MACHINE GUN KELLY (mgk) - München
03.03.2026 | 23:4917.02.2026, Olympiahalle
Der letzte Rockstar zwischen Pop-Punk-Hymnen und Zigarettenqualm.
Wenn eine ausverkaufte Olympiahalle in München auf eine moderne Pop-Punk-Legende wartet, ist die Erwartungshaltung entsprechend hoch. Der Rahmen für diesen Arena-Abend ist perfekt, auch wenn der Startschuss für mich persönlich etwas holprig ausfällt.
Den Support-Act JULIA WOLF kann ich aus logistischen Gründen – bedingt durch die strikten Fotoregeln und die damit verbundenen Wegzeiten für das Wegbringen der Kamera – leider nicht begutachten. So liegt der volle Fokus des Abends auf dem Headliner und seiner groß angelegten Show.
Während 'Bloody Valentine' leider noch von außerhalb der Halle auf dem Rückweg vom Parkplatz zu vernehmen ist, markiert 'Forget Me Too' für mich den eigentlichen Einstieg in den Abend.
MACHINE GUN KELLY (mgk) präsentiert sich in der bayerischen Landeshauptstadt gewohnt selbstbewusst und untermauert sein Image als "letzter Rockstar", indem er sich trotz des strikten Rauchverbots in der Olympiahalle auf der Bühne erst einmal eine Zigarette anzündet.
Das optische Zentrum der Produktion bildet eine rauchende Freiheitsstatue, die langsam im Bühnenboden versinkt, flankiert von LED-Screens mit teils effektgeladenen Live-Videos und Visuals. Während die restliche Band meist im Hintergrund positioniert bleibt, nutzt der Hauptakteur intensiv den Steg ins Publikum.
Für einen akustisch geprägten Teil wechselt der Musiker auf eine separate Plattform in der Hallenmitte, auf der unter anderem ein Medley aus '27', 'Kiss Kiss' und 'Love Race' dargeboten wird.
Ein atmosphärischer Höhepunkt folgt kurz darauf mit dem GOO GOO DOLLS-Cover 'Iris': Hierfür kehrt Julia Wolf auf die Bühne zurück.
Beide performen auf schwebenden Podesten über der Band, was in Kombination mit den unzähligen Taschenlampen im Publikum für ein beeindruckendes Bild sorgt.
Dass die Sängerin gesanglich einiges zu bieten hat, lässt vermuten, dass sie bereits als Opener eine gute Figur gemacht haben dürfte.
Die Show bietet eine stimmige Mischung aus den Pop-Punk-Hymnen von "Tickets To My Downfall" und neuem Material wie 'Vampire Diaries', das inklusive einer Tanzeinlage zu meinen persönlichen Highlights zählt.
Auch die härteren Klänge kommen nicht zu kurz: 'DAYWALKER!' sorgt mit drei Moshpits und Pyrotechnik für ordentlich Bewegung in der Menge.
Humor beweist die Crew mit einem Video-Einspieler einer "Alien News-Show" vor 'Concert For Aliens', bevor es ab 'Jawbreaker' oberkörperfrei und gewohnt energetisch weitergeht.
Gegen Ende wird es mit 'Play This When I'm Gone' emotional, unterstützt durch private Videoaufnahmen auf den Leinwänden.
Auch das Country-Cover 'Lonely Road' findet seinen Platz im Set, wenngleich es im Vergleich zu den treibenden Eigenkompositionen etwas abfällt.
Gesanglich liefert der US-Amerikaner eine tadellose und authentische Live-Performance ab, die den Fokus souverän auf die Musik und die aufwendig inszenierte Show legt.
Setliste: Outlaw Overture; Starman; Dont Wait Run Fast; Maybe / Wild Boy / El Diablo; Ay!; Fck You, Goodbye; Goddamn; I Think I'm Okay; Title Track; Drunk Face; Bloody Valentine; Forget Me Too; Who I Was; Times Of My Life; 27 / Kiss Kiss / Love Race; Bad Things; Iris; Treading Water; Daywalker; Concert For Aliens; My Ex's Best Friend; Jawbreaker; Nothing Inside; Twin Flame / Play This When I'm Gone; Papercuts; Lonely Road; Cliché; Sweet Coraline; Vampire Diaries; Why Are You Here
Wer MACHINE GUN KELLY mag, für den ist diese Tour ein absolutes Muss.
Die Produktion kombiniert bekannte Show-Elemente geschickt zu einem sehenswerten Gesamterlebnis, das den Spagat zwischen Rockstar-Attitüde und emotionalen Momenten meistert.
Hinweis der Redaktion: Aufgrund der strikten zeitlichen Vorgaben und organisatorischen Rahmenbedingungen vor Ort beschränkt sich dieser Bericht auf eine kompakte Zusammenfassung der Highlights. Eine vollumfängliche Abdeckung aller Programmteile war unter den gegebenen Akkreditierungsbedingungen leider nicht realisierbar.
Text & Photo Credit: Noah-Manuel Heim
- Redakteur:
- Noah-Manuel Heim





