VARIOUS ARTISTS - EXHUMATION / SACRED OATH - Sacred Oath: Temple Of Death
Mehr über Various Artists
- Genre:
- Black Metal / Death Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Carbonized Records
- Release:
- 03.04.2026
- EXHUMATION - Master's Prayer
- EXHUMATION - Meditation Through Death
- EXHUMATION - Subterranean Ways
- EXHUMATION - Everlasting Wail
- FUNERAL CHANT - Testimony Of Fire
- FUNERAL CHANT - In Feverdreams...
- FUNERAL CHANT - Sepulchral Pillars Of The Funereal Gate
Unerwartet starkes Qualitätsgefälle.
Das unkonventionelle Geprügel von EXHUMATION ist eigentlich immer ein echter Festschmaus, da die beiden indonesischen Musiker seit jeher ein paar ganz exquisite Mahlzeiten auftischen und sich nicht mit dem üblichen Fast Food im Extrem Metal beschäftigen wollen. Ihr letztes Meisterstück "Master's Personae" hallt bis heute mächtig nach und macht unfassbar viel Bock auf neuen Stoff, den die Asiaten diesmal im Doppelpack mit FUNERAL CHANT ins Angebot stellen.
Völlig unüblich ist dabei jedoch, dass EXHUMATION auf dem gemeinsamen Release nahezu überhaupt keine Schnitt gegen das blasphemische Old-School-Kommando aus Oakland hat. Dies liegt zum einen sicherlich daran, dass die deutlich energetischere B-Seite ein Death-Metal-Leckerli nach dem anderen rausschießt, aber auch am bedauernswerten Umstand, dass die Indonesier hier offenbar nur Ausschussware berücksichtigt haben. Anders lässt sich jedenfalls nicht erklären, dass binnen zwei Jahren ein solches Qualitätsunterschied zu begutachten ist.
Immerhin: Mit 'Meditation Through Death' und dem epischen 'Everlasting Wail' bleiben zwei anständige Kompositionen stehen, die zumindest ein wenig Kompensation für die allgegenwärtige Enttäuschung leisten. Aber irgendwie sind die vier Tracks doch ein ganzes Stück hinter den berechtigt hohen Erwartungen zurück und lediglich soldides Mittelfeld im Black/Death-Mischgenre.
Ganz anders und wesentlich entschlossener tritt da schon FUNERAL CHANT auf. Stets im Uptempo, räudig to the core und mit einem infernalen Drive gesegnet feuern die Amis hier drei soon-to-be-classics aus allen Rohren, kreuzen nicht selten auch die Grenzen zum schwarzen Metall und kredenzen einen richtig starken Mix aus Second-Wave-Huldigung und Elchtod-Kniefall. Ungewöhnlich für eine US-Combo? Na und, solange es so knallt wie in der kurzweiligen Viertelstunde, die FUNERAL CHANT sich hier nimmt, sind die Rahmenbedingungen wirklich sch...ßegal! Diese Band ist ab jetzt ganz oben auf dem Zettel!
Schade daher, dass der gesamte Split-Release insgesamt gesehen, keine einzige Feierstunde und das QUalitätsgefälle so beträchtlich ist. Für die letzten drei Songs lohnt die Investition aber dennoch, denn mit FUNERAL CHANT ist hier eine Neuentdeckung am Zuge, die man keinesfalls verpassen sollte!
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Björn Backes


