PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 1. September 2024, 23:39

Gruppe 17 -

Bush ist nicht wirklich meins. Klingt so wie ich die 90er nicht mag. Manchmal merkt man das beim ersten Hören. Hier leider passiert. Den Death Angel Song habe ich an anderer Stelle schonmal gehört. Und fand ihn da gut. Heute wollte mir das weniger reinlaufen. Keine Ahnung. Ich hab bei der Band in der frühen Phase noch ordentlich nachholbedarf. Und das darf gern von vorne beginnen. Bruce Dickinson und "Chemical Wedding" ist für mich die Solo Scheibe von ihm.Engine hat mich dann doch überrascht, weil ich was anderes vermutet habe. Aber dann doch sehr nahe an der Hauptband dran. Gefällt mir ziemlich gut. Irgendwann kommt die Scheibe ins Haus. Möchte dann doch wissen wie das als Ganzes klingt. Von Jethro Tull dann ein Song, den ich noch gar nicht kenne, weil ich so weit in der Diskographie noch gar nicht vorangeschritten bin. Ziemlich ruhig, ein etwas anderer Anderson. Aber das macht mich nur noch neugieriger, wie die Band zu einem späteren Zeitpunkt klingt. Das war ein guter Happen. An Saviour Machine habe ich mich bis dato noch nicht so recht herangewagt, wobei der letzte Song mir ja auch schon gut gefallen hat. Hier dann der Durchbruch und für mich der beste Song der Gruppe.Slayer sind eben Slayer. Noch immer gut, aber dann doch eben nicht mehr die Durchschlagskraft der Songs und Alben davor. Ich weiß noch...von Stratovarius war ich von einem Song des gleichen Albums schon einmal überrascht. Kein Zuckerplüscheurometal. Das Unkonventionelle gefällt mir in der Songstruktur. Guns 'N' Roses geben mir nichts mehr. Und Vanderhoof kannte ich bis jetzt nicht. Hier gefällt mir natürlich der Bass und dann der Drive des Songs. Sehr angenehm.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Sonntag 1. September 2024, 23:46

Herbst ist eine gute Zeit für den Einstieg in FIELDS OF THE NEPHILIM.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Sonntag 1. September 2024, 23:49

Mein Senf zur Gruppe 15:

1. Fields Of The Nephilim - For Her Light
https://youtu.be/6OrsxYevlgw

Seit bald dreißig Jahren einer meiner absoluten Lieblingssongs. Da hatte ich aber von Anfang an so ein Gefühl, als ob etwas in mir diese Musik schon ewig kennen würde. Als hätte sie nur darauf gewartet, entdeckt und wiedererkannt zu werden. Sie hat sofort ein Gefühl der Ewigkeit und Verbundenheit und tiefen Sehnsucht ausgelöst. Romantisch und überzeitlich und unbeschreiblich transzendent, über alle Verletzlichkeit, Einsamkeit aber auch über alle Geborgenheit hinweg, das große Nichts wartet irgendwo und ist überall um uns herum. Auflösung. Das ist ein Stück, das bleibt. Für immer. Danke fürs Nominieren! Ich hatte das wahrscheinlich nicht auf dem Schirm weil es für mich nicht typisch 1990er ist. Sondern vorbiblisch. ;-)


2. Fear Of God - Drift
https://www.youtube.com/watch?v=8NFzSqvNPig

Es gibt Stimmen, die würden vermutlich auch in komplett anderem Kontext für mich funktionieren, haben dann aber noch das Glück, die perfekte Tonumgebung gefunden zu haben, um so richtig zur Blüte zu kommen. Dawn Crosby bei FEAR OF GOD ist so ein Beispiel. Dazu dieser herrliche Gitarrenexzess. Dazu die atmosphärischen Rhythmen und Effekt-Schraffuren, das greift alles perfekt ineinander. Trip-Metal durch Unterwelten. Auch die Einflüsse schweben herrlich in der Balance, thrashige, punkige, gotische, doomige, aber alles immer schön heavy gehalten, dampfdruckgekocht, keine Katharsis, kein Verpuffen der Energie, ein Perpetuum mobile musikalischer Hochspannung. Geht eigentlich auch immer, fast so transzendent in seiner existenziellen Urschreihaftigkeit wie die Fields, aber kangästhetisch eben doch ganz klar in der Moderne des Atomzeitalters verortet.



