PROFANE ELEGY - Herezjarcha
Mehr über Profane Elegy
- Genre:
- Black Metal / Extreme Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 30.01.2026
- Exeunt Omnes
- Haunted
- The Accuser
- As My Heart Turns To Ash
- I AM
- Immutable
- And Then We Are Gone
- Herezjarcha
Zwischen den Extremen lauern zahlreiche Überraschungen.
Seit vier Jahren sind die Musiker von PROFANE ELEGY am Start, um dem modernen Black Metal einen sehr extremen, eigenen Stempel aufzudrücke. Anno 2023 hat die Truppe aus Pennsylvania ihre erste EP veröffentlicht, allerdings noch nicht das erwünschte, große Echo lostreten können. Zweieinhalb Jahre später hat sich bei PROFANE ELEGY jedoch einiges getan. Die Band hat noch einmal intensiv an ihrem Sound herumgeschraubt und auch den Schwung mitgenommen, den ein paar lukrative Live-Slots ihnen gegeben hat. So spielte die Truppe unter anderem im Vorprogramm von DARK FUNERAL, sammelte Gig um Gig und versuchte schließlich, einen Teil des Bühnenfeelings auch für die erste Platte zu konservieren.
Zumindest was die teils sehr aggressiven Ausbrüche auf "Herezjarcha" anbetrifft, kann man davon ausgehen, dass vor allem die vereinzelten Shows hier noch mal einen Schub gegeben haben. Die acht Songs sind phasenweise verdammt energiegeladen und dynamisch und können sich infolgedessen auch immens vielfältig inszenieren. So erhascht man auf "Herezjarcha" ein paar sehr zeitgemäße, finstere Thrash-Noten im Stile von SKELETAL REMAINS, während auf der anderen Seite Doom und gemeiner Black Metal um eine dominante Stellung kämpfen, sich schließlich aber auch von unverhofft epischen Sounds ablösen lassen, die man bei der anfangs recht radikalen Vorgehensweise auf gar keinen Fall erwartet hätte.
Doch speziell in der zweiten Albumhälfte nimmt PROFANE ELEGY gelegentlich ganz bewusst den Fuß vom Gaspedal, schafft recht melancholische Soundscapes und unterlegt diese auch mit perfekt dargebotenem clean-Gesang. Stücke wie 'As My Heart Turns To Ash' und 'And Then We Are Gone' offerieren dabei jedoch nicht ein völlig anderes, musikalisches Gesicht, sondern sorgen zwischen dem meist recht brutalen Material für Aufhellung und Diversität - Punkte, die am Ende immer mehr an Wert gewinnen, weil PROFANE ELEGY in den ersten drei Songs suggeriert, dass es vorwiegend um Extreme und Brutalität geht.
Die Überraschungseffekte sind schließlich das eine, die durchgehend hohe Qualität von Songwriting und Performance das andere Argument, mit dem sich die US-Amerikaner auszeichnen können. Mit ihrem Debütalbum setzen sie gleich mehrere klare Akzente und empfehlen sich umgehend für einen Deal jenseits des Atlantiks - absolut verdient wohlgemerkt!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


