THREAT SIGNAL - Revelations
Mehr über Threat Signal
- Genre:
- Modern Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Agonia Records
- Release:
- 27.03.2026
- The Great Tribulation
- Non-Essential
- Exercise The Demon
- Fire At Will
- Death Will Find Us All
- Paralysis
- Revelations
- NME
- Hell And Back
- Live For You
Starks Refrains, Hits ohne Ende, aber schneller Verschleiß.
In der Draufsicht ist das echt frech: THREAT SIGNAL hat sich bereits für das letzte Album stolze sechs Jahre Zeit gelassen und seinerzeit auch lediglich alte Formeln neu belebt bzw. das typische Modern-Metal-Einmaleins mit wuchtiger Produktion in die Umlaufbahnen geschossen. Inzwischen ist fast eine weitere Dekade ins Land gezogen, in der die Kanadier mit Abwesenheit geglänzt und ihre Fans immer wieder vrtröstet haben - und sich dann dergleichen Schemata zu bedienen und ausschlielich auf die Energie der Refrains zu setzen, ja genau das darf schon als frech bezeichnet werden.
Allerdings scheint die Kalkulation auf "Revelations" anfangs wirklich aufzugehen. THREAT SIGNAL präsentiert sich auf dem mittlerweile fünften Album zwar nicht sonderlich kreativ, hat aber so viel Ohrwurmpotenzial in den Choruseinheiten angehäuft, dass man sich schnell dabei ertappt, wie man nicht nur mitwippt, sondern mit voller Bereitschaft den Backinggesang übernimmt. Tracks wie 'Exercise The Demon' und 'Fire At Will' - um nur ausgewählte Kompositionen zu benennen - bringen hier ein echtes Pfund auf die Waage und bleiben recht schnell hängen. Die Melodien sind stark, die Clean-Parts werden souverän durch die Boxen gejagt und der Kontrast aus treibenden Stakkatos, aufgepumpten Keyboard-Backings und melodischen Gesängen bleibt einfach stark.
Leider versteift sich THREAT SIGNAL aber auch diesmal dauerhaft auf diese sicherlich erfolgserprobte, langfristig aber doch monoton erscheinende Formel, die - das darf sicherlich unterstellt werden - hier ziemlich berechnend aufgefahren wird. Die Nordamerikaner wollen flotte Hits, sie wollen Singalongs und mit einprägsamen Pats und definitiv cooln Hooklines begeistern, nehmen sich aber schon zu Beginn jedes potenzielle Alleinstellungsmerkmal und geben sch damit zufrieden, in der großen Masse des melodischen Modern Metals mitzuschwimmen. Das kann man sicherlich auch so handhaben, wenn man mit dem nötigen Selbstbewusstsein und den entsprechenden Hits aufwarten kann, doch der Verschleiß ist bereits mittelfristig absehbar. Keine Frage: "Revelations" macht bis zu einem gewissen Punkt Spaß, doch bei wiederholter Beschallung baut die Platte kontinuierlich ihre Reize ab und ist irgendwie doch nur eine unter vielen - wenn auch eine gute.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


