SHADOW REBELS - Black & White Times
Mehr über Shadow Rebels
- Genre:
- Post Grunge Rock
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Another Side Records/ Metal Scrap Records Inc.
- Release:
- 24.10.2025
- Nobody's Land
- Cry
- Tomorrow
- Deepest Gloom
- In The End Of The War
- Water Spirit
- Plastic Duck
- Black & White Times
Solider Grunge Rock mit gewöhnungsbedürftigem Gesang.
SHADOW REBELS ist eine seit 2004 bestehende israelische Post-Grunge-Hardrock-Band. Die Band besteht aus Gründer Michael Rosenfeld, der Gesang und Bass übernimmt, Drummer Boris Litvar und Gitarrist Uzi Eliyahu. Mit "Black & White Times" legen die drei Mannen ihr viertes Album vor.
Mit seinem aktuellen Werk präsentiert das Trio acht Tracks, die sich stilistisch irgendwo zwischen dem Garagen-Sound der 90er und klassischem Rock-Handwerk bewegen. Die Produktion ist angenehm unaufgeregt und trocken; hier wird nichts mit Effekten zugekleistert.
Thematisch ist die Platte schwere Kost. In Songs wie 'In the End Of The War' oder 'Nobody's Land' verarbeitet die Band die harten Realitäten ihrer Heimat Israel. Diese Ernsthaftigkeit nimmt man ihr in jedem Moment ab, und sie verleiht dem Album eine atmosphärische Tiefe, die gut zu den staubigen Gitarrenriffs passt.
Der große Knackpunkt der Platte ist jedoch – man muss es so deutlich sagen – der Gesang. Michael Rosenfeld verfügt über eine extrem eigenwillige Stimme, die den Hörer vor eine echte Herausforderung stellt. Während diese Stimme in den düstersten Momenten noch eine gewisse Verzweiflung transportiert, wirkt sie in vielen Passagen für mich einfach nur anstrengend. Es ist eine Stimme, an der man sich reiben kann, die aber den Zugang zu den eigentlich soliden Kompositionen unnötig erschwert.
Musikalisch bleibt das Album weitgehend auf geradlinigen Pfaden. Zwar lockern kurze Experimente mit Sitar oder Violinen das Geschehen punktuell auf, doch im Kern regiert das klassische Rock-Schema. Das ist handwerklich sauber, bietet aber auch wenig Überraschungen.
Fazit: "Black & White Times" ist ein ehrliches Stück Rockmusik mit einer klaren, wichtigen Botschaft. Das musikalische Gerüst ist stabil und grundsolide, doch der sehr gewöhnungsbedürftige Gesang von Michael Rosenberg macht das Album zu einer sehr subjektiven Erfahrung.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