3. Soundgarden - Black Hole Sun
https://www.youtube.com/watch?v=k9dZJJaDuG4

Wäre es 'Fresh Tendrils' vom gleichen Album gewesen, es wäre mir womöglich noch schwerer gefallen, einen "Superunknown"-Song nur auf Platz 3 zu verweisen. Aber auch mit 'Black Hole Sun' hat SOUNDGARDEN ein Stück veröffentlicht, das meinen Musikgeschmack in den Neunzigern stark mitgeprägt hat. Rhythmisch etwas schlichter gehalten als manch anderer Song der Band, im Riffing nicht ganz so catchy, aber grandios im Gitarrensolo und im Gesang. Hier wird das Pathos etwas dicker aufgetragen als sonst, jeglicher Punkungestüm bleibt in der Tasche, der Refrain hat gar Popqualitäten. Weniger breitbeiniger Hardrock als frühere Songs, weniger artrockige Verspieltheit als spätere, aber sitzt dazwischen sehr gut im Sattel.


4. Head Like A Hole - Crying Shame
https://youtu.be/8SEWHZvQ0fU

Das abgehalfterte Trompetenriff rockt. Der punkig-grungige Groove auch. Beides zusammen ist mehr als die Summe seiner Teile. Dazu dann der latent funkige Sprechgesang, zwischen nölig und angepisst, alles tanzbar, als Spurenelement noch ein bisschen Rockabillytradition im Beat, wenn Bass- und Bläser-Spur sich überlagern kommt gar ein Hauch Ska-Punk-Energie auf. Basische aber eigensinnige Mischung. Gefällt. Sowas kommt live bestimmt granatenstark.


5. Backyard Babies - Bombed (Out Of My Mind)
https://www.youtube.com/watch?v=2k0nEjYAESk

Schweine/Sleaze/Speed-Rock ist oft so ein Love-it-or-hate-it-Ding. Jedenfall asozial und breitbeinig, hemmungslos und hochenergetisch. Sonst funktioniert der Stil einfach nicht. Er hat dadurch halt auch immer so einen gewissen kaputt, ziellos, übertrieben berufsjugendlich, im schlimmsten Fall peinlich hängengeblieben wirkenden Effekt. Kann aber Spaß machen. Wichtig ist, dass das punkig rotzig und zugleich verdammt tight aufeinander eingespielt ist, dass alles hart am Anschlag agiert, schweißtreibend wirkt und niemals die klassische Rock'n'Roll-Tadition schmäht. Mir reicht dafür das '98er Album von GLUECIFER mit dem schönen Titel "Soaring With Eagles At Night To Rise With The Pigs In The Morning". Das hier ist immerhin brauchbarer Ersatzstoff. Aber vermutlich bleibt da eh jede*r bei der Band, die zum richtigen Zeitpunkt ins Leben trat. Denn sind wir mal ehrlich, dann gibt es davon in jedem Land Dutzende. Und ein durchweg gutes Album dieses Stils im Vorrat zu halten reicht völlig aus. Das Rad neu erfinden wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keine dieser Bands...


6. Savatage - Turns To Me
https://www.youtube.com/watch?v=ZhYaYU16GNA

Epischer Heavy Metal, sehr groove- und rifflastig. Die US-Powermetal-Schiene eben. Hier finde 8ch das etwas genetisch, Malen nach Zahlen von den Zutaten her, das ganz Besondere fehlt mir, das solch ein Stück von vergleichbaren abhebt. Handwerklich ist das toll geschrieben und ausgeführt. Es funktioniert für mich, aber hat halt auch etwas ausgelutschtes, zu oft gehörtes an sich. Auf Albumlänge? Puhh...


7. Anathema - Deep
https://www.youtube.com/watch?v=omSzNAACjpw

Das hat diese verwaschenen Shoegazegitarren, die eine Art akustische Leinwand tünchen, auf die dann der Gesang die Stimmung vorgibt, alles andere ordnet sich dem weitgehend unter, verstärkt und untermalt bloß. Die Rhythmusfraktion hält alles in der Balance, damit der stromgitarreske, dem Gesang emotionalen Echoraum bietende Unterfluff nicht in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Sehr romantischer, gesangszentrierter Kram also, der stark mit Projektionsflächen und Gefühlsduselei rund um die Sangeskünste und deren stimmliche Erzeugung von Leidenschaft spielt. Der Grat zwischen Kitsch und Kunst ist schmal, und subjektiv liegt es bloß daran, ob einen die Stimme und Stimmung momentan gerade emotional abholen kann oder eben nicht, jedenfalls bei einem Stück, das so gleichmäßig und gleichförmig vor sich hertreibt wie dieses her. Seichte Wasser, aber mit Wellenlinienmustern wie ein Rorschachtest. Ich finde es ganz hübsch, empfinde es als sehnsüchtig verträumt, harmoniesuchend, aber auch etwas wischiwaschi.


