Metal im Spiegel

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Dark_girl » Dienstag 31. Dezember 2013, 19:10

von Feamorn » 31 Dez 2013 13:58
Zumal man sich, wenn man einen "Fach"-Artikel schreibt zumindest ein Wenig mit dem Thema auseinander gesetzt haben sollte. Ganz abgesehen davon, dass SpOn ja Autoren HAT die irgendwie in der Materie drin sind. Vor dem Hintergrund ist der Artikel schon recht lächerlich...

Das ist ja, als ob man in einem Physik-Artikel anstatt einen bestimmten Namen zu nennen nur von einem "ehemaligen Patentamtsangestellten" reden würde. ;-)


Genau das meine ich! Aber zum Thema Metal hab ich bei SpOn schon einigen Blödsinn gelesen. Insgesamt frag ich mich hin und wieder ob die Leute die für die Rubrik Musik schreiben tatsächlich Ohren besitzen (vor allem wenns um neue Alben geht). ;-)

Da hätte der Autor anstelle der umständlichen Umschreibung auch gleich den Namen schreiben können, ja :jaja: Ich bin mir gar nicht so sicher, ob er die Namen nicht kannte.


Ganz abwegige Idee: Vielleicht ging der Autor davon aus, dass die Leser nicht wissen wer diese beiden Meilensteine sind und mehr mit den Namen der Bands anfangen können. ;-)
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Jakob » Dienstag 31. Dezember 2013, 19:22

Genau das meine ich, so abwegig ist die Idee nicht:
...Unter anderen behaupten der Bassist von Kiss und ein Ex-Sänger von Black Sabbath...
So hat er einen Artikel geschrieben, für das kein "Insiderwissen" nötig ist. Besser wäre gwesen, er hätte zusätzlich die Namen erwähnt um alle zufrieden zu stellen.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Eike » Dienstag 31. Dezember 2013, 23:14

So manchem Studenten könnte es passieren, dass er bereits im Modul "Sludge" versumpft.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 2. Januar 2014, 12:52

Christian Schwarzer hat geschrieben:
Jakob hat geschrieben:Dass es das Studium gibt, ist nach vielen Seminaren und etlichen Büchern eine logische Schlussfolgerung.

Naja, nicht wirklich. Zumahl sich auch fast alles in mir sträubt, das "studieren" zu wollen. Ok, halt dauernd als Feldforschung und ohne Dozent... Das Feld taugt sicherlich gut für Seminare, als wählbarer Zweig (Fokus auf Musik-machen und das Spielen in einer Band) innerhalb eines Musik-Studiums gleich welcher Art wär das auch eine tolle Sache. Ein ganzes Studium finde ich lächerlich.

Lächerlich finde ich das nicht. Es ist eher die Frage, was man meint, als Absolvent nachher für eine Legitimation und Kompetenz zu haben. Ein solches Studium mit der Zielsetzung, den Absolventen zum fähigen Heavy-Metal-Musiker zu machen, halte ich für eher abwegig, da man als Künstler generell zum einen ein Handwerk (Spieltechnik) lernen muss und zum anderen inspiriert sein muss. Das eine muss man nicht studieren, und das andere kann man nicht studieren.

Das Studium allerdings als besodere Qualifikation für Musiklehrer, Musikhistoriker, Musikjournalisten, Bandmanager, Labelscouts usw... zu verstehen, halte ich für durchaus sinnvoll und kein bisschen lächerlich. Hardrock, Heavy Metal und sämtliche hiermit verbundenen Derivate sind mittlerweile ein derart großer und uferloser Ozean geworden, dass es an der Stoffmenge sicherlich nicht fehlt, um ein umfangreiches Studium zu füllen, mit fachbezogenem Unterricht zum Beispiel in den Bereichen Spieltechnik, Musiktheorie, Musikgeschichte, Medienkunde, Soziologie, Marketing, Journalistik usw...

Dass das Studium an sich weder einen guten Musiker noch einen guten Manager oder Musikjournalisten erzeugt, das ist klar. Dass es eine "rebellische Subkultur" unter Umständen noch weiter professionalisiert und kommerzialisiert, ebenfalls. Denn wozu soll jemand "Metal" studieren, wenn er das nachher nicht beruflich nutzen möchte. Ebenso ist klar, dass es sehr viele Leute geben wird, insbesondere solche, die seit Jahrzehnten den Metal l(i)eben, die möglicherweise oder gar sicherlich mehr Ahnung und Kompetenz für die Materie mitbringen, als ein "studierter Jungspund" von der Uni. Aber das ist doch auch in jedem Fachbereich so. Wo gibt es nicht den alten Handwerksmeister, der viel mehr Ahnung von der Materialbearbeitung hat, als der ihm vorgesetzte Diplomingenieur für Maschinenbau, den Vollbluthändler, der jedem BWLer was vormachen kann, wenn es um ein Gespür für den Markt geht, usw...

