Gothic Slam | Just A Face In The Crowd (1989)
Kennt die irgendwer?
Für mich, wie es so oft hier zu lesen sein wird, eine wirklich frühe Überraschung. Etwa zeitgleich zur „I Hate Therefore I Am“ lernte ich die Band und dessen zwei Alben kennen. Ich war dem zweiten Album (um das es hier gehen soll) und der Band eine Zeitlang ziemlich verfallen. Der Drummer dürfte auch nicht ganz unbekannt sein. Ist Dave Chavarri doch der spätere Schlagzeuger, von „Ill Niño“ und hat sowohl die „Nothing$ $acred“ von „Lääz Rockit“, als auch die „3“ von Soulfly eingespielt. Jetzt nur keine Angst, denn was hier dargeboten wird ist Thrash Metal, in der Form wie man ihn in den späten 80ern sehr oft findet. Aufgeräumtes Klangbild, etwas erwachsener in seiner Wirkung. Die Leute wissen, was sie tun. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es erst das zweite Album der Band und bedauerlicherweise auch das Letzte war.
Das fängt beim Opener an, der mit Vertracktheit, Rhythmus und Tempowechsel direkt zeigt, wo der Hammer hängt. Dabei ist das Album gerade durch seine angenehme Produktion sehr leicht zugänglich. Die würde ich in eine Reihe mit „No Place For Disgrace“ stellen, wenngleich der Gesang direkter ist und der Hall nicht so groß. Damit dürften einige, die die Band nicht kennen, eine gewisse Vorstellung davon bekommen, was einem auf der Scheibe erwartet. Auch der Gesang ist ziemlich schnell verarbeitet.
Die Leichtfüßigkeit und die miteinhergehende Zugänglichkeit kommt definitiv über den rockigen, den metallisch brückenschlagenden Punk Einflüssen, den ganzen Gangshouts, die das Material auflockern. Auf eine merkwürdige Art klingt das sehr fluffig.
Das man sich damals schon getraut hat „Thunder & Lightning“ von „Thin Lizzy“ zu covern und dabei zu klingen, wie frühe „Exodus“ mit Zetro, finde ich immer noch bemerkenswert.
Wie gesagt, ist aus der Band leider nicht mehr geworden und die Alben und speziell dieses, schienen nie ofiziell Re-released worden zu sein.
Definitiv ein Hör Wert und meine Trumpf Karte, wenn es um unbekannteren, undergroundigen „Thrash Metal“ geht.