REDIVIDER - Sounds Of Malice
Mehr über Redivider
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Third House Communications
- Release:
- 09.01.2026
- Quartered & Devoured
- Sounds Of Malice
- Shackled To Existence
- Apocalyptic Waste
- Fratricide
- Bask In The Rot
- Left To Rot
Brutales Geschepper ohne Unterlass!
Nach ihrem ersten Demo haben sich die Jungs von REDIVIDER noch einmal eine Weile zurückgezogen, um ihrem ersten offiziellen Release den passenden Schliff zu verpassen - und zumindest was den Sound, die Riffs und die wüsten Growls angeht, ist das aggressive Geballer auf "Sounds Of Malice" definitiv erstligatauglich. Leider schaffen es die Herrschaften aus Louisville, Kentucky jedoch nicht, ihre starke Performance effizient zu verwerten, soll heißen beim Songwriting werden weitestgehend Death-Metal-Standards angeboten und infolge dessen relativ unspektakuläres Gerödel, das lediglich dann auch mal Fahrt aufnimmt, wenn die Band das Tempo hochschraubt.
Leider jedoch verzettelt sich REDIVIDER in den sieben frischen Stücken jedoch manchmal in den technischen Arrangements und setzt zu stark auf den martialischen Charakter des Materials, so dass zwar eine durchaus attraktive Ballershow in Sachen Handwerk geboten wird, man aber irgendwann - und das leider sehr bald - feststellt, dass die Band der Szene keine wirklich frischen Impulse verpasst. Die neuen Stücke sind solide, sie sind höchst brutal und gerade in der Rhythmusarbeit richtig stark ausgearbeitet, aber wenn es darum geht, den Nummern einen eigenen Stempel aufzudrücken und dem ständigen Dauerfeuer auch mal ein paar Alleinstellungsmerkmale beizumengen, kann "Sounds Of Malice" nicht mehr nachsetzen und verharrt in einem Einerlei aus radikalem Gemörtel und brachialen Stakkati, für das die Band keinen langfristig brauchbaren Lösungsweg findet.
An sich will ich REDIVIDER keine Durchschnittlichkeit attestieren, denn dafür fährt das Quintett bisweilen viel zu scharfe Geschütze auf. Wenn ich aber auflisten müsste, was die Band besonders macht und wo sie sich vom üblichen Gebretter unterscheidet, finde ich keine langlebigen Argumente - und genau deshalb ist "Sounds Of Malice" bis auf Weiteres ein Todesblei-Album unter vielen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


