung des Lesers bezüglich des musikgeschmacklichen Horizonts und der diesbezüglichen individuellen Schwerpunktsetzung innerhalb der Redaktion, also ein Querschnitt durch die unter dem Titel der Reihe präsentierten Jahre in diesem Sinne. Darum haben wir beides drin: gemeinsame Konsensplatten & individuelle Lieblinge. Das Bewertungssystem wird auch offengelegt, insofern ist mir unklar, was dabei verfälscht werden soll. Noch dazu, wenn sich die Größe der kommentierten Gesamtliste gerade daraus ergibt, dass wir Konsenslinge und Unikate gleichermaßen repräsentieren wollen. Dass so ein "best of" stets nur subjektiv zu bemessen ist, liegt in der Natur der Sache, und muss daher nicht in der Überschrift jedesmal als rituell zitierte Binsenweisheit mitthematisiert werden. Oder doch? Mal sehen, vielleicht kommt sowas ja zu den jeweiligen "Lieblingsplatten des Jahrzehnts" unserer Redakteure zustande. Das würde schon einige Gruppentherapien hergeben, und mehr wäre - wie man leicht überschlagen kann - schon rein logistisch auch gar nicht zu stemmen. Ob es dazu aber überhaupt kommen wird, hängt sicherlich auch von entsprechender Nachfrage/Feedback ab. Mal abwarten, wie lange das Interesse anhält... Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001
also ich hab den thread bisher nur am rande verfolgt, aber ich finde, das geht dann schon zu weit. ich find zwar auch, dass der jesus ein bissl übertreibt, aber ich verstehe seinen grundsätzlichen kritikpunkt. wir sehen uns gern als tiefgründigeres metalmagazin als viele andere die es so im web gibt, und diesen punkt teile ich auch. ich (persönlich!) habe aber bei den polls aber auch ein wenig das gefühl, dass da die "bekannten" platten sehr stark vertreten sind, obwohl wir doch eigentlich viel mehr kennen sollten. da wir die leser sonst aber gerne (was ich auch perfekt so finde!) auf die vielen vielen vielen bands und genialen platten versuchen aufmerksam zu machen, die es sonst noch so gibt, wirkt das ein wenig ... seltsam. der überblick über die verschiedenen jahre der polls verstärkt den eindruck auch, irgendwie tauchen schon oft die gleichen namen wieder und wieder auf. ich mein klar, alles ist normalverteilt wie hier schon jemand gesagt hat, aber dennoch sollte unsere verteilung (nach dem was wir versuchen mit unserem magazin zu erreichen) etwas anders aussehen, wie die der gesamtpopulation "metal", ganz einfach weil wir eben KEINE repräsentative stichprobe für die metalszene sind. dass sich unsere meinungen mit der der gesamten szene schneiden, ist klar, aber ich denke, dass viele leser erwarten, dass es eben nicht ein direktes abbild der szene ist. @julian: ich fühl mich von dem quote oben mal angesprochen, weil ich halt auch lieber alben nominiere, die nicht unbedingt "jeder" nennt. und wenn ich jesus' liste so lese, finde ich in keiner form, dass er da mit zu übertriebenem underground kram ankommt. ich hab in meiner 2001er liste neben zb dornenreich queens of the stone age drin, trotzdem glaube ich (obwohl das volle kanne mainstream ist), dass mich die kritik vom jesus nicht treffen wird (okay, das ist reine spekulation ) mit dem was du da schreibst reduzierst du powermetal.de irgendwie. ich find, ihr geht da mit dem jesus seinem "problem" nicht richtig um, ich finde es nicht richtig, seine befürchtungen mit zynismus abzutun.
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001Zynismus? Ich stehe da wirklich auf dem Schlauch, verstehe einfach nicht, was hier eigentlich kritisiert wird.
Was die Anspielung angeht, irgendeine selbstgesetzte Messlatte erfüllen zu müssen, so würde ich darum bitten, diesbezüglich Ross und Reiter nennen: Wer hat denn wann den Anspruch behauptet, POWERMETAL.de sei abseitiger oder müsse abseitiger sein als andere Magazine? Unter der ins Feld geführten "Tiefgründigkeit" verstehe ich allerdings auch nicht irgendeine Verpflichtung, sich lediglich oder auch nur vornehmlich auf Obskuritäten zu kaprizieren; sondern darauf, in seinen Betrachtungen und Anmerkungen möglichst hinter die Oberfläche zu schauen - also einen methodischen Anspruch, der dann auf Mainstream wie Underground gleichermaßen zu beziehen wäre. Und selbst wenn jemals wer drauf bestanden hätte, POWERMETAL.de sei zuvorderst ein Untergrundmagazin, so wäre ein solcher Anspruch dann ja wohl rein magazinseitig auf das in Rezensionen, Interviews etc. vertretene Spektrum zu beziehen; woraus noch lange nicht auch ein Meinungsdiktat bezüglich des privaten Musikgeschmacks abzuleiten wäre. Wieso also sollte das Vermeiden von Mainstreambesprechungen im Tagesgeschäft irgendwen veranlassen, ausgerechnet in einer "best of"-Rubrik (wo es eben nicht um Fragen der Einordnung auf einer (Un-)Bekanntheitsskala, sondern des Geschmacks geht) all das zu verleugnen, was gefällt, nur weil es evtl. in Mainstreamverdacht geraten könnte? Was war nochmal das Problem? Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001Letztlich können wir doch nur entscheiden, ob wir eine Gesamtliste machen wollen, welche die Konsensplatten betont, wie wir es getan haben, oder ob wir eine Vorstellung sämtlicher Einzellisten machen, wogegen wir uns entschieden haben, weil das logistisch kaum machbar ist.