Dennoch denke ich, dass es - wenn man die Sache mal nüchtern und nicht als Szeneinsider betrachtet - sicherlich vor allem in den Bereichen Journalismus und Marketing durchaus eine Nachfrage von z.B. Labelbossen im Majorbereich oder Chefredakteuren "seriöser" Medien geben könnte, einen "Diplom-Metaller" einzustellen, von dem sie verbrieft haben, dass er sich mit der Materie auskennt. Oder auch bei kommerziellen Musikschulen, die sich einerseits damit brüsten wollen, dass sie nur studierte Mucker als Lehrer haben, aber eben andererseits auch jemanden aufbieten wollen, der die Nachfrage nach
Unterricht speziell für angehende Rocker und Metaller befriedigen kann.

Vielleicht ist das ein erstes Zeichen dafür, dass auch die Musikwissenschaft Rock und Metal langsam an der Schwelle von der U-Musik zur E-Musik sieht.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Dark_girl » Mittwoch 4. Juni 2014, 18:34

Sagt mal was haltet ihr eigentlich von diesem Metal-Blog "Amtlich" auf Spiegel?

Hin und wieder sind da ja ein oder zwei interessante Kurzbeiträge zu finden. (sind aber meist Sachen die ich eh schon weiß ^^)

Aber oft denke ich mir wen interessiert denn das? Auch beim Vorstellen von Alben denke ich mir oft, wer hört denn sowas? oder das zählt wirklich noch zu Metal O_o
Insgesamt finde ich den Blog zu langweilig um ihn ernsthaft zu verfolgen - auch mit den Albenempfehlungen kann ich meist nix anfangen.

Ich wollte jetzt einfach mal wissen, was ihr von dem Blog haltet und ob ich ihn evtl. zu vorschnell als langweilig abgetan hab, bin auf die Diskussion gepannt.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Jakob » Mittwoch 4. Juni 2014, 18:41

Ich höre davon ehrlich gesagt zum ersten Mal...
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon salisbury » Mittwoch 4. Juni 2014, 18:53

Jakob hat geschrieben:Ich höre davon ehrlich gesagt zum ersten Mal...


Und ich zum Zweiten. Die Zeit dazwischen war Leere...
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 4. Juni 2014, 22:12

Ich habe das anfangs ein paar Mal gelesen. Das war's dann auch. Haben die da nicht auch immer das Aussehen der Musiker bewertet? Das war mir ehrlich gesagt zu dämlich.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Dark_girl » Mittwoch 4. Juni 2014, 22:20

von Jakob » 04 Jun 2014 16:41
Ich höre davon ehrlich gesagt zum ersten Mal...


wundert mich nicht.

von salisbury » 04 Jun 2014 16:53
Und ich zum Zweiten. Die Zeit dazwischen war Leere...


da hast du nix versäumt, Kurzartikel heute - Metallica hat ärger mit Tierschützern, weil James für eine Jagd-Doku in den USA die Erzählerstimme einspricht.
Ich hab den Artikel auch nur gelesen weil es in der Zusammenfassung hieß, dass eine Organisation verhindern möchte, dass Metallica auf einem Festival spielt.
Hätte ich gleich gewusst worum es geht, hätte ich es mir gespart.
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Re: Metal im Spiegel

Beitragvon Dark_girl » Mittwoch 4. Juni 2014, 22:28

von Chavo89 » 04 Jun 2014 20:12
Ich habe das anfangs ein paar Mal gelesen. Das war's dann auch. Haben die da nicht auch immer das Aussehen der Musiker bewertet? Das war mir ehrlich gesagt zu dämlich.


Jab - das fand ich auch kindisch, hab mich da zum Teil gefühlt als würde ich die Rezession eines 14 jährigen lesen.

Hier ist auch mal wieder ein Beispiel einer Rezession, die wenig informatives hat - aber ziemlich nervt:
Vorweg ich hab nix gegen die Band um die es geht (von denen hab ich bis Dato noch nichts bewusst gehört).
Es geht auch nicht gegen den Autor - der wollte scheinbar einfach nur eine witzige Review schreiben - aber mein Humor ist das nicht):
was haltet ihr davon?

http://www.spiegel.de/kultur/musik/amtlich-rival-sons-great-western-valkyrie-rezension-a-972688.html

(Es geht um die Rezession der Rival Sons).
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