SERPENT ICON - Tombstone Stories (EP)
Mehr über Serpent Icon
- Genre:
- Melodic Death Metal
- ∅-Note:
- 10.00
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 06.03.2026
- Circus Of Mankind
- Ashes
- Tombstone Stories
- Final Witness
- Sirens And Sinners
So hat Melodic Death Metal zu klingen!
Dass unser Redaktionskollege Tobias Dahs auch selbst musikalisch unterwegs ist, dürften die meisten unserer Stammleser mittlerweile wissen. Mit KINGS WINTER lieferte Tobias schon wirklich starke Scheiben ab, was aber auch an seiner Frau Jule und ihrer wirklich beeindruckenden Stimme lag. Tobias musikalisches Herz schlägt - wie ebenfalls viele wissen dürften - aber ebenfalls für den alten Melodic Death Metal, wie ihn die schwedischen Urgesteine AT THE GATES aber auch IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY insbesondere während ihrer Anfangstage lieferten. Und es wäre schon arg seltsam gewesen, wenn sich Tobias nicht irgendwann selbst mit einer eigenen Band an diesem Genre versucht hätte. Und hier kommt SERPENT ICON ins Spiel, denn Tobias hat sich mit Hartmut Stoof (SYMBIONTIC, ehemals GLORYFUL) und NIGHT IN GALES-Sänger Christian Müller zusammengetan und mit "Tombstone Stories" eine erste EP zusammengezimmert.
Und diese EP hat es in sich. Eigentlich kann ich es kurz und schmerzlos machen: Wer Musik im Stile von AT THE GATES wie auf "Slaughter Of The Soul" oder IN FLAMES auf "Lunar Strain" oder "The Jester Race" hören will, der kommt an SERPENT ICON nicht vorbei! Diese EP hat den Spirit des schwedischen Melodic Death Metals der Neunziger und bringt ihn perfekt in unsere heutige Zeit. "Tombstone Stories" strotzt vor Power und tollen Melodien. Dabei ist es egal, welchen der fünf Songs man nimmt, alle Nummern überzeugen vollkommen und auf beeindruckende Weise.
Da ich persönlich immer mehr IN FLAMES-Hörer als AT THE GATES-Hörer war, gefällt mir 'Final Witness' zwar am besten, aber die Stücke sind qualitativ alle auf einem so hohen Niveau, dass es eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, welches Lied einem am besten gefällt. Ich frage mich wirklich, was eine Band in diesem Genre noch besser machen möchte. Mir fällt nichts ein und ich sehe auf dieser Platte auch keine Kleinigkeit, die ich kritisieren könnte. Denn Achtung: SERPENT ICON hat bislang nicht den Anspruch, das Rad neu zu erfinden, sondern einem Genre auf eine Art und Weise zu huldigen, die man sich auch auf neue Alben der alten Helden wünschen würde. Und das gelingt perfekt!
Für mich stehen mit Blick auf die Ende des Jahres wieder anstehenden Jahrespolls jetzt schon EP und Newcomer des Jahres fest: SERPENT ICON mit "Tombstone Stories"!
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- Mario Dahl


