OPPRESSION (FRA) - No Safe Place
Mehr über Oppression (FRA)
- Genre:
- Melodic Black Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Folter Records
- Release:
- 12.12.2025
- No Safe Place
- Attrition
- Homeland's Fury
- Psalm For The Fallen
- Maria Rosenthal
- Journey Beyond Consciousness
- End Humanism
- The Call Of The Night
- Nice Death Matters
Auf den Spuren von Abbath und Demonaz.
Ungebremst und vehement starten die Franzosen von OPPRESSION in ihren ersten Silberling, geben sich betont melodisch und zugänglich, sparen aber auch nicht mit Aggression und Durchschlagskraft. Sie generieren alsbald eine derart frostige Atmosphäre, dass tatsächlich der mittlerweile schon fast als verwaist geltende IMMORTAL-Vergleich noch mal ausgepackt werden darf - denn mit Abbath, Demonaz und Co. zu ihren besten Zeiten hat "No Safe Place" so einiges gemeinsam.
Die wichtigste Parallele besteht zweifelsfrei darin, dass OPPRESSION ähnlich triumphale Hymnen in die Playlist aufnimmt wie die Norweger zu ihren besten Zeiten, wenngleich das 2025er Werk definitiv noch radikaler und entschlossener zur Sache kommt als die verblassten Heroen in ihren Sternstunden. "No Safe Place" ist ein eben solcher, vor nichts geschützt, vor keiner Attacke gefeit, immer auf den nächsten Hinterhalt lauernd und dann doch wieder überfallartig erobert, weil die Tempovorstöße der Westeuropäer wahrhaftig grandios sind. Die Hooklines, die derweil entstehen, ebenfalls! Hier wird an majestätischem Riffing ebenso gespart wie an packenden Screams, hin und wieder darf ein ganz dezentes Keyboard ein paar epische Zusätze beisteuern. Doch im Großen und Ganzen fußen die neun Songs auf puristischem, heroischem und klirrend kaltem Black Metal mit klarem Bezug zu den einprägsameren Ergüssen der zweiten Welle. Und mehr muss man dann eigentlich schon fast nicht mehr sagen.
Lediglich der Umstand, dass "No Safe Place" nach hinten heraus nicht mehr nachlegen kann und sich ein gewisses Schema einbürgert, in dem die Variation ein bisschen zu kurz kommt, könnte man kritisch auslegen - jedenfalls sollte der Hinweis darauf nicht fehlen. Blickt man aber auf jeden Songs ganz individuell, wird man auch das verschmerzen können, denn zwischen den wütenden Auswüchsen des frühen DARK FUNERAL-Katalogs bis hin zu den melodischeren Trümmereien von IMMORTAL findet man hier inspirativ so manches Highlight, welches die Platte auch mal etwas länger in der Rotation lässt.
OPPRESSION hat ein richtig gutes Debüt eingestampft und so manche nostalgische Momentaufnahme Revue passieren lassen - dafür gehen sofort beide Daumen hoch!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


