NUCLEAR WARFARE - All Hail To The Liberator
Mehr über Nuclear Warfare
- Genre:
- Thrash
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- MDD
- Release:
- 19.03.2026
- Nuclear War
- Rough Day
- United By Thrash
- Power Of War
- With Sword And Cross
- The Striker
- Trouble In The World
- What I Really Can
- All Hail To The Liberator
Thrash! Punkt.
Vom Artwotrk bis zum Sound vereint "All Hail The Liberator" tatsächlich alles, was den Teutonen-Thrash in den den letzten vier Dekaden ausgemacht hat. Schnoddrige Vocals, grooviges Songwriting, teils melodische Attacken und eine stete Affinität zu den großen drei Protagonisten der heimischen Szene und deren Kollegen aus der zweiten Reihe. Die Verschrobenheit mancher DESTRUCTION-Arrangements findet in den neun neuen Songs ebenso statt wie die manchmal etwas grantige Machart der 90er-Werke von SODOM, und wenn die Leads auch mal eine Melodie hervorzaubern, sind Mille und Co. zumindest inspirativ nicht weit entfernt.
Gerne ergänzen mag man hier auch die frühen DARKNESS-Scheiben, die bei den drei Musikern so manches Mal auf den Plattenteller gewandert sein dürften. Und zuletzt mag man gerne auch noch so manche Death-Metal-Combo nennen, die als Einfluss ihren Senf dazu gegeben hat, gerade wenn das Tempo mal gebremst wird. Dass man die Briten von BOLT THROWER nicht verehrt, will man der Band nach dem Genuss des epischen 'With Sword And Cross' nämlich nicht abkaufen.
So könnte man sicherlich beliebig fortfahren, die vielen Eckpfeiler des NUCLEAR WARFARE-Sounds auf die möglichen Parallelen zu namhaften Kollegen checken und von der Bay Area bis Altenessen immer wieder Künstler ausmachen, an denen sich die Truppe beim Songwriting orientiert hat. Das ist letzten Endes auch unvermeidlich, weil das Trio keinen Hehl daraus macht, wie tief es in der weltweiten Thrash-Szene verwurzelt ist und die alte Schule hier auch mit einem anständigen Zeugnis verlassen möchte.
Das mag Fluch und Segen zugleich sein, denn in Sachen Eigenständigkeit hat "All Hail To The Liberator" sicherlich einige Mangelerscheinungen. Auf der anderen Seite stehen mit dem pfeilschnellen 'The Striker', dem bereits erwähnten 'With Sword And Cross' und dem vorzüglichen Titelstück genügend Highlights bereit, dieses leichte Defizit spielerisch zu kompensieren. Und dieser Gedanke festigt sich in der Tat mit jedem weiteren Durchlauf des neuen Albums.
NUCLEAR WARFARE will keine Schönheitspreise gewinnen, sondern in diesem Genre ein klares, leicht nachvollziehbares und dennoch deutliches Statement setzen. Und das ist den Jungs in der Tat gelungen. Erscheint die Scheibe anfangs noch ein wenig naiv, knallt sie zum Ende hin wirklich mächtig!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