8. Lethal - Obscure The Sky
https://www.youtube.com/watch?v=kWj_h7XY27g

Klassischer Heavy Metal, wirklich solide, könnte auch interessant werden, aber jegliche Spannung, welche die Instrumentalfraktion erzeugt, wird leider überlagert und zugekleistert durch einen Gesang, dessen stimmliche Allüren mir in ihrer weit aufgedrehten Leidenschaftlichkeit zu drüber sind. Mir fehlt da der Zwischenraum zum Atmen, der Song wirkt überladen und erstickt vom Gesang, welcher bei mir in seiner Übermächtigkeit einfach den falschen Nerv trifft.


9. Morbid Angel - Demon Seed
https://www.youtube.com/watch?v=5LHQAqX7LeU

Geht gut nach vorne im hartnäckigen, wadenbeißenden Groove, der schmirgelt sich auch gut durch die melodisch schlierigen Gitarrenläufe, was an und für sich schon einen hübschen Kontrast erzeugt, doch bremst sich das Stück auch selbst aus durch den monotonen, stumpfen Gesang, der seinerseits kaum Dynamik aufweist. Trotz seiner Kürze wirkt mir das somit etwas zu langwierig und wenig knackig.


10. Malevolent Creation - Way Of All Flesh
https://www.youtube.com/watch?v=jNm4vtTB7cU

Dynamisch "passiert hier mehr" als im Song zuvor, dafür finde ich allerdings den Gesang hier nicht bloß ästhetisch eher abstoßend sondern auch von seiner Art her nicht sehr passend zum Insektenschwarmsound der Instrumentalfraktion. Spätestens im letzten Drittel geht dem Song dann auch die Puste aus, alles wirkt bereits vollumfänglich ausgedrückt aber zieht sich halt noch hin. IRON MAIDEN-Syndrom, "The Wolf of Wall Street"-Syndrom, Schlager-Syndrom, wie immer man es auch bezeichnen mag.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Chavo89 » Montag 2. September 2024, 08:58

