NOIRSUAIRE - The Dragging Poison
Mehr über Noirsuaire
- Genre:
- Black Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Osmose Productions
- Release:
- 26.12.2025
- Intro - Thousand Throats Thousand Spears
- The Trance Of Bedless Bones
- Fogged By The Leaves Of Pestilence
- The Dragging Poison
- Possessed By A Malignant Lust
- Interlude - Withering Veins
- Enshrouded In Rabid Repugnance
- Sworn By Sinister Wisdom
- Noirsuaire
Arbeitswut mit bleibendem Effekt!
Extreme Produktivität - diese Feststellung muss man in Zusammenhang mit dem französischen Newcomer NOIRSUAIRE auf jeden Fall erwähnen, schließlich hat Mastermind N seit der Gründung seines Soloprojekts im Jahr 2022 nebst einem Demo gleich mal vier EPs herausgebracht und schließlich auch die Arbeiten an seinem ersten Full-Length-Release beendet. Wer nun erwartet, dass der Musiker aus Montségur ein paar Schnellschüsse zusammengetragen hat und vor lauter Masse die Klasse außen vor gelassen hat, sieht sich in den neun Tracks von "The Dragging Poison" allerdings getäuscht. Der meist melodische, zudem sehr aggressive Output mag zwar aus rein kreativer Sicht keine neuen Facetten freilegen, bietet jedoch Second-Wave-Black-Metal in einer gewissen Qualität, der nicht nur rein zufällig sehr stark auf die Einflüsse aus dem europäischen Norden ausgerichtet ist - und zumindest hier kann man ja grundsätzlich kaum etwas verkehrt machen, sofern man die Dinge richtig anpackt.
Und das ist bei NOIRSUAIRE definitiv der Fall; die Melodien bekommen genügend Raum, die gelegentliche Raserei ist glaubwürdig und überzeugend, die Performance an den Instrumenten ist richtig stark, wird aber noch einmal von den geilen Vocals übertrumpft, und obschon eine leichte Schematik im Songwriting zu erkennen ist, mangelt es "The Dragging Poison" gerade nach hinten heraus nicht an Abwechslung - und an einprägsamen Stellen, die den Vergleich mit DISSECTION und SATYRICON ("Nemesis Divina"-Phase) noch einmal deutlich bekräftigen.
Unterm Strich kann ich definitiv verstehen, wenn man NOIRSUAIRE erst einmal kritisch betrachtet, weil das französische Projekt rein gar nichts auspackt, was nicht schon einmal dagewesen wäre. Auf der anderen Seite muss man einfach festhalten, das die Kompositionen ordentlich kicken, die Melodien sitzen und der französische Künstler seinen Helden auf höchstem Niveau huldigt - und das ist meines Erachtens nach auch entscheidend. "The Dragging Poison" ist ein absolut gelungenes Debüt und bestätigt die positiven Eindrücke der vorangegangenen EPs mit Leichtigkeit!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


