Diese Woche ließ ich mal last.fm aufmerksam mitschreiben:
A Forest of Stars - The Corpse of RebirthGefällt mir mit jedem Durchlauf besser. Die wimmernde Violine, die ozeanische Struktur der Kompositionen, der generell für BM recht eigenwillige Klang - all das fasziniert mich irgendwie.
Amon Düül II - YetiIst es besser als "Phallus Dei"? Jedenfalls strukturierter und zugänglicher.
Angels of Light - We Are HimBin schwer begeistert. Schwer zu definieren, da jeder Song irgendwie einen anderen Stil hat. Fast schon progressiver Neofolk. Und der erste Song erinnert noch stark an den Industrial von Swans. Dann Blues. Dann Folk. Dann 60er-Rock. Dann Eric Clapton meets Depeche Mode meets Jon Lord. In einem Song. Auch Beatles-Einflüsse? Check. Sol Invictus? Klar. Unmengen Stile und Ideen, ohne daß es auch nur annähernd überfrachtet klingt. Gibt es etwas, daß Michael Gira nicht kann?
Callisto - True Nature UnfoldsDas Saxophon macht aus dem Isis-Klon eine doch interessante Band. Zudem Isis selbst auch nicht mehr so klingen. Für 'nen Haufen Jesus-Lutscher und Zionisten machen die erstaunlicherweise ganz ordentliche Musik.
Catacombs - In the Depths of R'lyehKlingt exakt so, wie der Titel es suggeriert. So klingt der Soundtrack für einen Lovecraft-Film. Von Pilzen bewachsene Höhlen, unterirdische zyklopische Städte, gehüllt in Jahrtausende währende Dunkelheit, bewohnt von unsagbaren Schrecken.
Cromagnon - OrgasmAh, Psychedelic Tribal Folk from Hell. Schwieriges Klangexperiment, aber nicht ohne Hits. Der Rüdiger weiß das ja jetzt auch
Current 93 - All the Pretty Little HorsesHat sich nach wenigen Durchgängen in meiner persönlichen C93-Rangliste weit nach oben geschlichen.
Current 93 - Soft Black StarsDas vielleicht nicht ganz so, aber die minimalistischen, größtenteils nur von Piano begleiteten Kompositionen erzeugen eine ganz eigene, fast schon neoklassische Atmosphäre. Und Tibets Lyrics sind einfach nur... schräg-schön?
Current 93 - Sleep Has His HouseStellenweise schimmert doch noch die industrielle Vergangenheit der Band durch. Find ich gut.
Dead Shell of Universe - Tamo gde pupoljak vene... Tamo je moje semeDiese Serben verstehen was von BM. Kreuzt man Burzum und Deathspell Omega und versieht das ganze mit der typisch osteuropäischen Ästhetik, dürfte es ungefähr so klingen.
Faal - Abhorrence ~ SalvationDas ist so ein Album, das ich viel öfter hören sollte. So gut wird Funeral Doom nur selten gemacht.
Fall of Efrafa - InléEmotionaler Hardcore, aber kein Emo. Doomig ist er auch, aber kein Sludge. What is it, Doctor? Well, it's just plain awesome.
Forest of Fog - AbgründeJesus hat eine Schwäche für deutschen Black Metal. Also ethnolinguistisch deutsch, weil das ist ja 'ne Schweizer Band. Tolle Riffs, tolle Melodien. Brauche mehr davon.
Kayo Dot - Dowsing Anemone With Copper TongueMit den letzten paar Alben von KD komme ich zwar nicht mehr klar, aber die ersten beiden sind Avantgarde... Metal (?) so wie ich ihn mag. Naja, Metal... mh... heavy ist es schon teilweise, aber entzieht sich eigentlich jeder Schublade. Wallende Strukturen, dissonante Streicher, alles unvorhersehbar - und doch gut.
Klabautamann - Der OrtWo wir beim Thema deutscher BM sind... vielleicht ein winzig kleines bisschen schwächer als die "Merkur", aber melodischer und zugänglicher. Schönes Album.
Krallice - Dimensional BleedthroughWenn es Mathcore gibt, muss es auch Math Black Metal geben, oder? Weil das wäre die passende Stilbeschreibung. Ich mag am USPM die spröde, triste Art. Keine völkischen Melodien oder Rhythmen, eher
bare-bones, tiefschwarz und ruppig. Versieht man das mit einer dicken Portion Progression und Technik und ein wenig Hardcore-Ästhetik, kommt die neue Krallice raus. War der Vorgänger noch stark von Weakling inspiriert, ist das hier krass anders.
Kemp, Rose - Unholy MajestyZiemlich heavy für 'ne vermeintliche Folk-Rock-Sängerin. Driftet teilweise fast in den Doom ab. Interessant und auch sehr leicht gefällig, ohne irgendwie flach oder poppig zu sein.
Kemp, Rose - Violence Die Single gab's zu dem obigen Album noch dazu als Bonus. Die sagt mir, daß ich das andere Album auch noch brauche.
Nurse With Wound - Alice the Goon"It's so easy". Ja, Stapleton, nur Du bist so bekloppt und packst ein fröhliches Lounge-Stück vor 30 Minuten düstersten Industrial.
Nurse With Wound - Huffin' Rag BluesWo wir von fröhlich reden: Bitte was ist das?
Pensées Nocturnes - GrotesqueDer erste Durchlauf schien ein wenig enttäuschend. Ich vermisse den Chopin, die Silencer/Austere-mäßigen Schreie und fand das Orchester irgendwie übertrieben. Aber weitere Durchläufe sind naturgemäß nötig.
Popol Vuh - In den Gärten PharaosImmer wieder gern. Krautrock? Nö, nur bedingt.
Savoy Grand - Accident BooksSlowcore? Sadcore? Folk? Shoegaze? Post-Rock? Argh, verdammte Schubladen!
Savoy Grand - People and What They WantDito.
She Keeps Bees - NestsSchön spröde und natürlich. Reduziert aufs Nötigste. Gefällt.
Sleepytime Gorilla Museum - Of Natural HistoryAuch nicht ganz so gut wie der Nachfolger. Progressive Musik, die dieses Attribut auch wirklich verdient hat. Experimentell und zugänglich, wer schafft das schon?
The Stone - MaglaDie Serben verstehen wirklich, wirklich was von Black Metal. Großes Kino.
The Stone - UmroGenau.
Tombs - Winter HoursImmer noch faszinierende Stilmischung. Ist es Hardcore? Sludge? Black Metal? Who cares! Es tritt Ärsche!
Uriah Heep - Look at YourselfViel zu lange nicht mehr gehört. Und jetzt geht mir wieder einmal "July Morning" nicht mehr aus dem Kopf.
Waits, Tom - Bone MachineHabe ich mich bei Eike eigentlich schon einmal für den Tipp bedankt? Weil das Album rockt.
Waits, Tom - Franks Wild YearsDas hier ist ein Stück schwieriger zugänglich. Eben der Soundtrack zu einem mir unbekannten Musical und von daher irgendwie ohne Kontext. Was mich bei "Blood Money" wiederum überhaupt nicht stört. Zähe Kost halt.