Nr. 15:
Bei ANATHEMA bin ich noch ziemlich unbeschrieben. Aber das Liedchen hier hab ich schon mal gehört. Gefällt mir auch ganz gut. Zwischendurch verliert es für mich zu sehr den Fokus. Soll wohl atmosphärisch sein, kommt bei mir nur nicht an. Davon abgesehen: hübsch, aber auch nicht herausragend.
Die BACKYARD BABIES geben mir jetzt nicht so viel. Das ist mir jetzt so zu uneigenständig und austauschbar. Wie Eike schon schreibt, ist das aber vermutlich einfach nicht der richtige Zeitpunkt in meinem Leben dafür.
FEAR OF GOD ist natürlich grandios. Bin sehr in das Album verliebt, seit es das erste Mal hier lief. Unglaubliche Intensität in jeder Faser. In dieser Gruppe aufgrund biografischer Befindlichkeiten trotzdem nur auf Platz 3.
FIELDS OF THE NEPHILIMs "Elizium" habe ich sogar hier. Mag ich auch sehr gerne, wobei ich das nicht ständig hören kann. Dafür ist mir das zu gleichförmig. Meist bleibe ich bei LAKE OF TEARS, wenn es mich gotisch gelüstet. Wobei das hier natürlich schon was anderes ist. 'For Her Light' ist ziemlich cool, ich mag vor allem die Gitarre, wenn sie ihr Lick runterzockt. Aber auch gesanglich ist das Ding hier voll gelungen. Gute Nominierung!
Nochmal HEAD LIKE A HOLE? Kannte ich gar nicht vorher und in diesem Spiel kommen die zweimal vor. Interessant. Also, musikalisch leider weniger. Die Trompeten sorgen für einen schönen Farbklecks, davon abgesehen finde ich das nicht wirklich mitreißend. Vor allem der Sänger verleitet meine Ohren dazu, sich zu schließen.
Ich finde das LETHAL-Album fantastisch und vor allem natürlich 'Obscure The Sky'. Gigantisch.
Achja, MALEVOLENT CREATION. Eine weitere dieser Death-Metal-Bands, die für mich alle die gleiche Band sein könnten. Okay, der Titel hier scheint von einem Album zu stammen, dass eher umstritten ist. Kann ich verstehen, geht nämlich ziemlich an mir vorbei, weil keine Widerhaken, kein interessanter Sänger, keine erkennbar geilen Riffs. Aber wenigstens ist's Metal und das ist ja per definitionem besser als Rock. Also ist egaler Metal besser als egaler Rock. Man muss es sich manchmal halt auch leicht machen.
MORBID ANGEL ist übrigens auch eine dieser Death-Metal-Bands. Der Sänger hier ist allerdings besser. Und das völlig chaotische Solo gefällt mir auch. Immerhin!
Ich liebe ja die "Wake Of Magellan", was sicher daran liegt, dass diese halt eine meiner ersten CDs von SAVATAGE war. Ich liebe den warmen Klang der Produktion und der Stimme, das Albumkonzept, die ruhige Herangehensweise an die Kompositionen. Tolles Album! 'Turns To Me' ist in meinen Ohren ein klarer 10-Punkte-Song. Vor allem die abwechslungsreichen Gitarren und den Songaufbau finde ich hervorragend.
Dann nochmal SOUNDGARDEN. Diesmal kenne ich das Lied immerhin vorher. Der Sänger plärrt aber auch hier voll an mir vorbei. Der Refrain ist ganz hübsch, die Strophen zerren allerdings an meinen Nerven. Und so richtig etwas passiert in den fünf Minuten auch nicht.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Dienstag 3. September 2024, 09:58

Ich bin hier komplett rausgekommen im Moment, da ich quasi 10 Tage kein Internet hatte und keine Musik gehört habe.
Aber ich hoffe, dass ich bald wieder zum Weiterhören komme!
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Chris Staubach » Dienstag 3. September 2024, 11:42

Gruppe15: Ein für mich grundsätzlich interessante Gruppe, da ich 3/4 der Bands/Songs noch nie gehört hatte. Am Ende setzten sich bei mir trotzdem SAVATAGE den Hut auf, da es zwar kein Klassiker der Bandgeschichte ist, aber ein richtiger guter Song. Danach schon kommen SOUNDGARDEN mit einem ihrer besseren Songs - zu recht auch ein Hit. Jetzt wird es spannend. Auf Platz 3 habe ich ANATHEMA gesetzt. Die Band ist an mir vorbeigegangen. Das war mir immer zu flächig, zu wenig Song. Trotzdem vermittelt dieser Solo-Song eine coole Atmosphäre, den ich tatsächlich gerne öfter gehört habe. LETHAL war mir bisher auch gänzlich unbekannt. Fand ich ebenfalls ganz nett, klassischer Metal halt, hat aber in mir kein richtiges Feuer entfacht. Trotzdem knapp am Podest vorbei. FEAR OF GOD kenne ich. Ich liebe Dawn und vor allem DETENTE. Die Nachfolgeband ist mir jedoch insgesamt zu deathig gewesen. Trotzdem: mehrere Sympathiepunkte wurden hier für den fünften Rang aufgebraucht. BACKYARD BABIES ist gar nicht meine Baustelle, macht aber Spaß mal zwischendurch. Mit FIELDS OF NEPHILIM werde ich nicht warm. Ich weiß, die Band besitzt irgendwie Kultstatus, aber mir ist das zu langweilig. Keine Ahnung, kickt mich nicht. MALEVOLENT CREATION ist auch schwere Kost. "Gesang" geht bei mir nicht, musikalisch ist das aber an der einen oder anderen Stelle ganz nett. HEAD LIKE A HOLE hatten wir schon einmal. Ist auch nett, aber rauscht ebenfalls nichtssagend an mir vorbei. Die rote Laterne hat in dieser Gruppe MORBID ANGEL. Ihr merkt schon, bin kein Death-, Black- oder ruppiger Thrash-Fan. Gibt mir nix.

