ONCHOCERCIASIS ESOPHAGOGASTRODUODENOSCOPY - Fugue Gnawed From The Scabbed God Cerebrum
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- Genre:
- Brutal Death Metal
- ∅-Note:
- 1.50
- Label:
- Stillbirth Records
- Release:
- 03.04.2026
- Conquering Divinity
- The Fallen Lament, Paralytikus Ascends
- Severing What Makes Me Human
- Apotheotic Apotemnophilia
- Entombed Within The Infinite Panopticon
- Gutted & Corpsed
- Heaven's Empty Halls
- Hurt Beyond Healing
- Abyssikataplexika
- Vile Verses Flogged Into The Wings Of Angels
- Forged In The Blackest Reaches Of Blasphemy
Wenn hier mal nicht die KI durchs Gehirn gepustet hat!
Ob die unheilvollen Tage von MORTICIAN nun tatsächlich gezählt sind? Zumindest haben Will Rahmer und seine wechselnden Begleiter in den letzten zehn Jahren kein neues Material mehr veröffentlicht, waren zuletzt aber auch gehörig angezählt, weil große Umfänge der jüngeren Produktionen zu großen Teilen nicht mehr von menschlicher Hand eingespielt wurden. Wer den künstlichen Drumsound liebte, gerne ziemlich freakigen, technischen Brutal Death hören mag und neben völlig sinnlosem, gutturalem Geblöke auch nicht viel darauf gibt, dass der Unterschied zu einer potenziellen KI nicht mehr auszumachen ist, darf sich gerne den frischen Stoff von ONCHOCERSIASIS ESOPHAGOGASTRODUODENOSCOPY (ja, genau so!) geben, darf sich aber am Ende nicht beschweren, er sei nicht ausdrücklich gewarnt worden. Denn ob abseits der gelegentlichen Gitarrenleads hier tatsächlich irgendein Instrument nicht aus der digitalen Konserve stammt, das muss in der Tat stark angezweifelt werden.
Und so verhält es sich, dass sich "Fugue Gnawed From The Scabbed God Cerebrum" als eine einzige bizarre Show voller abartiger Breaks, krasser Improvisationen, ungebremstem Drumcomputer-Geschepper und undifferenziertem Gekotze präsentiert, die sich wahrscheinlich auch nur dann ohne kurze Atempausen reinziehen lässt, wenn beim örtlichen Kartell genügend Reserven nicht ganz so legalen weißen Pulvers beschafft wurden - und das behaupte ich mal einfach so, ohne eine entsprechende Feldstudie unternommen zu haben. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass die Herren Musiker bei Escobar's Erben ausreichend eingekauft haben, um sich selbst in die Stimmung zu versetzen, einen solch kranken, verstörenden, am Ende völlig nervigen Output zu kreieren. Denn was man uns hier als technisch versierten Brutal Death verkaufen will, ist am Ende des Tages die minderwertigste Variante eines MORTICIAN-Releases, die man sich nur denken kann - nur eben mit noch mehr Unterstützung vom geliebten Personal Computer.
Ob es derartige Experimente in diesen Zeiten braucht? Nun, ich würde mal ganz offensiv behaupten: Auf keinen Fall! Da helfen dann auch der bekloppte Bandname und der ebenfalls gestörte Albumtitel nichts: So sehr ich mich dagegen sträube, solche Aussagen grundsätzlich zu formulieren, mag ich hier eine Ausnahme machen und mir wünschen, dass diese Truppe schnell ein Einsehen hat und diesen Schrott möglichst bald aufgibt!
- Note:
- 1.50
- Redakteur:
- Björn Backes


