SWARTZHEIM - Wounds
Mehr über Swartzheim
- Genre:
- Modern Thrash Metal / Groove Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Blood Blast Distribution
- Release:
- 05.12.2025
- Intro
- Wounds
- No One To Blame
- Sympathy
- Discarded
- Spitting Nails
- Artillery
- Execute
- Thrown Away
- Outro
Gute Songs, im Gesamtkontext aber zu eindimensional.
Als Crossover bezeichnen die Dänen SWARTZHEIM den Sound, den der Fünfer inzwischen seit dem Jahr 2018 zelebriert. Ein Album gab es dabei bisher noch nicht zu hören, trotzdem erspielte sich die Truppe, die aus Jeppe Halse Fugleberg (Gesang), Joe Thinggaard Timmins (Gitarre), Niels Kasule (Gitarre), Ebbe Hyldahl Rask (Bass) und Sebastian Vestergaard (Schlagzeug) besteht, bereits Slots auf dem Wacken Open Air oder Copenhell Festival. Nun soll es auch an der Studio-Front so richtig nach vorne gehen, denn mit "Wounds" kann man sich die Band nun erstmalig auch auf Albumdistanz ins heimische Wohnzimmer holen.
Nachdem das passend betitelte 'Intro' uns erst einmal mit wabernden Sound-Fragmenten begrüßt hat, stellt der folgende Titeltrack dann aber prompt die Kategorisierung als Crossover ein wenig in Frage. Ich jedenfalls höre hier keine der typischen Trademarks, die dieses Genre auszeichen würden. Stattdessen wird uns moderner Thrash Metal serviert, der auch ein paar Death-Metal-Zutaten verabeitet und gerade gesanglich schon in extremere Metal-Gefilde schielt. Denkt hier vielleicht an eine Mischung aus SOULFLY und SUICIDAL ANGELS mit einer Prise DEATH, wenn ihr bekannte Referenzen als Eckpunkte heranziehen wollt. Da die Riffs auch durchaus packend ausgefallen sind und die Gitarrensoli ebenfalls überzeugen, gelingt der Einstand dann auch recht gut und dürfte für ordentlichen Muskelkater im Nacken sorgen.
Wie so oft in diesem Sektor wird danach aber die Abwechslung zum Stolperstein für SWARTZHEIM, denn zumeist brauen die Dänen ihren Thrash-Tropfen nach dem gleichen Rezept zusammen und weigern sich auch in Sachen Tempo, mal tiefer in die Trickkiste zu greifen. Stattdessen wird über die gesamte Spielzeit hinweg ordentlich Gas gegeben, was zumindest zu Beginn weiterhin unterhaltsam ist. 'No One To Blame' oder auch 'Sympathy' könnte ich euch guten Gewissens noch als Anspieltipps mit auf den Weg geben. Auch danach liefern die Songs, im Kleinkosmos betrachtet, auf gleichbleibendem Niveau ab, aber im Gesamtkontext nutzt sich die durchgehende Vollgas-Keule mehr und mehr ab. Erschwert wird das Empfinden von größerer Begeisterung allerdings auch davon, dass die Riffs der Herren Timmins und Kasule im hinteren Drittel zusätzlich etwas austauschbar werden und nicht immer die größte Langzeitwirkung mitbringen.
So bin ich auch noch nicht sicher, ob SWARTZHEIM insgesamt schon bereit für das Albumformat ist. Als einzeln veröffentlichte Singles hätten die insgesamt acht regulären Tracks nämlich durchaus eine gute Figur machen können, wirken aber im Albumkontext seltsam eindimensional und gerade hinten heraus fast austauschbar. Unter die Sieben-Punkte-Marke kann ich dennoch nicht gehen, denn am Ende steckt im Fünfer aus Dänemark auch viel Potential und gerade in der heutigen Zeit werden sich die Fans wahrscheinlich eh die Perlen aus der Spielzeit für ihre Spotify-Playliste herauspicken, sodass meine Kritikpunkte vielleicht gar nicht so sehr ins Gewicht fallen.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