Fazit: Eine interessante Gruppe mit wenigen Glanzlichtern. Hier reicht ein ordentlicher Song von SAVATAGE zum Gruppensieg. Das sagt viel.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Chris Staubach » Dienstag 3. September 2024, 11:50

Gruppe16: Ups, was für eine Gruppe. Ganz vorne landen FLOTSAM & JETSAM mit einem meiner Lieblingslieder der Band aus Arizona. Danach platziere ich GAMMA RAY, mit denen ich so eine 50/50-Beziehung pflege, mit einem ihrer besseren Songs. Tolle Nummer. Bronze ergattert sich BRUCE DICKINSON mit einem Song, den ich gar nicht so auf dem Schirm habe. Ist aber eine gute Nummer. TROUBLE sind für mich die positive Überraschung der Gruppe. Bin mit denen nicht so vertraut, aber dieser Song rockt. FATES WARNING sind dagegen eher was für den Kopf, vielleicht sogar ein wenig zu verkopft. SHADOW GALLERY kann auch was, ist mir aber zu typisch Metal. Manchmal schmerzt selbst der härteste Stahl ein wenig. Bei ICED EARTH mag ich die "Dark Saga" und "Something Wicked" sehr gerne und auch ein paar neuere Alben mit Stu Block können was, die Sachen vom Anfang und dazwischen geben mir dagegen nicht viel. SODOM finde ich grundsätzlich witzig und erkenne auch ihre Relevanz an, musikalisch ist mir das aber zu plump. KATATONIA finde ich erst nach ihrem Stilwechsel interessant, in ihrer Frühphase kitzeln sie mich gar nicht. FAITH AND MUSE hatte von Anfang an in dieser Gruppe keine Chance - unfair, ich weiß, ist aber so.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Chris Staubach » Dienstag 3. September 2024, 13:15

Gruppe17: "Act III" von DEATH ANGEL gehört zu meinen All-Time-Top-5. Auf diesem Werk befindet sich kein einzig mittelmäßiger Song. 'Discontinued' ist zwar eher untypisch für die Todesengel, aber nicht weniger effektvoll. Grandios. Auch 'Chemical Wedding' gehört zu meinen Lieblingssongs von BRUCE DICKINSON, vor allem in der Live-Version. Entsprechend knapp fiel hier die Entscheidung aus. Auf dem kleinen Podest steht ENGINE. Grundsätzlich war/bin ich vom Ray-Alder-Nebenprojekt eher enttäuscht. Auch dieser Song ist nicht unbedingt der ganz große Wurf, reicht aber, um die eher mäßige Konkurrenz in Schacht zu halten. Allein die Stimme ist Platz 3 wert. Das Treppchen knapp verpasst hat GNR, die hier mit einem untypischen Song vertreten sind. Finde ich in diesem Spielchen grundsätzlich eh spannender, als wenn hier die Hits vertreten wären, die jeder von uns schon tausend Mal gehört hat. Groovt nett. SAVIOUR MACHINE wurde in den 90ern ziemlich gehypt - an mir ging er damals ziemlich vorbei. Song ist nett. BUSH verkörpert so alles, was ich am Grunge nie mochte. Und dennoch ist der Song ok, muss man ja auch mal gestehen. Mit der "Divine" ging bei mir der Abstieg von SLAYER los. Punkige Songs, grausame Produktion. Trotzdem triggert mich der Stil natürlich grundsätzlich schon. Das war dann auch ausschlaggebend gegenüber JETHRO TULL. Von VANDERHOOF hatte ich mehr erwartet, kommt gar nicht aus dem Quark. Prinzipiell ist STRATOVARIUS nix für mich, dieses Stück ist aber für mich auch kein richtiger Song.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Dienstag 3. September 2024, 15:12

Zufällig (?) schlug mir YOUTUBE unlängst das hier vor, von einem 1990er-Jahre-Metal-Kanal zu FEAR OF GOD: https://youtu.be/CYf2Q0W1chc?si=tthOCn6oVOwsRGkA
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 3. September 2024, 15:13

Eike hat geschrieben:Zufällig (?) schlug mir YOUTUBE unlängst das hier vor, von einem 1990er-Jahre-Metal-Kanal zu FEAR OF GOD: https://youtu.be/CYf2Q0W1chc?si=tthOCn6oVOwsRGkA

Oh, der Rüdi. 8-)
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