W.E.B. - Darkness Alive
Mehr über W.E.B.
- Genre:
- Thrash Metal / Death Metal
- Label:
- Metal Blade
- Release:
- 20.02.2026
- Crimson Dawn
- Pentalpha
- Dark Web
- Into Hell Fire We Burn
- Murder Of Crows
- Necrology
- Morphine For Saints
- Dragona
- Eligos
Raues, manchmal auch verwaschen klingendes Livealbum.
Genügend Material haben die Jungs von W.E.B. in den vergangenen zwei Dekaden definitiv angesammelt, um auch mal einen Live-Mitschnitt einzustreuen. Seit 2006 ist die Truppe aus dem extremeren Kreis der griechischen Metalszene nicht mehr wegzudenken, konnte sich trotz stetiger Präsenz und einigen anständigen Platten aber nie aus dem großen Schatten von ROTTING CHRIST und SEPTICFLESH lösen. Dennoch ist die hellenische zweite Reihe äußerst lohnend aufgestellt, und da kommen schließlich diese Herren hier ins Spiel, die mit ihrer letzten EP "Into The Hell Fire We Burn" (2023) und dem immer noch aktuellen Full-Length-Release "Colosseum" (2021) zwei Eisen im Feuer haben, die man sich bedenkenlos in die gut sortierte Sammlung stellen darf.
Ob dies auch für das erste Livealbum gilt, sollten Die-Hard-Anhänger jedoch unter sich ausmachen, denn so angenehm und authentisch der vergleichsweise rohe Sound auch aus den Boxen kommt, so sehr verwässert er auch das schmückende Beiwerk, das auf den letzten W.E.B.-Veröffentlichungen wieder zugenommen hat. Die Band mag sich zwar selber nicht als symphonische Black-Metal-Combo betrachten, allerdings wurden stilistisch dazu passende Inhalte in der jüngeren Vergangenheit zunehmend weiter ins Gesamtkonzept integriert, und genau das ist in der livehaftigen Aufbereitung nicht so prall eingefangen worden. W.E.B. gibt sich angriffslustig und aggressiv, punktet dabei auch als richtig gute Live-Kapelle, allerdings geht dies vor allem in der zweiten Hälfte immer mehr auf Kosten der Aufnahmequalität, die matschig und verwaschen erscheint - und eben jenen orchestralen Parts, die zweifellos vom Band kommen, nicht den Raum geben, den sie bräuchten, um die Songs adäquat aufzufüllen. Und ob ein Mitschnitt, der ausdrücklich kein Bootleg sein mag, unter diesen Umständen Sinn macht, kann man durchaus noch einmal intensiver diskutieren.
Insofern sei "Darkness Alive" eigentlich auch nur denjenigen ans Herz gelegt, die W.E.B. zu den persönlichen Favoriten zählen, und trotz der bereits oben erwähnten Qualitäten sollte dieser Kreis überschaubar sein. Für die Band ist es ein nettes Bonus-Gimmick, das man auch ohne Overdubs umsetzen konnte. Mehr aber eben auch nicht!
- Redakteur:
- Björn Backes


