TRIA PRIMA - The Mortificatio
Mehr über Tria Prima
- Genre:
- Technical Death
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Eigenvertrieb
- Release:
- 18.11.2025
- Arx Fatalis
- Mortificatio
- Actum Exitium
- Transmutatio
- Magnum Opus
- Arcanum Six
- Porta Alchemica
Symphonischer Death Metal von kosmischen Jaguaren dargeboten!
Bei TRIA PRIMA handelt es sich um ein Trio aus der Ukraine, welches symphonischen Death Metal spielt. Das ist jetzt bekanntlich nicht mein bevorzugtes Metier, aber die Beteiligung des BESTIAL INVASION- und COSMIC JAGUAR-Mainmans Sergio, der in all' seinen Projekten unter unterschiedlichen Pseudonymen agiert, hat dann doch mein Interesse geweckt. Wie gewohnt spielt er auch hier den Bass und sorgt für gutturale Lautgabe am Mikrophon. Wer die anderen genannten Bands ein kleines Bisschen besser kennt, weiß, dass es sich hierbei immer um technisch verschachtelte Musik handelt, denn der gute Mann steht auf solche Bands wie ATHEIST und DEATH.
Entsprechend gespannt war ich auf TRIA PRIMA, denn eine Trio-Besetzung, die bombastischen Death Metal spielt, der sich textlich mit dem großen Thema Alchemie beschäftigt, klingt erstmal spannend. Und das ist nicht nur in der Theorie richtig, denn die sieben Songs bieten genau das, was ich mir erhofft hatte … und mehr. Unterstützt von einer transparenten, aber gleichzeitig sehr wuchtigen Produktion, bekommen wir sieben Songs serviert, die alle zwischen fünf und sieben Minuten lang sind und denen man zu keiner Sekunden anhört, dass hier nur drei Musikanten und ein paar Gäste zu hören sind. Gut, die moderne Studiotechnik macht es möglich, aber trotzdem bin ich von der Urgewalt der Musik sehr positiv überrascht. Sicherlich addieren die klug eingesetzten Tasteninstrumente, die der ganzen Sache eine deutlich sakrale Note verleihen, ordentlich viel Tiefe und Facettenreichtum zu den eh schon sehr verspielten Songsaufbauten hinzu, aber auch die quasi nackten Heavy-Metal-Momente auf dem Album drücken herrlich in der Magengrube. Vor allem der extrem lecker klingende Knirsch-Gesang lässt meine Ohren immer wieder freudig mit der Zunge schnalzen. So mag ich meinen Hustensaftverweigerer-Gesang.
Dazu kommen immer und überall wunderbar verschnörkelte Gitarrenüberraschungen über einem permanent nach vorne drückenden Rhythmusgewitter. Wenn man dann in 'Arx Fatalis' auch noch mit extrem tollen Frauengesang weitere Farbklekse in die Kompositionen hinein streut. Supersache! Als Freund von Lead-Bassläufen macht mein nordisch schwer euphorisierbares Herz einen kleinen Salto, wenn das Intro des Titelsongs mit einem ebensolchen loslegt. Hallelujah! So wird das gemacht, werte Kollegen der Tieftonkunst!
Ich denke, es wird klar, dass ich ziemlich angetan bin von dem melodisch-verspielten Notengewitter von TRIA PRIMA und kann nur jedem Freund solcher Klänge empfehlen, diese Band zu unterstützen! Sie hat es doppelt verdient!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Holger Andrae