Das Ergebnis untergründiger oder abseitiger zu gestalten, haben wir ja nicht in der Hand, weil jeder eben seine Favoriten nominieren soll, ohne Rücksicht darauf, ob die populär oder unbekannt, flach oder tiefgründig sind. Wenn ich mir meine 2000er-Liste nochmal anschaue, dann sind da mit Mayhem, Tormentor, Jag Panzer, Cruachan, Jacob's Dream und Venom nach meiner Definition sechs Alben dabei, die vom metallischen Mainstream eher weit weg sind, und mit Nevermore, Iron Maiden, Helloween und Halford, vier, die man durchaus mainstreamig nennen könnte. Vier davon haben zu Überschneidungen geführt, 2x Underground (Jag Panzer, Jacob's Dream) und 2x Mainstream (Nevermore, Iron Maiden). Dass Halford und Helloween nicht im Artikel gelandet sind, finde ich überraschend und schade, weil beide für meinen Geschmack sehr gute Scheiben gemacht hatten, die ich - völlig unabhängig vom Status - zu meinen Top 10 des Jahres zähle. Was will ich damit sagen? Nun, vermutlich, dass es keine Rolle spielt, ob wir eine Gesamtliste machen, oder eine Einzelliste. Es werden so oder so undergroundige und populäre Bands dabei sein. Und wenn ich in der Gesamtliste Sachen wie Jacob's Dream, Jag Panzer und Tourniquet in den Top-10 habe, dann kann ich nicht sehen, dass wir Underground-Perlen übersehen oder vernachlässigt hätten. Dass ganz vorne bekanntere Bands stehen, ist eine Konsequenz des nach Übereinstimmungen suchenden Wertungssystems. Ich hätte auch lieber Mayhem und Tormentor in den Top-3 als Nightwish und In Flames. Aber die sind eben nicht konsensfähig, auch nicht in der Redaktion, von daher klappt das eben nicht - ich mag sie trotzdem, vielleicht gerade weil sie nicht konsensfähig sind. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001@eike:
zynismus war lediglich auf julians aussage bezogen. das problem war, dass ichs nicht richtig finde, wie auf dem jesus rumgehackt wurde :p ich habe versucht zu erklären, "warum" ichs nicht richtig finde.
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001Ich für meinen Teil hab den Jesus trotzdem lieb, und ich glaube auch nicht, dass das von den Kollegen als böses Rumhacken gemeint war. Man nimmt die Kritik wahr, versucht aber natürlich trotzdem, ein Projekt, das wir gemeinsam angepackt haben, weil wir es gut fanden, zu verteidigen, oder zu erklären. Ich finde das Konzept auch immer noch gut, auch wenn es im Ergebnis (= gewählte Alben) nicht ganz dem entspricht, was ich mir oben wünschen würde. Es hätte mich sehr gefreut, wenn mehr Abseitiges und weniger Omnipräsentes gewählt worden wäre, aber wir haben uns für den Modus entschieden, und ich kann ihn auch vertreten.
Aber ich kann auch die, ich sag mal "Unbehaglichkeit" nachvollziehen, die Jesus ergreift, wenn er den Artikel anschaut. Wenn ich in "unserem" Jahrespoll 2000 Scheiben wie In Flames und Nightwish in den Top-3 sehe, dann frage ich mich natürlich auch, ob es die Musik ist, die ich für so gut und so wichtig halten würde, dass sie in einem Dekaden-Special an prominenter Stelle steht, aber das war eine demokratische Entscheidung, und ich käme mir schäbig vor, unser Projekt jetzt zu schmähen, weil unsere Redaktion "im Mittel" doch mainstreamiger ist, als ich mir das wünschen würde. Ich selbst habe ja auch Mainstream-Alben nach oben verholfen. Von daher muss und darf ich mich nicht beschweren. Langer Rede kurzer Sinn: Ich finde den Modus und das Konzept immer noch gut und freue mich auf die Ergebnisse der kommenden Runden, auch wenn ich mir etwas abseitigere und obskurere Nennungen gewünscht hätte. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001ich seh das exakt wie du. das projekt ist super. genau diese "unbehaglichkeit" kann ich dabei auch nachvollziehen, das wollte ich in meinem post weiter oben sagen. ich wollte damit nicht am sinn oder am "tollness faktor" der aktion rütteln
![]()
Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001Das ist der Grund, warum ich hier, zu einer Serie mit diesem Konzept, nichts mit dem Beklagen von zuwenig Untergrund anfangen kann. Da sehe ich an dieser Stelle einfach keine Relevanz. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Wer ist online?Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 101 Gäste |
|